Intel Go: neuer Supercomputer für künftige Auto-Neuheiten vorgestellt

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Im Rahmen der heute in Las Vegas gestarteten CES (Computer Electronics Show) hat der Chiphersteller Intel einen neuen Supercomputer namens "Go" vorgestellt, welcher zukünftig für die Verarbeitung und Auswertung von Sensoren-Daten der verschiedensten Assistenzsysteme und noch vieles mehr zuständig sein könnte





Da der Absatz an Prozessoren in der allgemeinen PC-Branche zum aktuellen Zeitpunkt nahezu als "gedeckt" bezeichnet werden kann, müssen sich die Chiphersteller anderweitige Betätigungsfelder erschließen. Somit hat der Chipentwickler Intel ein neues Betätigungsfeld im Automobilmarkt gesucht, für welches jetzt im Rahmen der aktuell stattfindenden CES der kleine Supercomputer "Go" vorgestellt wurde.

Intel reagiert mit dem Go-System auf eine Entwicklung im Automobilmarkt, welche in naher Zukunft einen enormen Mehrbedarf an Rechenleistung in Fahrzeugen prognostiziert. Die ganzen aktuellen Assistenzsysteme bedienen sich an umfangreichen Sensoren-Daten, die wiederum von einem Computer gesammelt und in Windeseile ausgewertet werden müssen. Doch der Weg zum autonomen Fahren ist bereits begonnen, wodurch in naher Zukunft wesentlich größere Rechenkapazitäten als bisher nötig sein werden.

Bei dem kürzlich vorgestellten Go-System handelt es sich im Grunde um eine kleine PC-Box, in der immerhin bis zu 28 Xeon-Prozessoren ihre Arbeit verrichten. Als einer der ersten Test-Partner hat sich BMW angemeldet, wobei die Bayern noch in diesem Jahr 40 autonome Fahrzeuge auf die Straßen schicken möchte, in denen das Go-System von Intel die Basis der Bordelektronik bilden wird.

Allerdings ist Intel nicht der einzige Hersteller, welcher sogenannte Car-Supercomputer anbietet. Mit dem "Drive PX 2" existiert bereits ein vergleichbares Modul des Konkurrenten Nvidia (auch für seine GeForce-Grafikkarten bekannt). Im Drive PX 2 sind derzeit 12 CPUs verbaut, die von zwei Pascal-Chips unterstützt werden.

Mit dem neuen Go-System sieht sich Intel in der Position, seinen Wettbewerber nicht nur hinsichtlich der Prozessorleistung schlagen zu können, sondern auch durch die Möglichkeit, das Go-System optional auch mit einer 5G-Mobilfunkanbindung auszustatten, die aus dem eigenen Hause kommt.


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Auch wenn die 5G-Netze noch gar nicht ihren Betrieb aufgenommen haben, dürfte dies in wenigen Jahren der Fall sein. Und bis dahin dürften dann auch entsprechende Fahrzeuge ausreichend mit Intel Go designed, getestet und produziert sein, so dass diese nahtlos mit der Ära der 5G-Netze in den Handel kommen dürften.


via zdnet, Intel


Meinung des Autors: Einerseits sind über einen Computer gesteuerte Assistenzsysteme eine richtig tolle Sache, welche es dem Fahrer so leicht wie möglich machen, ein Fahrzeug führen zu können. Andererseits habe ich auch Angst vor dieser Zukunft, in welcher wir unser Leben einzig in die Hände von Computern legen, die eben auch mal, aus welchen Gründen auch immer, ausfallen können, wodurch Unfälle quasi vorprogrammiert sein werden, da kaum noch jemand ohne diese Systeme fahren kann. Wie seht ihr das?
 
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