Kindersitze im Test: Note "mangelhaft" gleich vier mal vergeben

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geronimo

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Die Stiftung Warentest hat zusammen mit dem ADAC wieder einmal Kindersitze für Babys und Kleinkinder verschiedener Altersstufen unter die Lupe genommen. Neben viel Licht gibt es auch viel Schatten, wobei ein Fabrikat besonders unangenehm aufgefallen ist. Der aktuelle Test beweist aber auch wieder eine bekannte Tatsache: der Preis ist kein Kriterium für gute oder schlechte Qualität


Das preiswerteste Modell im aktuellen Test kostet 80 Euro, das Testurteil lautet "gut". Der teuerste Kindersitz kostet mit 460 Euro fast sechsmal so viel, kann aber nur die Note "mangelhaft" einfahren. Das verdeutlicht eindrucksvoll, dass teurer nicht zwingend besser sein muss. Auch beim Blick auf die weiteren 21 Kandidaten wird das deutlich, denn auch hier kann der Preis längst keinen Rückschluss auf die Qualität liefern. Das beweist vor allem der "Hauck Varioguard" in der Klasse bis 18 Kilogramm (0+/I) für durchschnittlich 249 Euro, der beim Frontalzusammenstoß gebrochen ist. Dadurch löste sich die Sitzschale im hinteren Bereich von der mit dem Dreipunktgurt befestigten Basis und der Sitz klappte nach vorne, was zu einem hohen Verletzungsrisiko führt, da ein im Sitz angeschnalltes Kind am Vordersitz aufprallen könnte. Und als ob das nicht reichen würde, enthält der Sitz zudem ein gesundheitsschädliches Flammschutzmittel.

Drei weitere Kindersitze schnitten in der Schadstoffprüfung sogar noch schlechter ab, weswegen sie auf die Note "mangelhaft" abgewertet wurden. Darunter befindet sich auch der bereits erwähnte "Simple Parenting Doona & Isofix Base" als teuerster Testteilnehmer. Da diese in der wichtigsten Disziplin, nämlich der Sicherheit, allesamt nur auf ein "ausreichend" kommen, sollten sie ohnehin nicht die erste Wahl beim Neukauf sein. Wie es in der Gewichtsklasse bis 13 Kilogramm (0+) besser geht, beweist der "Cybex Cloud Q", der bei der Sicherheit als einziger Kandidat ein "sehr gut" einheimsen kann. Und das für deutlich weniger Geld als die anderen Vertreter seiner Klasse.


In der Grafik oben finden sich die Ergebnisse aller Teilnehmer in der Übersicht. Beim Kauf sollten aber nicht nur diese Sitze betrachtet werden, denn nach wie vor sind im Handel etliche Sitze erhältlich, die in früheren Tests positiv oder negativ aufgefallen sind. Im November letzten Jahres wurden vornehmlich "billige" Sitze getestet, die teilweise erschreckende Ergebnisse lieferten. Im Mai letzten Jahres war das Testfeld bezüglich der Preisspanne mit dem diesjährigen vergleichbar, weswegen auch dieser Test noch einige Anhaltspunkte liefern kann.

Meinung des Autors: Beim Kauf von neuen Kindersitzen muss die Sicherheit die größte Rolle bei der Auswahl spielen. Ein weiteres Augenmerk sollte der Schadstoffbelastung gelten. Wenn bei diesen Punkten alles (mehr oder weniger) passt, sollten Abstriche bei der Bedienung in Kauf genommen werden. Wir zeigen die aktuellen Testergebnisse.
 
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