Formel 1: Vorschau auf die kommende Saison - Teams, Fahrer, Regeln und mehr

Diskutiere Formel 1: Vorschau auf die kommende Saison - Teams, Fahrer, Regeln und mehr im Formel Eins (F1) Forum im Bereich Formelsport; An diesem Wochenende startet die sogenannte Königsklasse des Motorsports in die neue Saison. Mit dabei ist auch ein komplett neues Team, das vom...
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geronimo

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An diesem Wochenende startet die sogenannte Königsklasse des Motorsports in die neue Saison. Mit dabei ist auch ein komplett neues Team, das vom italienischen Rennstall Scuderia Ferrari mit Motoren versorgt wird. Weitere Änderungen betreffen den Zuwachs an Rennen sowie einige neue Regeln. Nachfolgend ein Überblick, was die Fans in den kommenden Monaten erwartet


Die Teams:

In diesem Jahr treten insgesamt 11 Teams an. Als Neuling ist Haas F1 aus den USA dabei, die mit Ferrari-Motoren fahren. Aufgrund einer recht engen Zusammenarbeit mit den Italienern könnte das neue Team dabei sogar einige Achtungserfolge erzielen. Ob es für mehr als die letzten Plätze reicht, muss sich aber erst noch zeigen. Das liegt auch daran, dass das bisherige Schlusslicht Manor Racing (ehemals Marussia) ab dieser Saison mit Motoren von Mercedes AMG unterwegs ist, die bekanntlich die stärksten im gesamten Feld sind. Auch ein weiteres Team bekommt ab dieser Saison neue Motoren, nämlich die Scuderia Toro Rosso, das Bruderteam von Red Bull Racing. Anstelle der bisher verwendeten Renault-Antriebseinheit ist der italienische Rennstall künftig ebenfalls mit Motoren von Ferrari unterwegs. Eine weitere gravierende Änderung ist die Rückkehr von Renault als Werksteam. Dafür haben die Franzosen den finanziell angeschlagenen Rennstall Lotus übernommen. Finanzielle Probleme gibt es offenbar auch bei Sauber, die im schlimmsten Fall dazu führen könnten, dass sich das Team in der laufenden Saison aus der Formel 1 zurückziehen muss.

Die Fahrer:

Vor allem bei den Top-Teams der letzten Saison hat sich an der Fahrerpaarung nichts geändert. So tritt beispielsweise das Mercedes AMG Petronas Formula One Team weiterhin mit Lewis Hamilton und Nico Rosberg an. Bei Ferrari wird weiterhin auf Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen vertraut. Keine Änderungen gegenüber der letztjährigen Saison sind auch bei Williams, Red Bull, Force India, Toro Rosso, Sauber und McLaren zu verzeichnen. Neue Fahrer gibt es beim Renault Werksteam, wo die Piloten von Lotus nicht übernommen wurden. Dort greifen jetzt Jolyon Palmer und Kevin Magnussen ins Lenkrad. Auch bei Manor Racing gibt es ein neues Fahrerteam, dem mit Pascal Wehrlein der deutsche DTM-Champion der vergangenen Saison angehört. Bei Haas wurden Romain Grosjean und Esteban Gutierrez verpflichtet.

Strecken und Kalender:

In dieser Saison finden 21 Rennen statt, zwei mehr als in den vergangenen Jahren und so viele wie noch nie. Als absoluter Neuling ist das als Großer Preis von Europa ausgeschriebene Rennen in Baku/Aserbaidschan mit dabei. Dieses Rennen wird mit Spannung erwartet, da es nach Monaco das zweite Stadtrennen ist. Wieder im Kalender ist der im letzten Jahr ausgefallene Grand Prix in Deutschland, der in dieser Saison auf dem Hockenheimring stattfindet. Bestätigt wurde mittlerweile auch das Rennen in Austin/Texas, das wegen Kürzungen der Subventionen durch den Staat sowie fehlenden Einnahmen wegen des letztjährigen schlechten Wetters auf der Kippe stand.

Die Saison startet mit dem Großen Preis von Australien am 20. März und wird am 27. November in Abu Dhabi beendet. Aufgrund der zwei zusätzlichen Rennen wird mindestens alle zwei Wochen gefahren, allerdings mit einer Ausnahme: zwischen dem Rennen in Deutschland und dem Klassiker in Spa Francorchamps gibt es eine Sommerpause von vier Wochen, die zwischen dem 31. Juli und dem 28. August stattfindet.

Die Regeln:

In den vergangenen Jahren wurde immer wieder an den Regeln für die Formel 1 "herumgestrickt", wobei viele Experten und Fans der Meinung sind, dass diese eher für "Verschlimmbesserungen" gesorgt haben. Ein großer Kritikpunkt der letzten beiden Jahre bezieht sich auf die neuen V6-Hybrid-Motoren, deren Geräuschentwicklung als deutlich zu leise und damit der Formel 1 nicht würdig empfunden wird. In diesem Jahr soll ein spezielles Auspuffsystem dafür sorgen, dass es auf der Rennstrecke wieder etwas lauter zugeht. Das Lärmniveau und der Klang der früheren V8, V10 oder 12-Zylinder-Motoren wird damit aber längst nicht erreicht werden. Im Rennen gibt es ansonsten eher nur kleinere Regeländerungen.

Ganz anders sieht es im Qualifying aus, mit dem die Startaufstellung ermittelt wird. Hier wird ein KO-System eingeführt, bei dem in jedem der drei Abschnitte nach einigen Minuten Fahrzeit alle 90 Sekunden der jeweils langsamste Pilot ausscheiden muss. Diese in keiner anderen Rennserie erprobte Methode soll am rennfreien Samstag für mehr Action auf der Strecke sorgen. Allerdings gilt sie bei den Fahrern, Streckenbetreibern und Fans als überaus umstritten, weil zahlreiche Behinderungen durch ausgeschiedene Fahrer erwartet werden, die langsam in die Boxengasse fahren. Zudem droht gerade in den ersten Rennen größeres Chaos, da die benötigte Software für die Zeitnahme bislang nicht getestet werden konnte.

Übertragung in Fernsehen und Internet:

Hier ist alles beim alten geblieben, zumindest in Deutschland. Im Free TV ist RTL mit seinem bekannten Team Heiko Wasser, Christian Danner und Kai Ebel unterwegs, das von Mercedes Motorsport-Chef Niki Lauda unterstützt wird. Die Fans sind aber zum Teil weder mit den beteiligten Personen noch mit dem Umstand zufrieden, dass die "Werbung gelegentlich vom Rennen unterbrochen" wird. Zudem zeigt der Kölner Sender nur Qualifiying und Rennen live, während die freien Trainings beim Nachrichtensender n-tv zu sehen sind. In HD sind beide zuvor genannten Sender nur gegen Bezahlung empfangbar. Werbefrei und ebenfalls kostenpflichtig geht es bei Sky zu, wo weiterhin Marc Surer, Sascha Roos und Tanja Bauer den Kern bilden. Auf diesem Sender sind die freien Trainings, die Qualifikation und das eigentliche Rennen zu sehen, zudem werden dort zumindest teilweise auch die Rahmenrennen wie GP2 oder Porsche Supercup gezeigt.

Das Internet spielt für die Formel 1 weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. Dementsprechend gibt es auch keinen offiziellen Livestream, auf den beispielsweise unterwegs zugegriffen werden kann. Dies ist in Deutschland nur für Kunden von Sky möglich, die Sky Go nutzen können. Abhilfe schaffen hier mehr oder weniger dubiose Portale, die die Übertragung übernehmen. Hierbei sollten die Zuschauer aber unbedingt einige Dinge beachten, auf die wir in einem Ratgeber auf unserer Partnerseite zu ähnlichen Übertragungen der Fußball-Bundesliga hingewiesen haben.
(Bildquelle: Mercedes AMG F1)​


Meinung des Autors: An diesem Wochenende startet die Formel 1 in die neue Saison. Für zahlreiche Fans und Experten steht der künftige Weltmeister bereits jetzt fest, und er wird aller Voraussicht nach wieder bei Mercedes fahren. Doch Ferrari will dem Team nach Möglichkeit in die Suppe spucken, was aber sicher nicht ganz leicht wird. Was erwartet ihr von der kommenden Saison?
 
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