The Grand Tour: 1. Folge des Top Gear Nachfolgers - Bewertung und Kritik

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Seit heute können Nutzer von Amazon Prime die neue Show von Jeremy Clarkson und seinen beiden Mitstreitern sehen. Die große Frage ist natürlich: was hat sich durch den Weggang von der BBC geändert und lohnt sich das anschauen überhaupt noch? Wir haben die 1. Folge bereits gesehen und versuchen Antworten zu liefern


Der Empfang:

Ist nur mit einer Prime Mitgliedschaft möglich, die 49 Euro im Jahr kostet und unter anderem einen beschleunigten Lieferservice ohne Mindestbestellwert beinhaltet. Ein Ausleihen oder Kaufen der neuen Folgen ist (bislang) nicht möglich. Technisch ist Amazon direkt ab dem Start auf optimalen Niveau. Übertragen wird in HD mit satten Farben sowie in Dolby Digital 5.1 Surround Sound. Zur Wahl stehen das englische Original sowie eine deutsche Synchronisation im sogenannten Voice-over-Verfahren. Auch Untertitel in beiden Sprachen sind verfügbar.

Das Konzept:

Was soll man sagen? Im Prinzip wurde die bisherige Sendung von Clarkson und den Kollegen Richard Hammond und James May vollständig übernommen. Größter Unterschied ist, dass man jetzt nicht mehr aus einem Studio in England sendet, sondern mit einem Zelt verschiedene Orte der Welt besucht und vor dortigem Publikum dreht. In der 1. Folge war man in den USA, was natürlich auch zu ein wenig "cultural clash" zwischen Briten und Amerikanern genutzt wurde. Ansonsten ist fast alles beim alten geblieben, denn es werden wieder diverse Autos unter teilweise abstrusen Bedingungen getestet, es gibt eine hauseigene Rennstrecke (Eboladrome) zur Ermittlung von Bestzeiten, sowie eine Challenge für mehr oder weniger prominente Gäste. Letztere kam in der 1. Folge allerdings noch nicht zum Einsatz.

Die Änderungen:

Ganz konnte man das Konzept natürlich nicht übernehmen, daher wurde der drahtige The Stig durch einen etwas schmierigen Amerikaner ersetzt, für den alles andere als ein V8 ein Ausdruck von Kommunismus ist. Und dann hatte man noch eine Idee: man könnte verschiedene bekannte Persönlichkeiten im selben Auto gegeneinander antreten lassen und deren Rundenzeiten vergleichen. Aber der Vorschlag wurde abgelehnt, weil er nicht funktionieren würde. Ein kleiner Seitenhieb auf vergangene Zeiten.

Die Moderatoren:

Sind natürlich der Aufhänger, ohne sie geht es nicht. Und das ist wortwörtlich zu verstehen, wie sich bei der 1. Folge gezeigt hat. Die drei Herren machen das was sie können: blöde Sprüche und sich gegenseitig die Bälle zuspielen. Und das klappt so gut, dass man gleich vergisst, dass es eigentlich eine neue Sendung ist. Man fühlt sich als alter Top Gear Fan sofort wohl und kann von Herzen lachen. Auch wenn mancher Spruch (noch) in die Hose geht. Bei Amazon scheinen die Jungs noch größere Freiheiten zu haben, und nutzen dies auch aus.

Die Sendung:

Nach einem etwas melodramatischen (und zu langen) Auftakt ging es los. Und dabei merkt man schon, dass das Budget gegenüber der BBC gestiegen ist. Noch mehr Personen und Autos, noch weitere Reisen, noch exotischere Orte. Standesgemäß wurden gleich mal die besten Supersportwagen der Welt getestet, in Portugal und auf einer kompletten Rennstrecke. Ganz rund lief das aber noch nicht, denn da die Sendezeit von 40 bis 50 Minuten auf über 70 Minuten erhöht wurde, schlich sich so manche Länge ein - die allerdings mit schönen Bildern kaschiert wurde.

Fazit:

Wer Top Gear mochte, wird auch The Grand Tour mögen. Ob das alleine den Abschluss einer Prime-Mitgliedschaft rechtfertigt, darf aber ernsthaft bezweifelt werden, denn am Ende ist auch die neue Sendung nur eines: gute Unterhaltung.

Meinung des Autors: Endlich können (ehemalige) Top Gear Fans die erste Staffel des Quasi-Nachfolgers The Grand Tour sehen. Zumindest dann, wenn sie Kunden von Amazon Prime sind. Und was bekommen sie geboten? Zum Glück das, was sie auch von Jeremy Clarkson und Co. erwarten. Und es wird sicher noch besser werden.
 
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