Schmerzensgeld bei unverschuldeten Verkehrsunfall

Diskutiere Schmerzensgeld bei unverschuldeten Verkehrsunfall im Verkehrsrechtmagazin Forum im Bereich AutoExtrem; Hallo, ein Freund von mir wurde neulich auf dem Fahrrad von einem Auto angefahren. Die Fahrerin ist komplett schuldig, da sie die Vorfahrt...
  • Schmerzensgeld bei unverschuldeten Verkehrsunfall Beitrag #1
andybreuhan

andybreuhan

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Hallo,

ein Freund von mir wurde neulich auf dem Fahrrad von einem Auto angefahren. Die Fahrerin ist komplett schuldig, da sie die Vorfahrt misachtet hat. Bei ihm wurde ein Innenbandriss, sowie verdacht auf Kreuzbandriss und ein Schaden am Meniskus festgestellt. Er ist nun für knapp 12Wochen an Krücken gebunden und hat ziemliche Schmerzen.

Weiß jemand von euch wieviel Schmerzensgeld man dafür bekommt und wie man am besten dabei vorgeht, Anwalt einschalten oder nicht?
 
  • Schmerzensgeld bei unverschuldeten Verkehrsunfall Beitrag #2
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streets

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Anwalt einschalten, die Krankenversicherung von ihm wird sich auch nochmal bei ihm melden und wird die Daten der Frau haben wollen. Da die sich die Krankenhauskosten und Rehakosten von der Versicherung wieder holen. Wieviel es da gibt kann man leider nicht pauschal sagen. Hängt immer davon ab wie gut der Anwalt ist und in aller Regel wirds auch vor gericht gehen weil die Versicherungen am liebsten gar nix zahlen wollen.

schau mal hier das sieht ganz gut aus http://www.ra-cunningham.de/rechtsanwalt-verkehrsunfall-nuernberg/schmerzensgeld.htm
 
  • Schmerzensgeld bei unverschuldeten Verkehrsunfall Beitrag #3
andybreuhan

andybreuhan

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Weißt du wie das mit Prozesskostenhilfe oder den Kosten vom Anwalt ist, weil er hat keine Rechtsschutzversicherung. Er ist 18 Jahre alt und wohnt noch zuhause.
 
  • Schmerzensgeld bei unverschuldeten Verkehrsunfall Beitrag #4
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streets

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wenn er keine Schuld hat brauch er sich doch keinen Kopf machen! das zahlt doch dann die gegnerische Versicherung.
 
  • Schmerzensgeld bei unverschuldeten Verkehrsunfall Beitrag #5
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Dickie

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streets schrieb:
wenn er keine Schuld hat brauch er sich doch keinen Kopf machen! das zahlt doch dann die gegnerische Versicherung.
Das ist nicht richtig, kann sogar komplet in die Hose gehen.

Ausschließlich eine Verurteilung zu 100 Prozent lässt die Kosten auch zu 100 Prozent beim Schuldigen.

Kommt es zu keinem Richterspruch, zB. weil man sich vorher einigt (Vergleich), dann gibt es auch keine Kostenentscheidung, somit zahlt jeder seine Kosten selber. Man muss immer aufpassen, dass bei einem Vergleich auch die eigenen Prozesskosten mit drin sind, ansonsten eigene Tasche.

Kommt es zu einem Gerichtsurteil und das Urteil ist geringer als die ursprüngliche Forderung, zB. weil man mehr haben wollte, als in der Tabelle drinsteht, dann bekommt auch nur diesen Anteil von seinen Kosten von der "anderen Seite" bezahlt und Achtung:
Man muss ebenfalls einen Anteil des anderen Anwaltes bezahlen, weil man ja zwar teilweise gewonnen aber auch teilweise verloren hat.

Als Beispiel:
Bekommt man selber 80% der Schmerzensgeldsumme oder ursprünglich gefordertem Schadensersatz zugesprochen, dann hat man zu 80% "gewonnen" und zu 20% "verloren".
Man bekommt auch nur 80% seiner Anwaltskosten von der anderen Seite bezahlt und muss 20% selber tragen. Allerdings hat die andere Seite ebenfalls "gewonnen", nämlich zu 20%, somit muss man 20% der Anwaltskosten der anderen Seite bzahlen.
Ebenfalls gilt diese Aufteilung für die Gerichtskosten, da muss man auch 20% selber zahlen.

Prozesskostenhilfe kann jeder bekommen, ist einkommens- und verfahrensabhängig und man muss einen schriftlichen Antrag bei Gericht stellen. Entweder bekommt man komplett alles bezahlt oder nur einen prozentualen Anteil oder es wird vorab komplett vorfinanziert und man muss dann die kompletten oder anteiligen Kosten dann per Ratenzahlung (zinsfrei) abstottern.

Bei jedem Gericht gibt es eine Rechtshilfestelle, da kann man sich vorher kostenlos beraten lassen, nicht zum eigenen Prozess, sondern zur Prozesskostenhilfe.
 
  • Schmerzensgeld bei unverschuldeten Verkehrsunfall Beitrag #6
andybreuhan

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Hey Dicki danke für deine Hilfe!

Weißt du auch ob man einen Anwalt jederzeit einschalten kann, z.b. erst dann wenn die versicherung zu wenig zahlen will.
 
  • Schmerzensgeld bei unverschuldeten Verkehrsunfall Beitrag #7
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streets

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Dickie, das man nen risiko eingeht wenn die ansprüche zu hoch sind. ist ja klar das dann nen risiko besteht das man die Gerichtskosten dann anteilig selber zahlen muss. Deswegen sag ich ja nen beratungsschein beim anwalt kriegt man bei entsprechender mittellosigkeit für 10 euro beim Amtsgericht. Außerdem hab ich auf den links verwiesen da steht das im großen und ganzen eigentlich auch drin.
@andy meiner meinung nach kann man einen anwalt zu jedem zeitpunkt der Schmerzensgeld regulierung einschalten. Jedoch kann man eventuell etwas falsch machen in dem man sich vielleicht leicht zögerlich über den unfallhergang äußert sodass die versicherung auf die idee kommt hier vielleicht doch ne fahrläßigkeit zu unterstellen.
 
  • Schmerzensgeld bei unverschuldeten Verkehrsunfall Beitrag #8
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Dickie

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andybreuhan schrieb:
Weißt du auch ob man einen Anwalt jederzeit einschalten kann, z.b. erst dann wenn die versicherung zu wenig zahlen will.
Solange etwas "in Schwebe" ist, kann man jederzeit einen Anwalt beauftragen, also bei einem Strafverfahren bis zur Rechtskraft eines Urteils oder in einer Zivilgeschichte bis zum Termin der Verjährung.

Man hat nicht nur ein Risiko der eigenen Kosten, wenn die Ansprüche überhöht sind und man dann im Urteil "nur" die Hälfte bekommt, sondern eben auch oftmals bei einem Vergleich, wo dann díe Gegenseite einen Vorschlag sogar noch vor dem Richter macht, der Richter der Meinung ist, dass dieser Vorschlag "überlegenswert" sein und beide Parteien noch mal zur Beratung vor die Tür schickt.

Einigt sich man nun auf diesen Vorschlag, dann gibt es kein Urteil das der Richter spricht und somit keine eindeutige Kostenzuweisung, jeder zahlt seinen Anteil selber und die Gerichtskosten werden 50/50 geteilt, man bekommt sogar noch die Hälfte der Gerichtskosten reingelümmelt.

Daher bei einem Vergleich immer darauf achten, dass man nicht nur die Schadens- oder Schmerzensgeldsumme bekommt, sondern die Gegenseite auch immer die vollen Gebühren schlucken muss und das muss in der Vergleich (=Vertrag) mit rein. Stehen sie nicht drin, dann zahlt man das selber, selbst wenn die Gegenseite die Schmerzensgeld-Ansprüche in voller Höhe anerkennt.
 
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Schmerzensgeld bei unverschuldeten Verkehrsunfall

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