Platz zwischen radlauf und reifen

Diskutiere Platz zwischen radlauf und reifen im TÜV-Fragen Forum im Bereich AutoExtrem; Hi auf grund baulicher änderungen sind an meinem Auto der Reifen und die Radlaufkante sehr nah zusammen gekommen. Jetzt hab ich das Auto soweit...
elton0660

elton0660

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Hi

auf grund baulicher änderungen sind an meinem Auto der Reifen und die Radlaufkante sehr nah zusammen gekommen.
Jetzt hab ich das Auto soweit verschränkt bis die entlasteten Reifen in der Luft hängen.
Sprich die Feder währe ja jetzt voll gestaucht??
Auf die art hab ich jetzt noch 4 mm zwischen Kante und Reifen.

reicht das oder muss da noch mehr Platz sein??
 
Kai70

Kai70

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Wenn nix schleift isses o.K.
 
elton0660

elton0660

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also streifen tut nichts
aber es passt halt auch kein finger mehr dazwischen.

ist eigendlich diese Kunststoffverkleidung im Radkasten ein TÜV relevates Teil??
 
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rubberduck0_1

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Hallo elton0660,

um den Abstand zwischen Reifen und Radlauf zu bewerten, kann man das Auto verschränken (so wie du es gemacht hast). Allerdings sind die dabei gemessenen Abstände nur bei Hinterachsen mit beispielsweise Schräglenkern oder Pendelachsen brauchbar. Da wären 4mm vielleicht gerade noch ausreichend, besser 6mm (aber wir wollen uns hier nicht über 2mm streiten).

Bei anderen Hinterachsen, wie beispielsweise Starrachsen, Verbundlenkerachsen und ähnlichem, können/werden 4mm nicht mehr ausreichend sein!

Da muß man dann die komplette Achse bis zu Anschlägen belasten! Wie man das macht, ist egal! Man kann beispielsweise das Auto komplett beladen, so daß das Auto auf den Gummipuffern aufliegt; so oder so ähnlich wird´s auch bei der Eintragung geprüft!
Dieser Art der Prüfung funktioniert auch für Schräglenker- oder Pendelachsen, ist also für alle Achsen auch Vorderachsen geeignet, allerdings dort oft schlecht praktikabel! Da an der Vorderachse aber in meisten Fällen seltenst eine Starrachse oder ähnliches verbaut ist, wird dort im Regelfall beim Prüfen das "Verschränken" bevorzugt.

Ich selbst hab beim Anpassen der Rad-/Reifenkombination in Kombination mit der Tieferlegung bei meinem Golf dafür die hinteren Federn demontiert und nur die Dämpfer mit Anschlägen montiert und dann wieder "auf den Boden" gestellt. Das ist dann die maximale Einfederung (also der ungünstigste auftretende Fall) und da muß dann auch noch besagter Abstand von ca. 6mm vorhanden sein. Bei der Eintragung gab´s dann selbstverständlich auch keine Beanstandung wegen nicht ausreichender Freigängigkeit.

Gruss.
 
elton0660

elton0660

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wegen dem Platz werd ich das Auto nächste Woche zum bördeln bringen.

wichtig ist es erstmal nur an der Vorderachse.
ist da der abstand egal??
 
M

Meister_Lampe

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Der abstand ist nicht wichtig ob das 1mm oder 10cm sind, es darf wenn das fahrzeug belasstet ist und vielleicht noch einen schlag durch eine bodenwelle oder so bekommt nicht schleifen. Da reicht dann auch 1mm rest abstand aus

MFG
 
R

rubberduck0_1

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Hallo Meister Lampe,

da möchte ich dir aber widersprechen.

Laut VdTÜV-Merkblatt 751, was maßgeblich für Fahrzeugänderungen ist, wird ein Mindestabstand vom Reifen zur Karosserie von 6mm gefordert.

Bestimmt mag bei der "statischen Prüfung" 1mm ausreichend sein. Allerdings können dann trotzdem beim Fahren mit voll beladenem Fahrzeug und/oder ungünstigen Fahrbahnbedingungen und/oder schnell gefahrenen Kurven die Reifen an der Karosserie schleifen.
Das ist darin begründet, daß sich beispielsweise Achsteile durch deren "Gummilagerungen" durchaus um einige Millimeter gegenüber ihrer "statischen" Lage verschieben können. Deshalb ist mit Sicherheit ein Abstand von nur 1mm nicht ausreichend!

Also 6mm sind Pflicht, wenn´s 1 bis 2mm weniger sind, wird es bei der Eintragung gerade noch toleriert. Aber 1mm ist definitiv zu wenig!

Gruss
 
Kai70

Kai70

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Hat dieses VdTÜV-Merkblatt 751 irgendeine rechtliche Bedeutung ?
Ausschlaggebend ist die StVZO, und da gibt es nix mit 6mm Abstand.
 
Himeno

Himeno

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300kg gewicht hinten rein und dann schauen ob nichts schleift so macht es hier die dekra
 
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rubberduck0_1

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Kai70 schrieb:
Hat dieses VdTÜV-Merkblatt 751 irgendeine rechtliche Bedeutung ?
Ausschlaggebend ist die StVZO, und da gibt es nix mit 6mm Abstand.
Danke für diese Frage!

Bei der Abnahme/Eintragung durch TÜV/DEKRA und Co. ist dieses VdTÜV-Merkblatt 751 als Arbeitsanweisung anzusehen. Oft wird es auch zusätzlich explizit in entsprechenden Gutachten genannt!

@ Himeno, vielleicht kann eine ausgiebige Probefahrt mit voller Beladung die "statische Prüfung" erläßlich erscheinen lassen, aber ein bißchen mehr Freigang als gerade "nicht schleifen" sollte bestimmt sein.
Alleine aus dem Grund schon, daß es heute keine Reifenbindungen mehr gibt: so kann bei Wechsel der Reifen auf ein anderes "Profil"/Hersteller die Sache mit dem "Nicht-Schleifen" schon ganz anders aussehen!

Gruss.
 
Kai70

Kai70

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rubberduck0_1 schrieb:
Danke für diese Frage!
Bitte :D

Bei der Abnahme/Eintragung durch TÜV/DEKRA und Co. ist dieses VdTÜV-Merkblatt 751 als Arbeitsanweisung anzusehen
Eben, als Arbeitsanweisung, wenn ich mich recht erinnere, steht bei dieser "Arbeitsanweisung" oben fett gedruckt "Orientierungshilfe".

Wie schon erwähnt, dieses Merkblatt hat keine greifende gesetzliche Wirkungen. Dafür gibt es das Gutachten, und die StVZO.
Wenn der Prüfer alle in seinen mitteln zur Verfügung stehenden Maßnahmen durchgeführt hat, und feststellt das 1mm ausreicht, weil nichts schleift und die Lauffläche der Räder abgedeckt sind, dann bekommt man dies legal eingetragen, da ist nichts mit 6mm Pflicht.

Wollte dies nur nochmal mit den 6mm klarstellen, könnte sonst zu Verwirrung führen ;)
 
R

rubberduck0_1

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Hallo Kai70,

bring doch keine unnötige Schärfe in die Unterhaltung!

Im Regelfall wird sich der Prüfer bestimmt an diese Arbeitsanweisung (du nennst es Orientierungshilfe) halten. Ich sagte ja schon, wenn es 1 bis 2mm weniger sind als 6mm, sollte das noch tolerierbar sein!

Aber kaum ein Prüfer wird sich bei 1mm Freigang (und es schleift auch nichts bei einer ausgiebigen Probefahrt mit voller Beladung) dazu hinreißen lassen, die Abnahme positiv zu beenden. Da ist ja Ärger für ihn vorprogrammiert, spätestens beim nächsten oder übernächsten Satz Reifen, die dann doch schleifen!

Der Prüfer wird sich dann auf besagte Arbeitsanweisung berufen und die Abnahme negativ bewerten! Und du hast kaum eine "Handhabe", auch mittels Beschwerde, solch einen Umbau positiv bewertet zu bekommen!

Wer sich an das VdTÜV-Merkblatt 751 hält, kann nichts falsch gemacht haben!
So ist das eben!
Dieses Merkblatt ist von den meisten Herstellern von "Tuningteilen" anerkannt und noch viel mehr: es wird auch als Grundlage der zu prüfenden Teile verwendet. Und der TÜV/DEKRA und Co. verwendet ebenfalls dieses Merkblatt für die Beurteilung von Fahrzeugänderungen.

Also wirst du kaum bei einer Beschwerde Erfolg haben, wenn die Änderung nicht den Kriterien des VdTÜV-Merkblatts 751 entspricht.

Gruss.

P.S.: Ich mach die Gesetze, Vorschriften und Co. nicht, versuch sie dir/euch nur "näher zu bringen"!
 
Kai70

Kai70

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rubberduck0_1 schrieb:
Also wirst du kaum bei einer Beschwerde Erfolg haben, wenn die Änderung nicht den Kriterien des VdTÜV-Merkblatts 751 entspricht.
Beschwerde wird vielleicht nix bringen, dann aber eine Eintragung dann bei einem anderen Prüfer.

Dachte immer der TÜV bei uns ist sehr pingelig, hatte bei meiner Eintragung aber keine Probleme. Und bei mir ist im eingefederten Zustand gerade mal 1mm Platz zwischen Reifen und Kotflügelinnenseite.
An diesem 1mm ändert sich auch nichts wenn ein Reifen mit anderen Profil drauf ist, das Profil ist oben auf dem Reifen und nicht an der Seite ;)
rubberduck0_1 schrieb:
P.S.: Ich mach die Gesetze, Vorschriften und Co. nicht, versuch sie dir/euch nur "näher zu bringen"!
Das Merkblatt 751 ist aber nichts von dem erwähnten, weder Gesetz noch Vorschrift, noch sonstwas, es ist und bleibt nur ein Merkblatt.
 

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Frank309

Frank309

Polizeikontrollenliebling
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Kai70 schrieb:
An diesem 1mm ändert sich auch nichts wenn ein Reifen mit anderen Profil drauf ist, das Profil ist oben auf dem Reifen und nicht an der Seite ;)
Gibt aber Reifen, die bei dem einen Hersteller trotzdem breiter sind als bei dem anderen, trotz identischen Größen und dann passt es halt nicht mehr.
 
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rubberduck0_1

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Hallo Kai70,

du hast am Beispiel deines Audi TT doch nur gezeigt, daß sich der entsprechende Prüfer wohl nicht an das VdTÜV Merkblatt gehalten hat!

Ich schrieb:

"Wer sich an das VdTÜV-Merkblatt 751 hält, kann nichts falsch gemacht haben!"

Das heißt ja im Umkehrschluß nicht: daß der Prüfer generell etwas falsch macht, wenn er sich nicht an das "751" hält, sondern einen anderen Weg beschreitet und auch beschreiten darf, sofern dieser ebenfalls zum Ziel führt!

Zu deiner Auffassung von Gesetzen, Vorschriften und Co: Wenn beispielsweise für den Anbau einer Anhängekupplung Schrauben der Festigkeitsklasse 10.9 (das ist eine DIN-Norm) erforderlich sind, so wird doch ganz bestimmt nicht die Festigkeitsklasse der Schraube zum Gesetz, zur Vorschrift oder Co. Es handelt sich doch lediglich um eine gemeinsame Vereinbarung (DIN-Norm), damit jeder weiß, wie die Anhängekupplung zu befestigen ist. Findet jemand eine andere Lösung, den Anbau dieser Anhängekupplung in gleichem Maße ordnungsgemäß und nachweisbar ohne diese Verschraubung zu realisieren (vielleicht mittels Nieten, die in ihrer Festigkeit der Verschraubung ebenbürtig sind), so ist daß auch in Ordnung. Es ist halt ein anderer Weg, der auch erfolgreich zum Ziel führen kann.

(Ist bestimmt nicht das allerbeste Beispiel, aber ich hoffe, ihr versteht was ich meine!)

Mit solch einer DIN-Norm wird eine "gemeinsame" Sprache gesprochen, jeder weiß, was der andere meint und/oder was gefordert wird.

So oder so ähnlich ist auch das VdTÜV-Merkblatt 751 zu sehen. Es stellt eine "gemeinsame" Sprache zwischen "Tuningteile-herstellenden-Firmen" und den diese Teile prüfenden Überwachungsorganisationen und Prüfstellen dar!

Wird aber solch eine DIN-Norm oder das "751" im Rahmen eines Gesetzes, einer Vorschrift oder Co (damit ist nicht oben beschriebener Anbau einer Anhängekupplung gemeint: ist halt nur ein Anbau) als Prüfgrundlage beschrieben, sind die dortigen Kriterien für bespielsweise einen Umbau zwingend einzuhalten, obwohl es auch (wie oben beschrieben ist) anderes gehen mag. Solch ein (um in deinen Worten zu reden: unwichtiges Zettelchen) erhält dann ein Gewicht, welches einem Gesetz, einer Vorschrift oder Co. gleichzusetzen ist.

Gruss.


P.S.: Aber mit "Verlaub", eine Meinungsäußerung sei erlaubt: 1mm ist doch schon recht wenig, um nicht zu sagen fast nichts. Da ist der Prüfer doch ein wenig "über´s Ziel hinaus geschossen" und hat seinen Ermessenspielraum wohl verlassen!
 
Thema:

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