Tesla Gigafactory: Teileröffnung diese Woche, Produktion startet noch 2016

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geronimo

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Um sein kommendes Elektrofahrzeug Model 3 zu einem vertretbaren Preis anbieten zu können, benötigt Tesla vor allem eines: preiswerte Akkus in großer Stückzahl. Statt diese wie bisher über Zulieferer zu beziehen, wird man selbst in die Produktion einsteigen. Die Eröffnung des ersten Teilbereichs der sogenannten Gigafactory erfolgt noch in dieser Woche



Die benötigten Batterien sind mit Abstand das teuerste Bauteil an einem Elektrofahrzeug. Bislang konnte Tesla dieses Problem dadurch kaschieren, dass man mit den beiden verfügbaren Fahrzeugen Model S (hier unser ausführlicher Test) und Model X (ab Oktober in Deutschland) in einer Klasse antritt, in der hohe Preise diese Kosten relativieren. Ab dem kommenden Jahr will man allerdings mit dem kompakten Model 3 die Massenproduktion starten und dabei Preise ab vergleichsweise günstigen 35.000 US-Dollar verlangen.



Eine eigene Fabrik erschien Tesla-Chef Elon Musk daher die logische Konsequenz, und diese wird seit Ende 2014 in der Nähe von Reno, Nevada errichtet. Am Freitag, den 29. Juli, wird der erste Teil des insgesamt über 500 m langen und fast 150 m breiten Gebäudes mit zwei Stockwerken eröffnet werden. Im Anschluss wird die Produktion in den bereits teilweise eingerichteten Hallen (Bild oben) vorbereitet, erste eigene Akkus sollen dann ab Ende dieses Jahres gefertigt werden. Im Lauf des kommenden Jahres wird die Produktion dann soweit hochgefahren, dass zumindest das kommende Model 3 mit Tesla-eigenen Akkus auf die Straßen kommen wird. Die Kosten sollen dabei rund 30 Prozent unter den bisher fälligen Preisen liegen.



Laut einem Bericht der BBC sollen bislang erst 14 Prozent der verfügbaren Fläche bebaut sein. Doch diese auf den ersten Blick recht niedrige Zahl spiegelt die aktuelle Situation wohl nur unzureichend wieder. Ein Großteil des Areals wird nämlich Solarpaneele aufnehmen, die kostengünstigen sowie umweltfreundlichen Strom liefern und ziemlich schnell aufgebaut werden können. Laut den ursprünglichen Plänen sollten diese Module auf dem Dach der Fabrik montiert werden (Bild oben), doch das hätte diverse Nachteile mit sich gebracht. Zum einen wäre die Fläche ziemlich begrenzt gewesen, zum anderen hatte die Traglast des Gebäudes sehr groß sein müssen, was die Baukosten in die Höhe getrieben hätte.

Insgesamt werden rund 5 Milliarden US-Dollar investiert werden. Rund 1,6 Milliarden Dollar steuert der Technologie-Partner Panasonic bei, weitere 1,3 Milliarden Dollar kommen durch direkte Beihilfen und Steuererleichterungen zusammen. Die volle Produktionskapazität soll im Jahr 2020 erreicht werden, dann soll die Gigafactory die gesamte Weltproduktion an Akkus im Jahr 2014 verdoppeln. Wer sich die Gigafactory bei Google Earth oder Google Maps ansehen will, findet diese unter den Koordinaten 39°32'17.64"N 119°26'20.78"W.
(Bildquelle: Trend Motor / Wall Street Journal / Tesla)​


Meinung des Autors: Tesla will den Automarkt aufmischen. Dafür geht man in vielen Bereichen andere Wege und will sich gleichzeitig auch vom Diktat der Zulieferer und ihrer hohen Kosten freimachen. Ein wichtiger Schritt dazu ist die eigene Batteriefabrik namens Gigafactory, deren erster Teil noch in dieser Woche eröffnet wird.
 
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