McLaren: Nachfolger des 650S kommt in Kürze - erster Ausblick - UPDATE II

Diskutiere McLaren: Nachfolger des 650S kommt in Kürze - erster Ausblick - UPDATE II im McLaren Forum im Bereich Andere Marken; 18.01.2017, 15:44 Uhr: Im Jahr 2011 hat der Sportwagenhersteller das zweite eigenständige Fahrzeug der Firmengeschichte vorgestellt, dass dank...
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18.01.2017, 15:44 Uhr:
Im Jahr 2011 hat der Sportwagenhersteller das zweite eigenständige Fahrzeug der Firmengeschichte vorgestellt, dass dank diverser Modifikationen inzwischen in mehreren Versionen angeboten wird. Im März dieses Jahres kommt die nächste Generation auf den Markt, die leichter, dynamischer, alltagstauglicher und sicher auch stärker werden wird. Hier ein Ausblick auf die bereits bekannten Details



Als McLaren den MP12-4C erstmals der Öffentlichkeit zeigte und zum testen freigab, wurde im Prinzip nur der etwas sperrige Name kritisiert, der Jeremy Clarkson von Top Gear an die Bezeichnung eines Faxgerätes erinnerte. An den Qualitäten des Autos gab es hingegen kaum Kritik. Doch beim Hersteller war man nicht ganz zufrieden, weswegen bereits 2014 die gründlich überarbeitete Version 650S auf den Markt kam, deren offene Version 650S Spider in unserem Test mehr als überzeugen konnte. Inzwischen ist aus dem einen Modell eine ganze Familie geworden, zu denen unter anderem die "entschärften" Versionen 540S und 570S, der komfortable 625c (Spider) sowie der Straßen-Rennwagen 675LT gehören.

Anfang März wird McLaren in Genf den Nachfolger vorstellen. Herzstück ist wieder das sogenannte Monocage, das aus Carbonfaser besteht und für die Neuauflage komplett neu entwickelt wurde (Bild oben). Die gesamte Konstruktion ist noch einmal steifer geworden und wird trotzdem leichter sein als beim aktuellen Modell. Besonders stolz ist man darauf, dass trotz der verbesserten Festigkeit ein breiterer Einstieg und ein tieferer Schweller für einen erleichterten Einstieg sorgen. Zudem soll durch schmalere Säulen die Übersichtlichkeit verbessert werden. Der erkennbare Mittelsteg im Dachbereich könnte ein Hinein Hinweis auf herausnehmbare Dachteile sein. Bei den ersten gesichteten Erlkönigen kommen jedoch bis ins Dach hinein verlängerte Türen zum Einsatz. Weiteres Kenzeichen des neuen Monocage sind sehr schmale A-Säulen, die bei einigen Modellen sogar unverkleidet sein werden, um einen direkten Blick auf das Carbon zu gewähren. Insgesamt soll das fertige Auto nur 1.283 kg Trockengewicht auf die Waage bringen, was 18 kg weniger als bei einem vergleichbar ausgestatteten 650S sind.

Fast noch wichtiger ist aber die nochmals deutlich verbesserte Aerodynamik. Diese sorgt einerseits für über 50 Prozent mehr Abtrieb, während andererseits die Kühlleistung um rund 15 Prozent verbessert wird. Letzteres wird unter anderem dadurch erreicht, dass ein Luftkanal in der Tür den Fahrtwind von der Oberseite direkt zu den Kühlern leitet. Ein zweiter Luftkanal leitet die Luft über den Vorderrädern nach hinten ab und sorgt so für mehr Anpressdruck. Ähnlich wie beim Vorgänger wird wieder ein aktiver Heckspoiler eingesetzt, der nicht nur für mehr Haftung sorgt, sondern auch wieder als Luftbremse (Airbreak) dient.

Bislang hat McLaren noch keine Bezeichnung für den neuen Sportwagen bekannt gegeben. Der Grund dafür dürfte sein, dass wie bisher die Leistung in PS Pate stehen wird. Der überarbeitete Achtzylinder mit 3,8 Litern Hubraum dürfte - auch wegen der verbesserten Kühlung - um einige Pferdestärken zulegen, weswegen man mit einer Bezeichnung mit einer 7 vorne rechnen darf. So gestärkt und aerodynamisch aufgerüstet sollte Tempo 100 in rund 2,7 Sekunden erreicht sein (zum Vergleich: der aktuelle 675LT benötigt 2,9 Sekunden). Dabei gilt bereits jetzt als sicher, dass diese Beschleunigung in absehbarer Zeit auch wieder in einer offenen Version zu erleben sein wird. Und weitere Ableger gelten ebenfalls als gesetzt, denn bis zum Jahr 2022 will McLaren 15 neue Autos neu einführen - von denen aber einige mit Sicherheit in einer streng limitierten Auflage erscheinen werden, um bei gut betuchten Sammlern die Geldbörse zu öffnen.

Update, 08.02.2017, 15:30 Uhr: McLaren hat weitere Informationen zur immer noch namenlosen 2. Generation der "normalen" Supersportwagen gegeben. Diese beziehen sich auf das Fahrwerk, das dank dem neuen Proactive Chassis Control II System sowohl den Komfort verbessert, als auch die Fahrdynamik steigert. Dank 12 zusätzlicher Sensoren gegenüber dem Vorgänger, darunter je ein Beschleunigungsmesser an jeder Radnabe, werden deutlich mehr Daten zum Zustand von Fahrbahn und Fahrzeug geliefert. Die daraus gewonnen Rückschlüsse wirken sich augenblicklich auf das zentrale System und die Fahrwerksdämpfung aus. Mark Vinnels von der Produktentwicklung erklärt das so: "Die ’Proactive Chassis Control II’ erzeugt einen erheblichen zusätzlichen Grip, aber nicht auf Kosten der Balance und des Fahrspaßes". In der Konsequenz soll die Neuauflage neue Maßstäbe in Sachen Kurvenperformance, Fahrspaß und Fahrkomfort setzen - was man angesichts der Qualitäten und auch Fortschritte bei der Vorgängergeneration gerne glauben will.

Doch McLaren legt noch eine Schippe oben drauf. Und zwar in Form der "Variable Drift Control", die im Sport- und Track-Modus eine Touchscreen-steuerung der Intensität der elektronischen Stabilitätskontrolle ermöglicht. Das klingt im Prinzip nach einer guten Idee, die auf entsprechenden Strecken einen nochmals gesteigerten Fahrspaß für entsprechend qualifizierte Fahrer bieten dürfte. Inwieweit die Einstellung durch Streichen mit dem Finger über den berührungsempfindlichen Bildschirm bei (quer-)fahrendem Auto praktikabel ist, müssen aber erste Tests erst noch zeigen.

Update, 16.02.2017, 14:12 Uhr: Rund zwei Wochen vor der tatsächlichen Premiere hat McLAren noch einmal neue Informationen geliefert. Dabei wurde verraten, dass die 2. Generation der "Super Series" Sportwagen mit einem neu entwickelten V8 Twin-Turbo Motor mit 4 Litern Hubraum ausgestattet wird. Zur genauen Leistung macht man zwar immer noch keine Angaben doch immerhin hat man verraten, dass die Beschleunigung von 0 auf 200 km/h nur 7,8 Sekunden dauern soll - das wären 0,6 Sekunden weniger als bisher und nur eine Sekunde mehr als beim bereits jetzt schon legendären McLaren P1. Verbessert wird aber auch das allgemeine Ansprechverhalten, da die Turbolader schneller als bisher reagieren sollen. Dabei soll gleichzeitig der Verbrauch gesenkt werden.

Doch auch Augen und Ohren sollen nicht zu kurz kommen. McLaren klopft sich in dem Zusammenhang selber kräftig auf die Schulter und betont die "ausgefeilte Schönheit" des Aggregats, die mit einer "eindrucksvollen Motorraum Illuminierung" bei Fahrzeugöffnung unterstrichen werden wird. Bei der Akustik wurde soll eine "ausgeklügelte Abstimmung der Schallwellen" für einen faszinierenden Klang sorgen, der mit einer "zunehmenden Tonintensität je nach Motordrehzahl und Last" aufwartet. Und wem das noch nicht genügt, der kann mit den optional lieferbaren Sportauspuff "noch mehr klangliche Emotion" hören lassen. Darauf ein Hoch auf die blumige Sprache der Marketing-Abteilung.

Meinung des Autors: Als McLaren ankündigte, künftig ein echter Sportwagenhersteller zu werden, wird man bei Ferrari, Porsche und Co. erst einmal müde gelächelt haben. Das fertige Produkt hat dann aber eher den Testern und Kunden ein Lachen ins Gesicht gezaubert. Und der Nachfolger des 650 S wird ganz sicher ein sehr ernstzunehmender Konkurrent werden.
 
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