strafe bei unterbodenbeleuchtung?

Diskutiere strafe bei unterbodenbeleuchtung? im Optisches-Tuning (aussen) Forum im Bereich Optisches-Tuning; hallo, kann mir jm sagen was ich genau für eine strafe oder geldbuse und punkte bekomme wenn mich die polizei mit leuchtender...
L

lutz123

Threadstarter
Dabei seit
29.07.2005
Beiträge
36
hallo,
kann mir jm sagen was ich genau für eine strafe oder geldbuse und punkte bekomme wenn mich die polizei mit leuchtender unterbodenbeleuchtung erwischen?
n freund von mir mußte nur 20€ zahlen und des ding abbauen und nach n paar tagen bei den bullen vorzeigen dass se weg is.
und was passiert wenn die mich erwischen wenn die beleuchtung aus is?

bitte nur antworten wenn ihr euch 100% sicher seit.
vielleicht hat auch schon mal einer von euch erfahrung gemacht, wenn ja bitte melden.


danke schon jetzt
 
B

beni00

Dabei seit
05.11.2005
Beiträge
162
Ort
Klagenfurt
Hallo!

Ich find, dass es am besten wäre, wenn es so verbaust, das es keiner sieht, aber wenn sie leuchten trotzdem gut aussehen!

MFG Ben
 
C

chevy1992

Dabei seit
10.08.2005
Beiträge
246
Das kann dir niemand 100% sagen.

"Fahren mit Unterbodenbeleuchtung" gibt es im Bußgeldkatalog nicht.
Es ist eine unzulässige bauliche Veränderung, das Strafmaß dafür geht von einer einfachen Mängelkarte bis zum Erlöschen der Betriebserlaubnis (50€ + Gebühren + 3 Punkte).
Wie hart dich das Gesetz trifft, hängt von der Situation ab, und davon, an wen du gerätst.

Das Kriterium für ein Erlöschen der Betriebserlaubnis ist eine Gefährdung (in diesem Fall z.B. durch Ablenkung).
Ob das der Fall ist, entscheidet zunächst die Polizei bzw. der TÜV. Wenn du dagegen Einspruch einlegst und es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, entscheidet der Richter.
Und das kann so oder so ausgehen.

Falls es sich nicht um eine einfache Kontrolle handelt, sondern ein Unfall passiert ist, können die Folgen auch schlimmer sein.
 
D

Dickie

GESPERRTES MITGLIED
Dabei seit
04.01.2005
Beiträge
13.480
chevy1992 schrieb:
Das Kriterium für ein Erlöschen der Betriebserlaubnis ist eine Gefährdung .
Hier leider nicht.

Es gibt zwar mehrere Gerichtsurteile, dass ein Erlöschen der BE von einer realen und nicht nur konstruierten Gefährdung abhängig macht, jedoch ist diese Urteile nicht allgemeingültig. Es betraf ausschließlich einzelnee Anzeigen aus dem Bereich Anbauteile (Spoiler) und bezog sich ausschließlich auf den in den Gerichtsverfahren behandelten Fall ohne jede Möglichkeit der Verallgemeinerung.

Es gilt immer noch die ganz klaren Richtlinien der StVZO in dem §19:
Es erlischt grundsätzlich die Betriebserlaubnis bei unzulässigen Änderungen in den Bereichen "Lichttechnisches Erscheinungsbild des Fahrzeugs", Änderungen im Bereich Fahrgeräusch, Änderungen im Bereich Abgas und nachträgliche Änderungen an bauartgeprüften Bauteilen oder Verwendung (auch schon der reine Anbau) bei nicht bauartgeprüften Bauteilen, für die eine Bauartprüfung vorgeschrieben ist.
Völlig egal, ob eine Gefährdung vorhanden ist, oder erst konstruiert werden muss, die BE ist immer weg.

Es wird demnächst eine Neufassung zum §19 StVZO geben, die dies nochmal ganz eindeutig beschreibt, da durch einige Urteile recht kleiner Gerichte (nur Amtsgerichte) einige Unklarheiten (besser wohl: Wünsche und Vermutungen geweckt) entstanden sind.

Also als Normalstrafe immer: "Fahren mit einem Fahrzeug ohne Betriebserlaubnis" und damit 50 Euro Bußgeld + 25,60 Euro Verwaltungskosten + 3 Punkte (A-Verstoß).
Wird es billiger, dann ist es Glück, mehr nicht.
 
C

chevy1992

Dabei seit
10.08.2005
Beiträge
246
@ Dickie

deine umfangreichen juristschen Fachkenntnisse verblüffen mich immer wieder.

Tatsache ist aber nun mal, dass nicht Du über ein Bußgeld und ein Erlöschen der Betriebserlaubnis entscheidest, sondern Polizei, TÜV/DEKRA und Gerichte.

Die haben natürlich nicht so umfangreiche Kenntnisse wie Du, und sehen die Sachlage eben teilweise anders.

Allerdings begehen nicht nur "kleine Gerichte" Justizirrtümer, das OLG Düsseldorf schreibt z.B. in einer Urteilsbegründung:
Nach § 19 II 2 Nr. 2 StVZO erlischt die Betriebserlaubnis eines Fahrzeuges, wenn Änderungen vorgenommen werden, durch die eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist. Dazu reicht es nicht aus, daß Fahrzeugteile verändert werden, deren Beschaffenheit vorgeschrieben ist oder deren Betrieb eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer verursachen kann. Die bloße Möglichkeit einer Gefährdung genügt danach nicht, sondern eine Gefährdung muß zu erwarten sein. Dies setzt ein gewisses Maß an Wahrscheinlichkeit voraus.
in dem konkreten Fall ging es zwar nicht um eine lichttechnische Einrichtung, aber dieser Teil der Urteilsbegründung ist bewußt allgemein gehalten.

(falls dir die Abkürzung OLG nichts sagt, das heißt Oberlandesgericht und ist ein paar Stufen höher angesiedelt als ein Amtsgericht)



So klar, wie du behauptest, sind die Richtlinien im §19 StVZO nicht, und die Aussage:

Es erlischt grundsätzlich die Betriebserlaubnis bei unzulässigen Änderungen in den Bereichen "Lichttechnisches Erscheinungsbild des Fahrzeugs".
wirst du dort vergeblich suchen.


Somit bleibt es in gewissen Grenzen "Glückssache", was an Konsequenzen auf einen zukommt, da im Einzelfall durchaus ein Ermessensspielraum besteht.
 
D

Dickie

GESPERRTES MITGLIED
Dabei seit
04.01.2005
Beiträge
13.480
Dann lies doch mal bitte von vorn:

Das korrekt zitierte Urteil bezieht sich ausschließlich auf den § 19 II 2 Nr. 2 StVZO, steht doch ganz oben drüber, damit fällt schon mal die Allgemeingültigkeit weg, denn noch präzieser kann man wohl kaum eingrenzen.

Dann wollen wir uns mal das ganze genauer betrachten, worum es hier ausschließlich geht:

StVZO §19 II
Die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs bleibt, wenn sie nicht ausdrücklich entzogen wird, bis zu seiner endgültigen Außerbetriebsetzung wirksam. Sie erlischt, wenn Änderungen vorgenommen werden, durch die

1. die in der Betriebserlaubnis genehmigte Fahrzeugart geändert wird,

2. eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist oder

3. das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtert wird.


Es geht auschließlich um Position 2 und dort steht drin: ... zu erwarten ist ...
Somit dürfte eigentlich klar sein, dass mit dem im Urteil gefallenen Satz: "...Die bloße Möglichkeit einer Gefährdung genügt danach nicht, sondern eine Gefährdung muß zu erwarten sein. Dies setzt ein gewisses Maß an Wahrscheinlichkeit voraus..." es ausschließlich um eine Definition und genauere Eingrenzung der Pos. 2 handelt.

Die im §19 II Pos 1. und 3. genannten "Geschichten" wie eben Abgas und Geräusch oder alle anderen in der StVZO genannten Dinge wie auch irgendwelche "Geschichten" aus EU-Richtlinien werden von diesem Urteil überhaupt nicht angesprochen.

Ergo: Dieses Urteil hat nichts korrigiert oder gar gesetzliche Sachlage verändert oder gar "aufgeweicht", es bleibt alles beim alten, ausschließlich die Definition zwischen einer konkreten Gefährdung, die im Gesetzt mit der Wortwahl "...zu erwarten ist..." etwas schwammig formuliert war, oder einer konstruierten Gefährdung wurde präzisiert.

Von einer "bewusst allgemein gehaltenen" Begründung kann kann doch wohl kaum nach den ersten 20 Stellen im Urteil ausgegangen werden und der wichtigste Satz in dem ganzen Vorschriftengetümmel steht in der StVZO auch etwas höher:

StVZO §16 Grundregel der Zulassung
(1) Zum Verkehr auf öffentlichen Straßen sind alle Fahrzeuge zugelassen, die den Vorschriften dieser Verordnung und der Straßenverkehrs-Ordnung entsprechen, soweit nicht für die Zulassung einzelner Fahrzeugarten ein Erlaubnisverfahren vorgeschrieben ist.


Da eine UBB eher weniger dieser StVZO, insbesonder §49a ff, entspricht, dürfte das Problem mit der Zulässigkeit eines Fahrzeugs mit einer UBB schon deutlich geklärt sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
C

chevy1992

Dabei seit
10.08.2005
Beiträge
246
Es geht hier überhaupt nicht darum, ob eine Unterbodenbeleuchtung zulässig ist oder nicht.

Wie man aus der Frage von lutz123 erkennen kann, ist er sich durchaus bewußt, dass es unzulässig ist. Das wurde hier auch von niemand in Frage gestellt.

Es geht lediglich um die Konsequenzen, wenn man damit erwischt wird.
Dabei spielt es u.a. eine Rolle, ob die Betriebserlaubnis erloschen ist, und nicht jede unzulässige Veränderung führt zwangsläufig zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.

Unter welchen Umständen die Betriebserlaubnis erlischt, wird im §19 Abs.2 StVZO geregelt (und NUR dort, nicht in irgendwelchen anderen Paragraphen der StVZO oder in irgendwelchen EU-Richtlinien).

Es sind mehrere Punkte aufgeführt, wann die Betriebserlaubnis erlischt. Beim Thema Unterbodenbeleuchtung kann nur der Punkt 2 zum Tragen kommen (Sie erlischt, wenn Änderungen vorgenommen werden, durch die eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist) .
Genau auf diesen Punkt geht das o.g. Urteil ein.
Mit "allgemeingültig gehalten" meinte ich, dass sich dieser Teil der Urteilsbegründung nicht nur auf eine Änderung der Bereifung bezieht (darum ging es im konkreten Fall), sondern auf Änderungen im allgemeinen.

Die Frage, ob bei einer Unterbodenbeleuchtung eine Gefährdung zu erwarten ist, und damit die Betriebserlaubnis erlischt, lässt einen Ermessensspielraum zu.

Auch wenn du es nicht wahrhaben willst: es gibt kein eindeutig festgelegtes "Strafmaß" für Fahren mit Unterbodenbeleuchtung.




die weitere Diskussion kannst du allein führen, ich hab jetzt echt keine Lust mehr, auf dein Zeug zu antworten.
 
D

Dickie

GESPERRTES MITGLIED
Dabei seit
04.01.2005
Beiträge
13.480
Alles Justizirrtümer in Deutschland, zumindest ist das für den Bestraften, der dann zur Nachschulung rennen und bezahlen muss, ein toller Trost.

Nur Merkwürdig, dass es niemals eine im Bereich Beleuchtung ausgesprochene "Erlöschen der BE" in einem Verfahren "korrigiert" wurde, sondern ausschließlich von den Richtern bestätigt wurde. Auch ohne den Gutachterlichen Nachweis, dass eine LED-Kennzeichenbeleuchtung eine konkretete und nicht nur eine in der Strafhöhe "billigere" konstruierte Gefährdung von anderen ist.

Gehe mal zum Anwalt mit solch einer Sache mit dem OLG-Urteil unter dem Arm und lies dann mal das, was der Richter im Urteil sagt. Deine Überlegungen, Interpretationen und Vermutungen auf ein Strafmaß in allen in allen Ehren, die Praxis ist gesetzeskonform und auch im Bereich Beleuchtung eindeutig.

Natürlich ist auch nur der §19 für die Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs zuständig, nur warum dann noch der §16, der die Grundlagen der Zulassung regelt oder der §17, der die Entziehung der Zulassung regelt.

Der §19 regelt die Betriebserlaubnis, §16, 17 und 18 regeln die Zulassung, nun soll ein Fahrzeug, was nicht zulässig oder zulassungsfähig ist, trotzdem noch eine Betriebserlaubnis haben, wie soll denn das gehen. Ein Fahrzeug, dass nicht zulässig geworden ist, zB. durch Umbau, verliert doch automatisch die BE.

Es muss doch die Reihenfolge der Gesetze einegehalten werden, oben (§16) wird die Zulässigkeit geregelt, erst weiter unten (§19) die Betriebserlaubnis, es ist nunmal rein rechtlich möglich, dass ein Fahrzeug grundsätzlich Zulassungsfähig ist, jedoch keine Betriebserlaubnis erhält, es kann aber niemals sein, dass ein nicht zulässiges Fahrzeug eine Betriebserlaubnis erhält oder weiterhin seine Betriebserlaubnis hat.

Das mag zwar als Wortklauberei vorkommen, aber aufgrund dieser "Wortklauberei" gehen Leute mit einer LED-Nummernschildbeleuchtung am Fahrzeug zur Nachschulung.

Es wird doch auch wegen dieser momentanen missverständlichen (aber rechtlich eindeutigen) Situation auch der §19 novelliert, sollte auch bekannt sein bei Leuten, die damit zu tun haben. Ich kenne auch andere Leute, die nun glauben, als Sachverständiger immer über BE oder Nicht-BE entscheiden zu dürfen, stimmt aber nicht, für Beleuchtung, Geräusch und Abgas gibt es keinen "Handlungsspielraum".

Eine UBB würde sogar beim Thema BE komplett rausfallen, da es auch bereits eindeutige Urteile gibt, dass eine Ablenkung oder Irritation keine Gefährdung sind, somit bliebe zur positiven Feststellung der Gefährdung anderer und damit dem Erlöschen der BE nur eine schlechte Montage übrig. Dem ist aber nicht so.
 
L

lutz123

Threadstarter
Dabei seit
29.07.2005
Beiträge
36
danke für den link chevy1992
 
M

mA!dN

Dabei seit
09.09.2004
Beiträge
113
Vielleicht sollten manche hier nochmal Fahrschule machen :D
Ich bin gerade mitten Drin und dort lernt man gleich beim THema 3 Theorie dass die Betriebserlaubnis bei einer Änderung des Fahrzeuges IMMER Erlischt, bis zu dem Zeitpunkt an dem der TÜV dass ganze Geprüft hat und freigegeben hat.

Wenn er es nicht freigibt, fährst du Ohne Betriebserlaubniss und dass kann schon harte Strafen nach sich ziehen.
 
D

Dickie

GESPERRTES MITGLIED
Dabei seit
04.01.2005
Beiträge
13.480
mA!dN schrieb:
... Betriebserlaubnis bei einer Änderung des Fahrzeuges IMMER Erlischt, bis zu dem Zeitpunkt an dem der TÜV dass ganze Geprüft hat und freigegeben hat...
Da ist das Fahrschulbüchlein etwas zu übervorsichtig, weil es auch ein kniffiliges Thema ist. Innen ist vieles probemlos zulässig, außen so ziemlich nichts, es bleibt aber eben bei "vieles" und nicht alles und bei "ziemlich" und nicht immer.

Da haben OLG schon Urteile gesprochen, die immer noch zu schwammig für Techniker sind und nur Juristen mit ihrer Suche nach der Betonung und der Stelle wo das Komma steht, halbwegs (aber eben auch nicht völlig) durchblicken.
 
Karaya1

Karaya1

Dabei seit
14.09.2005
Beiträge
18
Unterbodenbeleutung un dVersicherungsschutz

Ich habe bevor ich die Unterbodenbeleuchtung an mein Auto gamcht habe mich bei meiner Versicherung erkundigt.
Bin zu dem mann hingegangen und gesagt das ich mir diese Beleuchtung dran machen möchte und mit was für Folgen es haben könnte wenn ich jetzt z.B. einen Unfall damit baue.
Der Mann meinte das ich mir die ruhig unters auto bauen könnte. Ihm wären keine Fälle bekannt wo sowas eine Rolle spielt.
Es gliebe einfach alles beim alten.....

also hab ich mir die drangebaut.......
 
D

Dickie

GESPERRTES MITGLIED
Dabei seit
04.01.2005
Beiträge
13.480
Nicht ganz so einfach, kommt immer auf die Situation an.

Ist ein unzulässiges Bauteil am Unfall "beteiligt", dann hat die Versicherung die Möglichkeit der Regressnahme am Halter.

Bei der Teil- oder Vollkasko besteht zumindest die Möglichkeit für die Versicherung, diese Teile nicht zu ersetzen.

Und dann immer noch die grundsätzliche Geschichte der Leistungsfreiheit beim Erlöschen der BE, das lernt man schon in der Fahrschule und stimmt auch so. Die Versicherung hat das Recht dazu, wenn sie es bisher nicht gemacht hat, bedeutet es noch lange nicht, dass sie es zukünftig auch weiterhin nicht macht.

Ich hoffe, Du hast diese Aussage auch schriftlich von der Versicherung und nicht nur als "Nebenbei" von Deinem Versicherungsvertreter.
 
Canero

Canero

Dabei seit
30.06.2005
Beiträge
195
Ort
95326 Kulmbach
Hi,

um dem ganzen mal evtl. ein Ende zu setzen und ohne mit Paragraphen herumzuschmeissen, denke ich dass es trotzdem immer im Ermessenspielraum der Polizei liegt, wenn sie dich rausziehen.

SO, BASTA ! :]

Gruß

Canero
 
D

Dickie

GESPERRTES MITGLIED
Dabei seit
04.01.2005
Beiträge
13.480
Mano,
es gibt keinen Ermessensspielraum der Polizei, dann wäre es ja möglich, vor Gericht ein geringeres Urteil zu erklagen. Es bleibt bei der "Normalstrafe" des Erlöschens der BE, alles was billiger kommt ist kein Ermessensspielraum (der wäre ja gesetzlich vorgegeben) sondern reine Willkür.
 
Canero

Canero

Dabei seit
30.06.2005
Beiträge
195
Ort
95326 Kulmbach
ok, sorry. Falsch ausgedrückt.

Ich hab nen kumpel den sie mit rundum Cromolux Scheiben angehalten haben => 3 Punkte 100Euro. Ein anderer hat 30 Euro deswegen zahlen müssen.

Das ist was ich gemeint hab.

Gruß

Canero
 
C

chevy1992

Dabei seit
10.08.2005
Beiträge
246
Mano,
es gibt einen Ermessensspielraum der Polizei, und es ist möglich, vor Gericht ein geringeres Urteil zu erklagen.


guckst du hier:

URTEIL

und das, obwohl angeblich "niemals eine im Bereich Beleuchtung ausgesprochene "Erlöschen der BE" in einem Verfahren "korrigiert" wurde, sondern ausschließlich von den Richtern bestätigt wurde."


@Dickie
bevor du jetzt wieder einen seitenlangen Beitrag schreibst, nenne doch einfach mal eine nachvollziehbare Quelle, die besagt, dass bei einer unzulässigen Änderung der Beleuchtung die Betriebserlaubnis zwangsläufig erlischt. Dann ist die Diskussion doch sofort beendet.
 
D

Dickie

GESPERRTES MITGLIED
Dabei seit
04.01.2005
Beiträge
13.480
StVZO 19.2 (2) Dort geht es um den Begriff "Gefährdung"

Und dann die EU-Richtlinien zur Erstellung einer Betriebserlaubnis, nach der wird genau wegen der Gefährdungssituation anderer für bestimmte Bauteile eine Zulassung vorgeschrieben. Es muss für bestimmte Bauteile nachgewiesen werden, dass keine Gefährdung von ihnen ausgeht, weil bei den Teilen, die Bauartgenehmigungspflichtig ist, immer eine Gefährdung zu erwarten ist.

Beispiel: Blaues Standlicht. Das Signalbild des Fahrzeuges wird verändert, andere Verkehrsteilnehmer halten das Objekt mit blauem Standlicht nicht mehr für ein Fahrzeug, sondern für eine Discobeleuchtung, zwei Taschenlampen oder sonstwas. Gefährdung durch falsches Signalbild. 19.2 (2) zieht, BE erloschen.

Und dann gibt es noch den "Beispielkatalog" des Bundesministers für Verkehr (VBl. 1994, 159 ff), der zwar nicht den Charakter einer Rechtsverordnung hat und weder verbindlich noch erschöpfend ist, jedoch eine der einheitlichen Rechtsanwendung förderliche Auslegungshilfe darstellt (BGHSt 32, 16, 18 ). Darauf wies zB. auch das OLG Celle in einem Urteil vom 25. Juli 1995 in NZV 1996, 40 hin.

Wenn Du noch mehr lesen möchtest, dann auch die amtliche Begründung zur Neufassung von § 19 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 StVZO in VkBl. 1994 149, 150; Jagusch/Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 33. Aufl. Rdn. 8 zu § 19 StVZO sowie OLG Köln bei Janiszewski in NStZ 1995, 587 .

Auch ganz klar beschrieben: Um tatbestandsmäßig i. S. d. § 19 Abs. 2 Nr. 2 StVZO zu handeln, reicht die abstrakte Gefahr aus.

Im Übrigen wird in § 19 Abs. 2 Nr. 2 bereits die abstrakte Gefahr formuliert "... durch die eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist ..."

Die Begrifflichkeiten der abstrakten und der konkreten Gefahr sind im juristischen und polizeirechtlichen Sinne klar definiert. Eine konkrete Gefahr ist für die Tatbestandsmäßigkeit nicht erforderlich, da es sich dann um ein Erfolgsdelikt handeln würde. Dass bei der abstrakten Gefahr ein gewisser Grad an Wahrscheinlichkeit des Gefahreneintritts, nämlich der konkreten Gefahr erforderlich ist, hatte ich bereits ausgeführt.

Für die juristisch "richtige" (und auch verbindlich festgelegte) Definition von "abstrakt" und "konkret" kannst Du dich gerne selber auf die Suche machen, denke, Du kennst Dich aus.
 
R

Raz3r

Dabei seit
16.12.2005
Beiträge
3
Also das Anbauen einer unterbodenbeleuchtung ist generell nicht verboten. Es Ist allerdings verboten sie ärend der fahrt anzuschalten. Nicht verboten ist es dagegen wenn man sie so verbaut bzw. anschließt das sie NUR leutet wenn man die Türen öffnet (Innenraumbeleuchtung usw...)
hab zwei Mitgleider in miner familie die bei der Polizei (Rheinland Pfalz) sind und die haben mir das so gesagt, da hier viele mit den Dingern rumfahren.
 
D

Dickie

GESPERRTES MITGLIED
Dabei seit
04.01.2005
Beiträge
13.480
Raz3r schrieb:
Also das Anbauen einer unterbodenbeleuchtung ist generell nicht verboten.
Problem mit dem Lesen?

UBB ist generell verboten, schon die Montage lässt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erlöschen.

Ist so und wird auch immer so bleiben. Die einzelnen Gesetzesstellen habe ich ganannt und wenn Du Polizisten kennst, die das nicht kennen, dann sei froh und hoffe, dass Du niemals andere triffst.
 
Thema:

strafe bei unterbodenbeleuchtung?

strafe bei unterbodenbeleuchtung? - Ähnliche Themen

  • Strafe wenn man bei Gelb weiter fährt - Darf man gelbe Ampeln überfahren oder muss man halten?

    Strafe wenn man bei Gelb weiter fährt - Darf man gelbe Ampeln überfahren oder muss man halten?: Wenn man sich einer Ampel nähert beschleunigen viele, wenn diese gerade gelb geworden ist um so noch zu passieren. Nicht alle sind sich aber...
  • Nötigung durch Lichthupe und drängeln - Ab wann gilt es als Nötigung und welche Strafen drohen?

    Nötigung durch Lichthupe und drängeln - Ab wann gilt es als Nötigung und welche Strafen drohen?: So manche kennen es oder machen es sogar, auch wenn es für viele ein absolutes No-Go ist, nämlich das Drängeln mit Lichthupe, wenn der Vordermann...
  • Änderungen der StVO - Höhere Strafen bei Missachtung von Tempolimit und Rettungsgasse kommen

    Änderungen der StVO - Höhere Strafen bei Missachtung von Tempolimit und Rettungsgasse kommen: Einer Änderung der Änderung der Straßenverkehrsordnung wurde am 14.02.2020 zugestimmt. Hier sollen vor allem Temposünder und das Blockieren der...
  • Begleitetes Fahren ab 17 Jahren - Auf was muss man achten und welche Strafen kann es geben?

    Begleitetes Fahren ab 17 Jahren - Auf was muss man achten und welche Strafen kann es geben?: Mit dem Führerschein B 17 oder auch BE 17 kann man eben schon mit dem 17. Geburtstag seinen Führerschein machen, darf aber bis zum 18. Geburtstag...
  • Ähnliche Themen
  • Strafe wenn man bei Gelb weiter fährt - Darf man gelbe Ampeln überfahren oder muss man halten?

    Strafe wenn man bei Gelb weiter fährt - Darf man gelbe Ampeln überfahren oder muss man halten?: Wenn man sich einer Ampel nähert beschleunigen viele, wenn diese gerade gelb geworden ist um so noch zu passieren. Nicht alle sind sich aber...
  • Nötigung durch Lichthupe und drängeln - Ab wann gilt es als Nötigung und welche Strafen drohen?

    Nötigung durch Lichthupe und drängeln - Ab wann gilt es als Nötigung und welche Strafen drohen?: So manche kennen es oder machen es sogar, auch wenn es für viele ein absolutes No-Go ist, nämlich das Drängeln mit Lichthupe, wenn der Vordermann...
  • Änderungen der StVO - Höhere Strafen bei Missachtung von Tempolimit und Rettungsgasse kommen

    Änderungen der StVO - Höhere Strafen bei Missachtung von Tempolimit und Rettungsgasse kommen: Einer Änderung der Änderung der Straßenverkehrsordnung wurde am 14.02.2020 zugestimmt. Hier sollen vor allem Temposünder und das Blockieren der...
  • Begleitetes Fahren ab 17 Jahren - Auf was muss man achten und welche Strafen kann es geben?

    Begleitetes Fahren ab 17 Jahren - Auf was muss man achten und welche Strafen kann es geben?: Mit dem Führerschein B 17 oder auch BE 17 kann man eben schon mit dem 17. Geburtstag seinen Führerschein machen, darf aber bis zum 18. Geburtstag...
  • Sucheingaben

    unterbodenbeleuchtung strafe

    ,

    strafe unterbodenbeleuchtung

    ,

    strafe für unterbodenbeleuchtung

    ,
    unterbodenbeleuchtung auto strafe
    , strafe bei unterbodenbeleuchtung, strafe unterbodenbeleuchtung auto, auto unterbodenbeleuchtung strafe, welche strafe bei unterbodenbeleuchtung, strafe für fahren mit unterbodenbeleuchtung, strafe fahren mit unterbodenbeleuchtung, unterbodenlicht strafe, strafen für unterbodenbeleuchtung, unterbodenbeleuchtung strafe 2014, unterbodenbeleuchtung punkte, unterboden beleuchtung strafe, untergrundbeleuchtung auto strafe, strafe bei fahren mit unterbodenbeleuchtung, strafe für unterbodenlicht, unterbodenbeleuchtung strafen, Strafw bei Kfz Unterbodenbeleuchtung, strafe unterbodenlicht, strafe für unterbodenbeleuchtung am auto, strafen für untergrundbeleuchtung auto, unterbodenbeleuchtung klagenfurt, bußgeld unterbodenbeleuchtung
    Oben