Reifenwechsel: Radmuttern nachziehen - sinnvoll oder überflüssig?

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geronimo

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Nach dem Wechsel der Reifen sollen die Radbolzen nach einer gewissen Laufleistung überprüft und gegebenenfalls nachgezogen werden. Wir erklären, ob das notwendig ist und geben Tipps, wann man es selber machen kann und wann man besser in eine Werkstatt oder zum Reifenhändler fährt


Die meisten Autofahrer dürften von der Regelung gehört haben, dass bei Alufelgen oder Leichtmetallrädern die Radmuttern nach spätestens 50 km erneut festgezogen werden sollen, um ein Abfallen der Räder zu verhindern. Früher war das eine generelle Regelung, von der heute jedoch manchmal abgewichen wird. Der Grund ist, dass der Fortschritt auch in diesem Punkt nicht halt macht und inzwischen zumindest teilweise Rad-Radbolzen-Kombinationen verwendet werden, die sich quasi von selber sichern. Informationen dazu liefern die Händler und/oder die jeweiligen Produktunterlagen. Doch das ist längst nicht bei allen Fahrzeugen der Fall, wie das Reifen/Räder-Test-Center RTC des TÜV Süddeutschland festgestellt hat:
Bei vielen heute im Einsatz befindlichen Radbefestigungen kann ein Lockern von Radschrauben im Fahrbetrieb nach einem Radwechsel nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Als Einflussgrößen waren die Radlast, die Motorleistung, die Werkstoffpaarung Schraube/Radträger und der Korrosionszustand der Anschlussfläche feststellbar. Daher empfiehlt das RTC grundsätzlich nach jeder Radmontage - ob durch Werkstätten der Fahrzeughersteller, des Fachhandels oder auch durch Privatpersonen - das Nachziehen der Befestigungsteile nach einer Fahrstrecke von mindestens 20 km und maximal 200 km.
Es gibt also weiterhin gute Gründe, die Radschrauben zu überprüfen. Und wer die Begründung des RTC genau liest, wird feststellen, dass sich die Aufforderung nicht alleine auf Alufelgen bezieht. Auch Stahlfelgen sollten daher geprüft und gegebenenfalls nachbehandelt werden. Allerdings räumt der TÜV größeren Spielraum bei der zuvor zurückgelegten Strecke ein.

Am einfachsten geht die Kontrolle natürlich in der Werkstatt oder bei dem Händler, bei dem der Reifenwechsel vorgenommen wurde, was zumeist ohne Termin möglich ist. Laut Reifenverband BRV sind die Nachkontrollen und auch das Nachziehen der Radmuttern dort kostenfrei. Doch auch etliche andere Stationen übernehmen das, manchmal aber nur gegen eine Spende in die Kaffeekasse. Und natürlich kann man die Kontrolle auch selber übernehmen. Bei Stahlfelgen reicht dafür ein herkömmliches Radkreuz, mit dem die Schrauben (kräftig, aber nicht mit Gewalt) nachgezogen werden. Bei Leichtmetallfelgen muss hingegen ein Drehmomentschlüssel verwendet werden, auf dem das vom Fahrzeughersteller vorgeschriebene Anzugsdrehmoment eingestellt wird. Dieses Werkzeug gibt es in durchaus annehmbarer Qualität für den gelegentlichen Einsatz bereits ab rund 20 Euro zu kaufen.
(Bildquelle: Rike / pixelio.de)​


Meinung des Autors: Die Reifen am Auto sind sicherheitsrelevant. Trotzdem werden diese von den Autofahrern oftmals vernachlässigt. Vor allem das empfohlene und teilweise sogar vorgeschriebene Nachziehen der Radmuttern wird oft ausgelassen, denn es ist ja noch nie etwas passiert. Doch diese laxe Einstellung kann schnell zum Bumerang werden, wenn einen beispielsweise das eigene Hinterrad überholt.
 
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