Skoda Octavia Facelift mit Vier-Augen-Gesicht vorgestellt - UPDATE

Diskutiere Skoda Octavia Facelift mit Vier-Augen-Gesicht vorgestellt - UPDATE im Skoda Octavia Forum im Bereich Skoda; 27.10.2016, 10:54 Uhr: Diese Modellpflege dürfte die Skoda-Fans spalten, denn sowohl der Octavia als auch der Octavia Combi werden künftig mit...
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geronimo

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27.10.2016, 10:54 Uhr:
Diese Modellpflege dürfte die Skoda-Fans spalten, denn sowohl der Octavia als auch der Octavia Combi werden künftig mit zweigeteilten Scheinwerfern ausgeliefert werden. Doch egal, ob man diese Optik mag oder nicht: die Entscheidung der Tschechen für dieses Design mutet beim Blick auf die restliche Modellpalette ein wenig seltsam an



Der Octavia ist für Skoda das wichtigste Auto im Sortiment, denn es ist mit Abstand absatzstärkste Modell. Nach vierjähriger Bauzeit der bekommt die 3. Generation eine Überarbeitung spendiert, die vor allem an der Front sofort erkennbar ist. Dort kommen, wie bereits zuvor vermutet wurde, komplett überarbeitete Scheinwerfer zum Einsatz. Diese verfügen künftig über einen Mittelsteg, der das Abblendlicht vom Fernlicht trennt. Auf den ersten Blick sieht das zumindest gewöhnungsbedürftig aus, und dürfte nicht unbedingt den Geschmack aller potenziellen Kunden treffen. Unabhängig davon darf man sich über die Gestaltung schon ein wenig wundern, denn mit diesem neuartigen Design passt die Front des Octavia nicht mehr so recht zu den weiteren Fahrzeugen des Herstellers. Man kann es aber auch anders sehen, denn so unterscheidet sich der Octavia von seinen größeren Brüdern Superb und dem neuen Kodiaq, was ihn natürlich unverwechselbar macht.



Doch nicht nur die Form ändert sich, sondern auch die angebotene Technik. Erstmals ist möglich, Voll-LED-Scheinwerfer zu bestellen, die als Alternative zu den Hologen-Leuchten und den bisher angebotenen Xenon-Strahlern erhältlich sind. Skoda hat bislang aber keine Angaben dazu gemacht, inwieweit die neuen Scheinwerfer über Techniken wie adaptiven Fernlichtassistent, Kurvenlicht und ähnliches verfügen. Am Heck fallen die Änderungen im Vergleich zur bisherigen Version deutlich moderater aus, hier wird man als Laie zweimal hinsehen müssen, um das Facelift zu erkennen.



Überarbeitet wird auch der Innenraum. Das fällt vor allem bei den Infotainmentsystemen auf, denn die vier Versionen Swing und Bolero, Amundsen und Columbus (die letzten beiden mit integriertem Navigationssystem) bekommen kapazitive Displays im Glasdesign, die schon auf leichte Berührung reagieren. Im Top-System ist der Monitor 9,2 Zoll groß, verfügt über einen WLAN-Hotspot und unterstützt gegen Aufpreis sogar den schnellen Datenfunk LTE. Verbesserungen gibt es auch beim Thema Konnektivität, was die Einbindung eines Smartphones erleichtert.



Kräftig aufgerüstet wird bei den Assistenzsystemen. Der sogenannte Frontassist wird um einen vorausschauenden Fußgängerschutz erweitert, zudem kommt eine verbesserte Ausbaustufe des Parklenkassistenten zum Einsatz. Systeme wie Blind Spot Detect und Rear Traffic Alert helfen beim Spurwechsel, und auch eine Rückfahrkamera wird künftig erhältlich sein. Gesteigert wird auch der Komfort, denn erstmals werden eine Lenkradheizung sowie ein personalisierbarer Schlüssel zum Abspeichern individueller Fahrzeugeinstellungen mehrerer Nutzer angeboten. Ähnlich wie beim Yeti gibt es künftig auch Klapptische in den Rückenlehnen der Vordersitze, zudem bekommt der Octavia Combi die vom Superb bekannte herausnehmbare Taschenlampe spendiert.

Der überarbeitete Octavia kann ab Ende dieses Jahres bestellt werden, die Auslieferung der ersten Fahrzeuge erfolgt Anfang 2017. Zur Wahl stehen dann Motoren mit einem Hubraum zwischen 1,0 und 2,0 Litern, die ein Leistungsspektrum von 63 kW / 84 PS bis 135 kW / 184 PS abdecken. Einige der Aggregate können mit einem Direktschaltgetriebe (DSG) und/oder Allradantrieb kombiniert werden. Zu einem späteren Zeitpunkt dürfte es auch ein Facelift des sportlichen Octavia RS geben, der wahrscheinlich wieder als Diesel und Benziner angeboten werden wird. Bei letzterem könnten künftig 230 statt der bisherigen 220 PS der Standard werden. Fahrzeuge mit Hybrid-Technik sind allerdings vorerst wohl nicht zu erwarten.

Update, 04.11.2016, 13:52 Uhr: Skoda hat jetzt weitere Details zum überarbeiteten Octavia mitgeteilt. Als erstes fällt auf, dass die Tschechen ganz unauffällig versuchen, eine Falschmeldung in der ersten Pressemitteilung zum Facelift auszubügeln. In der ursprünglichen Version hieß es zu den neuen Infotainmentsystemen:
Alle vier – Swing und Bolero sowie die Navigationssysteme Amundsen und Columbus – haben jetzt kapazitive Displays im Glasdesign
Diese Angabe wurde in einer aktuelleren Mitteilung zum Nachteil der Kunden umformuliert:
Die Touchdisplays reagieren bereits auf leichte Berührung des Fingers. Bei den Systemen Bolero, Amundsen und Columbus ist das Display in einem neuen hochwertigen Glasdesign ausgeführt.
Das Basisradio Swing wird also ohne die elegante Glasabdeckung ausgeliefert werden, was eine deutliche Abwertung gegenüber den bisherigen Angaben ist. Doch bereits bei diesem Modell ist SmartLink+ an Bord, das unter anderem zu MirrorLink, Apple CarPlay und Android Auto kompatibel ist. Bei den beiden mittleren Radios ist das Display 8 Zoll groß, die Top-Version bekommt den bereits erwähnten Touchscreen mit 9,2 Zoll Diagonale, der mit 1.280 x 640 Pixel auflöst.

Bei weiteren Details gibt es zwar keine Diskrepanzen, aber doch das eine oder andere Fragezeichen. Skoda gibt unter anderem an, dass Fahrzeuge mit "drei personalisierbaren Schlüssel" ausgeliefert werden. Das wäre durchaus eine Überraschung, denn bislang gab es immer nur zwei Schlüssel. Zudem ist fraglich, ob die Schlüssel in allen Ausstattungslinien gleichermaßen mitgeliefert werden. Sollte das der Fall sein, werden aber die Nutzer der Basisversion auf viele Möglichkeiten verzichten müssen. Denn immerhin können die neuen Datenschlüssel zahlreiche Einstellungen speichern, darunter die Fahrprofilauswahl, die Assistenzsysteme, das Innen- und Außenlicht, die Climatronic, die Infotainmentsysteme sowie die elektrisch einstellbaren Sitze.

Neu ist auch die Ambientebeleuchtung, die in den Ausstattungslinien Style und Laurin & Klement in die Dekorleisten der Türen eingebaut ist, und 10 verschiedene Farben bietet. Und natürlich bekommen alle Versionen des Octavia neue Bezugsmuster bei den Sitzen, die zumindest optisch für eine Aufwertung sorgen sollen. Ab wann und zu welchem Preis das alles zu bekommen ist, hat Skoda bislang allerdings noch nicht mitgeteilt. Und über den Erfolg der optischen Umgestaltung kann nur spekuliert werden, denn die Kritik am Vier-Augen-Gesicht ist gewaltig.

Meinung des Autors: Bei der E-Klasse hat Mercedes ziemlich schnell festgestellt, dass ein eckiges Vier-Augen-Gesicht nicht unbedingt den Geschmack der breiten Masse trifft. Dessen ungeachtet kommt jetzt der Skoda Octavia Facelift mit einem ähnlichen Design. Immerhin vermeidet man dadurch, dass die Autos der Marke im Rückspiegel so verwechselbar werden wie bei Audi und BMW. Aber ganz ehrlich, gefällt euch das?
 
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