Panne auf der Autobahn: so ist das richtige Verhalten

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geronimo

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Pannen können das ganze Jahr über passieren, doch in der kalten Jahreszeit treten sie zumindest gefühlt häufiger auf. Doch vielen Betroffenen mangelt es offenbar am Wissen, wie man sich einem solchen Fall am besten verhält. Um dies noch einmal zu erläutern, veröffentlichen wir unseren Ratgeber zu diesem Thema erneut.

29.04.2016, 15:52 Uhr:
Pannen mit dem Auto sind nicht nur unangenehm, sondern können auch gefährliche Folgen haben. Das gilt ganz besonders auf Autobahnen, denn hier sind Verkehrsdichte und Geschwindigkeit meistens sehr hoch, weswegen Personen außerhalb eines Fahrzeugs schnell verletzt oder gar getötet werden können. Doch die Risiken lassen sich deutlich minimieren, wenn man einige Tipps und Ratschläge beherzigt


Vorab einige allgemeine Tipps:

  • Viele Pannen lassen sich bereits im Vorfeld vermeiden, indem dem Fahrzeug ein gewisses Maß an Kontrolle und Pflege zukommt, und Dinge wie ausreichend gefüllter Tank oder neuerdings auch Akku einfach berücksichtigt werden.
  • Verbandskasten, Warndreieck und Warnwesten gehören an gut erreichbare Stellen. Diese Dinge nützen nichts, wenn sie in den Tiefen des Kofferraums oder im schlimmsten Fall in der Reserveradmulde verstaut sind, und erst nach teilweisem oder komplettem Entladen von Einkäufen oder Urlaubsgepäck erreicht werden können. Warnwesten sollten dabei nach Möglichkeit im Fahrzeuginneren untergebracht werden. Zudem sollten mindestens vier Stück an Bord sein, damit für jeden möglichen Insassen eine Weste zur Verfügung steht.

Falls es trotz aller Vorsorge doch zu einer Panne kommt, sollten folgende Vorschläge beherzigt werden:

  • Warnblinker einschalten: Sobald eine Störung wie abfallende Geschwindigkeit, seltsame Geräusche, Rauch oder ähnliche ungewöhnliche Ereignisse auftritt, sollte der nachfolgende Verkehr sofort durch Einschalten der Warnblinkanlage gewarnt werden.

  • Nach rechts fahren: Als nächstes sollten die schnelleren Fahrspuren so schnell wie möglich verlassen werden. Sofern das Fahrzeug noch fahrtüchtig ist und schneller als 80 - 90 km/h fahren kann, sollte der rechte Fahrstreifen für die weitere Fahrt genutzt werden. Falls möglich sollte bis zur nächsten Ausfahrt gefahren werden, denn stehenbleiben auf der Autobahn solle am besten vermieden werden. Bei größeren Problemen oder geringerer Geschwindigkeit muss allerdings der Standstreifen oder die nächstgelegene Nothaltebucht angefahren werden.

  • Bis zur nächsten Notrufsäule: Sofern das Fahrzeug noch halbwegs fahrtüchtig ist, und nicht unangenehme Geräusche oder Gerüche einen dauerhaften oder gefährlichen Schaden vermuten lassen, sollte man möglichst nah an die nächste Notrufsäule heranfahren. Heutzutage besitzen zwar die meisten Menschen ein Mobiltelefon, doch es gibt durchaus Gegenden, in denen es mit dem Empfang Probleme gibt. Zudem ermöglichen die fest installierten Telefone an der Autobahn eine genaue Ortung, denn viele Autofahrer können gerade auf längeren Strecken nicht immer präzise Angaben liefern, wo sich eigentlich gerade befinden.

  • Auto abstellen: Sobald feststeht, dass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich ist, sollte das Auto abgestellt werden, am besten natürlich direkt vor einer Notrufsäule. Dabei sollte das Auto möglichst weit rechts und so nah wie möglich an der Leitplanke geparkt werden, wobei auf der rechten Seite (Beifahrerseite) sitzende Personen am besten vorher aussteigen. Dabei hilft auch ein Blick des Fahrers nach vorne, denn manchmal lohnt es sich noch ein paar Meter weiterzufahren, wenn man eine bessere und breitere Stelle sieht.

  • Auto verlassen: Das Auto sollte so schnell wie möglich verlassen werden, denn ein Aufenthalt innerhalb des Fahrzeugs kann bei einem eventuell Unfall mit anderen Fahrzeugen lebensgefährlich sein. Das Aussteigen muss allerdings unter größtmöglicher Rücksichtnahme auf den nachfolgenden Verkehr erfolgen. Im Idealfall werden vorher die im Fahrzeuginneren befindlichen Warnwesten angezogen. Sofern dies nicht möglich ist, sollte es als erstes und so schnell wie möglich außerhalb des Fahrzeugs nachgeholt werden, sobald der nächste Punkt umgesetzt wurde.

  • Autobahn verlassen: Nach dem Aussteigen muss die Autobahn so schnell wie möglich und auf direktem Weg verlassen werden. Der sicherste Platz ist hinter der Leitplanke oder jenseits eines eventuell vorhandenen Grabens. Niemals die Autobahn überqueren - Lebensgefahr!!!

  • Warndreieck aufstellen: Einen der Insassen beißen allerdings die Hunde, denn dieser muss sich um die Absicherung des Fahrzeugs kümmern. Daher sollte das hoffentlich leicht erreichbare Warndreieck zügig und ohne weiteren Aufenthalt aus dem Fahrzeug geholt und an einem etwas sichereren Ort zusammengebaut werden. Dann sollte es entgegen der Fahrtrichtung in rund 100 m hinter dem Pannenfahrzeug aufgestellt werden. Im Idealfall geht der Aufsteller dabei hinter der Leitplanke, sofern dies die örtlichen Gegebenheiten zulassen. Ansonsten sollte auf dem Pannenstreifen so dicht wie möglich an der Leitplanke entlang gegangen und die reflektierende Seite der Warndreiecks Richtung Verkehr gehalten werden.

  • Panne melden: Wenn alle Personen und das Fahrzeug gesichert sind, kann endlich auch der Pannendienst verständigt werden. Dies ist per Notrufsäule, eigenem Telefon und gelegentlich sogar mit oder mit Unterstützung einer App auf dem Smartphone möglich. Dabei sollten möglichst genaue Angaben zum Standort gemacht werden, sofern diese der Leitstelle nicht bereits bekannt sind.

  • Keine eigenen Reparaturversuche: Der Aufenthalt am oder in Fahrzeug ist sehr gefährlich. Immer wieder kommt es zu Unfällen, weil nachfolgende Fahrzeuge mit dem Pannenauto oder daran arbeitenden Personen zusammenstoßen. Aus diesem Grund sollte man sich möglichst weit entfernt und in Sicherheit aufhalten und die Finger von Auto lassen, auch wenn der eigene Reparaturversuch eine Zeitersparnis verspricht. Vor allem Arbeiten in Richtung Fahrbahn, etwa ein Reifenwechsel auf der Fahrerseite, sollten in keinem Fall durchgeführt werden.

Wir wünschen allen Autofahrerinnen und Autofahrern eine pannenfreie Fahrt, auf dass sie die Tipps niemals benötigen.
(Bildquelle: AutoBild)​


Meinung des Autors: Eine Panne auf der Autobahn gehört zu den eher unangenehmen Erfahrungen und kann zudem auch sehr gefährlich werden. Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, die Risiken zumindest deutlich kleiner zu machen. Dabei fängt das richtige Verhalten sogar schon vor der eigentlichen Panne an, denn Warndreieck und Warnweste sollten gut erreichbar untergebracht sein.
 
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