Jaguar XE: Angriff auf Audi A4 und BMW 3er-Reihe aber auch auf den Jaguar XF

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geronimo

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Jaguar hat seine neue Mittelklasse-Limousine mit dem Namen XE vorgestellt, die in vielerlei Hinsicht die aktuelle Messlatte innerhalb der Marke darstellt. Mit dem neuen Modell greift Jaguar nicht nur die Konkurrenz aus Ingolstadt und München an, sondern könnte auch im eigenen Revier wildern. Immerhin ist der Neuling deutlich moderner als der bereits über sechs Jahre alte XF



Der neue Jaguar XE stellt intern diverse Rekorde auf, wie die britisch-indische Marke stolz verkündet. Nach eigenen Angaben ist der XE die leichteste und verwindungssteifste Jaguar-Limousine und der aerodynamischste Jaguar aller Zeiten. Großen Anteil an den Jubelmeldungen hat der extrem hohe Aluminium-Anteil, der bei der Karosserie sogar 75 Prozent beträgt. Im Zusammenspiel mit der größtenteils aus Aluminium bestehenden neuen Plattform, die später für auch für weitere Modelle wie den neuen Geländewagen C-X17 genutzt werden wird, hat Jaguar ganz offensichtlich Audi als Leichtbau-Weltmeister abgelöst.

Mit einem Trockengewicht ab 1.474 kg ist der neue XE allerdings dennoch nicht federleicht, aber die aufwendige Konstruktion, beispielsweise am Fahrwerk, dürfte das Gewicht in die Höhe treiben. Zwar sind auch hier die meisten Teile aus Aluminium, doch die Doppelquerlenker-Konstruktion an der Vorderachse und die Integral-Hinterachse wiegen eben einige Kilos. Sie sorgen aber auch dafür, dass der erstmals mit einer elektrischen Servolenkung ausgestattete XE sowohl über ein "präzises Handling" als auch über "geschmeidigen Komfort" verfügt. Doch auch die reichhaltige Serienausstattung dürfte das eine oder andere Kilo zusätzlich mit sich bringen.



Immerhin hat der XE technologisch im Vergleich zu anderen Jaguar-Modellen deutlich zugelegt. Während der von uns bereits getestete F-Type als reine "Fahrmaschine" auf allzu viel Schnick-Schnack verzichtet, findet sich im XE vieles von dem wieder, was aktuell gut und teuer ist. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der umfassenden Vernetzung über das InControl-Infotainment-System, das Jaguar bereits zu einem früheren Zeitpunkt vorgestellt hat. Natürlich werden auch zahlreiche Assistenzsysteme wie der Notbremsassistent oder eine adaptive Geschwindigkeitsregelung angeboten. Gänzlich neu sind das Laser-basierte Head-Up-Display sowie die All Surface Progress Control (ASPC), deren Funktion so beschrieben wird: "Das System nutzt die jahrzehntelanger Erfahrung von Land Rover mit Off Road-Traktionshilfen und arbeitet wie eine auf niedrige Geschwindigkeiten eingestellte Cruise Control. Selbst auf extrem rutschigem Untergrund baut es bei Geschwindigkeiten zwischen 3,6 und 30 km/h ohne Durchdrehen der Räder maximale Haftung auf - und zwar ohne dass der Fahrer dazu irgendein Pedal betätigen müsste."

Mit all seinen technischen Finessen ist der XE gut gerüstet, den Mitbewerbern wie dem Audi A4, dem 3er BMW oder der C-Klasse einige Kunden abspenstig zu machen. Doch möglicherweise sitzt einer der größten Konkurrenten im eigenen Haus, denn die nächsthöhere Alternative - der Jaguar XF - ist inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen. So mancher Fahrer oder auch potenzielle Käufer dieses Modells wird sich möglicherweise für das kleinere Modell entscheiden, das zwar weniger Platz bietet, aber dafür eben bei der verbauten Technik um viele Jahre voraus ist. Zudem lässt sich mit dem XE auch noch reichlich Geld sparen, und das nicht nur beim eigentlichen Kaufpreis. Der XE stößt mit dem kleinen 2-Liter-Diesel auf dem Prüfstand gerade einmal 99 g/km CO2 aus, weswegen ihm in einigen Ländern sogar eine Steuerbefreiung winkt. Auch die auf bis zu 34.000 km (oder zwei Jahre) verlängerten Service-Intervalle und die wegen der service- und reparaturfreundliche Konstruktion günstigen Versicherungseinstufungen sorgen helfen beim Sparen. Für den XF wird es demnach nicht ganz einfach, gegen den kleinen Bruder zu bestehen, der abgesehen vom Platzangebot in allen Punkten das bessere Auto ist.
 
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