Rettungsgasse bei Stau auf mehrspurigen Straßen vorgeschrieben

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geronimo

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In den kommenden Wochen sorgen diverse lange Wochenenden und die anstehenden Ferien mit Sicherheit für Staus, die den Rettungskräften bei Unfällen das Leben schwer machen. Dabei gibt es schon seit über 30 Jahren eine Verpflichtung, bei Staus eine sogenannte Rettungsgasse zu bilden. Aus aktuellem Anlass weisen wir noch einmal darauf hin, wie wichtig die Mithilfe aller Autofahrer ist, um Verunfallte schnell versorgen zu können - wovon auch Räumfahrzeuge profitieren, die so die Straßen schneller wieder befahrbar machen.

31.07.2013, 16:05 Uhr:
Bei Unfällen zählt jede Sekunde. Je länger die Rettungskräfte zum Unfallort brauchen, umso geringer sind die Überlebenschancen von lebensgefährlich verletzten Opfern. Daher hat der Gesetzgeber bereits seit über 30 Jahren die sogenannte Rettungsgasse vorgeschrieben


Bereits seit 1982 ist es laut § 11 Abs. 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Deutschland vorgeschrieben, bei Staus auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung eine Rettungsgasse zu bilden. Bei zweispurigen Straßen muss diese zwischen den beiden Fahrzeugreihen entstehen, bei dreispurigen Straßen muss die Gasse zwischen der linken und der mittleren Spur gebildet werden. Der Standstreifen ist als Rettungsgasse nicht ausreichend, da dieser oftmals nicht durchgehend ausgebaut ist. Zudem können dort liegen gebliebene Pannenfahrzeuge die Durchfahrt blockieren. Dieser Fall ist gar nicht so unwahrscheinlich, denn gerade im Stau bei hochsommerlichen Temperaturen fallen Fahrzeuge mit Überhitzungen aus, da der kühlende Fahrtwind fehlt.


Viele Autofahrer halten sich jedoch nicht an die Vorschriften zur Bildung der Rettungsgasse, im Internet sind zahllose Videos von Fahrern von Rettungsfahrzeugen zu finden, die dies dokumentiert haben (siehe oben). Dabei kann bei Zuwiderhandlung ein Verwarngeld in Höhe von 20 Euro erhoben werden. Sofern die Behinderung so schwerwiegend ist, dass die Rettungskräfte dadurch deutlich zu spät zum Einsatzort kommen, können sogar strafrechtliche Folgen drohen.

In Österreich ist die Bildung der Rettungsgasse erst seit dem 1. Januar 2012 vorgeschrieben. Dort gab es teilweise heftige Kritik, auch der Rettungskräfte. Es wurde bemängelt, dass durch die neue Verordnung der Standstreifen nicht mehr befahren werden kann, da dieser von Fahrzeugen blockiert wird, die die Rettungsgasse bilden. Ein Großteil der Kritik ist aber nur entstanden, weil da etwas ungewohntes und neues eingeführt wurde. Inzwischen ist die Zahl der Kritiker aber deutlich kleiner geworden, auch weil sich die Situation im Stau dank diverser "Aufklärungsvideos" deutlich verbessert hat. Eines davon ist nachfolgend zu sehen.



Meinung des Autors: In anderen Ländern klappt es ziemlich gut, doch deutsche Autofahrer haben offenbar immer noch ein Problem mit der Bildung einer Rettungsgasse. Dabei kann diese helfen, Verletzte schneller zu versorgen und den Stau schneller zu beseitigen. Von daher sollten alle Autofahrer unbedingt mitmachen!
 
ruderbernd

ruderbernd

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Der Bericht im Fernseh war echt gut. Vor allem wie wenig sogar die "Berufsfahrer" über die Rettungsgasse wissen. Da kann man nur hoffen das man in einen Unfall wenn dann in Österreich verwickelt wird. Der österreichische Spot zur Rettungsgasse war übrigens auch Spitze ;)
 
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aiza

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Danke für den Link. Geht mir genauso, dass man den schnell den Überblick verliert.
 
nochn16v

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Sollte eigentlich jedem klar sein der Auto fährt, möchte nicht das Gejammere erleben wenn man mal selbst davon betroffen ist.

Und 20,- € Verwarngeld ist ein Witz, oder??
 
ruderbernd

ruderbernd

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Die Strafen in AUT sind bis zu 1200,-€ hoch! So ist das richtig, dann wü auch in D klappen ;)
 
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