Reparatur und Umbauanleitungen zum Ford Escort

Diskutiere Reparatur und Umbauanleitungen zum Ford Escort im Ford Escort / Ford Orion Forum im Bereich Ford; Hi Leute! Hier könnt ihr euch bebilderte und entsprechend kommentierte Reparaturanleitungen anschauen. Wenn noch jemand solch eine Anleitung...
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ChevChelios

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Hi Leute!

Hier könnt ihr euch bebilderte und entsprechend kommentierte Reparaturanleitungen anschauen.


Wenn noch jemand solch eine Anleitung verfasst hat und andere Escortfahrer an diesem Wissen teilhaben lassen will,
dann soll er mir Bescheid geben und ich füge es mit dem Hinweis hier ein, dass diese von euch ist.

Je mehr Anleitungen wir haben, desto besser für alle Beteiligten.

Wir wollen alle Geld, Zeit und an schlechten Erfahrungen sparen. ;)

MfG
das Ford-Forum-Moderatoren-Team


Inhaltsverzeichnis : (Verlinkung um direkt ins Thema springen zu können)

1.) Getriebetausch beim Ford Escort (Einbau/Ausbau)

2.) Grundeinstellung Handbremse vornehmen bei Trommelbremse

3.) Kabel für Endstufe etc. vom Motorraum in den Innenraum verlegen.

4.) Mondeolippe an Escort (MK VII) montieren, nur XR3i-Schürze

5.) Verlegungsweise für Keilrippenriemen Ford Zetec-Motor

6.) Achsmanschette wechseln Ford Escort MK III, IV; V, VI, VII

7.) Teil-Lackierung, Vorbereitung, Arbeitsschritte

8.) Blinkerhebel automatische Rückstellung reparieren

Letztes Update: 23.01.2010
 
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ChevChelios

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Getriebetausch beim Ford Escort (Einbau/Ausbau)

Getriebetausch beim Ford Escort (Einbau/Ausbau)


Ausbauen

1. Vorbereitende Standardarbeiten.

l Radio-Keycode erfragen.
l Gespeicherte Radiosender notieren.
l Massekabel - Batterie abklemmen.


Beachte:
Mutter braucht nicht erneuert werden.
2. Muttern oben an beiden Federbeinen fünf Umdrehungen lösen.

3. Kupplungsseilzug aushängen.

Beachte:
Kupplungspedal ggf. anheben.

l Kupplungsseilzug aus Kupplungsschwinge aushängen.
l Kupplungsseilzug aus Führung am Getriebe ziehen.
4. Massekabel vom Getriebe abbauen.

5. Beide oberen Flanschschrauben herausdrehen.

6. Halter - Motorlager und Querstrebe rechts abbauen.
7. Stecker - Fahrgeschwindigkeits-Sensor (VSS) trennen.

8. Motorhaltevorrichtung anbauen.

9. Fahrzeug anheben.
10. Hinteres Auspuffrohr vom Katalysator abbauen.

11. Hitzeschutzschild - Auspuffsystem abbauen.

Zwei Schrauben, vier Blechmuttern abschrauben.

12. Antriebswelle - Geschwindigkeitsmesser vom VSS abbauen.
13. Schaltgestänge von Getriebeschaltwelle abbauen.

Klemmschraube lösen und Schaltgestänge abziehen.

Beachte:
Unterlegscheibe zwischen Stabilisator und Getriebegehäuse.
14. Stabilisator - Schaltgestänge vom Getriebegehäuse abbauen.

15. Anlasser abklemmen.

Schutzkappe abnehmen.

16. Anlasser ausbauen.
17. Stecker vom Schalter - Rückfahrleuchte abziehen und Kabel ausclipsen.

18. Verbindungsgestänge - Stabilisator von beiden Federbeinen abbauen.

19. Spurstangen beidseitig abbauen.
20. Kugelgelenk - Querträger beidseitig von Schwenklagern abbauen.


ACHTUNG:
Der maximal zulässige Beugungswinkel des inneren Gelenkes beträgt 18º, der des äußeren 45º.

Beachte:
Ölaustritt.
21. Rechte und linke Vorderrad-Antriebswelle aus Getriebe lösen.

l Vorderrad-Antriebswellen herausziehen, nach vorn schwenken und hochbinden.
l Getriebeöffnungen mit Montagestopfen verschließen.


Beachte:
Nur bei festsitzender Vorderrad-Antriebswelle.
22. Vorderrad-Antriebswelle ausbauen.

l Vorderrad-Antriebswelle mit leichtem Schlag aus Getriebe lösen.
l Spezialwerkzeug entnehmen.
l Vorderrad-Antriebswelle aus Getriebe herausziehen, nach vorn schwenken und hochbinden.
l Getriebeöffnungen mit Montagestopfen verschließen.

23. Hintere Flanschschrauben herausdrehen.
Querstrebe entnehmen.

24. Versteifungsstreben beidseitig vom Motor abbauen.

25. Versteifungsstreben beidseitig vom Getriebe abbauen.

Abdeckblech - Kupplungsgehäuse entnehmen.

26. Motorlager rechts abbauen.

27. Motorlager links abbauen.
28. Schlauch - Getriebeentlüftung aus Längssträger herausziehen.

29. Fahrzeug absenken.
30. Motor und Getriebe mit Motorhaltevorrichtung bis Höhe - Längsträger absenken.

31. Fahrzeug anheben.

Beachte:
Getriebe mit Getriebeheber abstützen und mit Spanngurt sichern.
32. Flanschschrauben herausdrehen.
33. Getriebe vom Motor trennen und absenken.

Einbauen

34. Allgemeiner Hinweis.

l Alle Sicherungsringe, Splinte und selbstsichernde Muttern erneuern.
l Radialdichtringe auf Beschädigung und Undichtigkeiten prüfen.

35. Hochtemperaturfett (ESD-M1C220-A) dünn auf Führungshülse - Kupplungsdrucklager und Kupplungsverzahnung auftragen.

Beachte:
Sitz der Führungshülsen.
36. Zwischenblech auf beiden Führungshülsen ausrichten.

Zwischenblech mit etwas Hochtemperaturfett (ESD-M1C220-A) fixieren.


Beachte:
Getriebe mit Getriebeheber bis zur Einbauposition anheben.
37. Getriebe am Motor ansetzen.

ACHTUNG:
Getriebe nicht mit Flanschschrauben gegen den Motor ziehen.
38. Zwei Flanschschrauben hineindrehen.

Spanngurt abnehmen.

39. Querstrebe des Halters - Motorlager rechts in Einbauposition bringen und Flanschschrauben handfest hineindrehen.

40. Fahrzeug absenken.
41. Motor und Getriebe mit Motorhaltevorrichtung bis Einbaulage anheben.

42. Halter - Motorlager rechts und Querstrebe anbauen.
43. Stecker - VSS verbinden.

1 Muttern aufschrauben und festziehen.
2 Querstrebe am Halter des Motorlagers lose anbauen.

44. Flanschschrauben festziehen.

45. Querstrebe des Halters - Motorlager rechts festziehen.


Beachte:
Massekabel.
46. Anlasser einbauen.
47. Stecker am Schalter - Rückfahrleuchte aufstecken und Kabel einclipsen.

48. Anlasser anklemmen.

Schutzkappe aufsetzen.

49. Motorlager rechts anbauen.


Beachte:
Motorlager spannungsfrei ausrichten.
50. Motorlager links anbauen.
51. Schlauch - Getriebeentlüftung in Längsträger einführen.


Beachte:
Abdeckblech - Kupplungsgehäuse positionieren.

Beachte:
Siehe Arbeitsschritt
52. Versteifungsstreben an Motor anbauen, nicht festziehen.
53. Versteifungsstreben am Getriebe spannungsfrei anbauen.

54. Versteifungsstreben am Motor festziehen.


ACHTUNG:
Maximal zulässiger Beugungswinkel des inneren Gelenkes beträgt 18º, der des äußeren 45º.

ACHTUNG:
Beim Einsetzen der Vorderrad-Antriebswellen die Einbauhülse (mit jedem neuen Radialdichtring mitgeliefert) zum Schutz des Radialdichtringes verwenden.

Beachte:
Sicheres Einrasten der Sicherungsringe.
55. Linke und rechte Vorderrad-Antriebswelle mit neuem Sicherungsring einbauen.

56. Hochdruck-Getriebeöl (SQM 2C9008-A) bis 5 - 10 mm unterhalb Unterkante - Kontroll-/Einfüllbohrung auffüllen.

57. Verbindungsgestänge - Stabilisator an beide Federbeine anbauen.

58. Kugelgelenk - Querlenker beidseitig an Schwenklagern anbauen.
59. Spurstangen anbauen und mit einem Splint sichern.

60. Antriebswelle - Geschwindigkeitsmesser an VSS anbauen.

Beachte:
Unterlegscheibe zwischen Stabilisator - Schaltgestänge und Getriebe.

Beachte:
Bei leichter Verspannung Schalthebelgehäuse von Karosserie lösen (siehe vorherigen Arbeitsschritt).
61. Stabilisator - Schaltgestänge spannungsfrei anbauen.


Beachte:
Nur bei Verspannung des Stabilisators - Schaltgestänge erforderlich.
62. Schalthebelgehäuse spannungsfrei ausrichten.

l Äußere und innere Manschette abziehen.
l Muttern lösen. Schalthebelgehäuse spannungsfrei ausrichten und Muttern festziehen.
l Innere und äußere Manschette anbauen.

63. Schaltung einstellen.

Vierten Gang einlegen. Hierzu Getriebeschaltwelle in Neutralstellung (Bohrung steht senkrecht) bringen und ganz hineindrücken.

Beachte:
Klemmflächen müssen fettfrei sein.
Schaltgestänge auf Getriebeschaltwelle schieben.

64. Schaltung einstellen (Forts.).

Schalthebel in der vierten Gang-Position mit 4 mm-Bohrer im Gehäuse - Schaltmechanismus arretieren.


Beachte:
Schaltgestänge darf sich beim Festziehen nicht bewegen oder verdrehen.
65. Klemmschraube - Schaltgestänge festziehen.
66. Bohrer entfernen.

67. Hitzeschutzschild - Auspuffsystem anbauen.

68. Hinteres Auspuffrohr an Katalysator anbauen.

69. Fahrzeug absenken.
70. Motorhaltevorrichtung abbauen.
71. Querstrebe an Halter - Motorlager hinten rechts festziehen.

72. Beide oberen Flanschschrauben hineindrehen.

73. Kupplungsseilzug anbauen.

Kupplungsseil durch die Führung am Getriebe führen.

Beachte:
Kupplungspedal ggf. anheben.
Kupplungsseilzug in Kupplungsschwinge einhängen.
74. Massekabel am Getriebe anbauen.

75. Muttern oben an beiden Federbeinen festziehen.

76. Abschließende Standardarbeiten.

l Massekabel - Batterie anklemmen.
l Radio-Keycode eingeben.
l Notierte Radiosender programmieren.
l Uhr einstellen.
l Probefahrt zwecks Datenerfassung für das PCM (EEC IV) durchführen.
l Auf Dichtheit prüfen (Sichtprüfung).
l Flüssigkeitsstände prüfen, ggf. korrigieren.

Verfasst von Red Skorpion (aus Werkstatt-Handbuch)
 
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ChevChelios

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Grundeinstellung Handbremse vornehmen bei Trommelbremse

Grundeinstellung Handbremse vornehmen bei Trommelbremse

Auto hinten komplett anheben.
Räder ab.
Bremstrommeln an der dicken Mutter lösen, jedoch nicht beide herunternehmen.
Nur eine Seite.
Nun nehmt Ihr zwei Schraubendreher.
Und haltet die beiden Bremsbacken fest, indem Ihr die Schraubendreher gegen den Rand der Bremsankerplatte drücktund Druck auf die Bremsbacken ausübt.
Nun braucht Ihr Hilfe von nem Kumpel.
Er sollte viel Gefühl im Fuss haben.
Er drückt nun langsam das Bremspedal durch.
Ihr löst den Gegendruck an den Schraubendrehern etwas, bis es ein oder zweimal leise knackt.
Dann lässt der Kumpel den Druck auf Pedal wech.

Bremstrommel wieder drauf und nun das gleiche auf der anderen Seite.

Danach beide Bremstrommeln drauflassen und die Radbolzen hineindrehen.
Mit nem Montierhebel die Bremskraft ab dem 3. Handbremszacken vergleichen.
ab dem 5. Zacken sollte die Trommel sich nicht mehr drehen lassen.
Ist die Kraft noch unterschiedlich.
Dann auf der weicheren Seite noch einen Zacken ausstellen lassen.

Nochmals vergleichen.

Dann wieder alles montieren und auch einen neuen Sicherungssplint verwenden.

PS:
Solltet Ihr abrutschen und der Kumpel zu fest drauftritt, passt die Bremstrommel nicht mehr über die Backen.
Dann müsst Ihr die Voreinstellung neutralisieren und von vorn beginnen.

Neutralisieren an dem kleinen Halbmondförmigen Zahnsegment an dem ablaufendem Bremsbacken.
Dazu die Verbindungsstange zu dem auflaufendem Bremsbacken etwas wechdrücken.

Verfasst von Red Skorpion
 
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kabel für Endstufe etc. vom Motorraum in den Innenraum verlegen.

Hier eine detaillierte Anleitung (mit Bildern) zum verlegen eines (oder mehrerer) Stromkabel von der Batterie zum Innenraum:

- Zunächst Auto am Rechten Vorderrad hochbocken
- Rad abschrauben
- Plastikverkleidung abschrauben (Insgesamt 7 oder 8 Schrauben)
- Plastikverkleidung abnehmen)
- Motorhaube auf (Falls noch nicht getan :rolleyes:)
- Links neben der Batterie führt eine öffnung direkt hinter die (gerade abgenommene) Plastikverkleidung. Hier soll das Kabel also durch.

- Dann "sucht" ihr den Gummipfropfen, einfach dem Schwarzen Kabel nach...

- Hier muss das neue Kabel durch, stecht ein Loch durch das Gummi, schiebt da das Kabel durch.

- Im Beifahrerfussraum nehmt ihr die Plastikverkleidung rechts ab (damit ihr besser arbeiten könnt)
- Folgt wieder dem Schwarzen Kabel, oben findet ihr den Gummipfropfen, durch den euer neues Kabel kommt...


So, damit wäre euer neues Kabel im Beifahrerfussraum angekommen.
Wer möchte, kann um das Kabel am Gummipfropfen Silikon oder ähnliches machen, um ihn wieder richtig Abzudichten.

Dann einfach wieder die Verkleidung reindrücken und festschrauben, das Rad anmontieren und den Wagen wieder ablassen.

Nun könnt ihr dieses Kabel im Auto hinlegen, wo ihr es haben wollt.
Denkt aber daran, dass die Sicherung möglichst nah an der Batterie ist, bei fertigen Anschlusssets ist sie meistens kurz nach dem Batterieanschluss.

Falls ihr das Kabel in den Kofferraum legen wollt (z.B. für ne Endstufe) könnt ihr es einfach an der Seite unter die Plastikverkleidung bzw. dort gleich unter den Teppich legen, einfach Verkleidung abschrauben und das Kabel reinlegen. Bis nach hinten durch legen und unter der Rückbank durch in den Kofferraum.
Viel Erfolg und viel Spass!
Greets 3 of 5


PS: Ich hab die Anleitung mal hier reingestellt, da die Frage öfters aufkam und auch ich erstmal suchen musste, bis ich einige Tipps gefunden hab, eine so detaillierte Anleitung (sogar mit Bildern) dürfte es einigen Anfängern sicher leichter machen und die regelmäßigen Anfragen erledigen :)
 

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Red Skorpion

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So.

Habe heute die Mondeo-Lippe montiert!!!


War superleicht zu montieren.

Die Mitte der Mondeolippe braucht man nicht auszumessen!!!(hat eine kleine Kerbe in der Edelstahlleiste) und der Essi hat in der Mitter der Frontschürze eine Nase);););)

Aufgesteckt, die überstehenden Enden angezeichnet( nicht bündig abschneiden, 2mm länger lassen, damit sie richtig stramm in dem Bogen der Schürze sitzt)

Die Enden der Lippe an der Edelstahlkante durchgedremelt und die Gummilippe mit einer scharfen Schere rundlich abgeschnitten.

Die Lippe noch einmal anprobiert(passt);););)

In die Edelstahlnut habe ich eine dünne Wurst Silikonkleber gegeben!!!

Nun die Lippe aus der Mitte heraus, mit einem Hammer, richtig auf die Kante der Frontschürze aufgeschlagen.

Fertig!!!8)8)8)

EDIT:

Wie zu sehen, ist die Mondeo-Lippe an einer XR3i-Schürze(also die mit den Nebelscheinwerfern) montiert worden!!!

An einer Flair-Schürze(also die ohne Nebelscheinwerfer) ist das eventuell nicht so einfach, bis gar nicht zu machen, da die Form der Schürze, wo die Lippe aufgesteckt werden soll, komplett anders ist.


 

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Red Skorpion

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Verlegungsweise für Keilrippenriemen Ford Zetec-Motor

Hier habt ihr eine Abbildung woraus die Verlegungsweise für Keilrippenriemen Ford Zetec-Motor ersichtlich ist.

Ist vielleicht ganz hilfreich wenn ihr den Riemen selber wechseln wollt und den Neuen Riemen wieder auf die Achterbahn legen wollt.;)

Viel Spass beim basteln.;)
 
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Red Skorpion

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Achsmanschette wechseln Ford Escort MK III, IV; V, VI, VII

- Handbremse anziehen und ein Hinterrad abkeilen

- Radmuttern lösen

- die dicke Mutter der Antriebswelle lösen (SW30, oder32)

- Auto anheben und mit Unterstellbock abstützen

- Rad demontieren

- Verschraubung des Traggelenks herausnehmen (Torx 50 und SW18 )

-Traggelenk aus dem Achsschenkel heraushebeln, eventuell einen Abzieher zu Hilfe nehmen(brauchte ich noch nie)

- Verschraubung des Spurstangenkopfes lösen (SW15) und den Kopf aus dem Achsschenkel entnehmen, dazu mit einem Hammer seitlich auf die Fläche schlagen, wo der Konus des Kopfes drin sitzt

- Die alte Mutter der Antriebswelle noch etwa 3-4 Gewindgänge auf der Welle lassen (um das Gewinde nicht zu beschädigen) und mit einem Hammer die Welle aus dem Achsschenkel treiben, erst zum Schluss die Mutter entfernen und den Rest mit einem geeignetem Werkzeug (z B Ratschenverlängerung) herausdrücken

- Achsschenkel mit einem Draht zur Seite binden

- Die defekte Manschette und die alten Schellen vom Gelenk herunterschneiden(am besten mit einem Seitenschneider)

- Gelenk mit einem Lappen so gut es geht vom alten Fett bereinigen

Nun geht das suchen los!!!(deswegen gutes Licht)
Denn irgendwo in dem Fettschmier sitzt der Sprengring, der das Lager auf der Welle hält.

- Den Sprengring mit geeigneten Wergzeug auseinanderhalten und das Gelenk von der Welle ziehen

Dabei aufpassen, dass ihr nicht zu heftig an der Welle zieht und das Getriebeseitige Gelenk auseinanderzieht, dann fallen euch die die Rollen in dem Gelenk aus den Laufpfannen.
Bekommt man nur wieder zusammen indem man die inner Manschette auch noch öffnet(also zusätzlich, unnötige Arbeit)


Wenn das Gelenk nun von der Welle ist kann man die neue Schelle und die neue Manschette schon auf die Welle schieben.

- Das neue Fett in den Gelenkstummel einfügen(am besten direkt in das grosse Loch, wo die Welle hinein muss, dann verteilet sich das Fett am besten in dem gesamten Gelenkstummel und wird beim einsetzen der Welle richtig in dem Lager verteilt.

- Gelenkstummel wieder auf die Welle setzen und kräftig eindrücken, bis der Sprengring wieder in seiner Nut einrastet.(Kontrolle, ob der Gelenkstummel auch wirklich fest drauf sitzt)

- Manschette montieren.
Dabei drauf achten, dass die neue Manschette beim zukneifen der Haltebänder nicht direkt wieder beschädigt wird(passiert durch Unachtsamkeit sehr schnell)


- Etwas Fett auf die Verzahnung der Antriebswelle und auch in die Verzahnung des Achsschenkels geben(erleichtert das Einsetzen der Welle in den Achsschenkel)

- Den Draht vom Achsschenkel entfernen und die Welle wieder einsetzen.

-Antriebswelle mit neuer Mutter komplett in den Achsschenkel einziehen.
Gut fest anziehen(dazu Bremsscheiben mit einem Schraubendreher arretieren)

- Traggelenk wieder in den Achsschenkel einsetzen und verschrauben.

- Spurstangenkopf wieder in den Achsschenkel einsetzen und verschrauben
- Rad montieren

- Auto absenken, aber nur soweit dass der Reifen halbwegs auf dem Boden steht.

- Radmuttern auf Drehmoment nachziehen(Stahlfelgen mit etwa 120NM, Alufelgen mit etwa 100NM)

- Die dicke, neue Mutter der Antriebswelle auf Drehmoment nachziehen (300NM)

- Wagen komplett absenken und die Unterlegkeile vom Hinterrad entfernen.

Fetig!!!
 
OpelMilitia

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Man kennt es sicherlich... man hat eine Beule in seinen Kotflügel gefahren, durch einen Unfall ist die Stoßstange im Eimer, usw.

Da hilft nur eins : neuen Kotflügel oder neue Stoßstange vom Schrott besorgen... als man zum Schrottplatz seines Vertrauens fährt merkt man, dass die meisten ''Schrottis'' wohl farbenblind sind...

Man fährt mit dem Teil zum Lackierer und die verlangen für eine Lackierung häufig weit über 200 Euro und der kleine Geldbeutel, gerade in diesen Zeiten, ist eh schon total überstrapaziert...

Was nun? Selbst lackieren! Kostet weniger und macht zudem auch noch einen Heiden Spaß :D


Hier nun die Materialliste :

1 Sprühdose à 500ml Grundierung (grau oder weiß)

2 Sprühdosen à 500ml Wagenfarbe (am besten in einen Farb/Lack Geschäft gehen, den Verkäufer mit Farbschablone heraus bitten und an die von der Zeit ausgeblichene Lackierung den Farbton angleichen lassen! Einfach Fabrikat und ursprünglichen Farbcode angeben (steht z.B. bei Ford im Motorraum), das macht die Suche nach der richtigen Schablone leichter.

2 Sprühdosen à 500ml Klarlack

4 Bögen Schleifpapier 280er Körnung
4 Bögen Nassschleifpapier 800er Körnung
1 Flasche Silikonreiniger (Flüssig oder als Gelee/Paste)
Schwamm, Mikrofasertuch, Poliertuch/Watte, Atemschutzmasken (ganz wichtig sonst Krebsgefahr!)
1 Flasche Politur

Ort:

Ein sauberer Keller oder eine saubere Garage reichen völlig aus... hauptsache sauber und gut belüftet ;)


1. Hier nun an meinem Beispiel die Stoßstange in unbehandelter Version:





2. Nun nimmt man das 280er Schleifpapier und schleift so lange, bis die Oberfläche matt ist, keine Panik wenn an manchen Stellen die Grundierung zu sehen ist!





3. Dann nimmt man sich den Silikonreiniger, verteilt ihn auf einem Schwamm und säubert die Oberfläche von den Schleifrückständen bis die Lackfarbe wieder deutlich zum Vorschein kommt. Nicht vergessen : Die noch nassen Stellen vom Silikonreiniger sofort mit dem Mikrofasertuch abwischen!

Der Lack sollte jetzt angeraut sein und so aussehen :





4. Nun nimmt man die Grundierung und sprüht mit einem Abstand von 20-25 cm den Lack so lange ein, bis er nur noch ganz leicht durchschimmert (Vorbehandlung)





5. Nach einer Wartezeit von etwa 10-15 Minuten (zum antrocknen) bedeckt man das Werkstück vollständig mit der Grundierung (aber nicht übertreiben, sonst Nasenbildung!). Nun kann man sich eine wohlverdiente Auszeit nehmen, da die Grundierung etwa eine bis eineinhalb Stunden aushärten muss.





6. Nach dem Aushärten reinigt man die Grundierung mit einem Schwamm und dem Silikonentferner (und nicht vergessen : immer mit dem Mikrofasertuch die Rückstände entfernen). Dieser Schritt ist sehr wichtig : Die Grundierung wird von Sprühnebel und evtl. Staub befreit um dem Lack den optimalen Untergrund zum Haften zu verleihen!

7. Jetzt nimmt man eine Dose des Wagenlacks und trägt eine dünne Schicht auf und lässt sie 10-15 Minuten antrocknen





8. Nach dem Antrocknen trägt man eine weitere Schicht Lack auf, bis die Grundierung ganz leicht durchschimmert





Nun kann man sich wieder eine Auszeit zwischen einer und eineinhalb Stunden nehmen, um danach ganzflächig und deckend zu lackieren ;)

8. Nun sprüht man nach der vorgegebenen Zeit den Lack großflächig und deckend auf (vorherige Reinigung nicht notwendig, da es evtl. sein kann, dass das im Silikonentferner enthaltene Benzol den nach relativ kurzer Zeit fast-ausgetrockneten Lack angreifen könnte)





Nun lässt man den Lack über Nacht schön aushärten (am besten 10-12 Stunden), da ihm am nächsten Tag noch eine unangenehme Prozedur bevorsteht ;)

10. Nun nimmt man das 800er Schleifpapier, taucht es in Wasser und entfernt mit GANZ LEICHTEM Druck, bzw streichelt die Sprühnebelreste weg. Danach entfernt man die Schleifrückstände mit dem Silikonreiniger

11. Jetzt nimmt man eine Dose Klarlack und sprüht in mehreren Linien das komplette Werkstück damit ein, bis es glänzt





Man gibt dem Klarlack nun eine bis eineinhalb Stunden, um anzutrocknen, danach folgt gleich der zweite Schritt ;)

12. Als vorletzten Schritt trägt man die letzte Schicht Klarlack auf, seid ruhig nicht geizig mit der Menge, aber versucht natürlich die Nasenbildung zu vermeiden!








Nun gibt man dem Lack eine Aushärtezeit von mindestens 24 Stunden, damit die Oberfläche wirklich trocken und Knochenhart werden kann ;) Die Oberfläche sieht teilweise rau aus, aber das ist OK, denn hierbei handelt es sich um Sprühnebel, die am nächsten Tag beseitigt werden...

Am nächsten Tag folgt dann der finale Schritt 8)


PS: Warum eine Atemschutzmaske? Hier mal ein Foto wie die Maske nach der ganzen Prozedur aussieht... diese Farbpartikel hätten dem Köper sicherlich nicht gut getan...



13. Als letzten Schritt poliert man die Oberfläche so lange, bis sie anfängt zu quietschen ;)






Viel Spaß beim Nachmachen! 8)





MOD-EDIT:

Many Thanks @ Opel-Militia für diese detailierte Anleitung!!!
 
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Blinkerhebel automatische Rückstellung reparieren

Jeder kennt das, wenn der Blinkerhebel nach dem abbiegen nicht in seine Neutralstellung zurückspringt.

Dazu nimmt man die Verkleidungen der Lenksäule oben und unten ab.
Sind nur wenige Schrauben.;)

Dann sieht man hinten am Lenrad den Rücksteller für den Blinker.
Dieser wird(wenn man ihn genauer betrachtet eine eingeschliffene Rille haben).

Diese Plastiklasche gut mit einem trockenen Lappen abreiben, um eventuelles Fett und andere Verschmutzungen abzureiben.
Dann klebt man zwei bis drei Wicklungen Isolierband um diese Plastiklasche.(gut andrücken)

Probieren ob die Rückstellung wieder funktioniert.
Alles zusammenbauen.;)
 
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