Saab: weitere 20.000 Elektrofahrzeuge bestellt - Name weiter unklar

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geronimo

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Die Überreste des schwedischen Autoherstellers Saab gehören seit einiger Zeit einem chinesischen Konsortium, das mit Dongfeng inzwischen einen starken Partner an der Seite hat. Ab dem kommenden Jahr will das Unternehmen Elektrofahrzeuge anbieten, die unter anderem auf einem modifizierten Saab 9-3 basieren und die auch in Schweden gebaut werden sollen. Jetzt ist eine zweite Großbestellung eingegangen, doch unter welchem Namen diese Fahrzeuge ausgeliefert werden, ist weiterhin unklar



Die Autosparte von Saab hat in seiner jüngeren Vergangenheit mehrere Besitzerwechsel und auch mehrere Insolvenzen mitgemacht. Aktuell gehören die Rechte sowie die Produktionsanlagen in Trollhättan dem Konsortium New Electric Vehicles Sweden (NEVS), das dem seit letztem Jahr den chinesischen Autobauer Dongfeng als Partner hat. Zusammen wollen beide Unternehmen künftig Elektrofahrzeuge produzieren. Neben dem gründlich überarbeiteten Saab 9-3 EV, der bereits im Sommer 2014 vorgestellt wurde, sind auch vier komplett neu entwickelte Modelle auf Basis der Phoenix-Plattform geplant.

Nach der Präsentation der Pläne im Dezember letzten Jahres konnte das neue Unternehmen einen ersten großen Erfolg verbuchen: die chinesische Leasingfirma Panda New Energy Ltd. hat im Rahmen einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit insgesamt 150.000 neue Fahrzeuge bestellt. Das Auftragsvolumen dafür liegt bei umgerechnet rund 11 Milliarden Euro. Jetzt konnte ein weiter Großauftrag an Land gezogen werden, denn der Luft- und Raumfahrt-Dienstleister Huateng, der außerhalb von China als Volinco firmiert, hat insgesamt 20.000 Fahrzeuge geordert. Die Bestellung hat einen Gesamtwert von umgerechnet 850 Millionen Euro. Insgesamt liegen damit mehr Bestellungen für die neuen Elektrofahrzeuge vor, als Tesla bislang von seinem Elektrofahrzeug Model S produziert hat. Der Haken: die Produktion der schwedisch-chinesischen Fahrzeuge beginnt erst im ersten Halbjahr 2017, richtig losgehen wird es aber erst im Jahr 2018.

Ein weiteres Problem ist, dass weiterhin unklar ist, ob für die neuen Autos der Traditionsname Saab zum Einsatz kommen wird. Dessen künftige Verwendung hatte der Rechteinhaber Saab AB im Rahmen einer Insolvenz von NEVS untersagt. Inwieweit die beiden Unternehmen noch über eine weitere Nutzung verhandeln ist derzeit nicht ganz klar. Doch laut aktuellen Aussagen soll die Meinung bei Saab AB dahingehend festliegen, dass die Marke künftig nur noch als Rüstungs- und Technologiekonzern wahrgenommen werden soll, nicht jedoch als (unabhängiger) Autobauer. Dementsprechend soll der NEVS-Vorsitzende Kai Johan Jiang auch eine international agierende Marketingagentur beauftragt haben, nach einen neuen Markennamen zu suchen. Doch ganz vom Tisch scheint das Thema nicht zu sein, denn nach wie vor gibt es zumindest eine kleine Hoffnung, dass der Name Saab auch künftig auf Neuwagen zu finden sein wird.
(Mit Material von: Saabblog / Saabsunited)​


Meinung des Autors: Die schwedische Autohersteller Saab ist einfach nicht tot zu kriegen, und mittlerweile hat man mit Dongfeng aus China einen starken Miteigentümer. Für die geplanten Elektrofahrzeuge liegen inzwischen zwei Großaufträge vor, deren Gesamtvolumen durchaus beachtlich ist. Dass diese aber den traditionsreichen Namen tragen werden, ist aktuell unwahrscheinlicher denn je.
 
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