Warum kein Schadensersatz bei Unfall

Diskutiere Warum kein Schadensersatz bei Unfall im Verkehrsrechtmagazin Forum im Bereich AutoExtrem; Mir treibt es mal wieder die Tränen in die Augen. Grad eben hab ich die Berufshaftpflicht überwiesen. Warum muss eigentlich ein Fernfahrer keinen...

Lifeguard78

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Mir treibt es mal wieder die Tränen in die Augen. Grad eben hab ich die Berufshaftpflicht überwiesen. Warum muss eigentlich ein Fernfahrer keinen Schadensersatz zahlen, wenn er durch grobe Fahrlässigkeit einen Unfall baut, und hierdurch die Autobahn lahmlegt; und meine Zeit stiehlt. Umgekehrt muss ich mich auf 50 Mio versichern, wenn ich die EDV von Fabriken warten will, da durch einen von mir verursachten Schaden pro Stunde 2 Mio ausfall anfallen könnten.
Ich habe mal im Stress eine Festplatte vergessen zu sichern, bevor ich sie gelöscht habe. Hat lapidare 4000€ fürs Forensische wiederherstellen sowie 10000€ Arbeitsaussfall gekostet. (Versicherung hat gezahlt)
Blos wenn ein Fernfahrer mit Sommerreifen auf der Autobahn ausrutsch, und ich deswegen 2 Std im Stau stehe, dann kann ich einen anderen Techniker antanzen lassen, der mich wieder ordentlich geld kostet. Und das soll allgemeines Lebensrisiko sein?
Wenigstens kann ich das am Jahresende bei der Steuer geltend machen. Oder gibt es einen weg, wie ich den Unfallverursacher belassten kann?
 

Dickie

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Lifeguard78 schrieb:
Oder gibt es einen weg, wie ich den Unfallverursacher belassten kann?
Leider nein, nennt sich eigenes Betriebsrisiko.

Was anderes wäre eine Vorsatzhandlung, dann müsste der "Täter" haften.
 

Lifeguard78

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Für mich ist es Vorsatzt, ein nicht witterungsbedingt angepasstes Fahrzeug in den Betrieb zu nehmen. Ich geh ja auch nicht hin, und häng einen Server an eine Client Notstromversorgung und hoffe das nichts passiert. Denn wenn was passiert, dann weiß ich, daß die Überbrückungszeit nicht langt, bis alle Daten gesichert sind. Und wenn ich sowas mache, dann bin ich reif.
 

Dickie

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Lifeguard78 schrieb:
Für mich ist es Vorsatzt, ein nicht witterungsbedingt angepasstes Fahrzeug in den Betrieb zu nehmen.
Für mich auch, nur rein rechtlich leider keine Basis für Schadensersatzansprüche. Allein wenn man nun schaut, wie die Witterungsbedingungen im Bußgeldkatalog jetzt reinkommen, mit Behinderung anderer auch nur 40 Euro und einen Punkt, ansonsten 20 Euro und nun braucht man sich bei den tagesaktuellen Schneefällen nur mal umschauen, da behindert jeder mit Sommerreifen, also eigentlich jeder 40 Euro, denn wann behindert der nicht, wenn Schnee liegt oder Glätte herscht.

Meiner Meinung kann man sich diese 20 Euro (ohne Behinderung) gleich sparen.
 

Michael87

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Dickie schrieb:
Meiner Meinung kann man sich diese 20 Euro (ohne Behinderung) gleich sparen.
naja, aber vielleicht (und die betonung liegt auf 'vielleicht') schreckt das zumindest die Leute ab, die es nicht einsehen, für ein bisschen gesparte Zeit durch fehlenden Reifenwechsel 20€ zu blechen. wobei die zahl derer wahrscheinlich LEIDER verschwindend gering ist...
 
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