VW Abgas-Skandal: Was auf den VW-Fahrer zukommt

Diskutiere VW Abgas-Skandal: Was auf den VW-Fahrer zukommt im Aktuelles Forum im Bereich AutoExtrem; Der VW-Abgas-Skandal ist wohl das Ereignis, über das die Auto-Welt derzeit am meisten spricht, doch da nicht nur in den USA, sondern auch in...
Der VW-Abgas-Skandal ist wohl das Ereignis, über das die Auto-Welt derzeit am meisten spricht, doch da nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland etliche VW-Diesel-Fahrzeuge davon betroffen sind, fragen sich sicherlich viele der Betroffenen wie sie sich verhalten sollen. In diesem Ratgeber möchten wir den wichtigsten Fragen auf den Grund gehen




Im Vorfeld sollte man erwähnen, dass das Kraftfahrt-Bundesamt und nicht VW den deutschlandweiten Rückruf der betroffenen Diesel-Fahrzeuge angeordnet hat, welchem sich VW allerdings auch fügen muss, indem es sämtliche vom Skandal betroffenen Fahrzeuge in die Werkstätten beordert. Die Zahl der von der manipulierten Mess-Software betroffenen Fahrzeuge wurde zudem von vormals 2,8 Millionen auf 2,4 Millionen nach unten korrigiert - warum das so ist, werden wir ebenfalls aufklären.


Warum ordnet das KBA den Rückruf der Fahrzeuge an und nicht VW selbst?

Laut den bei der Süddeutschen Zeitung vorliegenden Informationen ist die Rückrufaktion insbesondere aus dem Grund vom Kraftfahrt-Bundesamt und nicht von VW angeordnet worden, da die Anzahl von 2,4 Millionen Fahrzeugen (alleine in Deutschland) besonders hoch ausfällt.
So äußerte sich zumindest Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), dessen Ministerium dem Kraftfahrt-Bundesamt übergeordnet ist, gestern auf einer Pressekonferenz.
Laut Dobrindt wird allerdings VW weiterhin für die Durchführung der Aktion verantwortlich und somit auch Ansprechpartner für die Kunden bleiben. Noch bis Ende Oktober ist der VW-Konzern dazu verpflichtet, dem Kraftfahrt-Bundesamt eine technische Lösung für die betroffenen 2,0-Liter-Diesel-Aggregate vorzulegen. Für die 1,2- und 1,6-Liter-Dieselmotoren wird VW ein Zeitfenster bis Ende November eingeräumt. In allen Fällen ist VW allerdings dazu verpflichtet, die Manipulations-Software aus den betroffenen Fahrzeugen zu entfernen.


Aus welchem Grund handelt es sich jetzt nur noch um 2,4 statt der vorherigen 2,8 Millionen Fahrzeuge?

Zu Beginn der Debatte war immer die Rede von 2,8 Millionen Fahrzeugen in Deutschland, die mit der Manipulations-Software ausgerüstet sind. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat diese Zahl nun nach unten auf 2,4 Millionen Fahrzeuge korrigiert. Als Begründung nennt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt , dass zu Beginn in der Statistik die Zahl aller ursprünglichen, seit 2007 erfolgten Neuzulassungen erfasst worden sind - allerdings sind seit dieser Zeit etwa 400.000 Fahrzeuge nicht mehr auf unseren Straßen gelistet, weil sie entweder ins Ausland verkauft oder möglicherweise schon verschrottet worden sind.


Wann soll die Rückruf-Maßnahme beginnen?

Hinsichtlich der Terminierung ändert das KBA nichts, womit die Rückruf-Aktion wie von VW selbst geplant, ab Anfang 2016 anlaufen wird. Allerdings ist bis jetzt noch ungewiss, wie vie Zeit diese Maßnahme in Anspruch nehmen wird.


Sollten VW-Fahrer selbst aktiv werden und sich bei VW melden?

Die einfache, aber klar definierte Antwort lautet NEIN. Ähnlich wie bei anderen Rückrufaktionen sind die Fahrzeughalter alle registriert und werden auf postalischem Weg informiert. Allerdings gibt es hierbei den kleinen Unterschied, dass das Kraftfahrt-Bundesamt und nicht der Hersteller wie bei freiwilligen Rückrufaktionen federführend bei der Kommunikation sein wird. Erhält der VW-Kunde einen entsprechenden Brief, kann in einer Vertragswerkstatt entsprechend ein Termin vereinbart werden.


Müssen VW-Fahrer mit irgendwelchen Kosten rechnen?

Auch diese Frage kann man guten Gewissens mit einem dicken fetten NEIN beantworten, da ähnlich wie bei anderen Rückrufaktionen die Kosten und alles was mit der Aktion zusammenhängt, allein den Hersteller belasten. Hier ist es wichtig zu wissen, dass VW nicht nur die Kosten für die Arbeitsmaterialien sowie die Arbeitszeit der Mechaniker übernimmt, sondern im Bedarfsfall auch einen Ersatzwagen stellen muss, wenn der Kunde darauf angewiesen sein sollte insofern die Reparatur ungewöhnlich lange dauern sollte. Der Kunde wird auch keine Rechnung zu Gesicht bekommen, da die Rechnungsabwicklung nur zwischen Werkstatt und Konzern geklärt wird.

Meinung des Autors: Einige Fahrzeug-Kunden wissen immer nicht genau, wie man sich bei einer Rückrufaktion verhalten soll, was ja im Grunde auch nicht schlimm ist. Man muss nur wissen, wo man sich ausreichend informieren kann. Wichtig ist auch zu wissen, dass keinerlei Kosten auf einen zukommen.
 
A

Alfredi

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Die Verbraucherschutzorganisationen empfehlen für betroffene Fahrzeuge mit Garantie (meiner ist 1 Jahr alt Skoda Yeti) sich den Verzicht der Einrede der Verjährung vom Händler bestätigen zu lassen.
Gibt es dazu nähere Informationen, evtl. Mustervorlagen?

Gruß
A.
 
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