Navigations-Apps im Test: auch Gratis-Apps bringen zuverlässig zum Ziel

Diskutiere Navigations-Apps im Test: auch Gratis-Apps bringen zuverlässig zum Ziel im Aktuelles Forum im Bereich AutoExtrem; Autofahrer verwenden immer öfter ihr Smartphone zur Navigation, statt dafür extra teure Einzelgeräte anzuschaffen. Die entsprechenden Navi-Apps...
Autofahrer verwenden immer öfter ihr Smartphone zur Navigation, statt dafür extra teure Einzelgeräte anzuschaffen. Die entsprechenden Navi-Apps kosten jedoch bis zu 80 Euro. Dieses Geld kann man sich aber oftmals sparen, denn etliche kostenlose Apps verrichten den Dienst ebenso gut. Jetzt wurden 19 Apps für Android, iOS von Apple sowie Windows Phone getestet, nachfolgend geben wir einen Überblick über die Ergebnisse


Dass immer öfter Smartphones zur Navigation eingesetzt werden hat sich inzwischen bis zur Automobilindustrie herumgesprochen. Als Folge sind bei diversen neuen Fahrzeugen - beispielsweise dem von uns getesteten Skoda Fabia - selbst gegen Aufpreis keine integrierten Navigationssysteme erhältlich.Das ist im Prinzip ist auch nicht weiter verwunderlich, denn offenbar erledigen auch Smartphone-Apps die Aufgaben mit gutem Ergebnis. Das hat die Stiftung Warentest jetzt bei einem Test nachgewiesen, bei dem insgesamt 19 Apps für die gängigsten mobilen Betriebssysteme geprüft wurden. Dabei konnte insgesamt 16 mal das Testurteil "Gut" bei der Navigation vergeben werden. Diese Smartphones wurden bei dem Test verwendet: Samsung Galaxy S5 (Android), Apple iPhone 6 (iOS) und Nokia Lumia 930 (Windows Phone). Die Testkriterien umfassen die Punkte Navigation, Handhabung, Akkuverbrauch, Vielseitigkeit sowie der Datenschutz.

Bei der wichtigsten Disziplin Navigation zeigten lediglich Mapfactor, Here für Windows und Waze diverse Schwächen. Sämtliche weiteren Apps wurden in dieser Kategorei mit "gut" benotet. Das gilt auch für diejenigen Apps, bei deren Verwendung wir zur Vorsicht raten, weil diese keine Karten zur Offline-Nutzung unterstützen. Das ist bei Google Maps, Apple Maps und Waze der Fall. Bei allen anderen Apps gibt es die Möglichkeit, Kartendaten vor Reiseantritt im Smartphone zu speichern, was zur Schonung des Datenvolumen beiträgt. Das bietet vor allem im Ausland Vorteile, weil dort auf teures Daten-Roaming verzichtet werden kann. Wer allerdings unterwegs über die Verkehrslage informiert werden will, kann auf eine Datenverbindung nicht verzichten. Außer bei Mapfactor bei allen Anwendungen möglich ist.

Im Alltagsbetrieb können aber nicht alle Apps überzeugen. Dabei muss sich hauptsächlich Apple Maps Kritik gefallen lassen, denn bei ankommenden Telefonaten wird einerseits die Streckenanzeige abgeschaltet, während andererseits die Ansage mit voller Lautstärke weiterläuft. Bei der iOS-Version von TomTom wird die Karte ebenfalls deaktiviert, während sie bei der Android-Ausgabe weiter sichtbar bleibt. Kritik übte die Prüforganisation auch am Datenverhalten der meisten Apps, denn in vielen Fällen werden Daten an den Betreiber der App und zusätzlich an beteiligte Dritte gesendet - und das in manchen Fällen ohne irgendeine Verschlüsselung. Dabei ist ein Blick auf Google Maps spannend, wo die Android-Version als "kritisch" eingestuft wurde, während die iOS-Variante die Bewertung "unkritisch" erhielt.

Eine Besonderheit gibt es beim Test der Android-App von Here, denn dabei wurde noch die Beta-Version überprüft. Inzwischen ist jedoch die finale Ausgabe verfügbar, mit der diverse Fehler und Schwächen der Vergangenheit angehören sollten. Die mittlerweile ebenfalls veröffentlichte iOS-Version von Here ist im Test gar nicht berücksichtigt worden. Veränderungen gibt es auch bei TomTom Europa für Android, denn für diese App wurde kürzlich ein preiswerterer Nachfolger freigegeben, der "Autofahrer noch etwas besser als die alte App" leitet. Nutzer der bisherigen Ausgabe können die neuere Version für nur 50 Cent für drei Jahre lang freischalten.

Bei diesem Test der Stiftung Warentest wurden im Gegensatz zu den sonstigen Tests keine Gesamtnoten verteilt, weshalb sich die nachfolgende Übersicht über die Testergebnisse ausschließlich auf den wichtigen Punkt "Navigation" bezieht:

Apps für Android:
  • Google Maps (0 Euro, keine Offline-Karten): Gut
  • Here (0 Euro): Gut
  • TomTom Europa (69 Euro, bitte Hinweis im Text beachten): Gut
  • Navigon Europe (60 Euro): Gut
  • Sygic GPS Navigation Europe (25 Euro): Gut
  • Copilot Premium Europa (44 Euro): Gut
  • Mapfactor GPS Navigation (0 Euro): Befriedigend
  • Waze (0 Euro, keine Offline-Karten): Befriedigend

Apps für iOS von Apple:
  • TomTom Europa (60 Euro): Gut
  • Navigon Europe (80 Euro): Gut
  • Google Maps (0 Euro, keine Offline-Karten): Gut
  • Map and Route V-Navi (20 Euro): Gut
  • Sygic GPS Navigation Europe (25 Euro): Gut
  • Copilot Premium Europa (44 Euro): Gut
  • Apple Maps (0 Euro, keine Offline-Karten): Gut
  • Scout GPS Navigation (5 Euro): Gut
  • Waze (0 Euro, keine Offline-Karten): Befriedigend

Apps für Windows Phone:
  • Navigon Europe (80 Euro): Gut
  • Here (0 Euro): Befriedigend

Der vollständige Test kann ab heute in der aktuellen Ausgabe von "Test" der Stiftung Warentest nachgelesen werden. Der Test kann gegen Gebühr auch unter www.test.de abgerufen werden.

Meinung des Autors: Wofür teures Geld ausgeben, wenn es auch kostenlos geht? Diese Frage ist bei Navi-Apps durchaus berechtigt, denn Gratis-Apps reichen in den meisten Fällen aus. Welche App nutzt ihr für die Navigation?
 

ruderbernd

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Am grossen Wasser
Ich nutze HERE auf meinem Fire-Phone. Ist eine Gratis App, da ja Android basietres BS.
Begeistertz bin ich vor allem von der Darstellung. Es werden 3D Gebäude angezeigt wie bei den neueren Navis auch.
Die Rotenführung ist einfach Klasse
 
C

Cedrice

Guest
Schönen guten Tag,

wem dieses Thema interessiert, der könnte vielleicht auch mal diese Veranstaltung hier GIGATRONIK: A2A in Erwägung ziehen.

Dort wird noch wesentlich mehr über Apps und Autos diskutiert, nicht nur rund um Navigations Apps.

Lg
 
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