Tesla Roadster: atemberaubende Fahrleistungen bei Neuauflage - Risiko für Erstbesteller - UPDATE II

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geronimo

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Der Tesla Roadster war das erste Modell, das die Amerikaner auf den Markt gebracht haben. Nun schließt sich der Kreis mit einem Nachfolger, der bereits bestellt werden kann. Mit dem offenen Viersitzer wird Tesla einen extremen Supersportwagen bauen, der natürlich ein reines Elektrofahrzeug sein wird



Vor etwas mehr als zehn Jahren hat Tesla sein erstes Serienmodell auf den Markt gebracht. Der Tesla Roadster basierte auf der Lotus Elise und war im Prinzip ein Versuchsträger für die späteren Modelle, um die damals noch in den Kinderschuhen steckende Elektrotechnik zu testen. Trotzdem lieferte das fertige Fahrzeug schon Fahrleistungen, die für Aufmerksamkeit sorgten. Immerhin beschleunigte das Elektroauto in rund 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Bemerkenswert war auch die Reichweite, denn diese lag - je nach Fahrweise - bei realistischen 250 bis 500 km. Später wurde diese mit dem Update namens Roadster 3.0 sogar auf bis zu 650 km erhöht, was allerdings teilweise auch heftige Kritik nach sich gezogen hat.



Über diese durchaus eindrucksvollen Angaben kann man inzwischen nur noch müde lächeln, wenn man sie mit dem vergleicht, was Tesla jetzt angekündigt hat. Die Neuauflage soll nämlich den Sprint aus dem Stand auf 96 km/h (0 bis 96 Meilen pro Stunde (mph)) in gerade einmal 1,9 Sekunden erledigen, womit der aktuelle Beschleunigungsrekord des Model S noch einmal deutlich unterboten würde. Auch unterwegs wird man sich wohl ebenfalls kaum über die Beschleunigung des Allrad-Fahrzeugs beschweren können, denn beim Drehmoment werden unglaubliche 10.000 Nm genannt. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit soll noch einmal kräftig zugelegt werden, denn diese wird mit über 250 mph angegeben, was umgerechnet über 400 km/h bedeutet. Trotz dieser Fahrleistungen sollen aber bis zu 1.000 km Reichweite mit einer Akkuladung möglich sein. Dabei wird auch noch ein grundsätzlicher Nachteil von anderen Hypersportwagen aufgehoben, denn es können bis zu vier Personen an Bord Platz finden - wobei die hinten sitzenden wahrscheinlich über eine gewisse Gelenkigkeit verfügen müssen und zudem wohl besser nicht zu groß sein sollten.



Das Einstigen wird aber zumindest bei gutem Wetter dadurch erleichtert, dass das Mittelteil des Daches entfernt werden kann. Das Glasdach findet dann seinen Platz im vorderen Kofferraum, der von Tesla "Trunk" genannt wird. Hinter den Passagieren dürfte zudem auch noch Stauraum zur Verfügung stehen, in dem zumindest das nötigste Gepäck untergebracht werden kann. Bis es auf die erste große Fahrt geht, wird aber noch einige Zeit vergehen, denn die Serienproduktion soll im Jahr 2020 beginnen. Wer sich bereits jetzt eines der offenen Fahrzeuge sichern will, muss zudem gut bei Kasse sein, denn es wird bei der Vorbestellung eine Anzahlung von 50.000 Dollar fällig, die mit dem Basispreis von 200.000 Dollar verrechnet wird. Und wer einen der ersten 1.000 Roadster der sogenannten "Founders Series" sein eigen nennen möchte, muss gleich mit dem vollen Preis von 250.000 Dollar einsteigen. Im Vergleich zu manch anderem Fahrzeug aus dieser Liga mutet das allerdings fast wie ein Schnäppchen an.



Kritiker sehen in diesen hohen Anzahlungen allerdings auch ein klares Anzeichen. dass das noch recht junge Unternehmen dringend frisches Kapital benötigt. Der Aufbau der Massenproduktion sowie die Entwicklung neuer Fahrzeuge verschlingen sehr viel Geld, das Tesla aktuell angeblich fehlt. Daher sollte den Bestellern klar sein, dass sie ihre Anzahlung eventuell teilweise oder sogar ganz abschreiben müssen. Nämlich dann, wenn das gesamte Projekt scheitert und Konkurs anmelden muss. Dann würden geleistete Zahlungen Teil der Insolvenzmasse und dürften als (größtenteils) verloren gelten.


Update, 14.12.2017, 15:54 Uhr: Inzwischen steht auch fest, was Kunden in Deutschland als Anzahlung leisten müssen, wenn sie einen Tesla Roadster vorbestellen wollen. Daraus lassen sich auch die Preise des Serienfahrzeugs ableiten. Beim Basismodell müssen für die Reservierung 43.000 Euro Vorkasse geleistet werden, für eines der 1.000 "Founders Series" Exemplare werden 215.000 Euro fällig. Aufgrund dieser Angaben ist davon auszugehen, dass der Grundpreis des zweiten offenen Tesla bei unter 200.000 Euro liegen wird.

Wie bereits erwähnt, sollte die fällige Anzahlung gut überlegt werden. So mancher vergleicht Tesla nämlich mit einer Art Schneeballsystem, bei dem stets neues Kapital benötigt wird und die Insolvenz inklusive Totalverlust des Kapitals nur eine Frage der Zeit ist.

Update, 09.01.2018, 10:40 Uhr: Bislang gab es nur Computergrafiken des Tesla Roadster, sowie die Fahraufnahmen von der Vorstellung. Auf echten Straßen war das offene Elektroauto bislang nicht unterwegs, was sich jetzt offenbar geändert hat. Ein entsprechendes Bild, das den Roadster auf einer Bergstraße an der amerikanischen Westküste zeigt, wurde jetzt vom Tesla-Chefdesigner Franz von Holzhausen bei Twitter veröffentlicht.

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Unterdessen sind weitere technische Daten veröffentlicht worden. Demnach soll der Akku von 200 kWh verfügen, was die doppelte Kapazität bisheriger Tesla-Modelle wäre. Im Gegensatz zu diesen wird der Roadster nicht von zwei, sondern von drei Elektromotoren angetrieben: zwei sitzen an der Hinterachse und einer bedient die Vorderachse. Wie es sich für einen Sportwagen gehört, wird beim Antrieb also eine gewisse "Hecklastigkeit" geboten. Aussagen über die Zahl eingegangener Vorbestellungen hat Tesla bislang aber nicht gemacht. Diese ließen einen Rückschluss zu, wie viel Geld mit den Anzahlungen eingenommen wurde - das Tesla weiterhin dringend braucht.

Meinung des Autors: Das war ein Paukenschlag, mit dem niemand gerechnet hat: Tesla hat jetzt völlig überraschend einen Nachfolger des Roadster angekündigt. Dieser wird Fahrleistungen bieten, die mit einem Verbrennermotor kaum je erreicht werden können. Das ganze dann auch noch für einen Preis, der nur auf den ersten Blick extrem hoch ausfällt. Doch den Bestellern sollte klar sein, auf welches Spiel sie sich mit ihrem Geld einlassen.
 
Piusl

Piusl

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Klasse Bericht, danke.
mal sehen wann die ersten Echtzeitberichte des Fahrzeuges auftauchen. :D
 
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