Pedelcs: Elektro-Fahrräder im Test mit teilweise erschreckendem Ergebnis

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geronimo

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Die Stiftung Warentest und der ADAC haben gemeinsam Elektro-Fahrräder getestet. Es dürfte selten einen Test gegeben haben, der mit einem dermaßen schlechten Gesamtergebnis geendet ist



Als Pedelec bezeichnet man Elektro-Fahrräder, die nur dann Leistung abgeben, wenn die Pedale betätigt werden. Die Unterstützung funktioniert auch nur bis 25 km/h, weshalb diese Räder versicherungs- und zulassungsfrei betrieben werden können. Insgesamt wurden im aktuellen Test 16 der dieser Pedelecs untersucht, darunter sowohl solche von namhaften Herstellern als auch eines aus dem Discount-Handel. Lediglich zwei der überprüften Räder erreichten die Note "gut", während neun Pedelecs die Note "mangelhaft" erhielten. Weitere zwei Räder wurden als "ausreichend" bewertet, der Rest als "befriedigend".

Besonders erschreckend war die Tatsache, dass bei fünf Pedelcs im Belastungstest Rahmen, Lenker oder die Aufnahmen für die Hinterachse gebrochen sind, wodurch die Nutzer in folgenschwere Unfälle verwickelt werden können. Bei drei Rädern wurden mangelhafte Bremsen festgestellt, was im Zweifelsfall ebenfalls ein Sicherheitsrisiko darstellt. Bei einem Rad, dem Raleigh/ Impulse iR HS, wurden so starke elektromagnetische Störwellen festgestellt, dass sogar die Funkdienste von Polizei, Feuerwehr und Rettung gestört werden können. Dieses Fahrrad dürfte theoretisch gar nicht betrieben werden. Auch die Bremsen sind nicht bei allen Fahrrädern überzeugend, insgesamt drei Räder wurden deswegen abgewertet. Einen besonders schlechtes Ergebnis lieferte das Leviatec Demission. Bei diesem Pedelec befindet sich an einer stark belasteten Stelle ein Kabelloch, und genau an dieser Stelle brach dann auch der Rahmen Zudem wurde dieses Pedelec mit defekten Akkus geliefert und auch nachgelieferte Akkus waren nicht funktionsfähig.


Auffällig beim jetzigen Test ist aber auch, dass weder der Name des Herstellers noch der Preis eine Garantie dafür sind, ein wirklich gutes Rad zu bekommen. Mit so bekannten Marken wie KTM oder Raleigh fanden sich auch etablierte Hersteller bei den "mangelhaften" Rädern wieder, deren Produkte deutlich über 2.000 Euro kosten. Ohnehin waren nur zwei Pedelecs vertreten, die 1.000 Euro oder weniger kosten, beide wurden jedoch wegen zu schwacher Bremsen abgewertet. Hier wäre es vielleicht eine Überlegung, die Bremsen im Fachhandel tauschen zu lassen und dann für relativ wenig Geld ein dann halbwegs ordentliches Fahrrad zu bekommen. Das wäre vor allem beim Produkt des Discounters Norma eine Option, denn dessen Tauschakkus kosten mit 300 Euro lediglich knapp die Hälfte dessen, was bei bei einem Großteil der Konkurrenz verlangt wird. Grundsätzlich empfehlen die Tester jedoch, ein Rad eher beim Fachhandel zu kaufen, da man dort Eigenschaften wie die Einstellung, die Montage des Akkus, das Gewicht oder auch die Lautstärke des Motors überprüfen kann. Dies ist bei Rädern aus dem Online-Handel nur sehr bedingt möglich.

Mit Material von: test; ADAC​
 
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