Starkwind und Sturm: das richtige Verhalten bei Seitenwind

Diskutiere Starkwind und Sturm: das richtige Verhalten bei Seitenwind im Aktuelles Forum im Bereich AutoExtrem; Am vergangenen Wochenende zog ein Sturmtief über Deutschland, das vielen Autofahrern unangenehme Erlebnisse bescherte. Nachfolgend erklären wir...
Am vergangenen Wochenende zog ein Sturmtief über Deutschland, das vielen Autofahrern unangenehme Erlebnisse bescherte. Nachfolgend erklären wir, wie man mit den Sturmböen umgeht, und wer für Schäden aufkommt, falls doch etwas passiert


Starke Winde und orkanartige Böen können für Autofahrer sowohl direkte als auch indirekte Folgen haben. Wer entsprechend sorgsam unterwegs ist, hat aber gute Chancen ohne böse Folgen davonzukommen. Darauf sollte geachtet werden:

  • Grundsätzliche Überlegung: bei Sturmwarnungen sollte man nach Möglichkeit keine Fahrten unternehmen. Besuche bei Freunden und ähnliches lassen sich zumeist zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Und viele Arbeitnehmer haben inzwischen die Möglichkeit, von zuhause zu arbeiten (Home Office), was an solchen Tagen getan werden sollte.
  • Angepasste Geschwindigkeit: Bei Seitenwind können Autos aus der Fahrspur geweht werden. Das lässt sich durch gezieltes Gegenlenken korrigieren. Je langsamer man unterwegs ist, umso einfacher ist das.
  • Vorsicht bei Windschatten: Sowohl durch Busse und LKW, als auch durch Wälder und Hügel neben der Autobahn können Bereiche mit wenig oder gar keinen Windeinflüssen entstehen. Wenn man aus diesen Bereichen heraus fährt, wird das Fahrzeug oftmals schlagartig vom Sturm erfasst. Auf diese plötzlich auftretenden Kräfte sollte man sich geistig vorbereiten.
  • Hinweisschilder und Windsack beachten: Das Gefahrenzeichen Nr. 117 (Bild oben) weist auf besonders gefährliche Stellen hin. Hier sollte man besonders achtsam unterwegs sein. Und das nicht nur wegen der eigenen Sicherheit, sondern auch wegen des Versicherungsschutzes, denn aufgrund der konkreten Warnung könnte bei einem Unfall fahrlässiges Verhalten vorgeworfen werden. Mancherorts sind Windsäcke (oft auch Windbeutel genannt) aufgestellt, die Anhaltspunkte zu Windrichtung und -stärke liefern.
  • Wälder und Alleen meiden: Zu den unmittelbaren Folgen des Sturms gehören herumfliegende Äste und umstürzende Bäume. Aus diesem Grund sollten besonders baumreiche Strecken nach Möglichkeit umfahren werden. Ganz wichtig: je älter der Baumbestand, desto größer die Gefahr.
  • Das eigene Fahrzeug und Zusatzteile bedenken: Manche Autos sind gefährdeter als andere. Vor allem hohe Fahrzeuge - also zum Beispiel SUVs, Vans oder Transporter - sind besonders windempfindlich. Auch sehr leichte Fahrzeuge können zum Problem werden. Letzteres betrifft auch Wohnwagen, deren hohe Seitenwand in Verbindung mit niedrigem Gewicht besonders gefährdet sind. Anbauteile wie Dachgepäckboxen können als zusätzlicher Angriffspunkt dienen.
  • Vorausschauender Fahrzeugkauf: einige Hersteller bieten inzwischen sogenannte Seitenwindassistenten an, die bei plötzlich auftretendem Wind von der Seite selbsttätig gegenlenken. Bei einem Neuwagenkauf sollte dieses Extra nach Möglichkeit mitbestellt werden, denn für Zukunft rechnen Meteorologen mit häufigeren Windereignissen.

Durch herabstürzende Äste oder umstürzende Bäume entstehende Schäden werden von der Teilkaskoversicherung beglichen. Da viele Versicherungen aber erst ab einer bestimmten Windstärke einspringen, ist eine Dokumentation der aktuellen Vorfälle wichtig. Nützlich sind dabei Wetterberichte und Meldungen in regionalen Zeitungen. Wer auf einen bereits umgestürzten Baum auffährt, benötigt Vollkasko, damit der Schaden beglichen wird.

Meinung des Autors: Plötzlich auftretender Seitenwind zählt zu den unangenehmeren Erlebnissen auf der Straße. Doch mit dem nötigen Vorwissen und einer entsprechenden Fahrweise lassen sich die Folgen oftmals mindern oder gänzlich verhindern.
 
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