Rückruf: Chrysler und VW müssen eine Million Fahrzeuge nachbessern - UPDATE

Diskutiere Rückruf: Chrysler und VW müssen eine Million Fahrzeuge nachbessern - UPDATE im Aktuelles Forum im Bereich AutoExtrem; 17.10.2014, 13:22 Uhr: Im laufenden Jahr wurden weltweit bereits weit über 40 Millionen Fahrzeuge wegen diverser Defekte zurückgerufen, über 30...
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geronimo

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17.10.2014, 13:22 Uhr:
Im laufenden Jahr wurden weltweit bereits weit über 40 Millionen Fahrzeuge wegen diverser Defekte zurückgerufen, über 30 Millionen davon gehen auf das Konto von General Motors (GM). Doch auch andere Hersteller wie BMW, Honda, Hyundai, Mitsubishi oder Toyota mussten Fahrzeuge im sechs- oder gar siebenstelligen Bereich nachbessern. Bei zwei neuen Rückrufaktionen trifft es zum wiederholten Mal Chrysler und VW



Ein Großteil der über 30 Millionen Rückrufe bei GM gehen auf das Konto defekter Zündschlösser, die sogar etliche Todesfälle zur Folge hatten. Wegen ähnlicher Probleme, nach derzeitigem Stand aber mit glimpflicherem Ausgang, musste auch der Konkurrent Chrysler im Juli und erst kürzlich mehrere hunderttausend Fahrzeuge zur Nachbesserung einbestellen.

Jetzt muss Chrysler erneut einen Rückruf starten, der Grund liegt dieses Mal in einer unerwünschten Entladung der Batterie. Durch diesen Defekt können Teile der Steuersysteme ausfallen, weswegen erhöhter Aufwand beim Lenken, geringere Wirkung der Bremsen, ein Abschalten des Stabiltätsprogramms und im schlimmsten Fall ein Feuer in der Lichtmaschine drohen. Betroffen sind insgesamt fast 470.000 Fahrzeuge der Baureihen Chrysler 300 und Dodge Charger sedan, Dodge Challenger Coupé und Dodge Durango SUV (Modelljahre 2011 - 2014) sowie der Jeep Grand Cherokee (Modelljahre 2012 - 2014). Rund 17.000 Fahrzeuge wurden außerhalb von Nordamerika ausgeliefert, einige davon könnten auch hierzulande unterwegs sein.



Auch bei VW kann man Lied von Rückrufaktionen singen. In diesem Jahr liegt die Zahl zwar noch unter einer Million, darunter alleine 650.000 Caddy mit defekter Heckklappe, doch im vergangenen Jahr wurden alleine bei einem gemeinsamen Rückruf 2,6 Millionen Fahrzeuge aller Marken einbestellt. Auch jetzt ist wieder eine große Zahl betroffen, allerdings beim chinesischen Partner FAW. Insgesamt 563.605 Modelle vom Typ Sagitar müssen wegen Problemen an den Achsen nachgebessert werden. Aus deutscher Sicht bedenklicher ist aber der zweite Teil der aktuellen Aktion, denn wegen ähnlicher Probleme müssen 17.485 importierte Beetle überarbeitet werden. Dieser Defekt könnte unter Umständen auch bei in Europa und den USA verkauften Fahrzeugen auftreten, weswegen möglicherweise eine größere internationale Rückrufaktion folgt. Dazu hat sich VW laut Aussagen der Branchenzeitung Automobilwoche bislang aber nicht geäußert.

Update, 19.10.2014. 10:40 Uhr: Wie wir bereits vermutet haben, war der Rückruf beim Beetle der Auftakt zu einer umfangreichen Aktion. Wie inzwischen bekannt geworden ist, müssen wegen möglicher Defekte an den Achsen über 500.000 Fahrzeuge der Modellreihen Beetle (Modelljahre 2012 und 2013) sowie Jetta (Modelljahre 2011 bis 2013) nachgebessert werden. Der Rückruf gilt für 442.265 Autos in den USA, 126.000 Einheiten in Kanada und 15.500 Fahrzeuge in Deutschland. Ob weitere Rückrufe in weiteren Märkten notwendig werden, wollte VW auf Anfrage nicht sagen.

Die Probleme am sogenannten Koppellenker der Achse sollen nur bei Vorschäden auftreten, beispielsweise bei einem Heckschaden. Im Rahmen des Rückrufs wird an der betroffenen Stelle ein zusätzliches Blech verbaut, das bei vorhandenen Defekten laute Klappergeräusche von sich gibt.
 
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