Urlaub mit dem Auto: mit Kindern gut und sicher ankommen

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Spätestens mit dem Start der Sommerferien im bevölkerungsreichsten Bundesland am kommenden Wochenende geht die Reisesaison in ihre heiße Phase. Dabei werden natürlich auch viele Eltern mit ihren Kindern unterwegs zu den Urlaubsorten im In- und Ausland sein. Wir geben nachfolgend einige Tipps und Ratschläge, wie man unterwegs für Entspannung sorgt und dennoch die Sicherheit nicht außer acht lässt


So manch einer wird sich noch an die Ferientouren der Kindheit erinnern, als die ganze Familie auf dem Weg ans Meer oder in die Berge mehrere hundert Kilometer mit dem Auto zurückgelegt hat. Der bevorzugte Platz der Kinder war dabei oftmals zwischen den Rücklehnen der Vordersitze, sofern nicht ausgestreckt auf der Rückbank geschlafen wurde. Ablenkung gab es allenfalls durch eine Runde "ich sehe was, was du nicht siehst" oder ähnliches. Dabei war diese oftmals gar nicht notwendig, denn die eigentliche Fahrt war schon spannend und abwechslungsreich genug. Heutzutage sind die Anforderungen deutlich andere, was bereits bei der richtigen Unterbringung der Kinder anfängt:

Sicherheit und Komfort:

Kinder bis zu einer Größe von 150 cm sollten immer in einem geeigneten Kindersitz untergebracht werden. Dabei ist auf die richtige Sicherung des Sitzes und seiner Insassen zu achten. Der Sicherheitsgurt muss dabei während der Fahrt immer angelegt bleiben, und zwar auch während des Schlafes. In ihrem Sitz sollten Kinder gegen direkte Sonneneinstrahlung geschützt werden, beispielsweise durch Sonnenrollos an den Scheiben. Zudem sollte der Bereich um die Kinder stets halbwegs aufgeräumt sein, denn nicht genutzte Dinge wie Tablets oder Wasserflaschen können bei harten Bremsmanövern oder Unfällen zu gefährlichen Geschossen werden. Um Reisekrankheit zu vermeiden, sollten Kinder während der Fahrt ausreichend Getränke (ohne Kohlensäure) trinken und keine fettigen und schweren Speisen zu sich nehmen.

Zudem sollten natürlich ausreichend oft Pausen eingelegt werden, je kleiner die Kinder, desto häufiger. In der Regel sollte spätestens alle zwei Stunden angehalten werden, wobei die Pause aber durchaus länger als ein kurzer Toilettengang ausfallen sollte. Der ADAC empfiehlt zudem, mit Kindern nicht mehr als 500 km pro Tag zu reisen. Dies ist aber nur ein Richtwert, den Eltern in Abhängigkeit von Alter und Konstitution der Kinder sowie dem Komfort des Fahrzeugs leicht nach oben ausweiten können. Vor allem dann, wenn man zu den richtigen Zeiten unterwegs ist.

Die richtige Reisezeit:

Viele Urlaubsangebote sind auf die klassische Befristung von Wochenende zu Wochenende zugeschnitten. Das sorgt natürlich dafür, dass rund um diese Tage besonders viel auf den Straßen los ist und es dementsprechend oft Stau gibt. Das ist jedoch etwas, was Kinder gar nicht mögen, denn wenn man schon lange Zeit im Auto sitzen muss, dann soll es wenigstens vorangehen. Eltern sind daher gut beraten, bei der Urlaubsplanung Zeiträume zu wählen, bei denen man nicht unbedingt zu den schlimmsten Stoßzeiten unterwegs ist, also beispielsweise von Mittwoch bis Mittwoch. Falls sich Fahrten rund um das Wochenende jedoch nicht vermeiden lassen, sollte wenigstens dann gefahren werden, wenn am wenigsten los ist. Das ist erfahrungsgemäß sehr früh am morgen oder in den Abendstunden der Fall.

Unterhaltung:

Doch selbst auf der flottesten Fahr lässt es sich kaum vermeiden, dass nach einer gewissen Zeit Langeweile aufkommt. Auch darauf sollten Eltern vorbereitet sein und für Abwechslung sorgen. Dafür bieten sich selbst heutzutage immer noch klassische Wortspiele an, wie im ersten Absatz erwähnt. Zudem können auch einfache Brettspiele oder Malbücher für Abwechslung sorgen. Heutzutage hilft aber oftmals auch Ablenkung in digitaler Form. Das ist unter anderem mit Smartphones oder Tablets, aber auch mit Hörbüchern möglich. Für relativ wenig Geld kann man inzwischen auch einem tragbaren DVD-Player mit entsprechenden Monitoren, die an den Kopfstützen angebracht werden, bekommen.

Doch egal, welche Form gewählt wird: es sollte auch innerhalb der Ablenkung für Abwechslung gesorgt werden, weswegen keiner der Vorschläge über zu lange Zeit ununterbrochen genutzt werden sollte. Spätestens nach einer der häufigeren Pausen sollten sich die Kinder eine andere Beschäftigung suchen. Vor allem dann, wenn die vorherige mit einem gewissen Geräuschpegel einhergegangen ist, denn dadurch wird auch der Fahrer nicht unerheblich belastet.

Wichtiger Tipp:

Selbst die robustesten und erfahrensten Kinder sind nicht davor gefeit, dass ihnen auf einer (längeren) Autofahrt übel wird. Daher sollten Spucktüten stets in Reichweite sein, um so manche unangenehme und lang anhaltende Überraschung im Innenraum zu vermeiden. Idealerweise hat man deren Gebrauch auch schon einmal theoretisch mit den Kindern durchgespielt, damit diese im Fall der Fälle wissen was zu tun ist.

Meinung des Autors: Urlaub mit Kindern gilt als eine der letzten echten Herausforderungen der modernen Zivilisation. Auf langen Autofahrten kann man aber mit ein wenig Vorbereitung und Umsicht dafür sorgen, dass alle Insassen entspannt am Ziel ankommen. Und das, ohne Schaden zu nehmen. Wie beschäftigt ihr eure Kinder auf langen Autofahrten?
 
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