Toyota verzichtet ebenfalls auf Kältemittel R1234yf - Honeywell kritisiert KBA für seine Crashtests - UPDATE

Diskutiere Toyota verzichtet ebenfalls auf Kältemittel R1234yf - Honeywell kritisiert KBA für seine Crashtests - UPDATE im Aktuelles Forum im Bereich AutoExtrem; 22.08.2013, 18:12 Uhr: Der Stuttgarter Autobauer Mercedes weigert sich nach wie vor konsequent und beharrlich, das umstrittene Kältemittel R1234yf...
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geronimo

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22.08.2013, 18:12 Uhr:
Der Stuttgarter Autobauer Mercedes weigert sich nach wie vor konsequent und beharrlich, das umstrittene Kältemittel R1234yf in seine neuen Fahrzeuge zu füllen. Dies führte sogar zu einem aktuell immer noch bestehenden Zulassungsverbot in Frankreich. Nun hat der Autokonzern Rückendeckung aus Japan bekommen



Wie mehrere Quellen melden, unter denen sich auch das Handelsblatt befindet, hat Toyota in Hinblick auf die aktuelle Diskussion bei drei Modellen, die bislang mit R1234yf, die Umstellung auf das bisherige Kältemittel R134a vollzogen. Dabei handelt es sich um die Baureihen Prius+, GT86 und Lexus GS. Für alle genannten Fahrzeuge greift Toyota auf den gleichen Trick zurück, den auch Daimler angewendet hat. Die Stuttgarter hatten ihre neuen A-, B- und CLA-Klassen kurzerhand zurückdatiert und zu alten Modellen erklärt, für die eine bestehende Typengenehmigung genutzt werden kann. Die Legalität dieses Vorgehens wird in Frankreich bezweifelt, weshalb die genannten Mercedes-Baureihen dort einem Zulassungs-Verbot unterliegen.

Fraglich ist, ob Toyota nun ähnliches droht. Beim Prius+ und dem Lexus GS dürfte man eventuell noch ein Auge zudrücken, aber der GT86 hat sicherlich keinen artverwandten Vorgänger. Das liegt daran, dass der Sportwagen mit Boxermotor maßgeblich von Subaru entwickelt wurde, wo er als bauähnliches Modell BRZ angeboten wird. Dieses soll übrigens nach Aussagen der Autobild nicht auf das alte Kältemittel umgestellt werden und weiterhin mit dem umstrittenen R1234yf angeboten werden.

Dabei hatte das Mittel in einem jüngst durchgeführten Test des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erneut Feuer gefangen. Dabei musste man in Flensburg allerdings ein wenig nachhelfen, denn während der normgemäßen Crashtests war kein feuer ausgebrochen. Erst als man das Mittel gezielt auf heiße Bauteile leitete, gab es einen Fahrzeugbrand. Das KBA begründet sein Vorgehen damit, dass man auf diese Weise auch Unfälle mit höheren Geschwindigkeiten simulieren wollte, für die es kein genormtes Verfahren gibt. Zudem würden nicht alle Unfälle entsprechend der Testvorgaben ablaufen.

Dieses Vorgehen und die daraus entstandenen Ergebnisse werden jetzt von Honeywell, einem der beiden Produzenten von R1234 yf, scharf kritisiert. Honeywell-Geschäftsführer Kenneth Gayer hat in einem Brief an KBA-Chef Ekhard Zinke den Verdacht geäußert, dass die Tests "mit Blick auf ein erwartetes Resultat entwickelt, durchgeführt und im Verlauf der Testreihen solange angepasst wurden, bis das gewünschte Ergebnis endlich erzielt wurde". Sicher ist das nicht von der Hand zu weisen, doch das ist eben den teilweise unrealistischen Crashnormen geschuldet. Und das sieht man möglicherweise auch beim Hersteller des Kältemittels so, denn trotz der Bedenken möchte Honeywell laut Spiegel Online die Ergebnisse nicht juristisch anfechten. So ganz überzeugt von der Ungefährlichkeit scheint man also selbst bei Honeywell nicht zu sein.

Update, 25.08.2013, 18:16 Uhr: Am Dienstag wird es im Streit zwischen Daimler und dem französischen Staat zu einer Entscheidung kommen, wie der zuständige Richter Jacques-Henri Stahl des obersten Verwaltungsgerichts mitteilte. Dann wird sich herausstellen, ob die vielfach bereits bezahlten Fahrzeuge von Mercedes an die Kunden ausgeliefert werden dürfen. Aktuell dürfen mehrere Tausend Fahrzeuge der A-, B- und CLA-Klasse in Frankreich nicht zugelassen werden, was nicht nur für verärgerte Kunden sorgt, sondern für den Stuttgarter Hersteller und seine Angestellten auch wirtschaftliche Folgen haben dürfte.
Bildquelle: autobild​
 
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