Volvo XC60: erste Eindrücke nach der Deutschland-Premiere

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Auf der aktuell laufenden Oldtimer-Messe Techno Classica in Essen zeigt Volvo seinen neuen XC60 zum ersten Mal der deutschen Öffentlichkeit. Die kleinere Version des schon länger erhältlichen XC90 trifft auf eine harte Konkurrenz im Premium-Segment. Ob die Schweden mithalten können, zeigt sich ein erster Blick auf das neue SUV


Auf dem Messestand von Volvo sind diverse Klassiker aus der Unternehmensgeschichte ausgestellt, als Highlight ist ein seltene Bertone Coupé 262 C zu sehen. Der äußerst moderne XC60 ist da nicht nur wegen des strahlenden weiß des Ausstellungsfahrzeugs ein harter Kontrast.

Karosserie:

Beim neuen kompakten Geländewagen finden sich viele Dinge wieder, die bereits bei den letzten Neuheiten XC90 sowie V90 und S90 zu sehen sind. An der Front ist das ein groß dimensionierter Kühlergrill, der von breiten Scheinwerfern mit Tagfahrlichtern im Design von "Thors Hammer" eingerahmt wird. Am Heck hat man ebenfalls Elemente des großen Bruders übernommen, zu denen auch die bei der ersten Generation verwendeten geschwungenen Rücklichter zählen. Bei der Seitenansicht scheiden sich die Geister, denn auch auf dem Messestand waren die Delle sowie der ausgestellte Schweller (Bild unten), die sich von den vorderen Kotflügeln zu den hinteren Türen erstrecken, das zentrale Thema. Diese Einbuchtung ist vor allem bei hellen Lackfarben gut erkennbar und sorgte bei vielen Betrachtern für Kopfschütteln. Deutlich mehr Lob gab es für die sehr weit nach unten gezogenen Türen, die dafür sorgen, dass der vergleichsweise schmale Türschweller stets sauber bleibt, und beim Ein- und Aussteigen nicht die Hosenbeine verschmutzt.


Innenraum:

Auch hier wurden zahlreiche Elemente der oben erwähnten Modelle übernommen. Haupterkennungszeichen sind die Lüftungsdüsen, vor allem die neben dem hochkant angeordneten Touchscreen. Über diesen werden, zusammen mit dem Regler in der Mittelkonsole, viele Funktonen des Fahrzeugs gesteuert. Ein weiteres Merkmal ist die reichliche Verwendung von Glas, das sich unter anderem am Schalthebel des (bislang) serienmäßigen Automatikgetriebes wiederfindet. Ein Hingucker ist auch das silbern glänzende Rollo, dass das Ablagefach inklusive Getränkehalter verdeckt. Dieses kann mit einem klugen Trick aufwarten, denn es kann so nach vorne geschoben werden, dass darunter weiterer Stauraum inklusive USB-Anschlüssen verfügbar ist. Ein verstecktes Fach gibt es auch hinter den Steuerelementen der Klimaanlage, wo sich die kabellose Lademöglichkeit für Smartphones sowie der Einschub des CD-Players befinden. Das alles wirkt durchdacht und edel.

Beim hinteren Platzangebot dürfte sich kaum jemand beschweren. Zumindest so lange nicht, wie der Verstellbereich der Vordersitze nicht ausgenutzt wird, denn dann wird es doch etwas eng bei der Beinfreiheit - hier merkt man die kompakte Bauweise dann eben doch. Etwas großzügiger geht es im Kofferraum zu, der in etwa auf dem Niveau der Mitbewerber liegt. Bei einer vierköpfigen Familie könnte es dennoch knapp werden, doch dafür bietet Volvo demnächst mit dem XC70 eine etwas größere (aber natürlich auch teurere) Alternative an.


Fazit: Volvo hat sein Markendesign gefunden und wendet dieses jetzt konsequent auf alle neuen Baureihen an. Wem also die letzten Neuerscheinungen gefallen haben, der wird auch den neuen XC60 der 2. Generation mögen. Und dabei darf man sich auch über eine wirklich gute Verarbeitung und viele nette Details freuen. Allerdings gibt es einen echten Wermutstropfen, denn zumindest bislang fehlen echte Einstiegsmodelle, die sich bei der Motorleistung beschränken, auf Handschaltung setzen und den Allradantrieb verzichten. Und das dürfte aktuell für viele potenzielle Kunden das KO-Kriterium sein, denn derzeit geht es beim neuen XC60 bei über 48.000 Euro los - fast 12.000 Euro mehr als beim aktuellen Modell.

Meinung des Autors: Der neue Volvo XC60 passt hervorragend zu seinen Brüdern XC90, V90 und S90. Die Schweden im chinesischen Besitz haben eine charakteristische Designsprache gefunden, wobei allerdings fast schon die Gefahr besteht, dass am Ende ein wenig Einheitsbrei herauskommt. Wie gefällt euch das neue SUV?
 
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