hybrid.umweltbilanz

Diskutiere hybrid.umweltbilanz im Neuentwicklung und Design Forum im Bereich Technik; hi. hatte gerade ne angeregte diskusion mit einem Kollegen wegen umweltbilanz des prius hybridautos. mein kollege meinte, das bei der herstellung...
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hi. hatte gerade ne angeregte diskusion mit einem Kollegen wegen umweltbilanz des prius hybridautos.
mein kollege meinte, das bei der herstellung lt toyota fast nicht mehr energie verbraucht wird, als bei herstellung eines normalen pkw. ich kann mir dies aber nicht vorstellen, denn immerhin steckt erheblich mehr technik drin+einige batterien.
 
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Dickie

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Unter dem Strich ist die Produktion des Prius "teurer".

Motor ist zwar kleiner, somit Einsparungen in der Produktion, aber die Hybrid-Technik ist dafür vorhanden und das übersteigt ein mehrfaches die Einsparungen.

Da für dieses Mehr an Technik auch ein Mehr an (Produktions)-Energie gebaraucht wird, ist der Prius in der Produktion sogar "umweltschädlicher" (CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung für die Produktionsmaschinen) als ein klassisches Fahrzeug vergleichbarer Größe und vergleichbarer Produktionsbedingungen.

Allerdings wird so ein Fahrzeug nicht nur produziert, sondern auch benutzt und da holt sich der Prius dann das in der Produktion "verschwendete" CO2 recht schnell wieder zurück, sind etwa 3-4.000 Kilometer, dann ist der "auf null" zu einem "normalen" Vergleichsfahrzeug und fängt an umwelttechnisch "zu sparen".
 
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da wäre ja die , bei der herstellung, verbrauchte energie schnell wieder reingeholt.
ich dachte eben,vor allem wegen der verbauten akkus, sowie, trotz kleineren verbrennungsmotor, zusätzlichen e-motor, sowie der sicherlich aufwändigeren steuerung, das die bilanz schlechter ausfallen würde.
immerhin soll man zb einen golf IV 6 jahre bei durchschnittlicher km leistung(wieviel das auch immer ist???) 6 jahre fahren können, ehe das co2, das bei entsorgung entsteht, mit benzin erzeugt haben.
und soviel einsparung bietet der prius hybrid ja nun auch nicht. gut im stadtverkehr spielt er sicherlich in einer anderen liga, aber sobald es auf landstr. oder bab geht, ist der minderverbrauch dahin. da wendet sich das blatt ins gegenteil. sicherlich mit hervorgerufen durch das höhere gewicht.
 
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Dickie

GESPERRTES MITGLIED
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Der Hybrid, wie ihn Toyota oder Honda und bals auch Andere im Programm haben, ist ja kein "Energie-aus-dem-Nichts-Erzeuger", die Energie, die er über den Elektromotor zusätzlich zum Benziner oder auch ausschließlich allein erzeugt, muss ja irgendwo herkommen.

Beim Prius wird die Bremsenergie benutzt, der E-Motor wird als Lichtmaschine (Generator) geschaltet und entzieht Bewegungsenergie (der Wagen bremst ab, spart Bemsbelag)und "macht" Elektroenergie draus, die in den Batterien abgespeichert wird.

Wird sehr wenig gebremst, wie auf einer eher gleichmäßigen Landstraße oder gar Autobahn, werden die Akkus nicht geladen und der Elektromotor hat keinen Saft zum Arbeiten, dann ist die gesamte Hybrid-Technik nur noch unnützes Gewicht.

Halber Schritt weiter ist der neue Volvo C30 Hybrid (kommt demnächst) da kann man die Batterien über Steckdose nachladen, dass sie zumindest beim ersten Anfahren schon komplett voll sind, egal wie leer man den Wagen vorher abgestellt hat.

Gibt aber auch die nächste bessere Stufe, wo der Benzinmotor, wenn er schon mal laufen muss, auch gleich etwas mehr belastet wird, zum Laden der Akkus. Ausgeklügelte Technik macht möglich, dass der Motor im richtigen Lastbereich "angezapft" wird, dass bei möglichst geringem (zusätzlichem) Spritverbrauch eine möglichst große Ladung der Akkus stattfindet und dann für den nächsten Überhol-Spurt auf der Landstraße zur Verfügung steht.

Nennst sich "intelligentes Lastmanagement" und findet sich in den großen Toyota-Hybriden, also Lexus. Man benötigt zwar (etwas) mehr Sprit, als zum derzeitigen Rollen gerade notwendig, aber in einem Überholmoment kommt der E-Antrieb mit zu und bringt nicht nur Leistung, sondern auch trotz des vorhergehenden Mehrverbrauchs unter dem Strich eine Spriteinsparung.

Dann die ganz harten Hybride, die zwar zwei Motore drunter haben, aber ausschließlich mit Elektroantrieb fahren, der Verbrennungsmotor dient ausschließlich zum Laden der Batterien, wird somit immer im optimalsten Bereich (Verhältnis Sprit zur Ausgangsleistung) benutzt und kommt nur zum Einsatz, wenn die Batterien es nötig haben. Die Fahrerbefehle sind dann nur noch an den E-Antreib.
 
Neuseeländer

Neuseeländer

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Das Prius-Konzept ist sicherlich für den Stadtverkehr eine gute Sache. Ein Arbeitskollege fährt einen Prius und schwört darauf. Für mich stellt sich da noch die Frage nach er Zuverlässigkeit der vielen Komponenten und deren reibungsloses Zusammenspiel. Auch die Entsorgung der Batterien/Akkus ist zu bedenken, wenn die Umweltbelastung betrachtet wird.

Vom Fahrgefühl ist sicherlich das Lexus-Konzept das Überzeugendere. Es soll wohl eine Ersparnis bis 25 % Superbenzin bringen. Allerdings ist der in einer Preiskategorie angesiedelt, welche mein Budget übersteigt. Da fahre ich lieber Autogas und tue da auch etwas für die Umwelt, zumindestens ein bisschen.
 
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Dickie

GESPERRTES MITGLIED
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Neuseeländer schrieb:
Für mich stellt sich da noch die Frage nach er Zuverlässigkeit der vielen Komponenten und deren reibungsloses Zusammenspiel.

Prius und Civic sind bereits in zweiter Generation, somit seit rund 7 Jahren auf dem Markt, und der Prius ist auch im Bereich Hybrid ein Toyota und der Civic ist von seiner Langzeitzuverlässigkeit auch kein echter Honda, sondern eher Toyota.

Es gibt natürlich Ausfälle in dem Bereich, was vorhanden ist kann auch über die Klinge gehen, aber keine systembedingen Geschichten, keinerlei Kinderkrankheiten, oder eher "grenzwertige" Ing.-Leistung, sondern (zum Erstaunen vieler deutscher Hersteller) "echtes" Toyota.


Auch die Entsorgung der Batterien/Akkus ist zu bedenken, wenn die Umweltbelastung betrachtet wird.
Auch keine Probleme, sind NiMh und nicht NiCd, somit schon mal kein hochgiftiges Cadmium vorhanden, vollständig und auch umwelttechnisch "harmlos" recyclebar.

Bei den neuen Akkus auf Li-Io-Technik ist die Entsorgung technisch etwas komplizierter und aufwändiger, aber auch nicht umwelttechnisch problematisch, das Zeugs neigt "nur" zur Selbstenzündung mit Explosion (wegen dem geschlossenen Gehäuse) unter einem bestimmten Ladezustand.

Muss zwar gemacht werden, fällt also auch Energie an, die erstmal erzeugt werden muss und bei einem "normalen" Fahrzeug nicht notwendig wäre, aber alles wiedernutzbar und damit recourcendschonend, wie eine Stahlblech-Karosse.
 
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