Kia Sportage und Hyundai Tucson: Vergleich der beiden neuen SUVs

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geronimo

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Vor rund einem halben Jahr hat Hyundai den seit kurzem erhältlichen Tucson vorgestellt, die Schwestermarke Kia hat auf der aktuell laufenden IAA den Sportage präsentiert, der im kommenden Jahr in den Handel kommt. Wir hatten jetzt die Gelegenheit, die beiden Geländewagen zu vergleichen. Obwohl sie eng miteinander verwandt sind, gibt es deutliche Unterschiede zwischen den beiden Fahrzeugen


Anhand eines Details lässt sich der Unterschied zwischen Hyundai Tucson (Bild unten) und Kia Sportage (Bild oben) am besten erkennen und erklären: während der Tucson mit einer bei Offroad-Fahrern gewünschten echten Handbremse ausgestattet ist, wird der Sportage mit einer elektronischen Parkbremse geliefert. Dies ist charakteristisch für die verschiedene Auslegung beider Fahrzeuge, denn der Hyundai gibt eher das "robuste Arbeitstier" à la Land Rover Discovery und dessen von uns getestete Sport-Version. Dementsprechend geht es im durchaus ansehnlichen Inneren etwas rustikaler zur Sache als im Kia, was sich unter anderem durch ein lauteres Geräusch des in beiden Fahrzeugen identischen 2-Liter-Dieselmotors mit Automatikgetriebe festmachen lässt. Auch beim Federungskomfort ist der Tucson etwas weniger charmant als sein Schwestermodell. Der Hyundai scheint ein gutes Auto für diejenigen zu sein, die einen Geländewagen zumindest hin und wieder sowie ansatzweise "artgerecht" halten, denn er eignet sich theoretisch bestens, um einen Pferdeanhänger von der Koppel oder einen Bootsanhänger aus dem Wasser zu ziehen. Dumm nur, dass zumindest bislang eine Anhängerkupplung weder als Extra noch als Zubehör angeboten wird.

Der Kia wirkt insgesamt moderner, feiner und auch etwas gefälliger. Die Geräuschentwicklung ist ein wenig zurückhaltender als im Hyundai, und das Fahrverhalten erscheint ausgeglichener. Mitsamt seinem noch etwas wohnlicheren Innenraum präsentiert sich der Sportage als modernes SUV, das eher für Fahrten in der Stadt und auf Autobahnen genutzt wird, als es beim rauen Außeneinsatz dreckig zu machen. Wer Fahrzeuge dieser Klasse eher als langstreckentaugliche Alternative zu klassischen Limousinen sieht, wird mit dem Sportage sicher glücklicher werden als mit dem Tucson. Was aber keineswegs bedeutet, dass der Hyundai nicht auch ein angenehmer Begleiter im Alltag sein kann, denn auch er kann mit einer guten und komfortablen Ausstattung und ordentlicher Verarbeitungsqualität überzeugen. Technologisch sind beide Autos weitgehend auf der Höhe der Zeit, denn zumindest einige der heutzutage üblichen Assistenzsysteme werden serienmäßig oder gegen Aufpreis angeboten.


Der durchzugskräftige Dieselmotor ist in beiden Fällen eine teure, aber auch gute Wahl. Dank seiner rund 180 PS und ordentlichem Drehmoment kann er beide Geländewagen in allen Situationen zügig auf Tempo bringen. Die Automatik schaltet dabei weich und unauffällig, bei Bedarf sind auch manuelle Schalteingriffe möglich. Die Kombination aus starkem Motor und automatischer Schaltung sorgt in Verbindung mit dem hohen Fahrzeuggewicht sowie dem schlechten Luftwiderstand allerdings für einen vergleichsweise hohen Verbrauch. Die Geräuschentwicklung ist in beiden Autos unterschiedlich, wobei es im geringfügig lauteren Hyundai aber nur bei hoher Beschleunigung etwas aufdringlicher wird.

Fazit: So gleich, und doch so verschieden. Trotz nahezu identischer Basis haben Hyundai und Kia charakterlich spürbar unterschiedliche Fahrzeuge auf die Räder gestellt. So gibt der Tucson eher den Arbeiter, während der Sportage den Anzug trägt. In der ebenfalls verfügbaren Ausstattungsversion GT Line darf das dann auch der Trainingsanzug sein. Doch auf dem Papier lesen sich manche Unterschiede größer, als sie in Wahrheit sind, denn am Ende merkt man beiden Autos ihre Gemeinsamkeiten doch deutlich an.

Meinung des Autors: Der Kia Sportage und der Hyundai Tucson teilen sich eine Basis, haben aber durchaus jeder einen eigenen Charakter. Gemeinsam ist ihnen aber eines: sie zeigen erneut, welche Fortschritte die beiden Marken in den vergangenen Jahren bei Design, Technik und Verarbeitung gemacht haben. Und auch beim Preis, denn die Zeit der Schnäppchen ist vorbei.
 
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