Nach Abgasaffaire - 30 von 54 Fahrzeugen verbrauchen deutlich mehr als Hersteller angeben

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Während es sich bei der Abgasaffaire von VW und anderen Fahrzeugherstellern durch die Manipulierung der Steuersoftware durch einen zu hohen Ausstoß an giftigen Stickstoffoxiden eher um ein Umweltproblem handelt, welches die Bürger zwar beunruhigt, aber nicht direkt betrifft, dürfte die nächste Untersuchung viele Autokäufer zur Weißglut bringen. Bei Nachmessungen von 54 verschiedenen PKW-Modellen hat das Kraftfahrt-Bundesamt herausgefunden, dass 30 Fahrzeuge mehr Diesel verbrennen, als dies uns die Hersteller glauben lassen wollen





Wie "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe berichtet, stoßen 30 von 54 getesteten Fahrzeugen mehr Kohlendioxid aus, als es die Fahrzeughersteller angeben, was natürlich auch bedeutet, dass deutlich mehr Diesel verbrannt wird, als eigentlich angegeben wird.

So sollen zwei Audi-A6-Modelle laut einem Test des Kraftfahrt-Bundesamtes über 35 Prozent mehr Kraftstoff verbrauchen, was einer reallen Zahl von fast 2 Litern Diesel entspräche. Doch auch der Jaguar XE, der Mercedes C229, Opel Zafira, Porsche Macan und der Volvo V60 gehören nicht zu den "ehrlichsten" Fahrzeugen, da diese auch mit bis zu einem Liter mehr verbrauchen, als in den Fahrzeugpapieren angegeben. Mit einem Mehrverbrauch von immer noch über 10 Prozent sind besonders die VW-Modelle Polo, Golf, Touran, Touareg sowie Passat aufgefallen, so "Der Spiegel".

Obwohl das KBA zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Messergebnisse veröffentlicht hat, sollen die CO2-Messungen im Rahmen der Untersuchungskommission zum Dieselskandal von Verkehrsminister Alexander Dobrindt angeordnet worden sein.

Sollten die Messergebnisse demnächst veröffentlicht werden, könnte das die Fahrzeughersteller teuer zu stehen kommen, da im Falle einer Abweichung der Verbrauchswerte von mehr als 10 Prozent den Käufern unter Umständen sogar das Recht zusteht, die Fahrzeuge zurückgeben zu können.

Auf Anfrage seitens des Spiegels an die verschiedenen Automobilhersteller, konnten Audi, Jaguar, Daimler, Opel, Volvo und Porsche derzeit keine Stellungnahme abgeben, da die Grundlage der Messmethoden unbekannt sei.

Einzig VW hat auf die Anschuldigungen reagiert und versprochen, dass bei den betroffenen Modellen künftig nicht mehr alle zulässigen Möglichkeiten nutzen werde, um bei der Verbrauchsmessung möglichst niedrige Werte zu ermitteln. Als erster Schritt sollen laut VW die offiziell angegebenen Verbrauchsdaten der Modelle Touareg und Passat angeglichen, also erhöht werden.


via spiegel.de


Meinung des Autors: Die Politik steckt mit so vielen Wirtschaftsbossen und "Mächtigen" unter einer Decke, dass solche Affairen jahrelang geheim geblieben sind. Wenn die Politik künftig weiter so unfähig ist, in solchen Fällen durchzugreifen, wird es irgendwann richtig knallen. Als "kleiner Bürger" wird man doch nur noch von vorne bis hinten belogen, wobei die "Lügner" das mittlerweile so sehr perfektioniert haben, dass sie nichtmal mehr rot dabei werden. Das Schlimme an dieser Geschichte wird auch wieder sein, dass sich die für dieses "Verbrechen" Verantwortlichen aus der Affaire ziehen, zurücktreten, ihre Millionen an Abfindung kassieren und sich im Süden zur Ruhe setzen können, als wäre NICHTS geschehen. Entschuldigt bitte meine gereizte Stimmung, aber das musste jetzt einmal sein.
 
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