Mercedes S 63 AMG vereint puren Luxus mit sportlichen Fahrleistungen

Diskutiere Mercedes S 63 AMG vereint puren Luxus mit sportlichen Fahrleistungen im Mercedes S-Klasse Forum im Bereich Mercedes; Luxuslimousinen mit verschwenderischer Motorleistung haben bei Mercedes seit fast 40 Jahren ihren festen Platz im Sortiment. Den Anfang machte im...
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geronimo

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Luxuslimousinen mit verschwenderischer Motorleistung haben bei Mercedes seit fast 40 Jahren ihren festen Platz im Sortiment. Den Anfang machte im Jahr 1975 der legendäre 450 SEL 6.9 mit seiner zum damaligen Zeitpunkt fast unvorstellbaren Leistung von 210 kW/286 PS. Die indirekte Nachfolge tritt jetzt der neue S 63 AMG an, der mehr als die doppelte Leistung bietet



Als der 450 SEL 6.9 im Jahr 1975 auf den Markt kam, hatte ihm Mercedes nahezu alles spendiert, was damals gut, teuer und technisch machbar war. Neben dem überarbeiteten Motor des absoluten Edelgefährts Mercedes 600 mit 286 PS und 549 Nm Drehmoment, der dem "Sechsneuner" zu einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 8 Sekunden verhalf, zählte dazu auch eine in Lizenz von Citroen gebaute Hydropneumatik für größtmöglichen Federungskomfort. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, am Ende wurden fast 7.400 Fahrzeuge dieses Typs gebaut, die heute bei Sammlern hohe Preise erzielen. Nun kommt 38 Jahre später mit dem S 63 AMG ein legitimer Nachfolger auf den Markt.

Mittlerweile kann man bei AMG aber über die damalige Motorleistung nur müde lächeln, denn diese reicht heutzutage nicht mal mehr im kleinsten AMG-Fahrzeug, das bereits über 265 kW/360 PS verfügt. Die S-Klasse unter den AMGs muss da schon etwas mehr bieten, und so leistet der 5,5-Liter-V8-Biturbo-Beziner 430 kW/585 PS und stemmt 900 Nm auf die Kurbelwelle. So befeuert stürmt der S 63 AMG in 4,4 Sekunden auf 100 km/h, mit dem optionalen Allradantrieb vergehen sogar 0,4 Sekunden weniger. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt, wird sich aber sicherlich über ein optionales und teures Performance-Paket noch anheben lassen.



Die Technik ist ganz auf die hohen Fahrleistungen ausgerichtet, verspricht aber dennoch den S-Klasse-typischen Komfort. Dafür sorgt vor allem das Fahrwerk, das in zwei verschieden Versionen gewählt werden kann. Die AMG Sportfahrwerk bei der heckgetriebenen Ausgabe basiert auf der Magic Body Control der normalen S-Klasse und arbeitet mit der Stereo-Kamera zusammen, die Bodenunebenheiten schon im Vorfeld erkennt und die Dämpfer entsprechend einstellt. Beim Allradantrieb kommt eine modifizierte Luftfederung mit adaptivem Dämpfungssystem zum Einsatz, die von einer überarbeiten Vorderachskonstruktion unterstützt wird. Bei beiden Fahrwerken können die Fahrer zwischen den Einstellungen "Comfort" und "Sport" wählen, und so entweder sanft gleiten oder zackig um die Kurven fahren.



Äußerlich ist der Luxus-Sportler auf den ersten Blick als AMG-Fahrzeug zu erkennen, verfügt er doch über die bekannten Stilmerkmale wie eine überarbeitete Frontschürze, kräftig ausgeprägte Seitenschwellerverkleidungen sowie einen Heck-Diffusor mit zwei verchromten Doppelendrohren der Auspuffanlage. Auch im Innenraum verleugnet der S 63 AMG seine sportliche Ausrichtung nicht, wozu vor allem die neu entwickelten Sportsitze mit elektrischer Verstellung, Memoryfunktion sowie Sitzheizung verantwortlich sind. Weitere Erkennungsmerkmale sind ein Sportlenkrad mit gelochtem Leder und Aluminium-Schaltpaddles für die Siebengang-Sportautomatik. Und sogar die Grafik des neuen TFT-Bildschirms im Kombiinstrument wurde an das Design der Stuttgarter Sportwagenabteilung angepasst und zeigt die AMG-spezifische Schriftgrafik und die Zeiger in Rot/Silber an.

Der neue S 63 AMG wird auf der Frankfurter IAA erstmals der Öffentlichkeit gezeigt und kommt bereits kurze Zeit später auf den Markt. Die Preise für den luxuriösen Sporltler liegen zwischen 149.880,50 Euro für den S 63 AMG mit kurzem Radstand und 152.617,50 Euro für den S 63 AMG mit dem Allradantrieb 4MATIC und langem Radstand. Auch darin unterscheiden sich die Neuauflage und der Klassiker 450 SEL 6.9, denn dessen damaliger Preis würde unter Berücksichtigung der Inflation einer heutigen Kaufkraft von etwa 92.000 Euro entsprechen.
 
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