fluoreszierende Farbe zulässig?

Diskutiere fluoreszierende Farbe zulässig? im TÜV-Fragen Forum im Bereich AutoExtrem; Hallo liebe Gemeinde, komme aus dem Bereich KFZ Beschriftung / Folierung etc. Seit längerem arbeiten wir schon mit retroreflektierendem Material...
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the bear

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Hallo liebe Gemeinde,

komme aus dem Bereich KFZ Beschriftung / Folierung etc.
Seit längerem arbeiten wir schon mit retroreflektierendem Material & Konturmarkierungen.
Mir sind diesbezüglich auch alle Vorschriften etc. bekannt.

Nun habe ich ein neues Material entdeckt und möchte das an Fahrzeugen einsetzen. Habe natürlich versucht mich schlau zu machen, aber bis jetzt keine eindeutigen Aussagen bekommen.
Deßhalb habe ich mich hier angemeldet weil ja vielleicht irgendjemand von euch mir weiterhelfen kann.

Das Material um das es sich handelt ist fluoreszierend und bis zu 14 Std. NACHLEUCHTEND!
Es ist als 2 K System erhältlich (Würde mir auf den Alufelgen gefallen) und als spezielle Kunststoffarbe die ich auf outdoorfolie lackieren möchte und dann mit dem Plotter Schriftzüge schneiden möchte.

Die Kernfrage ist; Wird eine nachleuchtende Folie / oder Beschichtung als "Beleuchtung" am Fahrzeug angesehen ???
Wenn dem so wäre, könnte ich das ganze Thema knicken. Wäre schade, da dieses Material bestimmt auch bei manchem Tuner gefallen finden könnte.

Um das mit dem nachleuchtend zweifelsfrei verständlich zu machen - so wie die unbeleuchteten Notausgangschilder.

Freue mich auf Antworten

the bear
 
Neophyte_85

Neophyte_85

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Hallo

Also das Erscheinungsbild des PKW darf sich nicht ändern.

Was sich aber bei einer nachleuchtenden Funktion des 2 k Systems schon ändert.
 
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GTX

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Die Kernfrage ist; Wird eine nachleuchtende Folie / oder Beschichtung als "Beleuchtung" am Fahrzeug angesehen ???
Wenn dem so wäre, könnte ich das ganze Thema knicken. Wäre schade, da dieses Material bestimmt auch bei manchem Tuner gefallen finden könnte.
Das ist bestimmt interessant, aber du wirst es knicken können.

Solche Effekte ziehen die Aufmerksamkeit anderer Autofahrer auf sich, deswegen wird es wegen möglicher Verkehrsgefährdung nicht zugelassen werden.
 
Squitsch

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Das Material um das es sich handelt ist fluoreszierend und bis zu 14 Std. NACHLEUCHTEND!
Es ist als 2 K System erhältlich (Würde mir auf den Alufelgen gefallen) und als spezielle Kunststoffarbe die ich auf outdoorfolie lackieren möchte und dann mit dem Plotter Schriftzüge schneiden möchte.

Die Kernfrage ist; Wird eine nachleuchtende Folie / oder Beschichtung als "Beleuchtung" am Fahrzeug angesehen ???
Ja, jedes selbstleuchtende, nachleuchtende oder reflektierende Material an einem KFZ wird als Beleuchtungseinrichtung angesehen.

Siehe hierzu
§49a StVZO schrieb:
Lichttechnische Einrichtungen, allgemeine Grundsätze
(1) An Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein. Als lichttechnische Einrichtungen gelten auch Leuchtstoffe und rückstrahlende Mittel. (...)

Dein Vorhaben kannst du also - wie du es so schön ausgedrückt hast - knicken. ;)

Selbst die leuchtenden und reflektierenden Farben an neueren Einsatzfahrzeugen sind trotz Zulassung an normalen Fahrzeugen absolut tabu.
 
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the bear

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@ GTX - ich empfinde dies aber noch als eine " zu schwammige " Definition. Ich kann deiner Argumentation zwar folgen, bin aber der Meinung das ein sicherheitstechnischer Aspekt ebenfalls eine Rolle spielen könnte! Dazu auch siehe unten.

@squitsch - das Material ist kein Leuchtstoff & auch nicht reflektierend ! Dies kann per Definition belegt werden!

Außerdem würde mich die gesetzliche Definition für reflektiernde Folie interessieren (ich spreche hier von 3M Folie Scotchlite gemäß UN / ECE 104). Diese ist in 11 Farbtönen erhältlich (Prüfsiegel - auf der Folie - und ABE vorhanden) Einsatz auf Fahrzeugen über 2,8t erlaubt / als Werbeschriftzug oder wie auch immer / Farbe spielt keine Rolle - sprich auch die gelbe oder weiße Folie kann auf das Heck geklebt werden.
Verwendung nicht nur bei Einsatzfahrzeugen erlaubt ! Nein, jedes Fahrzeug über 2,8 t !

Bei der Konturmarkierung wird es noch abstruser; Einsatz bei jedem neuen LKW pflicht (bin mir nicht ganz sicher) über 7,5 t . 3M Scotchlite Serie 983/987.
Farbe weiß & gelb für Planenaufbauten allseitig / Farbe rot ausschließlich für Heckmarkierung.

Für beide Produkte hat 3M eine ABE bekommen, weil es um sicherheitstechnische Aspekte geht. Ich persönlich sehe diesen Bedarf auch bei kleineren Fahrzeugen.

Zusammenfassend; es ist keine lichtechnische Einrichtung (kein Leuchtmittel) / es ist nicht reflektierend - sprich rückstrahlend / es geht um illumeniscenz (hab ich bestimmt falsch geschrieben) und da frag ich eben ob dies in der STVO berücksichtigt wurde.

Ich weiß schon, ist vielleicht Haarspalterei und es geht mir nicht drum jemanden auszutricksen. Ich sehe neben dem Designfaktor schon auch einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor. Diesen sehe ich im übrigen auch in den reflektierenden Folien und finde es schade das diese nicht auf jedem Fahrzeug eingesetzt werden.
Zum Verständnis - Warnwesten in neonfarbe mit reflexstreifen sind inzwischen Pflicht. Wir haben jetzt auch Flexfolien im Programm die reflektierend sind, Schriftzüge geschnitten werden können um dann auf die Arbeitskleidung aufgepreßt zu werden.

Diese sind natürlich alle erlaubt, sie dienen ja der Sicherheit. Wir müßen solche Arbeitsklamotten im übrigen auf fast allen Messestandorten in Europa tragen (in Deutschland wird es wohl die nächsten 2 Jahre eingeführt werden).

Ergo; Reglementierungen sind manchmal gut & notwendig. In diesem Fall habe ich aber den Eindruck, das eingeschränkt wird weil der Markt schneller ist als die Behörde. In punkto Sicherheit wäre es meiner Meinung nach ein Gewinn.

Meine Frage bleibt bestehen - gibt es eine Chance Argumentativ (oder wie auch immer) dieses Material legal einzusetzen?

Bin weiterhin gespannt auf Rückmeldungen!

Grüße
the bear
 
Squitsch

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das Material ist kein Leuchtstoff & auch nicht reflektierend ! Dies kann per Definition belegt werden!
Wenn es für 14 Stunden leuchten soll, wieso ist es dann deiner Meinung nach kein Leuchtstoff? ;)
Entweder es leuchtet und ist somit ein Leuchtstoff, oder es leuchtet nicht und ist keiner.

Ob es nun aufgrund einer Glühbirne oder LED, einer offenen Flamme oder einer chemischen Reaktion leuchtet ist hierfür irrelevant, alles was im Dunkeln Licht abgibt ist ein Leuchtstoff.


Außerdem würde mich die gesetzliche Definition für reflektiernde Folie interessieren (ich spreche hier von 3M Folie Scotchlite gemäß UN / ECE 104). Diese ist in 11 Farbtönen erhältlich (Prüfsiegel - auf der Folie - und ABE vorhanden) Einsatz auf Fahrzeugen über 2,8t erlaubt / als Werbeschriftzug oder wie auch immer / Farbe spielt keine Rolle - sprich auch die gelbe oder weiße Folie kann auf das Heck geklebt werden.
Verwendung nicht nur bei Einsatzfahrzeugen erlaubt ! Nein, jedes Fahrzeug über 2,8 t !
Als Werbebeschriftung definitiv nicht.
Ich weiß, dass es schon extrem viel Probleme bereitet, wenn man ein ausgedientes Einsatzfahrzeug mit diversen reflektierenden Signalfarben an Privathände verkaufen will.

Die reflektierenden Leuchtstreifen der Einsatzfahrzeuge kriegst du auf einem Privatfahrzeug zu 100% nicht eingetragen, und als Werbeaufschrift schon dreimal nicht.


Bei der Konturmarkierung wird es noch abstruser; Einsatz bei jedem neuen LKW pflicht (bin mir nicht ganz sicher) über 7,5 t . 3M Scotchlite Serie 983/987.
Farbe weiß & gelb für Planenaufbauten allseitig / Farbe rot ausschließlich für Heckmarkierung.
Mit der ABE für Konturmarkierungen verhält es sich ähnlich wie mit einer ABE für einen gewöhnlichen Reflektor, unter bestimmten Umständen erlaubt, aber trotz ABE nicht beliebig am Fahrzeug angeordnet zulässig.


Für beide Produkte hat 3M eine ABE bekommen, weil es um sicherheitstechnische Aspekte geht. Ich persönlich sehe diesen Bedarf auch bei kleineren Fahrzeugen.
Und welchen sicherheitstechnischen Aspekten kommen nun nachleuchtende Alufelgen oder Werbeschriftzüge nach? ?(
An PKWs sind bereits heute rückseitig Reflektoren vorgeschrieben (in der Regel in der Rückleuchte integriert), und eine Konturenmarkierung wie bei einem LKW macht auch keinen Sinn.

Die Konturleuchtstreifen für Lastkraftwagen ermöglichen das frühzeitige Erkennen eines potenziell langsameren Fahrzeuges dadurch, dass die große Kontur des LKW-Aufbaus kenntlich gemacht wird.
Wofür eine Kenntlichmachung der Kontur eines PKWs gut sein soll, entzieht sich jedoch meinem Verständnis.


Zusammenfassend; es ist keine lichtechnische Einrichtung (kein Leuchtmittel) / es ist nicht reflektierend - sprich rückstrahlend / es geht um illumeniscenz (hab ich bestimmt falsch geschrieben) und da frag ich eben ob dies in der STVO berücksichtigt wurde.
Nochmal: Wieso ein Mittel leuchtet ist irrelevant, und ein Leuchtmittel besteht nicht immer aus einer Glühbirne mit Stromanschluss.
Im Falle einer phosphoreszierenden oder lumineszierenden Folie ist die Folie selbst als das Leuchtmittel anzusehen, da sie eben leuchtet bzw. wie im §49a beschrieben, ein Leuchtstoff ist.


Die reflektierende Arbeitskleidung ist im Übrigen dazu gedacht, um den ansonsten unbeleuchteten Arbeiter im Dunkeln sichtbarer zu machen, besonders wichtig bei Arbeiten im Straßenverkehr.
Bei Fahrzeugen, die jedoch bereits über zahlreiche Beleuchtungseinrichtungen verfügen, ist dieser Vergleich obsolet.

An Einsatzfahrzeugen sind nur darum zusätzliche Leuchtstreifen und Warnfarben angebracht, weil diese oft eine Gefahrenstelle markieren oder die Sichtbarkeit von Fahrzeugen mit Sonderrechten erhöhen.
Mit dem vorgeschriebenen Warndreieck hat der private Autofahrer jedoch ausreichend Material an Bord um eine Gefahrenstelle absichern zu können.
 
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