Sean Edwards: Sieger der 24 Stunden vom Nürburgring stirbt als Beifahrer bei Testfahrt - UPDATE

Diskutiere Sean Edwards: Sieger der 24 Stunden vom Nürburgring stirbt als Beifahrer bei Testfahrt - UPDATE im Aktuelles Forum im Bereich AutoExtrem; 15.10.2013, 15:49 Uhr: Der britische Rennfahrer Sean Edwards war als erfolgreicher Motorsportler bekannt. Besonders in dieser Saison konnte er...
G

geronimo

Threadstarter
Dabei seit
27.11.2012
Beiträge
2.261
15.10.2013, 15:49 Uhr:
Der britische Rennfahrer Sean Edwards war als erfolgreicher Motorsportler bekannt. Besonders in dieser Saison konnte er zahlreiche Erfolge einfahren, schon am nächsten Wochenende hätte er einen weiteren Titel erringen können. Jetzt ist der Sohn eines bekannten Piloten im Alter von 26 Jahren unter tragischen Umständen tödlich verunglückt



Edwards war auf dem Queensland Raceway in Australien als Beifahrer in einem Porsche 996 unterwegs, als der 20-jährige Fahrer von der Strecke abkam und das Fahrzeug in einen Reifenstapel krachte. Offenbar nahm der Fahrer an einem Lehrgang teil, denn Porsche teilte mit, dass Edwards als Instruktor im Fahrzeug saß. Der britische Rennfahrer soll bereits beim Aufprall auf den Reifenstapel seinen Verletzungen erlegen sein. Nach dem Unfall ging der Wagen in Flammen auf, es dauerte drei Stunden, ehe der schwer verletzte Unfallfahrer geborgen werden konnte. Der Fahrer wurde auf die Intensivstation nach Brisbane geflogen, wo er wegen seiner schweren Verbrennungen behandelt wird.

Sean Edwards betrieb Motorsport, seitdem er 12 Jahre alt war. Zuerst im Kart, später im Formelsport, wo er allerdings nur mäßig erfolgreich war. Nach seinem Wechsel auf geschlossene Fahrzeuge im Jahr 2005 lief es deutlich besser für den Briten, denn bereits in seiner zweiten Saison auf solchen Fahrzeugen konnte er in der damals neuen FIA-GT3-Europameisterschaft den Titel erringen. In den Folgejahren war er in etlichen verschiedenen Rennserien unterwegs und konnte dabei auch gelegentlich Erfolge feiern. So richtig kam seine Karriere aber in diesem Jahr ins Rollen, als er auf einem Mercedes SLS GT3 das legendäre 24-Stunden-Rennen am Nürburgring gewinnen konnte. Auch bei den 24 Stunden von Dubai fuhr das Team von Edwards als erstes über die Ziellinie. Im Porsche Supercup wird er zwei Rennen vor Saisonende mit 18 Punkten als Erster geführt, im Vorfeld des Formel-1-Rennens in Abu Dhabi am 03. November 2013 hätte er den Titel erringen können. Aktuell kann Edwards im Kino gesehen werden, denn im Film "Rush", der den Zweikampf der Rennsport-Legenden Niki Lauda und James Hunt zeigt, hatte er eine Nebenrolle als sein Vater Guy Edwards. Dieser war 1976 einer der Ersthelfer nach Laudas tragischem Unfall am Nürburgring.

Update, 03.11.2013, 13:55 Uhr: Sean Edwards wurde in den letzten beiden Rennen des Porsche Supercup, die gestern und heute in Abu Dhabi stattfanden, von seinem Verfolger Nicki Thiim aus Dänemark in der Meisterschaft überholt. Mit zwei Siegen an diesem Wochenende holte Thiim die maximal möglichen 40 Punkte und konnte somit die komplette Serie für sich entscheiden. Am Ende hatte er mit 140 Punkten 22 Punkte Vorsprung auf den verstorbenen Edwards. Dieser wurde postum Vize-Meister. Das Preisgeld für die Meisterschaft will Thiim in eine Stiftung einbringen, die an den in Australien tödlich verunglückten Rennfahrer erinnern soll.

Nach dem Tod errungene Titel sind im Motorsport sehr selten. Im Jahre 1956 wurde der Motorradrennfahrer Hans Baltisberger nach seinem Tod als Deutscher Meister geehrt. Der Kerpener Rennfahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips wurde in Jahr 1961 Vize-Weltmeister in der Formel 1, nachdem er einige Wochen zuvor verstorben war. Der wohl bekannteste Fall dürfte jedoch Jochen Rindt sein. Der Deutsche, der mit österreichischer Lizenz angetreten ist, verunglückte 1970 auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Monza, konnte aber von seinen Konkurrenten in der Meisterschaft nicht mehr eingeholt werden. Er ist der bislang einzige Formel-1-Weltmeister, der postum mit dem Titel ausgezeichnet werden musste.
Bildquelle: auto, motor und sport​
 
Thema:

Sean Edwards: Sieger der 24 Stunden vom Nürburgring stirbt als Beifahrer bei Testfahrt - UPDATE

Sean Edwards: Sieger der 24 Stunden vom Nürburgring stirbt als Beifahrer bei Testfahrt - UPDATE - Ähnliche Themen

  • Winterreifen für die Kompaktklasse im Test: Continental erneut Sieger - Goodyear und Nokian knapp dahinter

    Winterreifen für die Kompaktklasse im Test: Continental erneut Sieger - Goodyear und Nokian knapp dahinter: Der Winter steht vor der Tür, doch viele Autofahrer haben sich noch nicht entschieden, welche Winterreifen sie auf ihre Autos montieren sollen...
  • Sommerreifen der Dimension 225/50 R17 im Test - Continental sichert sich den Sieg

    Sommerreifen der Dimension 225/50 R17 im Test - Continental sichert sich den Sieg: Von O bis O, also von Ostern bis Oktober sollten die Winterreifen gefahren werden. Der milde Winter neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu...
  • Rush - Alles für den Sieg: Review der Blu Ray des Films über Niki Lauda und James Hunt - UPDATE

    Rush - Alles für den Sieg: Review der Blu Ray des Films über Niki Lauda und James Hunt - UPDATE: 15.03.2014, 12:27 Uhr: Der Kampf zwischen Niki Lauda und James Hunt um den Weltmeistertitel in der Formel 1 zählt zu den großen Duellen des...
  • Das Goldene Lenkrad der AutoBild: Gewinner stehen fest - vier deutsche Autos unter den Siegern

    Das Goldene Lenkrad der AutoBild: Gewinner stehen fest - vier deutsche Autos unter den Siegern: Neben dem "Auto des Jahres" gehört "Das Goldene Lenkrad" sicherlich zu den begehrtesten europäischen Auszeichnungen im Automobilsektor, auch wenn...
  • DTM Saisonfinale: Rockenfeller Meister, Ex-Formel 1 Fahrer Glock mit erstem Sieg

    DTM Saisonfinale: Rockenfeller Meister, Ex-Formel 1 Fahrer Glock mit erstem Sieg: Bereits vor dem letzten Rennen stand der für Audi startende Mike Rockenfeller als Meister fest, heute hatte er aber einen schwarzen Tag und kam...
  • Ähnliche Themen

    Top