Garmin HUD: nachrüstbares Head-Up-Display im Test - 1. Teil: erste Eindrücke und Erfahrungen

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Mit einem Head-Up-Display lassen sich wichtige Fahrinformationen auf die Windschutzscheibe oder eine andere transparente Fläche projizieren, so dass sie näher am Auge des Fahrers liegen. Nur wenige Autohersteller bieten bereits ab Werk eingebaute Lösungen an, und wenn dann sind diese sehr teuer. Der Navigationsspezialist bietet jedoch seit kurzem eine Nachrüst-Lösung an. Diese werden wir einem ausführlichen Test unterziehen, der erste Teil beschreibt die ersten Eindrücke


Im Gegensatz zu den 1.400 Euro, die BMW für ein Head-Up-Display verlangt, kostet das Garmin HUD genannte Gerät beim exklusiven Vertriebspartner Deutsche Telekom lediglich 125,21 Euro. Für diesen Betrag bekommt der Käufer einmal die Basiseinheit mit dem integrierten Projektor, eine Klebefolie für die Windschutzscheibe, eine Plexiglasscheibe als alternative Projektionsfläche (siehe Bild oben) sowie ein Kfz-Stromkabel für den Zigarettenanzünder im Fahrzeug. Dieses Kabel verfügt auf der Seite, in die in Zigarettenanzünder eingesteckt wird, über eine USB-Buchse, an der das Ladekabel für ein Smartphone eingesteckt werden kann. Das ist durchdacht un praktisch. Weniger praktisch ist es allerdings, dass auf der anderen Seite ein runder Stecker wie bei einem Laptop-Netzteil angebracht ist. Ein microUSB-Anschluss mit entsprechender Buchse am HUD wäre aber wesentlich sinnvoller, da man dann auch jedes andere Ladekabel verwenden könnte, was bei Verlust oder Defekt große Vorteile mit sich brächte.

Doch der fehlende USB-Anschluss und der spezielle Stecker haben noch einen weiteren entscheidenden Nachteil: das neue Geräte kann nicht in den eigenen vier Wänden in Betrieb genommen werden. Daher müssen sämtliche Einrichtungen im Fahrzeug durchgeführt werden, eine Überprüfung der Funktion ist erst einmal nicht möglich. In unserem Fall ergab sich daraus auch ein Problem, denn aufgrund mangelnden Bedarfs war die App zur Navigation länger nicht mehr aktualisiert worden. Während der Bluetooth-Kopplung kam deshalb die Fehlermeldung, dass gar keine kompatible Software vorhanden wäre, ein Kauf über den Shop wurde angeboten. Dabei wäre ein Update der App ausreichend gewesen, dieses konnte aber wegen Zeitmangels und eher bescheidenem Empfang nicht durchgeführt werden. Der erste Versuch, das HUD zu nutzen, musste also abgebrochen werden. In der Form mag das unter Eigenverschulden fallen, dennoch wäre die Einrichtung von der eigenen Couch angenehmer. Zudem ließe es sich dann auch besser mit den Anzeigen des Geräts vertraut machen, indem eine Navigation simuliert wird. In der aktuellen Konfiguration muss dies geschehen, während man das Gerät bereits im Straßenverkehr nutzt, was der Sicherheit nicht gerade förderlich ist.

Nach einem Update der App im heimischen WLAN konnte ein zweiter Versuch gestartet werden. Beide Gerät haben sich nach kurzer Wartezeit automatisch verbunden, die Eingabe einer PIN war nicht notwendig. Bei einer ersten kurzen Ausfahrt konnte die Anzeige einem kurzen Test unterzogen werden, zumindest auf der zusätzlichen Projektorscheibe. Die Klebefläche wird in den nächsten Tagen angebracht und dann für den weiteren Test verwendet. Die Anzeige erstrahlt hell und kräftig in grün. Leider ist dies die einzige verfügbare Farbe, wichtige Informationen wie Tempolimits werden also nicht farblich gekennzeichnet. Die Zahlen und Buchstaben werden mittels einer herkömmlichen Siebensegmentanzeige dargestellt, darunter leiden die Informationen aber nicht. Die Anzeige ist auf der Plexiglasscheibe klar und deutlich ablesbar, die Schriftgröße ist mehr als ausreichend. Über mein Navigationsprogramm (Navigon select Telekom Edition) wurden jedoch weder die gefahrene Geschwindigkeit noch ein Tempolimit angezeigt. Dies ist wohl nur bei der kostenpflichtigen Vollversion der Fall.

Damit sind wir schon bei den Nachteilen des Gerätes. Dazu zählt ganz sicher die mangelnde Verfügbarkeit von kompatiblen Programmen. Aktuell kann das HUD nur zusammen mit Apps von Navigon (für Apple iOS, Android oder Windows Phone) oder alternativ dem hauseigenen StreetPilot (nur für Apple iOS) betrieben werden. Andere Software wie Google Maps oder TomTom ist zumindest derzeit ausgesperrt. Das gilt seltsamerweise auch für die unternehmenseigenen GPS-Geräte, und zwar selbst dann, wenn diese über eine drahtlose Datenverbindung verfügen. Die Navigationshinweise von diesen Geräten lassen sich also nicht auf dem HUD darstellen. Doch dies ist leider noch nicht alles, weitere Erfahrungen werden wir aber erst im zweiten Teil des Testberichtes veröffentlichen. Mal sehen, wie sich das Gerät in den kommenden Wochen im Alltag schlägt. Das erste Fazit zum HUD fällt auf jeden Fall eher durchwachsen aus, der verpatzte Einstand und einige Nachteile werden durch die ordentliche Anzeige bislang nicht aufgewogen.

Anmerkung: der zweite Teil des Tests mit Alltagseindrücken und einem Fazit ist mittlerweile veröffentlicht worden.
 
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