Porsche 911 Turbo und 911 Turbo S kommen im Herbst auf den Markt

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geronimo

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Die Krönung aller 911er-Modellreihen von Porsche waren von jeher die Modelle mit den Namenszusatz Turbo. Jetzt gibt es den Klassiker auf für die seit Ende 2011 angebotene Baureihe 991, und das auch noch in zwei Leistungsstufen als Turbo und Turbo S



Dem ersten Porsche 911 Turbo genügten noch 3 Liter Hubraum und - zum damaligen Zeitpunkt atemberaubende - 220 kW/300 PS, um für sensationelle Fahrleistungen zu sorgen, die allerdings mit einem sehr schwierigem Fahrverhalten erkauft wurden. Inzwischen sind fast 40 Jahre vergangen und der neueste Turbo-Ableger steht quasi vor der Tür. Inzwischen leistet der 3,8 Liter-Sechszylinder mit Benzin-Direkteinspritzung im 911 Turbo 520 PS/383 kW, im S-Modell stehen sogar 560 PS/412 kW zur Verfügung. Damit das berüchtigte Turboloch der frühen Jahre endgültig der Vergangenheit angehört, setzt Porsche auf zwei Turbolader mit variabler Turbinengeometrie. Dies ermöglicht dem Turbo eine Beschleunigung von 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 318 km/. Die Rundenzeit des Turbo S auf der Nürburgring Nordschleife soll unter 7:30 min liegen. Rallye-Legende und Porsche-Testfahrer Walter Röhrl würde also einen Helm brauchen.

Damit die Leistung sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke gut auf die Straße gebracht werden kann, aber auch die Sparsamkeit nicht zu kurz kommt, setzt man bei Porsche auf diverse innovative technische Hilfsmittel. Dazu zählt unter anderem das neue, PDK genannte, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Dieses ermöglicht Start-Stopp mit Motorabschaltung schon beim Ausrollen, wodurch beim Turbo-911er das "Segeln" möglich ist. Neu ist auch der Allradantrieb, der seit längerem bei allen 911 Turbo serienmäßig ist und das gefürchtete und unberechenbare Ausbrechen des Hecks bei den ersten Modelle vergessen lässt. Auf Grund einer neuen Wasserkühlung beim PTM genannten System kann bei Bedarf noch mehr Antriebsmoment zur Vorderachse geleitet werden.



Das dynamische Highlight dürfte aber die Allradlenkung sein, die für mitlenkende Hinterräder sorgt. Anstelle der konventionellen Spurlenker kommen zwei elektromechanischen Aktuatoren zum Einsatz, die den Lenkwinkel je nach Geschwindigkeit um bis zu 2,8 Grad variieren. Damit geht geschwindigkeitsabhängig eine virtuelle Verkürzung oder Verlängerung des Radstandes einher, die entweder für mehr Dynamik in den Kurven oder für mehr Stabiltät bei hohem Tempo sorgt. Bis 50 km/h lenken die Hinterräder in entgegengesetzter Richtung der Vorderräder, was einem um 25 cm kürzeren Radstand entsprechen soll. Ab 80 km/h lenken die Hinteräder parallel zu vorne, wodurch das Gefühl eines 50 cm längeren Radstands entsteht.

Völlig neu ist auch die Aerodynamik, denn hier kommt erstmals ein aktives Aerodynamiksystem mit einem dreistufigen Frontspoiler, dessen Segmente pneumatisch ausgefahren werden können, und einem ausfahrbaren Heckflügel mit drei ansteuerbaren Flügel-Positionen zum Einsatz. Dieses wird je nach Wunsch des Fahrers auf optimale Effizienz (Speed-Position) oder beste Fahrdynamik eingestellt. Alleine dieses System soll die Nordschleifen-Zeit um 2 Sekunden verringern.



Beim Innenraum baut Porsche auch beim 911 Turbo auf die bewährte Gestaltung der Carrera-Modelle auf. Die umfangreiche Serienausstattung fällt beim Turbo S noch umfangreicher aus und bietet unter anderem ein zweifarbiges Interieur in den Farben schwarz und carrerarot sowie die adaptiven Sportsitze Plus mit 18-Wege-Verstellung und Memory-Funktion. Das Bose-Soundsystem ist wie bei den Vorgängermodellen serienmäßig installiert, auf Wunsch ist aber auch die neue Burmester-Anlage lieferbar.

Die neuen 911 Turbo-Modelle werden auf der IAA der Öffentlichkeit präsentiert und kommen Ende September 2013 auf den Markt. Der 911 Turbo kostet in Deutschland 162.055 Euro, der neue 911 Turbo S 195.256 Euro.
 
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