Rußpartikelfilter: Bund fördert Nachrüstung in 2015 mit 30 Millionen Euro - schnell sein könnte sich lohnen

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geronimo

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Nach wie vor fahren auf Deutschlands Straßen viele ältere Dieselfahrzeuge, die ohne jegliche Reinigung der Abgase unterwegs sind. Die Besitzern dieser Autos wird jetzt erneut die Nachrüstung eines Dieselpartikelilters (DPF) bezuschusst. Die Zahl der Förderungen ist allerdings strikt begrenzt



Fahrzeuge ohne DPF sind schlecht für die Umwelt. Doch neben des erhöhten Schadstoffausstoßes haben die Nutzer der Fahrzeuge mit handfesten Nachteilen zu kämpfen, denn vielerorts dürfen die Fahrzeuge in den sogenannten Umweltzonen wegen nicht erhältlicher Umweltplakette (auch Feinstaubplakette genannt) nicht genutzt werden. Abhilfe kann da ein Partikelfilter schaffen, der zum einen die Umweltbelastung reduziert und zum anderen oftmals dafür sorgt, dass wieder freie Fahrt möglich ist. Die Kosten für die Nachrüstung dieser Systeme sind aber nicht unerheblich, weswegen viele Besitzer solcher Fahrzeuge davor zurückschrecken. Um die finanzielle Hemmschwelle deutlich zu senken, gibt es seit dem 1. Januar zum zweiten Mal nach 2012 einen Fördertopf für Diesel-Besitzer.

Dieser ist mit 30 Millionen Euro auf den ersten Blick prall gefüllt. Bei genauerer Betrachtung relativiert sich der Betrag allerdings, denn bei einem Förderbetrag von 260 Euro pro Nachrüstung reichen die Mittel nur für 115.000 Fahrzeuge. Dabei dürfte die Nachfrage in diesem Jahr möglicherweise höher sein, als dies vor drei Jahren der Fall gewesen ist, denn viele Städte und Regionen haben seitdem neue Zonen eingerichtet und/oder die Mindestvoraussetzungen zur Einfahrt in Umweltzonen verschärft. So dürfen beispielsweise in vielen Städten Nordrhein-Westfalens nur Fahrzeuge in die - durchaus umstrittenen - Zonen einfahren, die eine grüne Plakette haben. Erschwert wird die Situation dadurch, dass sich die Autofahrer bei der Inanspruchnahme auf ein kleines Glücksspiel einlassen müssen, denn das für die Förderung zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hat folgende Spielregel festgelegt: "Erst nachrüsten, dann den Antrag stellen". Wenn zwischen Nachrüstung und Antragstellung also die Fördergelder ausgehen, schauen die Autofahrer in die Röhre, weswegen interessierte Fahrzeugbesitzer ihre Entscheidung zum Umbau nicht auf die lange Bank schieben sollten. Bekanntlich fängt nur der frühe Vogel den Wurm.

Die Fördermittel können nach der Umrüstung für folgende Fahrzeuge beantragt werden:

  • Pkw mit Dieselmotor, die bis einschließlich 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen wurden,
  • Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis zu 3,5 Tonnen mit Dieselmotor und und einer besonderen Zweckbestimmungen (Wohnmobile, Krankenwagen, Bestattungswagen und rollstuhlgerechte Fahrzeuge), die bis einschließlich 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen wurden und
  • Leichte Nutzfahrzeuge mit Dieselmotor mit einer zulässigen Gesamtmasse bis zu 3,5 Tonnen, die bis einschließlich 16. Dezember 2009 erstmals zugelassen wurden.

Die Umrüstung muss bis zum 31. Dezember 2015 abgeschlossen sein, Anträge können vom 1. Februar 2015 bis zum 15. Februar 2016 eingereicht werden. Und wie bei Behörden üblich, gibt es noch weitere Regelungen zu beachten, die sich auf der Homepage der Bafa nachlesen lassen.

Einen Ratgeber zu den Reinigungsmöglichkeiten der Rußpartikelfilter haben wir bereits veröffentlicht.
Bildquelle: HJS​
 
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