Vorladung wegen Verdacht auf unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

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Wasser

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Hallo,
ich habe eine Vorladung wie oben beschrieben bekommen.
Der komplette Inhalt siehe bitte am Ende meines Beitrages.

Kurz zum Vorgang, den ich nach einem Telefonat mit dem Kripobeamten hier niederschreibe.

Der Kripobeamte sagte zur Sache ungefähr folgendes.

Eine Frau kommt in eine naheliegende Verkaufsladens und fragt dort, ob jemand eine rotes Auto gesehen hätte, da bei ihr rote Lackpünktchen an einem Schaden ihres Autos wären.
Einer der Frauen dieses Geschäftes meinte, dass hier in der Gegend manchmal ein rotes Auto parkt. (ich wohne gleich hundert Meter weit um die Ecke)
Die Polizei inspizierte darauf hin mein Auto (wahrscheinlich ein paar Tage später) und stellte einen Lackschaden an einer Stelle fest, der zu dem Schadprofil passen sollte.
Angeblich wurden auch Lackspuren entnommen (und ich gehe davon aus, dass die Polizei sich sicher ist, das ich an den Unfall beteiligt war).
Der Beamte meinte, dass die Frauen mich mit einem Wildparker (in der Art) betitelten.
(Auf meinen letzen 10 jährigen Konte steht lediglich ein Parkverstoß mit 10 Euro und ein Parkverstoß im Kreuzungsbereich und in dem hier angegebenen Bereich sind die Politessen ultrascharf)
So sagte dann der Beamte zu mir am Fon, wenn ich Wildparker sei, könnte er sich auch Vorstellen dass ich einen Verkehrsunfall mal verursache und dann abhauen würde.

Ich fraget ihn, wie groß denn der Schaden sei.
Er meinte sinngemäß großgenug, dass ich es hätte das hören müssen.

(Der angebliche Schaden an meinem Auto ist in etwa 5 cm dünner Schnarzer mit ein paar Lackbeschädigungen am Heckbereich)
Allerdings war schon an der Stelle eine Lackbeschädigung und möglicherweise auch der Schnarzer.
Es sind keine Beulen zu sehen.
Dummerweise habe ich keine Fotos vom vorherigen Zustand.

Andersrum sagte der Beamte, weil er der Meinung ist, ich hätte es hören müssen und ich das verneine, zog er in Erwägung dass ich kein Fahrzeug führen dürfte.

Die Vorladung ist in 2 Tagen.

Ich habe mir ein paar Gedanken zum Vorwurf aufgeschrieben, die mich betreff "Fahrerflucht" vielleicht entlasten könnten und ebenso ein paar Fragen.

Ich hatte mit solchen Behörden in meinen Leben noch nie zu tun und bin ziemlich verunsichert, dass mir das Abhauen eingeredet wird und ich quasi über den Tisch gezogen werde.
Ich habe im Monat wenig Geld und für mich wäre es eine Katastrophe z.B. an die Tausend Euro für eine Tat bezahlen zu müssen die mir übergestreift würde.
Ich kann mich im wahrsten Sinne an einen Unfall weder erinnern noch an dieses "Schadensauto".
Ein Freund wäre bereit zur Vorladung mitzukommen.
Ist so etwas möglich?


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Hier der Inhalt vom Schreiben:

Namen, Zeit und Ort geändert.

"Vorladung

Sehr geehrter Herr Bruker (namen geändert),
Im Ermittlungsverfahren wegen dem Verdacht eines unerlaubten Entfernens vom Unfallort, gemäß einer Anzeige zu einem Unfallschaden vom 7.02.14 in Schwerin, Müllerstraße Ecke Heinrich Heine Straße ist beabsichtigt, Sie als Beschuldigten zu vernehmen.

Nach $ 163 a Strafprozessordnung ist Ihnen Gelegenheit zu geben, sich zu der Beschuldigung zu äußern, die vorliegenden Verdachtsgründe zu beseitigen, zu Ihren Gunsten sprechende Tatsachen geltend zu machen und zu Iher Enlastung einezelne Beweiserhebungen zu beantragen.

Aus diesem Grunde werden Sie gebeten, bei der oben geenannten Dienstelle am:
Freitag, den 21.03.2014 um 13:00 UHr
Polizeiinspektion Schwerin, Grunthalplatz, Hauptgebäude zu erscheinen.
Ich bitte mitzubringen: Diese Vorladung, Ausweispapiere, Führerschein.

Im Hinterungsfall wird um eine telofonische oder schrifliche Mitteilung gebeten. Fals Sie zu dem angegebenen Termin nicht erscheinen, wird angenommen, dass Sie von Ihrem Recht , zu der Beschuldigung Stellung zu nehmen , keinen Gebrauchuh machen wollen. Sie werden jedoch darauf hingewiesen, dass keine Verplichtung besteht, Ihnen in diesem Ermittlungsverfahruen nochmals Gelegenheit zu Äußerung zu geben. Instbesondere können Sie nicht damit rechnen, vom Staatsanwalt oder Richter vernommen zu werden."
 
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ludes

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Sicher das es sich nicht um einen Scherz handelt?

Seit wann kann eine Polizeibehörde rechtskräftige Urteile sprechen?

Aber der 21. war ja schon, wie ist es gelaufen?
 
TheBoxer

TheBoxer

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wenn du es nicht warst, dann warst du es nicht!! FERTIG.

Lass dir nichts einreden

Was sich ein Polizeibeamter vorstellen kann ("Wildparker") hat doch mal überhaupt nichts mit einem TAT-Bestand zu tun.

Wende dich mit dieser Angelegenheit sofort an einen Anwalt, der Dich auch in Deiner Sache zu Deinem Besten vertritt! Das Gutachten zur Übereinstimmung der lackprobe des Geschädigten zu Deinem Fahrzeug (nicht nur so ein Typ) würde ich mal in Frage stellen, in wie weit es Abweichungen geben kann oder wie genau bestimmt wurde dass es sich exakt um dein Fahrzeug, in Verbindung mit der Schramme an deinem Auto handelt.

Die Behauptung, du hättest dies oder das hören müssen oder gehört ist eine Mutmassung und Unterstellung ohne jede Grundlage. Vieleicht ist dein Fahrzeug gedämmt, vieleicht hattest du Musik an, vieleicht ist so ein Schaden durch Verkehrslärm nicht hörbar gewesen - und dann ist immer noch ungeklärt, ob es sich überhaupt eindeutig um dein Auto handelt und in wie weit man etwas unterstellen kann, wenn du´ein Geräusch beim Fahren nicht mit deinem Auto/Fahrverhalten in Verbindung bringst.
 
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Wasser

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also, es sieht so aus, als ob ich "einen" Schaden bei dem anderen Auto verursacht habe bzw. es einen Kontakt der beiden Autos gab, beim Vergleich Höhe.
Allerdings habe ich nur am Radkasten ein paar kleine Spuren, die dem entsprechen würden, und die sind aus meiner Sicht sehr minimal, praktisch Lackschaden an der Weichplaste.

Das Foto vom anderen Auto, was mir vorgelegt wurde ist ziemlich schlecht unter Blendlicht aufgenommen wurden und ein Betrachter kann daraus alles mögliche reininterpretieren.
An der Messlatte ist ein Maaß gekennzeichnet von 55-60,07 cm, der was ein Schleifbereich sein kann, die vertikale ist auch schwierig zu sehen.
Und das nichtwitzige Argument vom K-Beamten: ich hätte es knallen hören müssen, schließe ich daraus, das der Beamte mir etwas unterstellen wollte, bzw. die Sachlage nicht kannte.
Auf die Frage hin, ob er die ortlichen Gegebenheiten kenne, verneinte er mir die Frage.
Ungeklärt ist bis heute auch, wo das "Klageauto" zum Unfallpunkt genau stand, es ist lediglich die Straße angegeben.

Was den Anwalt betrifft:
Ich habe ein niedriges Einkommen und habe heute Beratungshilfe beantragt.
Weiterhin habe ich erfahren, das ich eventuell einen Pflichtverteidiger bekommen könne. Steht alles in den Sternen.

Mein Misstrauen ist halt der, dass ich denke, dass der Staatsanwald bei fehlender Gegenwehrmöglichkeit mich irgendwie kraft seiner staatlichen Wassersuppe auf Unfallflucht verdonnert.
Als ich den Kriminalbeamten fragte, wenn so eine Strafe nicht bezahlbar ist, sagte er , dann gehe mann ins Gefängnis.
 
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Wasser

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Ermittlungsverfahren eingestellt

Ermittlungsverfahren eingestellt


Im Zusammenhang des Verdachts auf Unfallflucht bekomme ich nun von der Staatsanwaltschaft die Mitteilung, dass das Verfahren (§153 Abs. 1 Satz 2 STPO)
Eingestellt sei. (Informationen über Rechtsanwalt).

Kann das für mich negative Auswirkungen zum Beispiel mit der Schadensregulierung haben?

Kommt diese Mitteilung und vor allem wenn ich es dabei belasse einem Schuldbekenntnis gleich?

Bisher scheint nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit zu existieren, dass ich den Unfall verursacht habe.
Die Schuldzuweisung „Fahrerflucht“ erscheint mir völlig überzogen zu sein, da mir der Vorfall zum Unfall fremd ist.

Mein Rechtsanwalt hatte die Unterlagen von der Polizei angefordert (ca 2 monate her), diese wurden wahrscheinlich verweigert bzw. bislang nicht zugesendet!
Mein Rechtsanwalt ist gerade nicht erreichbar...

Gibt es denn wenigstens ein Recht auf Einsicht der Ermittlungsunterlagen bei der Strafermittlungsbehörde z.b. über den Rechtsanwalt?

Oder soll ich Ironischerweise „meiner“ "guten" Polizei & Staatsanwaltschaft volles Vertrauen geben....

Hier der Vorgang im Voraus beschrieben:

http://www.autoextrem.de/verkehrsrechtmagazin/218440-vorladung-wegen-verdacht-unerlaubtes-entfernen-unfallort.html


Wasser
 
Squitsch

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Ich habe die beiden Themen mal zusammengeführt, da es ja schließlich auch zusammen gehört. ;)


MfG, Squitsch
 
Thema:

Vorladung wegen Verdacht auf unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

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