VW-Tochter Seat: Verlust deutlich gesunken doch noch viele Probleme

Diskutiere VW-Tochter Seat: Verlust deutlich gesunken doch noch viele Probleme im Seat Allgemein Forum im Bereich Seat; Der spanische Autohersteller Seat ist das Sorgenkind im Volkswagen-Konzern, denn im Gegensatz zu Audi, Porsche, Skoda und VW erwirtschaften die...
Der spanische Autohersteller Seat ist das Sorgenkind im Volkswagen-Konzern, denn im Gegensatz zu Audi, Porsche, Skoda und VW erwirtschaften die Spanier seit Jahren nur hohe Verluste. Inzwischen mehren sich aber die Anzeichen, dass die Marke auf einem guten Weg ist. Im vergangenen Jahr konnte der Umsatz kräftig gesteigert werden, während die Verluste deutlich reduziert wurden. Doch der Weg zur Genesung ist lang und die Baustellen sind zahlreich



Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 um 15,8 Prozent auf 7,497 Milliarden Euro, was der beste Wert in der Unternehmensgeschichte ist. Gleichzeitig konnten die Verluste um 56 Prozent reduziert werden, statt 149 Millionen Euro im Jahr 2013 wurde ein Minus von 66 Millionen erzielt. Die deutlich verbesserten Geschäftszahlen basieren vor allem auf dem Erfolg des Golf-Bruders Seat Leon, von dem im vergangenen Jahr mit 154.000 Fahrzeugen 50 Prozent mehr Einheiten abgesetzt wurden als im Jahr davor. Damit ist der Leon der meistverkaufte Seat, die Stückzahlen übertreffen erstmals die des Kleinwagens Ibiza.

Das verdeutlicht aber auch die aktuelle Situation der Spanier, denn die Modellpalette bei den wichtigsten Baureihen ist - abgesehen vom Leon - veraltet und nicht immer attraktiv. Der erwähnte Ibiza stammt aus dem Jahr 2008, der Altea wurde sogar bereits 2004 vorgestellt. Dazu befinden sich mit den Modellen Mii und Toledo zwei Fahrzeuge im Programm, die es bauähnlich auch bei der Schwestermarke Skoda zu kaufen gibt, und die beide nur leidlich spannend sind. An der Spannung mangelt es den Spaniern ohnehin, von der früher so oft verkündeten auto emoción ist nur wenig zu spüren. Statt dynamisches gibt es vielfach eher praktisches wie den Van Alhambra auf Basis des VW Sharan. Wobei letztlich nie ganz klar wird, wohin die Marke eigentlich will. Anderseits wird ein für den Umsatz so wichtiger Geländewagen schmerzlich vermisst, doch Besserung wird es wohl erst im kommenden Jahr geben. Und ein imageträchtiges Spaßfahrzeug ist erst gar nicht nicht in Sicht, obwohl ein solches mit dem tollen Roadster Seat Tango (Bild unten) bereits 2001 angekündigt wurde.



Es bleibt also noch viel zu tun, um Seat wirklich wieder in die Gewinnzone zu führen. Und das hat nur bedingt etwas mit der Krise in Südeuropa zu tun, unter der Seat innerhalb des VW-Konzerns am meisten zu leiden hatte.

Meinung des Autors: Seat ist auf dem Weg nach oben, verlässt sich dabei aber zu sehr auf den Leon. Ein neuer Ibiza und der Geländewagen lassen aber noch auf sich warten, und ein echtes Spaßmobil ist gar nicht in Sicht. So scheint nicht wirklich ein Konzept für die Spanier zu haben.
 
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