Skoda: alternative Antriebe lassen auf sich warten - erste Studie im April - UPDATE II

Diskutiere Skoda: alternative Antriebe lassen auf sich warten - erste Studie im April - UPDATE II im Skoda Allgemein Forum im Bereich Skoda; 21.03.2017, 17:22 Uhr: Spätestens seit dem als Dieselgate bekannt gewordenen Abgas-Skandal bei Volkswagen ist klar, dass reine...
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geronimo

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21.03.2017, 17:22 Uhr:
Spätestens seit dem als Dieselgate bekannt gewordenen Abgas-Skandal bei Volkswagen ist klar, dass reine Verbrenner-Fahrzeuge nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Das sieht man auch beim tschechischen Tochterunternehmen Skoda so, doch bis zur Premiere des ersten Hybrids oder gar einem eigenen Elektrofahrzeug wird noch reichlich Zeit vergehen. Einen Vorgeschmack auf die Zukunft soll es aber bereits im kommenden Monat geben



Im Volkswagen-Konzern hat man das Thema alternative Antriebe bislang ziemlich vernachlässigt. Man kann zwar Modelle wie den e-up! oder Golf GTE beziehungsweise Passat GTE (die wir allesamt bereits getestet haben, dafür bitte die Links anklicken) sowie einige wenige Audi-Modelle anbieten, doch wirklich überzeugen konnten die Autos nicht. Vor allem dann nicht, wenn man sie mit den teilweise neueren und moderneren Mitbewerbern wie BMW i3, Renault Zoe oder gar dem Tesla Model S vergleicht.

Noch düsterer sieht es bei Skoda aus, wo man bislang den Schwerpunkt auf den Gasbetrieb gelegt hat. Bei der Tochtermarke sucht man bislang vergeblich nach entsprechenden Modellen, was sich in naher Zukunft auch nicht ändert. Laut Entwicklungschef Christian Strube soll der Superb als Plug-in-Hybrid erst im Jahr 2019 auf den Markt kommen - das sind ab jetzt zwischen zwei und zweieinhalb Jahre. Ein eigenes Elektrofahrzeug auf Basis des Modularen Elektrobaukastens (MEB) wird sogar erst 2020 oder gar 2021 auf den Markt kommen. Dieses könnte dann ein SUV sein.

Wie das Fahrzeug aussehen könnte, soll schon im April geklärt werden. Dann zeigt Skoda ein erstes Konzeptfahrzeug auf der Shanghai Motor Show in China. Zur endgültigen Gestaltung machte Strube noch keine konkreten Angaben. Doch die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass es sich um einen Geländewagen handeln wird, der möglicherweise auf dem von uns kürzlich getesteten Siebensitzer Kodiaq aufbaut. Dem Entwicklungsleiter ließ sich bislang nur entlocken, dass das Elektroauto "vollgepackt mit Technologie und wirklich emotional" werden wird. Und eben, dass es bis zur tatsächlichen Vorstellung noch ziemlich lang dauern wird.

Update, 27.03.2017, 13:25 Uhr: Inzwischen hat Skoda eine erste Vorschau auf die Studie geboten, die in Kürze in China zu sehen sein wird. Allerdings wird bei der entsprechenden Ankündigung mit keinem Wort erwähnt, dass es sich um ein Elektrofahrzeug handeln wird. Vielmehr steht ein Ausblick auf das kommende Design der Marke im Fokus, das Skoda mit "einer konsequenten Weiterentwicklung seiner Formensprache" umschreibt. Wie bisher auch schon, doch künftig noch verstärkt, steht die tschechische Glaskristallkunst Pate bei der Formensprache. In der Marketingsprache wird das als "kristalline Dreidimensionalität" bezeichnet.



Das jetzt veröffentlichte Bild lässt das zumindest in Teilen erkennen. Ansonsten bleibt vieles tatsächlich im Dunkeln, erkennbar sind im Prinzip lediglich ein vergleichsweise schmales Fensterband sowie eine recht früh abfallende Dachlinie. Mehr wird man dann "in wenigen Wochen" erfahren, wenn die fertige Konzeptstudie veröffentlicht wird. Dann wird es sicher auch Aussagen zur Technik und vielleicht auch einen etwas konkreteren Zeitplan geben.

Update, 29.03.2017, 16:17 Uhr: Die Studie hat jetzt einen Namen, nämlich Vision E. Sie folgt damit auf die Konzeptfahrzeuge VisionC und VisionS, die die aktuellen Modelle Superb und Kodiaq vorweggenommen haben. Beim Vision E (mit Leerzeichen) kommen zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 225 kW zum Einsatz, die Allradantrieb ermöglichen. Mit einer Akkuladung sollen bis zu 500 km Reichweite möglich sein.



Neben dem Elektroantrieb steht das Thema selbsttätiges Fahren im Fokus. In der Studie sind zahlreiche Sensoren und Messgeräte verbaut, dank denen die Voraussetzungen für Level 3 des autonomen Fahrens geschaffen sind. Der Vision E kann daher nicht nur im Staus selbsttätig fahren, wie es bereits der von uns getestete Kodiaq teilweise beherrscht, sondern auch Strecken auf Autobahnen zurücklegen, die Spur halten oder ausweichen, Überholvorgänge durchführen, selbständig freie Parkplätze suchen und alleine ein- und ausparken. In vielen Situationen kann sich der Fahrer denn mehr oder weniger entspannt zurücklehnen und als Beobachter fungieren.



Bis es soweit ist, wird aber noch viel Wasser die Jizera hinabfließen, die durch Mladá Boleslav fließt, wo Skoda seine Zentrale hat. Zusammen mit den ersten Daten zur 4,65 m langen und 1,55 m hohen Studie des elektrischen SUV Coupé hat Skoda nämlich auch einen konkreten Zeitplan genannt, der auch einige der zuvor gemachten Angaben bestätigt. 2019 witd der Superb mit Plug-in-Hybrid auf den Markt kommen, im Jahr 2020 folgt das erste reine Elektrofahrzeug. Ob es sich dabei aber tatsächlich um eine Auto auf Basis der aktuellen Studie handelt, bleibt abzuwarten. Doch später wird es dieses Modell sicherlich geben, denn bis zum Jahr 2025 sollen fünf rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge im Angebot der Tschechen sein.
(Mit Material von: autocar)​


Meinung des Autors: Gut Ding will Weile haben. Doch wenn man es realistisch betrachtet, lässt man sich bei Volkswagen eindeutig zu viel Zeit, das Thema alternative Antriebe überzeugend umzusetzen. Darunter leidet auch die Tochter Skoda, bei der es noch ziemlich lange bis zum ersten eigenen Plug-in-Hybrid dauert. Und ein Elektroauto kommt sogar noch (viel) später. Schwache Leistung, oder?
 
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