Offroad-Training mit dem Skoda Yeti: der kompakte SUV im Geländetest - Teil 1

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geronimo

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Am vergangenen Wochenende haben wir an einem zweitägigen Training mit dem Skoda Yeti teilgenommen, bei dem sowohl ein normales Fahrsicherheitstraining als auch ein ausgiebiger Ausflug ins Gelände auf dem Programm standen. Besonders am zweiten Tag, der ausschließlich im Offroad-Park am Nürburgring stattfand, konnte der Yeti beweisen, welche Fähigkeiten in im stecken. Die hervorragend organisierte Veranstaltung bot die perfekte Mischung aus lehrreichem Elementen und jeder Menge Vergnügen


Am ersten von zwei Tagen fand das im Prinzip auf den Skoda Yeti 4x4 mit Allradantrieb ausgerichtete Training auf dem Gelände des Fahrsicherheitszentrums (FSZ) Nürburgring statt, wo diverse Übungen absolviert wurden. Dazu gehörten unter anderem Vollbremsung, Bremsen und Ausweichen, schnelle Kurvenfahrt auf wechselnden Fahrbahnbelägen und Vollbremsung in der Kurve. Damit dabei der Verschleiß an Reifen und Fahrzeug nicht allzu groß ist, sind die Fahrbahnoberflächen allesamt bewässert und zudem teilweise künstlich besonders glatt gemacht worden. Die Gleitflächen für die meisten Bremsübungen sind in etwa so glatt wie eine festgefahrene aber griffige Schneedecke. Dem einzigen Fabia im Feld der rund 15 Fahrzeuge wurde das schnell zum Verhängnis, denn die nicht mehr ganz ladenneuen Niederquerschnitts-Sommerreifen des sportlichen RS büßten deutlich früher an Haftung ein als alle anderen Reifen im Feld. Das andere extrem war unser geliehener Yeti, dem bereits Winterreifen der neusten Generation spendiert worden waren. Diese machten deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich als beim gesamten übrigen Teilnehmerfeld, bevor es zu Schwierigkeiten wie einem ausbrechenden oder nicht mehr beherrschbaren Fahrzeug kam. Bei einer der Aufgaben war unser Tempo um bis zu 20 km/h schneller als das der anderen Yetis, und fast doppelt so hoch wie die des Fabia RS.

Verblüffend und Ernüchternd dabei ist bei jedem Fahrsicherheitstraining, wie schmal der Grad zwischen "geht noch ohne Probleme" und "Mist, das war zu schnell" ist. Ganz egal in welchem Geschwindigkeitsbereich, die Grenze betrug jeweils nur 1 bis 2 km/h, die zwischen Wohl oder Wehe unterschieden haben. Das Bremsen und Ausweichen ging bei den besten anderen Yetis bis etwa 51 km/h gut, ab 53 km/h war Ende Gelände. Bei uns war das dank der geeigneteren Reifen zwar schneller, aber ähnlich eng, denn 71 km/h gingen noch halbwegs locker, bei 73 km/h hätte es massive Schäden gegeben. Zumindest dann, wenn die Hindernisse nicht aus ohne Probleme zu durchfahrenden Wasserfontänen bestanden hätten. Bei den weiteren Übungen ergab sich ein ähnliches Bild, denn auch dabei machten jeweils einige wenige km/h mehr oder weniger den Unterschied aus. Als Fazit kann ein solches Training wirklich nur jedem Autofahrer empfohlen werden, denn dort wird nicht nur das richtige Verhalten in Gefahrensituationen vermittelt und trainiert. Zusätzlich verschafft es auch überaus gute Erkenntnisse über das eigene Fahrverhalten, denn dieses ist oftmals für die Schwere eines Unfalls entscheidend. Das beginnt bereits bei einer falschen Sitzposition an, die zum einen ein schnelles reagieren erschwert, und zum anderen die Wirkung der Sicherheitselemente Gurt, Gurtstraffer und Airbag verschlechtert. Doch auch die "kleinen Sünden" wie Tempo 55 bis 65 in der Stadt und ähnliche Vergehen können der Grund dafür sein, dass es eben doch zum Unfall kommt, anstatt dass es eben so noch gut ausgeht. Und dass dieser Unfall dann auch noch heftiger ausfällt, als es bei gemäßigterer Geschwindigkeit der Fall gewesen wäre. Von daher veranlasst ein solches Training auch in der Regel nicht dazu, schneller zu fahren, denn es beweist eindrucksvoll, dass auch der beste Fahrer in gewissen Situationen einfach keine Chance mehr hat - weswegen es auch gilt, diese Situationen im Vorfeld zu vermeiden oder die Folgen zumindest zu minimieren.

Doch neben dem ernsten und praktischen Einheiten gab es auch reichlich Spaß, so wie das bei den von Skoda selber veranstalteten und betreuten Trainings üblich ist. Dabei stand die Twist-Challenge (ehemals Rolli-Challenge) auf dem Programm, bei der ein umgebauter Fabia zum Einsatz kommt, dessen hintere Räder durch frei drehende Rollen wie bei einem Einkaufswagen ersetzt wurden. Auf dem abgesteckten Slalom-Parcours bricht das Heck dadurch natürlich bei jeder Gelegenheit aus und muss durch schnelles Gegenlenken und Spiel mit dem Gaspedal wieder eingefangen werden. Das ist sowohl unterhaltsam als auch lehrreich, denn es dadurch wird das schnelle reagieren auf unvorhergesehen Richtungswechsel trainiert. Bei dieser Übung auf Zeit konnten wir ein wenig von einem "Trainingsvorsprung" durch eine andere Veranstaltung am Nürburgring profitieren und eine gute Platzierung einfahren (siehe Fotostrecke). Abends gab es ein gemeinsames Essen fast aller Teilnehmer und des Organisationsteams im "Kult-Restaurant" Pistenklause in Nürburg.



















Nach dem ebenso lehrreichen wie unterhaltsamen Tages- und Abendprogramm starteten die Teilnehmer gut gelaunt in den zweiten Tag, der voll und ganz im Zeichen von Schotter und Matsch stand. Der Offroad-Park in der Nähe des Nürburgrings bietet zahlreiche Möglichkeiten, einen Geländewagen auch einmal "artgerecht" durchs Gelände zu bewegen. Steile Auf- und Abfahrten, naturbelassene Kletter- und Gefällstrecken oder Wasserdurchfahrten sind ebenso im Programm enthalten wie Sanddurchfahrten oder Geschicklichkeitsübungen. Welche Stationen dabei besucht wurden und vor allem, wie sich der Yeti dabei gezeigt und geschlagen hat, wird morgen im 2. Teil beantwortet. Vorab nur so viel: der Yeti kann deutlich mehr, als man ihm zutrauen würde. Das Offroad-Training selber war rundherum gelungen, denn sehr kleinen Gruppen von 3 bis 4 Yetis standen jeweils 2 Instruktoren zur Verfügung. Das ermöglichte zum einen kurze Wartezeiten bei den einzelnen Übungen, zum anderen war so auch eine perfekte Betreuung inklusive individueller Tipps und Tricks gesichert. Die Trainer vom FSZ am Nürburgring haben dabei dabei noch einen großen Vorteil, denn Skoda ist schon seit mehreren Jahren Partner der Einrichtung, weswegen die Fahrzeuge der Marke natürlich in allen Einzelheiten und inklusive der Stärken und auch Schwächen bestens bekannt sind.

Neben ihrer Kompetenz sind die Damen und Herren zudem allesamt auch noch richtig nett, weshalb auch die menschliche Seite mit etlichen Anekdoten und manch blödem Spruch niemals zu kurz kommt. Die Instruktoren werden dabei vom Skoda-Eventteam unterstützt, das jedes von Skoda selber veranstaltete Training zu einem ganz besonderen Erlebnis werden lässt. Während bei den Kursen im FSZ üblicherweise nur die Betreuung durch die Trainer und "eingeschränkter" Service üblich sind, sorgen die Damen von Skoda dafür, dass ihren Gästen so ziemlich jeder Wunsch erfüllt wird. Neben eigener Fotoaufnahmen, diversen Werbegeschenken und zahlreichen Infos zur Organisation beinhaltet dies bei einem zweitägigen Training wie diesem sogar den komfortablen Check-In-Service im Hotel. Das exzellente Zusammenspiel vom Team des FSZ und dem Eventteam ist ein weiteres gutes Argument für SkodaFahrer, ein solches Training einmal mitzumachen. Dabei ist das Offroad-Training definitiv ein echtes Highlight, denn hier gibt es wirklich Action, Spaß und Verblüffung ohne Ende. Dafür muss im Vergleich zu vergleichbaren Trainings nicht einmal allzu tief in die Tasche gegriffen werden, denn die Veranstaltungen von Skoda selber sind in der Regel um einiges preiswerter als zum Beispiel im FSZ oder beim ADAC direkt gebuchte Veranstaltungen. In diesem Jahr gibt es jedoch keine Termine mehr, doch bereits im Januar beginnt für Skoda mit dem Wintertraining die neue Saison. Informationen zu den verschiedenen Trainingsmöglichkeit gibt es auf der Skoda-Homepage unter Erlebniswelt im Bereich Fahrerlebnisse.

Update: der zweiten Teil mit den Erfahrungen mit dem Yeti im Gelände ist ebenfalls veröffentlicht.
Bilder: Hans Loistl, Gunter Amonn​
 
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Offroad-Training mit dem Skoda Yeti: der kompakte SUV im Geländetest - Teil 1

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