Opel Insignia Facelift im Fahrbericht von Autoextrem

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geronimo

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Opel hat seiner Mittelklasse und damit dem aktuellen Top-Modell Insignia ein umfangreiches Facelift verpasst. Während die Änderungen am Äußeren nicht allzu umfangreich ausfallen, hat sich unter der Karosserie viel getan. Und das ist auch gut so, denn im Vergleich zur bisherigen Version hat der überarbeitete Insignia in allen Bereichen deutlich zugelegt


Das neue Facelift gibt es sowohl für den normalen Insignia als auch für die Sportversion Insignia OPC. Außen wurden Front und Heck kräftig, aber nicht allzu auffällig überarbeitet. Dennoch sieht der Insignia jetzt dynamischer und gleichzeitig hochwertiger aus. Das liegt sicherlich an den LED-Rückleuchten, die jetzt alle Versionen serienmäßig haben, und den LED-Tagfahrlichtern in den Scheinwerfern, die den Top-Ausstattungen vorbehalten ist. Viel wichtiger als das, was sich beim Design getan hat, sind allerdings die Änderungen, die unter der Hülle der Rüsselsheimer Mittelklasse vorgenommen wurden.

Und hier gibt es durchweg positives zu berichten. Im Innenraum hat sich Opel endlich konsequent von der völlig überladenen Mittelkonsole verabschiedet, die mit unzähligen und teilweise nur klein beschrifteten Knöpfen sehr unübersichtlich und schlecht bedienbar war. Bereits in der Basisversion steht ab sofort ein System aus zwei Bildschirmen bereit, auf denen über die serienmäßige Lenkradfernbedienung etliche Funktionen gesteuert werden können. Im Instrumententräger findet sich zwischen klassischen analogen Rundinstrumenten für Geschwindigkeit und Drehzahl ein 4,2 Zoll Display, ein weiteres in gleicher Größe findet sich in der Mittelkonsole. Das von uns gefahrene Testfahrzeug war als Top-Modell Insignia Sports Tourer Innovation und mit diversen zusätzlichen Extras natürlich weit weg von der Basisausstattung. Daher gab es im gefahrenen 2.0 BiTurbo CDTI mit manuellem Sechsgang-Getriebe und 143 kW/195 PS auch das Infotainment-System inklusive Navigation, zu dem ein 8-Zoll-Touchscreen und ein Touchpad vor dem Schalthebel gehören. Das Kombiinstrument verfügt nur noch über einen Drehzahlmesser auf der linken und Anzeigen für Temperatur und Kraftstoffvorrat auf der rechten Seite. Dazwischen befindet sich ein großer Monitor, auf dem der Tacho in verschiedenen Designs (analog oder digital) dargestellt werden kann und der alle Zusatzinformationen einschließlich denen zur Navigation liefert. Die komplette Bedienung der neuen Systeme geht relativ leicht von der Hand, wobei speziell beim größeren System auf Grund der vielen Funktionen und unterschiedlichen Bedienmöglichkeiten (Lenkradfernbedienung, Touchscreen, Touchpad) eine gewisse Einarbeitungszeit erforderlich ist. Alles in allem hat der neue Insignia bei der Bedienung einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Die anderen Modelle des Unternehmens werden dem hoffentlich bald folgen.


Einen fast ebenso großen Sprung hat der Insignia beim Fahrverhalten getan. Opel hatte angekündigt, dass diverse Maßnahmen an Achsen, Federung, Dämpfung und Lenkung für ein mehr Fahrdynamik und dennoch erhöhtem Komfort sorgen sollen. Und man muss ganz klar sagen, dass dieses Vorhaben voll und ganz erfüllt wurde. Der Testwagen verfügte nur über das Standardfahrwerk, die adaptive Dämpfung FlexRide war nicht verbaut. Dennoch konnte der Insignia auf ganzer Linie überzeugen. Auf der Autobahn rollt der Wagen geschmeidig und nahezu ohne Lärmbelästigung ab, der Federungskomfort lässt auch längere Etappen auf den sehr guten Sitzen problemlos möglich erscheinen. Und in den schnell gefahrenen Autobahnkurven konnte des überarbeitete Fahrwerk mit Spurtreue glänzen, die Lenkung blieb dabei frei von Antriebseinflüssen. Auch hier hat der Insignia gegenüber dem Vor-Facelift-Modell noch einmal ordentlich zugelegt.

Alles in allem muss man Opel ganz klar bescheinigen, dass sie ihre Hausaufgaben beim Insignia gemacht haben. Die vielfach bemängelte Bedienung wurde radikal überarbeitet und entspricht endlich den modernen Anforderungen. Auch beim Fahrwerk zeigt sich der Insignia deutlich verbessert, die Zeiten des etwas rauen und ruppigen Fahrverhaltens sind endgültig vorbei. Diese Fortschritte können allerdings nicht vergessen machen, dass der Insignia nach wie vor einen ziemlich beengten Innenraum bietet, aus dem sich durch die viel zu kleinen kleinen Fenster nur schwer heraussehen lässt. Die optionale Rückfahrkamera ist bei diesem Auto eigentlich Pflicht. Und auch der Laderaum hinter der extrem wuchtigen Heckklappe ist im Vergleich zu den Mitbewerbern eher knapp bemessen und dank einer tiefen Ladekante auch nicht optimal erreichbar. Dennoch sollten sich potenzielle Kombikäufer den überarbeiteten Insignia einmal ansehen, denn er könnte fast als "bester Opel aller Zeiten" bezeichnet werden - und damit könnte er gegen die starke Konkurrenz durchaus bestehen.
 
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