Opel Ampera-e: kompaktes Elektroauto mit großer Reichweite und viel Platz vorgestellt

Diskutiere Opel Ampera-e: kompaktes Elektroauto mit großer Reichweite und viel Platz vorgestellt im Opel Ampera-e Forum im Bereich Opel; Beim seinem neuen Elektroauto gibt sich Opel nicht gerade bescheiden, denn der Ampera-e "revolutioniert die Elektromobilität". Das klingt erst...
Beim seinem neuen Elektroauto gibt sich Opel nicht gerade bescheiden, denn der Ampera-e "revolutioniert die Elektromobilität". Das klingt erst einmal vermessen, doch so ganz von der Hand zu weisen ist die Selbstbeweihräucherung nicht unbedingt. Der speziell auf den Elektroantrieb hin entwickelte Wagen der Golf-Klasse kommt deutlich weiter als seine Konkurrenten und bietet dabei relativ großzügige Platzverhältnisse. Und der Spaß bleibt auch nicht auf der Strecke



Laut dem NEFZ-Prüfnorm soll der rein elektrisch angetriebene Ampera-e "die magische 400-Kilometer-Marke deutlich überbieten". Zum Vergleich: die direkten Konkurrenten wie der jüngst aufgerüstete BMW i3, der Nissan Leaf bringt es auf 250 km, eine Renault Zoe schafft 240 km und der VW e-Golf aktuell 190 km (ab Ende des Jahres sollen es rund 300 km sein).

Natürlich klopft man sich dafür bei Opel selber auf die Schulter, ist sich aber auch darüber im Klaren, dass dies alles nur sehr theoretische Werte sind. Einige Hersteller nennen daher inzwischen auch deutlich realistischere Reichweiten im Alltagsbetrieb. Beim i3 sind das mit dem großen 33-kWh-Akku rund 200 km, die auch der e-Golf Ende des Jahres mit einem neuen 35,8-kWh-Akku erreichen soll. Doch selbst das kann im täglichen Einsatz knapp werden, weswegen Opel dem Ampera-e eine Batterie mit 60 kWh spendiert, die "bei durchschnittlichen Bedingungen souverän mehr als 300 Kilometer am Stück" ermöglichen soll. Und das klingt durchaus realistisch.


Doch nicht nur auf die Reichweite ist man bei Opel stolz, sondern auch auf das Raumkonzept. Da der Ampera-e von vornherein auf Elektroantrieb entwickelt wurde, konnten auch die Akkus direkt platzsparend in den Unterboden eingebaut und "optimal der Fahrzeugkontur" angepasst werden. Daher bietet der gerade einmal 4,17 Meter lange Elektrowagen nicht nur Platz für bis zu 5 Passagiere, sondern auch für über 380 Liter Gepäck. Dieses kommt zusammen mit den Insassen ziemlich zügig voran, zumindest auf den ersten Metern: von 0 auf 50 km/h benötigt des Ampera-e nur 3,2 Sekunden und hängt damit sogar deutlich stärkere Fahrzeuge ab, wie das nachfolgende Video zeigt. Danach allerdings wird die Luft deutlich dünner und bei maximal 150 km/h ist dann Schluss mit lustig.

Bei der Steuerung zeigt man sich allerdings deutlich technischer als dies zum Beispiel beim von uns bereits ausführlich getesteten Tesla Model S oder dem ebenfalls gefahrenen Renault Zoe der Fall ist. Mit seinem Konzept, das neben einem "Drive"-Modus zusätzlich über einen "Low"-Modus für verstärkte Energierückgewinnung sowie eine 3. Stufe namens "Regen on Demand" für maximale Regeneration verfügt, erinnert er eher an den auch getesteten VW e-up! und dessen großen Bruder e-Golf.

Die Publikumspremiere wird der Opel Ampera-e im Oktober auf der Auto Show in Paris erleben. Die ersten Fahrzeuge sollen dann im Frühjahr 2017 an die Kunden übergeben werden. Wie viel diese zu bezahlen haben, steht derzeit nicht fest, doch hier zum Vergleich: der VW e-Golf kostet aktuell 34.900 Euro, den BMW i3 mit großem Akku gibt es ab 36.150 Euro, und der inzwischen eingestellte Vorgänger Opel Ampera wurde zuletzt für 38.300 Euro angeboten.

Meinung des Autors: Zur Vorstellung des neuen Ampera-e nimmt Opel die Backen reichlich voll. Doch es sieht so aus, als dürften die Rüsselsheimer das, denn die theoretischen Daten weisen das Elektrofahrzeug aktuell als Klassenprimus bei Reichweite und Kofferraumvolumen aus. Jetzt muss nur noch der Preis stimmen.
 
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