Wie kann man das Abwürgen vermeiden?

Diskutiere Wie kann man das Abwürgen vermeiden? im Getriebe und Kupplung Forum im Bereich Technik; Ich hatte bislang schon einige Fahrstunden, aber in jeder habe ich den Motor abgewürgt. Mein Fahrlehrer sagt, dass es daran liegt, dass ich die...
Drift King

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Ich hatte bislang schon einige Fahrstunden, aber in jeder habe ich den Motor abgewürgt. Mein Fahrlehrer sagt, dass es daran liegt, dass ich die Kupplung zu schnell kommen lasse. Ich habe das Problem nur beim Anfahren, beim Schalten gibt es keine Probleme. Das kriege ich größtenteils sogar ohne Ruckeln hin. Aber ich denke, dass das Schalten allgemein einfacher ist, als das Anfahren.

Könnt ihr mir Tipps geben, wie ich das Abwürgen vermeiden kann?
 
Kai70

Kai70

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Könnt ihr mir Tipps geben, wie ich das Abwürgen vermeiden kann?
Üben üben üben, dafür gehst du ja zur Fahrschule, wenn du alles vorher könntest, wäre der Besuch der Fahrschule überflüssig.

Die Antwort selbst hast du doch schon von deinem Fahrlehrer bekommen:
Kupplung langsamer kommen lassen
da dein Fahrlehrer direkt neben dir sitzt, wird der sich ein besseres Bild darüber machen können, ob du zu wenig Gas gibst, oder die Kupplung zu schnell kommen lässt, als wir hier anhand deiner Beschreibung.
Gas geben scheint ja i.O. zu sein, wenn dies vom Fahrlehrer nicht bemängelt wurde, ansonsten eben ein wenig mehr Gas geben.
 
Drift King

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Ja, das mit dem Gas geben hat er mir auch gesagt.
Warum auch immer kriege ich das nicht hin, im Gegenteil, ich lasse das Gas meistens wieder los.
Aber das stimmt schon, ich werde es nächstes mal nochmal probieren.
Leider haben wir kein Privatgelände, auf dem ich üben könnte. Wenn ich es auf der Straße üben würde, und erwischt werde, kann ich den Führerschein vergessen, ich habe bereits 14 Punkte.

Was ich fragen wollte. Wenn man den Motor abwürgt, schadet es dem Auto? Und wenn ja, welchen Teilen am meisten?
Das regt mich irgendwie voll auf, ich glaube, ich bin der schlechteste Fahrer, ich habe es bisjetzt in keiner Fahrstunde geschafft, den Motor nicht abzuwürgen.

Desweiteren verstehe ich nicht, wie man mit starkem Anzug fahren kann, muss man dann beim Schalten mehr Gas geben, oder was?
 
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jack1982

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Tschuldige wenn ich Nachfrage:
Aber wie kannst du schon 14 Punkte haben, ohne jemals nen PKW-Führerschein besessen zu haben? ?(

Gruss
 
Drift King

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Mit meinem Roller.
Hatte nur eine Prüfbescheinigung, also sprich, ich durfte 25 fahren. Durch Tuning ist er am Ende 125 km/h gelaufen.
Ich hatte dann am Ende glaube ich 5 Regelverstoße, aber lies doch einfach meine Vorstellung, da stehts genauer.

http://www.autoextrem.de/showthread,t-205294.htm
 
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El B@rt0

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Gas geben beim Anfahren ?

Ich gehe mal davon aus, dass du ein Disel fährst und auch nicht gerade zu untermotorisiert. Also wozu dann Gas geben ?

Such den Schleifpunkt und versuch diesen mal zu halten. Ist ungesund für die Kupplung, aber es ist ein Fahrschulauto, also sollte dich das nicht jucken. Wenn du damit das Gefühl für den Schleifpunkt bekommst, dann klappt das auch mit dem Anfahren.
Ich muss sagen, ich hab es einer Freundin beigebracht. Nach 5 Minuten konnte sie es. Die Kupplung musste zwar etwas leiden (war ein Benziner, dazu noch mein privatauto) aber sie konnte es danach. So schwer ist das nicht. Du darfst dich nur nicht verrückt machen lassen. Such den Schleifpunkt und bleib einfach mal drauf. Und zwar das Ganze ohne Gas zu geben.


MfG El B@rt0

PS: 14 Punkte... Bist du sicher, dass du schon Auto fahren willst ? Sorry, wenn ich das so sagen muss, aber es gibt genug Lebensmüde auf den deutschen Straßen X(
 
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tomato

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Gas geben beim Anfahren ?

Ich gehe mal davon aus, dass du ein Disel fährst und auch nicht gerade zu untermotorisiert. Also wozu dann Gas geben ?
Wahrscheinlich, weil es sich dabei um einen modernen (oder zumindest halbwegs modernen) Turbodieseldirekteinspritzermotor handelt und die kann man ziemlich leicht abwürgen, gerade wenn man eigentlich Saugbenziner gewohnt ist. Wobei letzteres wohl kaum der Fall sein wird bei "Drift King".
Die alten Vorkammersaugdiesel benötigten schließlich keinen Ladedruck, um brauchbares Drehmoment zu erzeugen und ausserdem waren die auch getriebeseitig nicht so lang übersetzt, wie die heutigen TDI, CDI...und Konsorten.
Früher war es tatsächlich so, dass diese Motoren nur schwer abzuwürgen waren, wenn ich nur an meinen damaligen Fahrschulwagen denke (Golf II 1,6ltr Saugdiesel mit 54PS), das hat sich jedoch gründlich geändert.
Ohne Gas geben anfahren ist da nicht mehr das probate Mittel, vor allem am Berg nicht.
Ausserdem sollen die Fahrschüler auch gerne lernen, wie man zügig anfährt, um nicht den ganzen Verkehr aufzuhalten.
 
Drift King

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Am Berg mache ich es so:
Kupplung drücken, dazu noch bremsen. Die Bremse nicht loslassen und beim bremsen den Schleifpunkt suchen. Dann halt solange warten, bis man fahren darf. Bis dahin habe ich ja schon längst den Schleifpunkt gefunden und kann zügig weiterfahren.

Ich habe da noch eine Frage: Im Moment ist es ja noch schwer für mich, den Schleifpunkt zu finden. Variiert der Schleifpunkt von Modell zu Modell? Dann könnte ich ja eigentlich nur in meinem Auto gut fahren, sobald ich eine andere Marke fahre, würge ich den wieder ab, oder?

Der Fahrschulwagen ist ein Ford Focus und läuft, soweit ich weiß mit Diesel.
 
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tomato

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Am Berg mache ich es so:
Kupplung drücken, dazu noch bremsen. Die Bremse nicht loslassen und beim bremsen den Schleifpunkt suchen. Dann halt solange warten, bis man fahren darf.
Das heisst, die Kupplung schleift die ganze Zeit, während der Wagen steht?
Und was sagt Dein Fahrlehrer dazu?
Ich als Fahrlehrer würde Dir dabei aber gewaltig auf die Finger klopfen.
Am Berg fährt man mit Handbremse los, also solange man steht, wird die Handbremse gezogen, der Gang ist raus und der Fuss ist nicht auf der Kupplung und im Moment des Losfahrens wird die Kupplung getreten, der erste Gang eingelegt, dann mit so wenig Gas wie möglich und soviel Gas wie nötig losgefahren und gleichzeitig die Handbremse gelöst.

Ich habe da noch eine Frage: Im Moment ist es ja noch schwer für mich, den Schleifpunkt zu finden. Variiert der Schleifpunkt von Modell zu Modell? Dann könnte ich ja eigentlich nur in meinem Auto gut fahren, sobald ich eine andere Marke fahre, würge ich den wieder ab, oder?
Ja, der ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Ist aber nur Frage der Gewöhnung, wenn ich mal einen Dienstwagen fahre, dann kommt es mir auch schonmal vor, dass ich ihn anfangs abwürge. Aber mit der Zeit hat man den Dreh raus und auch an andere Fahrzeuge gewöhnt man sich mit etwas Erfahrung schneller.
 
El B@rt0

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Wahrscheinlich, weil es sich dabei um einen modernen (oder zumindest halbwegs modernen) Turbodieseldirekteinspritzermotor handelt und die kann man ziemlich leicht abwürgen, gerade wenn man eigentlich Saugbenziner gewohnt ist. Wobei letzteres wohl kaum der Fall sein wird bei "Drift King".
Die alten Vorkammersaugdiesel benötigten schließlich keinen Ladedruck, um brauchbares Drehmoment zu erzeugen und ausserdem waren die auch getriebeseitig nicht so lang übersetzt, wie die heutigen TDI, CDI...und Konsorten.
Früher war es tatsächlich so, dass diese Motoren nur schwer abzuwürgen waren, wenn ich nur an meinen damaligen Fahrschulwagen denke (Golf II 1,6ltr Saugdiesel mit 54PS), das hat sich jedoch gründlich geändert.
Ohne Gas geben anfahren ist da nicht mehr das probate Mittel, vor allem am Berg nicht.
Ausserdem sollen die Fahrschüler auch gerne lernen, wie man zügig anfährt, um nicht den ganzen Verkehr aufzuhalten.
Mein Fahrschulwagen: Golf V (den Motor kann ich dir nicht mehr bennen, aber hatte um die 100PS rum.)
Mein "Übungswagen" zu Fahrschulzeiten: Golf IV Diesel
Bei beiden Anfahren ohne Gas. So wurde es mir beigebracht und ich glaube das wird heute noch so gelehrt. Wenn du willst, kann du mit genug Gefühl auch ein Benziner ohne Gas anfahren.
Mir wurde das so gelehrt: Erst komplett von der Kupplung runter und dann aufs Gas. So lernt man das nämlich am Besten. Man muss nicht der Schnellste beim Anfahren sein, denn genau so macht sich ein Fahrschüler Druck und würgt ab (ist mir in der ersten Zeit selbst so gegangen. Immer wenn hinten so ein Arsch gedrängt hat, ist die Karre natürlich abgesoffen.) Das "zügige" Anfahren soll er dann lernen, wenn er mal ohne Gas anfahren gelernt hat.
Mein Tipp ist wirklich (und so habe ich das damals auch meiner Freundin begebracht) Sag deinem Fahrlehrer, du willst mal ins Industriegebiet oder auf einen Parkplatz. Und dort fährst du paar mal nur mit Kupplung an. Schleifpunkt suchen, diesen Punkt halten, bis der Wagen die Masse bewegt und dann kannst du langsam von der Kupplung gehen. Denn das ist das Geheimnis. Du musst einen Punkt finden, wo der Wagen sich anfängt zu bewegen, aber nicht ausgeht. Diesen Punkt hält man, bis der Wagen sich langsam bewegt, dann geht man den Rest der Kupplung. Dieses langsame Anfahren würde man dann eben mit Gas geben beschleunigen, aber das ist falsch, sowas gleich als Fahranfänger zu wollen. Denn damit kriegt keiner ein Gefühl für seine Kupplung.

Am Berg mache ich es so:
Kupplung drücken, dazu noch bremsen. Die Bremse nicht loslassen und beim bremsen den Schleifpunkt suchen. Dann halt solange warten, bis man fahren darf. Bis dahin habe ich ja schon längst den Schleifpunkt gefunden und kann zügig weiterfahren.

Ich habe da noch eine Frage: Im Moment ist es ja noch schwer für mich, den Schleifpunkt zu finden. Variiert der Schleifpunkt von Modell zu Modell? Dann könnte ich ja eigentlich nur in meinem Auto gut fahren, sobald ich eine andere Marke fahre, würge ich den wieder ab, oder?

Der Fahrschulwagen ist ein Ford Focus und läuft, soweit ich weiß mit Diesel.
Also meine Kupplung musste damals viel mitmachen, aber für dieses Berganfahren würde es ein Satz warme Ohren bei mir geben. Damit machst du die Kupplung schnell kaputt. Dann würg den Bock lieber ab ;) Wie tomato schon sagte, am Einfachsten ist das mit Handbremse. Und selbst hier bin ich mit meinem Golf V ohne Gas angefahren. Aber du tust dir leichter, wenn du bisschen Gas gibst, Prinzip ist das Gleiche, nur musst du hier ein bisschen länger auf dem Schleifpunkt bleiben, weil die Masse erstmal am Berg ins Rollen kommen muss. Dein Fehler allgemein ist, du willst zu schnell losfahren. Dazu muss man aber ein Gefühl für den Schleifpunkt haben. Das hast du nicht, also heißt es für dich eben langsam machen. Steht ja oben: Üben Üben Üben Je früher du anfängst es Schritt für Schritt zu machen, desto weniger Zeit brauchst du.

Und ja, jede Kupplung ist anders, aber probier mal aus, was ich dir gesagt habe... Auch wenn ich erst 22 bin, ich fahre Auto, Motorrad und LKW. Und alle haben das gleiche System, du musst es nur 1 Mal lernen. Jedes Auto hat seine Besonderheiten. Du musst nicht die Marke wechseln, um einen anderen Schleifpunkt zu kriegen, da reicht schon aus, dass du ein anderes Auto nimmst, egal welches.

Was ich dir noch empfehlen kann: Lass dir das Losfahren mal vom Fahrlehrer langsam zeigen. Das wirkt Wunder. Natürlich soll er dazu auch sagen, wann Schleifpunkt und Co da sind. Ich hab mich auf dem Motorrad die erste Zeit auch schwer getan, aber nachdem er mir das vorgemacht hat (hat nur 10min gedauert) aber ich hab mir dadurch viel Zeit gespart. Also sag deinem Fahrlehrer auch ruhig, er soll dir das mal vormachen und er soll das vielleicht nicht mit seinen Pedalen tun, sondern sich wirklich auf die Fahrerseite setzen. (seine Pedale sind vom Winkel her anders montiert)


Gruß
El B@rt0
 
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Ich werde ihn darauf ansprechen :D
Ich habe bis jetzt noch nie mit der Handbremse gearbeitet, um ehrlich zu sein. Ausser halt, wenn man parkt, oder wenn man gerade losfahren will, weil das Auto geparkt war.

Was macht ihr denn, wenn an einer Kreuzung ''Vorfahrt gewähren'' steht und die Richtung, aus der ihr kommt sich nach unten neigt?
Wir waren letztens an so einer Stelle da habe ich dann die Kupplung durchgedrückt und gebremst, weil man den anderen ja Vorfahrt gewähren muss. Dann hat das Auto halt angehalten und während wir gewartet haben, habe ich den Schleifpunkt gesucht um zügig losfahren zu können, sobald die Vorfahrt frei ist.

Das ich damit der Kupplung schade, wusste ich nicht.

Ich werde auch fragen, ob wir das auf nem Parkplatz oder so üben können, wäre wirklich besser.
 
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Grundsetzlich gilt: Du suchst den Schleifpunkt erst, wenn du wirklich losfahren willst. Man kann damit auch perfekt das Auto in der Steigung auf einem Punkt halten, ohne Bremse, ABER das ist Blödsinn. Der Fahrlehrer auf meinem LKW Führerschein hat das mal angesprochen. Er hat gesagt, wenn er merkt, dass das einer von uns macht, der wird heim laufen und darf erst am nächsten Tag wieder einsteigen. Damit killt man eben dir Kupplung sehr schnell, sie stinkt irgendwann, nutzt sich schnell ab, verglast. Und das wird teuer.

An so Straßen bleibst du eben stehen. Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten: Fußbremse oder Handbremse. Für einen Fahrschüler halte ich die Handbremse für geeigneter, denn dann ist er mit den Pedalen nicht so überfordert, aber das ist von Person zu Person unterschiedlich. Hab auch schon gehört, dass es manche mit der Handbremse einfach nicht gebacken kriegen.
Also, schlauen wann es losgehen kann. Und erst wenn du losfahren willst, suchst du den Schleifpunkt, fährst an und gibst dann kräftig Gas. Aber erst nachdem du komplett von der Kupplung bist.

Ich versuch dir das mal so zu zeigen, ich teile den Kupplungsweg in Punkte aus, 10 Punkte wären dann der volle Weg zum auskuppeln.

. . . . . . . . . . So würdest du die Kupplung eben gleichmäßig loslassen. Um so anzufahren brauchst du Gas, wie schon gesagt wurde, da der Motor sonst nicht genug Drehmoment aufbringen kann.

Du versuchst das nächste mal das hier:
. . . (bis jetzt ist noch nichts passiert, Leerweg) . . (es geht los, der Wagen will los) . (er bewegt sich. bis jetzt hast du das Pedal gleichmäßig losgelassen, jetzt ist es wichtig, du gehst nicht weiter runter, du hälst genau diesen Punkt ; Wagen rollt, jetzt kannst du den Rest der Kupplung langsam loslassen) . . . . (und jetzt steigst du aufs Gas)

Die Abstände für die Punkte musst du selbst rausfinden, bzw du fragst den Fahrlehrer, er sagt dir auch, wenn du den Punkt erreicht hast, den du bisschen halten solltest.
Wenn das klappt, wird das Anfahren auch von selbst schneller, weil du dann mit der Zeit rauskriegst, wie lange du diesen gewissen Punkt der Kupplung halten musst, damit die Masse mal in Bewegung kommt.

Und jetzt das Ganze mal schneller:
. . . . (du gehst weiter langsam von der Kupplung, nur jetzt musst du nebenbei noch leicht Gas geben, um die Drehzahl zu erhöhen) . . . . . . Der Sinn darin ist auch, du achtest mal nur auf die Drehzahl, bevor der Wagen losrollt, fällt die Drehzahl ja ab, genau in diesem Moment musst du mit Gas gegensteuern, wenn du schneller loskommen willst.

Für den Anfang hab ich es damals meiner Freundin auch so gezeigt (war eben ein Benziner, da ist das ganze nicht so leicht wie bei einem Diesel). Drehzahl auf 1500 U/min) und dann so bleiben, damit muss dein Hirn nicht mehr ans Gas denken. Dann kannst du die Kupplung loslassen. Wenn du nicht gerade ein Trampel bist, klappt damit das Anfahren immer. Aber das ist nicht gut, sondern nur mal um zu zeigen, wozu die Drehzahl ist, diese musst du ja eben nur erhöhe, wenn der Wagen ins Rollen kommt.

Jaja, da gilt echt das Sprichwort, Ein Bild spart 1000 Wörter, denn wenn man es zeigen könnte, würde man sich so viel Text sparen :D

Daher haben die Herren es oben auch gesagt, dein Fahrlehrer hat es da leichter Fehler auszumerzen.
 
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tomato

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Bei beiden Anfahren ohne Gas. So wurde es mir beigebracht und ich glaube das wird heute noch so gelehrt. Wenn du willst, kann du mit genug Gefühl auch ein Benziner ohne Gas anfahren.
Ok, gehen tut das schon, das ist richtig, es sollte aber nicht das Ziel der Fahrschule sein, den Schülern das auf Dauer so beizubringen und ihnen das auch für später so einzuprägen.
Dass man aber diesen Schleifpunkt erstmal kennenlernen muss, am besten auf einem ländlichen Feldweg oder in einem wenig befahrenen Industriegebiet, sehe ich auch so.
Und das viele Autofahrer schon beim Anblick des "Fahrschule"-Schildes die Augen rollen, halte ich auch nicht für richtig, schließlich haben wir alle mal klein angefangen.
Aber trotz allem sollte die Fahrschule seinen Schülern auch das zügige losfahren an der Ampel und/oder am Berg beibringen, denn zu Verkehrshindernissen sollte man die Fahranfänger sicher nicht erziehen. Mir ist aber sehr wohl bewusst, dass vieles erst mit der Zeit und mit Routine kommt.
Mein Fahrlehrer hat mir z.B. damals auch sehr klar beigebracht, was es bedeutet auf einen Beschleunigungsstreifen auf der Autobahn zu fahren und vor allem warum dieser BESCHLEUNIGUNGSSTREIFEN heisst. Wenn ich da nicht ordentlich Gas gegeben habe, gab´s Mecker. Und bevor man auf die Autobahn fährt, hat man ja schon ein paar Fahrstunden hinter sich, bei denen sich der Fahrlehrer über die Fähigkeiten seines Schülers in Kenntnis gesetzt hat. Aber ich schweife ab.
Lange Rede, gar kein Sinn: Fahrschüler neigen dazu, später im Autofahrerleben alles (oder zumindest das Meiste) so zu machen, wie sie es in der Fahrschule gelernt haben und daher muss es Ziel sein, ihnen in dieser relativ kurzen Zeit möglichst viel und möglichst richtig beizubringen, das fängt bei der richtigen Sitzposition an, geht über das rückwärts seitwärts einparken und hört beim zügigen (aber natürlich auch nicht zu schnellen) Anfahren aus dem Stillstand auf.

Ansonsten denke ich, sind wir grundsätzlich einer Meinung.
 
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Ok, gehen tut das schon, das ist richtig, es sollte aber nicht das Ziel der Fahrschule sein, den Schülern das auf Dauer so beizubringen und ihnen das auch für später so einzuprägen.
Sorry, aber da halte ich dagegen. Die Fahrschule bringt einem bei sauber anzufahren. Ob du jetzt so anfährst wie ich das beschrieben habe oder mit Gas, macht keinen Unterschied. Beide Methoden sind schnell genug, solange du danach schön kräftig aufs Gas gehst und das sagst du paar Zeilen weiter selbst, dass man gut beschleunigen sollte, aber das heißt nicht, dass beim ANfahren selbst die Räder quitschen sollen.

Dass man aber diesen Schleifpunkt erstmal kennenlernen muss, am besten auf einem ländlichen Feldweg oder in einem wenig befahrenen Industriegebiet, sehe ich auch so.
Dann sind wir uns ja einig, dass er es erstmal ohne Gas üben soll, damit er eben das Gefühl bekommt und nicht auch noch an das Gas geben denken muss.

Und das viele Autofahrer schon beim Anblick des "Fahrschule"-Schildes die Augen rollen, halte ich auch nicht für richtig, schließlich haben wir alle mal klein angefangen.
Dazu hat mein Fahrlehrer mal eine Geschichte erzählt, da war auch so ein Drängler hinter der Fahrschule, da hat er den Fahrschüler einfach mal rausgeschicht, damit er das Kennzeichen hinten sauber macht, muss ja schließlich jeder mit einem sichtbarem Kennzeichen rumfahren :D

Aber trotz allem sollte die Fahrschule seinen Schülern auch das zügige losfahren an der Ampel und/oder am Berg beibringen, denn zu Verkehrshindernissen sollte man die Fahranfänger sicher nicht erziehen. Mir ist aber sehr wohl bewusst, dass vieles erst mit der Zeit und mit Routine kommt.
Mein Fahrlehrer hat mir z.B. damals auch sehr klar beigebracht, was es bedeutet auf einen Beschleunigungsstreifen auf der Autobahn zu fahren und vor allem warum dieser BESCHLEUNIGUNGSSTREIFEN heisst. Wenn ich da nicht ordentlich Gas gegeben habe, gab´s Mecker. Und bevor man auf die Autobahn fährt, hat man ja schon ein paar Fahrstunden hinter sich, bei denen sich der Fahrlehrer über die Fähigkeiten seines Schülers in Kenntnis gesetzt hat. Aber ich schweife ab.
Lange Rede, gar kein Sinn: Fahrschüler neigen dazu, später im Autofahrerleben alles (oder zumindest das Meiste) so zu machen, wie sie es in der Fahrschule gelernt haben und daher muss es Ziel sein, ihnen in dieser relativ kurzen Zeit möglichst viel und möglichst richtig beizubringen, das fängt bei der richtigen Sitzposition an, geht über das rückwärts seitwärts einparken und hört beim zügigen (aber natürlich auch nicht zu schnellen) Anfahren aus dem Stillstand auf.

Ansonsten denke ich, sind wir grundsätzlich einer Meinung.
Da sagst du es selbst, schnelles beschleunigen ist wichtig.
Aber dass man einem Fahrschüler schnell viel beibringen muss, ist richtig.
Rückwärts einparken... kann doch heutzutage fast keiner auf den Straßen. Ich durfte es in meiner Fahrschulzeit 2 Fahrstunden (90min) lang machen. Ich kann von mir sagen, ich kann das jetzt. Aber da bin ich der Ansicht, dass es viele Fahrlehrer falsch beibringen. Hatte ich vor allem auf meinem LKW Führschein gemerkt. Es wird mit irgendwelchen Punkten am Anhänger beibebracht. Was ist die Folge: In der Prüfung klappt es, im richtigen Leben nicht mehr.

Sind wir doch mal ehrlich, wenn du durch die Stadt fährst, wieviele % können nicht zügig anfahren ?
Und warum ? Nicht etwa weil die Karre absäuft oder sie kein Gas geben beim losrollen... nein, die Leute finden das Gas nicht. Sie gehen von der Kupplung und dann sachte aufs Gas, das ist genau das, was dir auch beigebracht wurde, beim Beschleunigen wird Gas gegeben und nicht damit gespielt.
 
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aber das heißt nicht, dass beim ANfahren selbst die Räder quitschen sollen.

...beim Beschleunigen wird Gas gegeben und nicht damit gespielt.
Sinnlose Gaspedalspielereien oder Kavalierstarts mit durchdrehenden Rädern wurden von mir nie erwähnt.
Ich meinte lediglich, dass man normal zügig losfahren soll.
Und das geht nunmal besser, wenn ich den Motor dabei mit etwas Gas unterstütze.
Das hängt sicher auch immer ein wenig vom Fahrzeug ab, wenn ich da an meinen vorigen Caterham mit dem Opel C20XE denke, den musste man tatsächlich schon quasi mit Gewalt abwürgen, auch ohne Gas zu geben hätte man damit ganz entspannt losfahren können, aber versuch mal z.B. mit einen Toyota Aygo ohne Gas loszufahren, am besten noch am Berg (1,0ltr Hubraum und entsprechend geringes Drehmoment in Verbindung mit einem ellenlagen Getriebe), da geht fast gar nichts, ohne Gas zu geben. Und auch viele Turbodiesel sind aufgrund ihres verhältnismäßig geringen Drehmoments, solange noch kein Ladedruck anliegt und der im Vergleich zu älteren Saugdieselmotoren längeren Übersetzung, Kandidaten, die man schnell mal abgewürgt hat. Ganz schlimm wird es, wenn man dann noch eigentlich Saugbenzinmotoren mit relativ linearem Drehmomentaufbau gewohnt ist und nur mal für eine Fahrt zwischendurch (z.B. beim Dienstwagen) auf einen Turbodiesel wechselt.
 
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Sinnlose Gaspedalspielereien oder Kavalierstarts mit durchdrehenden Rädern wurden von mir nie erwähnt.
Ich meinte lediglich, dass man normal zügig losfahren soll.
Und das geht nunmal besser, wenn ich den Motor dabei mit etwas Gas unterstütze.
Das hängt sicher auch immer ein wenig vom Fahrzeug ab, wenn ich da an meinen vorigen Caterham mit dem Opel C20XE denke, den musste man tatsächlich schon quasi mit Gewalt abwürgen, auch ohne Gas zu geben hätte man damit ganz entspannt losfahren können, aber versuch mal z.B. mit einen Toyota Aygo ohne Gas loszufahren, am besten noch am Berg (1,0ltr Hubraum und entsprechend geringes Drehmoment in Verbindung mit einem ellenlagen Getriebe), da geht fast gar nichts, ohne Gas zu geben. Und auch viele Turbodiesel sind aufgrund ihres verhältnismäßig geringen Drehmoments, solange noch kein Ladedruck anliegt und der im Vergleich zu älteren Saugdieselmotoren längeren Übersetzung, Kandidaten, die man schnell mal abgewürgt hat. Ganz schlimm wird es, wenn man dann noch eigentlich Saugbenzinmotoren mit relativ linearem Drehmomentaufbau gewohnt ist und nur mal für eine Fahrt zwischendurch (z.B. beim Dienstwagen) auf einen Turbodiesel wechselt.
War nur eine Übertreibung mit den durchdehenden Rädern, also sorry, wenn das falsch rüberkam. Ich verstehe schon was du meinst. Ich fahre ja selbst auch mit Gas an, eben um schneller vom Fleck zu kommen.
Aber ich muss dir da trotzdem wiedersprechen, er muss das erstmal ohne Gas lernen.
Also ich muss dir ehrlich gesagt sagen, ich hatte noch kein Diesel, der nicht genug Drehmoment im Leerlauf hatte. Ich muss auch sagen, die Fahrschulautos bei uns sind nicht untermotorisiert. Weiß ja nicht, wie das bei euch der Fall ist.
Es ist nunmal falsch, das mangelnde Gefühl für die Kupplung durch Gas bei einem Anfänger auszubessern, so lernt er es nie.

Du sprichst immer wieder von Leuten, die bestimmte Motoren gewohnt sind. Bedenke, dass der TE gar nichts gewohnt ist. Er lernt. Es ist klar, dass er nach der Fahrschule so einiges noch ausprobieren wird. Vielleicht auch nie wieder ohne Gas anfahren wird, aber im Moment sollte er es lieber ohne Gas lernen. Es ist einfacher sich auf ein Pedal zu konzentrieren, das sag ich aus eigener Erfahrung. Er muss eben an seinem Fahrschulauto lernen, wo die Kupplung denn greift. Sobald er das drauf hat, kann er auch Gas geben.

Aber mal nebenbei, hört sich an, als hättest du mehr Ahnung von Motoren als ich. Der Golf V war doch auch schon ein Turbo und kein Sauger ?
Denn darauf hatte ich meine Fahrschule.


Gruß
 
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Komme gerade von der Fahrstunde. Ich hab meinen Fahrlehrer wegen dem Anfahren auf Bergen gefragt. Wir sind dann auf Straßen gefahren, die steil nach oben verlaufen.

Das erste was ich machen sollte, ist die Handbremsenmethode. Ihr habt Recht, ist wirklich leicht. Ich habe die Handbremse gezogen, Gas gegeben, bis zu ca 1800-2000 Drehzahlen, den Schleifpunkt der Kupplung gesucht und die Handbremse wieder gelöst. Dann ganz langsam die Kupplung kommen lassen.

Danach hat er gesagt, dass es noch ne Möglichkeit gibt. Ich sollte folgendes machen: Erst mal anhalten, dann die Bremse loslassen, ganz schnell aufs Gas, dabei den Schleifpunkt finden und langsam die Kupplung kommen lassen. Diese Methode war so verdammt schwer für mich... Ich hab den 3 mal abgewürgt...

Dann halt noch die Methode, von der ich oben erzählt habe. Er hat gesagt, dass dabei halt auch die Gefahr besteht, dass der Wagen rückwärts rollen kann.

Danach wollte er auch noch, dass ich das Ganze auf einer verschneiten (nicht allzuglatten) Fahrbahn mache.

Die Methode mit dem schnellen Gas geben ging überhaupt nicht, die Räder sind die ganze Zeit durchgedreht. Das war aber meine Schuld, ich habe zu wenig Gas gegeben und die Kupplung kommen lassen, obwohl ich kein Gas mehr gab.
Nach einigen Versuchen wurde es dann immer besser, bis ich es konnte! Man, endlich geht es :D
Das Anfahren auf gerader Strecke funktioniert nun endlich auch, wir haben es auf einem Parkplatz ausprobiert, es klappt einwandfrei.

Danke für eure zahlreichen Antworten, war zwar 'ne schwere Geburt, aber ich bin überglücklich, dass ich es kann :rolleyes:
 
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Komme gerade von der Fahrstunde. Ich hab meinen Fahrlehrer wegen dem Anfahren auf Bergen gefragt. Wir sind dann auf Straßen gefahren, die steil nach oben verlaufen.

Das erste was ich machen sollte, ist die Handbremsenmethode. Ihr habt Recht, ist wirklich leicht. Ich habe die Handbremse gezogen, Gas gegeben, bis zu ca 1800-2000 Drehzahlen, den Schleifpunkt der Kupplung gesucht und die Handbremse wieder gelöst. Dann ganz langsam die Kupplung kommen lassen.
Wie gesagt, das ist eine Methode zum Ausprobieren. Ich glaube sowas kommt in der Prüfung nicht gut.

Danach hat er gesagt, dass es noch ne Möglichkeit gibt. Ich sollte folgendes machen: Erst mal anhalten, dann die Bremse loslassen, ganz schnell aufs Gas, dabei den Schleifpunkt finden und langsam die Kupplung kommen lassen. Diese Methode war so verdammt schwer für mich... Ich hab den 3 mal abgewürgt...
Es macht Sinn, erst den Schleifpunkt zu suchen und dann erst von der Bremse aufs Gas zu wechseln, denn so schnell wirst du den Schleifpunkt nicht finden.

Dann halt noch die Methode, von der ich oben erzählt habe. Er hat gesagt, dass dabei halt auch die Gefahr besteht, dass der Wagen rückwärts rollen kann.

Danach wollte er auch noch, dass ich das Ganze auf einer verschneiten (nicht allzuglatten) Fahrbahn mache.

Die Methode mit dem schnellen Gas geben ging überhaupt nicht, die Räder sind die ganze Zeit durchgedreht. Das war aber meine Schuld, ich habe zu wenig Gas gegeben und die Kupplung kommen lassen, obwohl ich kein Gas mehr gab.
Nach einigen Versuchen wurde es dann immer besser, bis ich es konnte! Man, endlich geht es :D
Naja, bei Schnee am Berg anzugfahren braucht schon bisschen Erfahrung. Mit Gas ist da überhaupt nichts zu erreichen. Dort musst du die Karre kurz vor dem Absaufen halten. Damit bringst du das geringste Drehmoment auf die Straße und damit drehen die Reifen nicht durch ;)
Das Anfahren auf gerader Strecke funktioniert nun endlich auch, wir haben es auf einem Parkplatz ausprobiert, es klappt einwandfrei.

Danke für eure zahlreichen Antworten, war zwar 'ne schwere Geburt, aber ich bin überglücklich, dass ich es kann :rolleyes:
Klappt es denn ohne Gas auf grader Strecke ?


Gruß
El B@rt0
 
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Ja, es klappt auch ohne Gas auf gerader Strecke. Mein Fehler war, dass ich, nachdem ich den Schleifpunkt gefunden habe, immer die Kupplung loslies, also viel zu schnell.
 
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Wie kann man das Abwürgen vermeiden?

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