FAQ --> Fragen, die immer wieder kommen...

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astracar

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Es gibt vieles im Bereich Änderungen an Fahrzeugen, was immer wieder gefragt wird.

Diese FAQ befindet sich gerade im Aufbau. Anregungen und Kritik bitte per PN an mich, zpeedy oder rubberduck0_1 !

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astracar

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Sitze und Gurte

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Änderungen der Sitze und der Sitzkonsolen in M1-Fahrzeugen ( PKW bis 3,5 to zGM)

Im §22a StVZO stehen Sitze nicht als Bauartgenehmigungspflichtiges Ausrüstungsteil drin. Somit benötigen Sie erst mal keine BG.

Im § 35a (2) StVZO wird folgendes verlangt:
Personenkraftwagen, Kraftomnibusse und zur Güterbeförderung bestimmte Kraftfahrzeuge mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h müssen entsprechend den im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen mit Sitzverankerungen, Sitzen und, soweit ihre zulässige Gesamtmasse nicht mehr als 3,5 t beträgt, an den vorderen Außensitzen zusätzlich mit Kopfstützen ausgerüstet sein.
Diese " im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen" sind im allgemeinen EG/ECE-Rili´s.

Im Anhang zur StVZO finden wir dann zu § 35a (2) dies:
Anhang I, Abschnitt 6, Anhang II, III, und IV der Richtlinie 74/408/EWG, geändert durch die Richtlinie 81/577/EWG und die Richtlinie 96/37/EG
Folglich gelten die Sitze dann als zulässig, wenn sie den Vorschriften der Rili entsprechen. Und das wird durch das E-Zeichen = die nach der Rili geforderte BG nachgewiesen.

Was steht in der Rili 74/408 EWG inkl. den Nachträgen:
Anhang I, Abschnitt 6: Auf jedem Sitz muss das EWG-Typgenehmigungszeichen angebracht sein, also das E-Zeichen.

Anhang II befasst sich mit den M1-Fahrzeugen, also PKW bis 3,5 to zul.Ges.Gewicht ( zGG) neudeutsch: Gesamtmasse, zGM.
In diesem Anhang II unter 2.6 werden die "Einstelleinrichtungen" definiert :
Diese sind Einrichtungen, mit denen der Sitz oder seine Teile in eine Stellung gebracht werden können, die der Körperform des Sitzenden angepasst sind.
Die Einstelleinrichtung ermöglich insbesondere:
2.6.1 Längsverstellung
2.6.2 Höhenverstellung
2.6.3 Winkelverstellung
(...)
Anhang III ist für Busse und
AnhangIV für alle anderen Fz, die bisher nicht genannt sind.
Es ist nicht von der Lehne explizit die Rede, nur von einer allg. Winkelverstellung. Und diese kann m.E. auch mit der Konsole bewerkstelligt werden.

Nun gilt obiges aber nach den Übergangsvorschriften § 72(2) StVZO erst für Fz ab folgenden Stichtagen :
§ 35a Abs 2, 3, 4, 5 Satz 1 und Abs 7 (Sitze, Sitzverankerungen, Kopfstützen,
Anforderungen an Verankerungen und Sicherheitsgurte oder Rückhaltesysteme) ist spätestens anzuwenden
1 für erstmals in den Verkehr kommende neue Typen von

a) Kraftfahrzeugen ab dem 1. Juni 1998,
b) abweichend davon für Kraftomnibusse mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3,5 t ab dem 1. Oktober 1999 und

2 für alle erstmals in den Verkehr kommenden

a) Kraftfahrzeuge ab dem 1. Oktober 1999,
b) abweichend davon für Kraftomnibusse mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3,5 t ab dem 1. Oktober 2001.

Für Kraftfahrzeuge, die vor dem 1. Juni 1998 oder 1. Oktober 1999 (Nr 1a und Nr 2a) oder Kraftomnibusse mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3,5 t, die vor dem 1. Oktober 1999 oder 1. Oktober 2001 (Nr 1b und Nr 2b) erstmals in den Verkehr gekommen sind, bleibt § 35a einschließlich der dazugehörenden Übergangsbestimmungen in § 72 Abs 2 in der vor dem 1. Juni 1998 geltenden Fassung anwendbar.
Ergo darf ein Fz, das vor dem entsprechenden Stichtag zugelassen wurde, Sitze nach der "alten" Fassung haben.
Darf ! Weil "spätestens" dort steht. D.h., dass natürlich die EG/ECE- Rili´s auch angewendet werden dürfen und somit Sitze mit E-Kennzeichnung zulässig, jedoch eben nicht vorgeschrieben sind.

Diese Fassung lautet wie folgt:
§ 35a (2) StVZO i.d.F. vor dem 1.6.1998:
Die Sitze, ihre Lehnen und ihre Befestigung müssen sicheren Halt bieten und allen im Betrieb auftretenden Beanspruchungen standhalten. Klappbare Sitze und Rückenlehnen, hinter denen sich weitere Sitze befinden und die nach hinten nicht durch eine Wand von anderen Sitzen getrennt sind, müssen sich in normaler Fahr- oder Gebrauchsstellung selbsttätig verriegeln; dies gilt nicht für seitlich klappbare Sitze (z. B. im Gang von Kraftomnibussen).
Die Entriegelungseinrichtung muß von dem dahinterliegenden Sitz aus leicht zugänglich und bei geöffneter Tür auch von außen einfach zu betätigen sein. Rükkenlehnen müssen so beschaffen sein, daß für die Insassen Verletzungen nicht zu erwarten sind.
Kein Wort von Lehnenverstellung, Bauartgenehmigung,...

Die angesprochene Lehnenverstellung findet man in der "Führerhausrili":
Rili für die Gestaltung u Ausrüstung der Führerhäuser von Kraftwagen, Zgm u
Arbeitsmaschinen (FührerhausRili). BMV/StV – 13/36.25.01-12 vom 26. 5. 1986,
VkBl S 303:
Diese Rili stellen eine Unterlage für den Sachverständigen dar, die angibt, auf welche Weise das Ziel einer sicheren Gestaltung u Ausrüstung der Führerplätze u Führerhäuser erreicht werden kann u mit welchen der vom Konstrukteur angewendeten Mitteln dieses Ziel aufgrund vorangegangener Prüfungen des Sachverständigen als gesichert zu betrachten ist. Der Sachverständige ist bei seiner Gutachtertätigkeit an diese Rili, die gewissermaßen eine Vorarbeit für die ihm gestellte Aufgabe bedeuten, ebensowenig gebunden wie der Konstrukteur, der auch unter anderen als den hier aufgeführten Konstruktionslösungsmöglichkeiten bei der Gestaltung u der Ausrüstung der Führerplätze u der Führerhäuser wählen kann. In solchen Fällen ist vom Sachverständigen in eine sorgfältige umfassende Prüfung einzutreten, für die der Hersteller den erforderlichen Zeitaufwand billigerweise berücksichtigen muß u seine Mithilfe bei der Erstellung der erforderlichen Nachweise nicht versagen kann.
Hier fallen mir die Worte KANN und EBENSOWENIG WIE...GEBUNDEN auf.

Ein Wort noch zum min. geforderten Verstellbereich nach der Rili:
Die Rückenlehne muß im unteren Bereich in der waagerechten Schnittebene
nach innen gewölbt sein. Sie muß ausreichend gepolstert sein. Die Neigung der Rückenlehne gegenüber der Sitzfläche muß, ausgehend von der vom FzHersteller angegebenen Grundeinstellung, in einem Bereich von mindestens +/-5° stufenlos oder in Stufen von höchstens 2,5° ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen verstellbar sein. Die Drehachse der Rückenlehne muß horizontal u senkrecht zur Sitzlängsachse liegen.
Somit wäre für ältere Fz vor oben genannten Stichtagen der Rili nach eine Lehnenverstellung von max. 10° ausreichend.

Wenn sie verbindlich anzuwenden wäre. Was sie aber laut ihrer eigenen Aussage nicht ist.

Abschließen noch ein Wort zum Sicherheitsgurt, der extra betrachtet werden muss: Wenn dieser an der Konsole befestigt ist, gelten für Diese ab Stichtag Erstzulassung Fz 1.1.1992 auch die EG-Vorschriften.

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astracar

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Tönungsfolien

Tach!
Scheiben tönen:

Alle bauartgeprüften Folien ( mit ABG) dürfen generell auf alle Scheiben außer Frontscheibe und den vorderen Seitenscheiben angebracht werden, ( Bei Heckscheibe Auflage: 2. Außenspiegel ).

"Aufkleber", also alles ohne Bauartgenehmigung, dürfen max. bis zu 25% der Scheibenfläche, jedoch nicht über 0,1m² groß sein. Scheibeneinfassungen müssen frei bleiben.( wobei diese Forderung auf die Zeit zurück geht, wo es noch keine geklebten Scheiben gab. Bei den geklebten dürfte dies meiner Meinung nach aus technischer Sicht hinfällig sein, da aber eine gültige Forderung, muss es eingehalten werden!).

Ebenso interessiert hier die Lichtdurchlässigkeit der Folie überhaupt nicht, da sie sowieso eine ABG haben muss und wenn man eine Folie "Modell Blickdicht" findet, die eine ABG besitzt, ist die auch zulässig.

Tönen/fluten/coaten von Scheiben:​

Es besteht auch die Möglichkeit, mittels fluten/coaten eine Tönung bis zu dem maximal zulässigen Wert zu erreichen.
Dies gilt auch für vordere Scheiben.

Wenn eine Scheibe geflutet wird, erlischt die Bauartgenehmigung der Scheibe, und es muss eine neue BG erteilt werden und eine Einzelabnahme für das betreffende Fz gemacht werden.

Jede Scheibe benötigt somit eine neue Bauartgenehmigung nach § 22a, Abs.1, Nr. 3 StVZO mit den Anforderungen, die in der TA 29 (Technische Anforderungen an Fahrzeugteile bei der Bauartprüfung nach § 22a StVZO) geregelt sind.

Auszug aus TA 29:
3.1 Einscheiben-Sicherheitsglas (Windschutzscheiben) ( nur noch bei älteren Fz vorhanden u zulässig, Anm.d.Verf.)
(...)
3.1.9.2 Lichtdurchlässigkeit
(...)
3.1.9.2.2 Anforderungen
Die Lichtdurchlässigkeit im sichtbaren Bereich, bezogen auf die Hellempfindlichkeit des Auges darf bei Verwendung der Normlichtart A (s. DIN 5033 Blatt 7, Ausgabe April 1972) 75% nicht unterschreiten.
(...)
3.2 Einscheiben-Sicherheitsglas (ausgenommen für Windschutzscheiben)
(...)
3.2.9.2 Lichtdurchlässigkeit
(...)
3.2.9.2.2 Anforderungen
Die Lichtdurchlässigkeit im sichtbaren Bereich, bezogen auf die Hellempfindlichkeit des Auges, darf bei Verwendung der Normlichtart A (s. DIN 5033 Blatt 7, Ausgabe April 1972) 70% nicht unterschreiten.
(...)
3.3 Normales Verbund-Sicherheitsglas (Windschutzscheiben)
(...)
3.3.9.2 Lichtdurchlässigkeit
wie 3.1.9.2 (also auch 75%, Anm.d.Verf.)
(...)
3.4 Normales Verbund-Sicherheitsglas (außer fürWindschutzscheiben)
(...)
3.4.9.2 Lichtdurchlässigkeit
wie 3.2.9.2 ( also 70 %, Anm.d.Verf.)
3.5 Vorbehandeltes Verbund-Sicherheitsglas (Windschutzscheiben) (Vorbehandeltes Verbund-Sicherheitsglas, bei dem mindestens eine
der verwendeten Glasscheiben eine Behandlung zur Erhöhung der
mechanischen Widerstandsfähigkeit und zur Beeinflussung der
Splitterbildung nach Bruch erhalten hat.Anm.d.Verf)
(...)
3.5.9.2 Lichtdurchlässigkeit
wie 3.1.9.2 (also 75 %, Anm.d.Verf)
Sonnenblendstreifen auf der Windschutzscheibe:​


Nach der VkBl-Verlautbarung Nr 129 vom 27. 5. 1986 (VkBl S 306) ist die BG für
Folien auf Scheiben ab 1. 10. 1986 erforderlich. Werden auf Scheiben von Fz nachträglich Folien aufgeklebt oder auf andereWeise aufgebracht, so erlischt nach § 19Abs 2 die BE des Fz, es sei denn, für die Folie ist eine BG nach § 22a Abs 1 Nr 3 erteilt, die das Aufbringen an der betreffenden Scheibe zuläßt u die hinsichtlich ihrer Wirksamkeit nicht von einer Abnahme abhängt.

Nicht betroffen von dieser VkBl-Verlautbarung sind kleinere Aufkleber (zB Plaketten, Reklameaufschriften, Fahrgastinformationen in Bussen), deren Fläche kleiner als 0,1 m2 ist. Für diese Aufkleber ist keine BG erforderlich. Es darf aber keinesfalls mehr als 1⁄4 der Fläche der Scheibe mit Aufklebern versehen werden. Die Scheibeneinfassung muß von Aufklebern frei bleiben.
Beim Aufbringen derartiger Aufkleber auf die Windschutzscheibe u andere Scheiben ist jedoch zu beachten, daß das für den FzFührer vorgeschriebene ausreichende Sichtfeld unter allen Betriebs- u Witterungsverhältnissen gewährleistet sein muß.
Bei einer durchschnittlichen Scheibenbreite von 120 cm ist die rechnerische max.Höhe 8,3 cm, sonst ist man über den 0,1 m² .

Alles was drüber ist, muss als Folie mit BG ausgeführt sein und eine Einzelabnahme ist erforderlich, ob das Sichtfeld noch passt.

Wie es sich bei Scheiben verhält, die sowieso schon serienmäßig einen dicken schwarzen Rand aus optischen Gründen haben, ist (noch) nicht geregelt. Die obige Regelung stammt von 1986, wo es solche Scheiben noch nicht gab.


Eine Scheibengravur bringt die BG der Scheibe zum Erlöschen.

to be continued


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Türgriffe entfernen

Tach!

Da es (meines Wissens nach) kein Gesetz gibt, was direkt Türgriffe an allen Türen vorschreibt, muss man es aus geltendem Recht ableiten.

Somit hat eigentlich jeder aaS in seinem eigenen pflichtgemäßen Ermessen unter Berücksichtigung aller möglichen Einschränkungen zu entscheiden.

M.E. müssen gecleante Türen abgenommen werden, da nachgewiesen werden muss, dass das Schloss an sich nicht verändert wurde und nachfolgende Sachverhalte eingehalten werden:

Der §35e(2) StVZO fordert, dass ein unbeabsichtigtes Öffnen der Türen nicht zu erwarten ist. Als Maßstab für die Erfüllung dieser Forderung gilt die RL 70/387/EWG, dort ist für den Schließmechanismus nachzuweisen, dasseine zweite Raststellung als Sicherung gegen unbeabsichtigtes Öffnen vorhanden ist und sich das Schloss bei einer Beschleunigung von 30g in Längs- und Querrichtung (z.B. durch einen Unfall) nicht selbständig öffnet.( Wie das geprüft werden sollte, weiß ich auch nicht, erübrigt sich aber eigentlich, wenn das Original-Schloss verbleibt...)

Die EG-Richtlinie 96/27/EG, Anh. II fordert, dass es nach dem definierten seitlichen Aufprall möglich sein muss, ausreichend viele Türen ohne Werkzeug öffnen zu können, damit alle Insassen das Fahrzeug verlassen können. Dabei dürfen erforderlichenfalls die Sitzrückenlehnen oder Sitze verschoben werden. Diese Rili gilt für Fz mit EG-BE, sollte aber auch auf ältere angewandt werden.

Außerdem gibt es einen § 30 der StVZO, mit dem man bei entsprechender Auslegung ALLES erschlagen könnte:
§ 30 (1) StVZO:
Fahrzeuge müssen so gebaut und ausgerüstet sein, dass
1. ihr verkehrsüblicher Betrieb niemanden schädigt oder mehr als unvermeidbar gefährdet, behindert oder belästigt,
2. die Insassen insbesondere bei Unfällen vor Verletzungen möglichst geschützt sind und das Ausmaß und die Folgen von Verletzungen möglichst gering bleiben. (Was nicht gegeben sein dürfte, wenn ein Ersthelfer die Tür nicht aufkriegt, obwohl sie nicht so deformiert ist, dass sie nicht zu öffnen wäre).
Meiner Ansicht nach müssen entweder an den vorderen Türen Griffe verbleiben und bei hinteren Türen, die nicht von außen geöffnet werden können, die Sitzplätze gestrichen werden, mit unbrauchbar Machen der Gurtverankerungen.

Vordere Türgriffe dürften nur entfernt werden, wenn ein GLEICHWERTIGER MECHANISCHER Öffnungsmechanismus vorhanden ist, der VON AUßEN LEICHT ZUGÄNGLICH sein muss.
Wie das auszusehen hat, kann sich jeder Amateur-Hobby-Konstrukteur selber aus den Fingern saugen.

Die Ansichten der Sachverständigen weichen bei diesem Thema z.T. erheblich voneinander ab, und im Endeffekt ist jeder aaS für seine Eintragung verantwortlich.

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Demontage des Heckscheibenwischers

Tach!

Bezüglich der Zulässigkeit der Demontage eines Heckscheibenwischers gibt es sehr unterschiedliche Meinungen.
Die Meinungen reichen von " geht gar nicht" über "musste nach §21 austragen lassen" bis zu " einfach wegbauen und gut ist".

Zu den Fakten:

Alles was an einem Fz vorgeschrieben ist, muss auch dran sein. Ganz banal z.B. Abblendscheinwerfer inkl. Einhaltung aller Anbauvorschriften. Oder eben auch die vorderen Scheibenwischer.

Alles was darüber hinaus dran sein darf, muss dann aber auch den geltenden Richtlinien entsprechen. Z.B.Nebelscheinwerfer inkl. Anbau und Schaltungsvorschriften ( übrigens eintragungsfrei;) )
Zu letzterer Kategorie gehört auch der Heckwischer.

Geltende Vorschriften zum Thema Scheibenwischer:

Nationale Vorschrift zu Scheibenwischern:
§ 40(2) StVZO

Windschutzscheiben müssen mit selbsttätig wirkenden Scheibenwischern versehen sein. Der Wirkungsbereich der Scheibenwischer ist so zu bemessen, dass ein ausreichendes Blickfeld für den Führer des Fahrzeugs geschaffen wird.
Ausschlaggebend ist hier WINDSCHUTZSCHEIBEN, also VORNE.

EG-Vorschrift: ( Das Zitat spar ich mir an der Stelle, wäre zu lang)
Die Rili 78/318EWG regelt die Beschaffenheit der Scheibenwischer und Scheibenwascher.
Anwendungsbereich sind Kfz mit >= 4 Rädern und bbH > 25 km/h. Betroffen ist deren SICHTFELD für den Fahrer von 180° NACH VORNE.

Ein Fallbeispiel:
In der Betriebserlaubnis für einen Opel Astra-F-Caravan,ABE F 854, Punkt 1.3 steht der Heckwischer explizit in der Liste der wahlweisen Ausrüstung, somit wahlweise und nicht fester Bestandteil der BE. Da stehen auch z.B. Innenverstellbare Spiegel, el.Fensterheber, Nebelscheinwerfer,... drin ( die Liste umfasst 2 Seiten).
Das selbe Fz-Modell mit EG-BE, genannt Opel T92-Kombi, e1*96/79*0075*00 verweist bei Punkt Scheibenwischer/Wascher auf die Rili 78/318EWG.

Fazit:
Der Heckwischer ist i.d.R. kein Bestandteil einer Fz-BE,weder nach Nationalen noch nach EG-Vorschriften, und somit i.d.R. wahlweise montierbar und demontierbar.
Es gibt allerdings Sachverständigenmeinungen, nach denen es im Einzelfall doch Bestandteil einer BE
sein könnte ( also nach dem Grundsatz " keine Regel ohne Ausnahme),
und da ich ja nicht alle BE´s aller Fz gelesen habe(n kann), gilt somit:
Erst erkundigen, ob tatsächlich Bestandteil der Fz-BE, dann cleanen!


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Thema:

FAQ --> Fragen, die immer wieder kommen...

Sucheingaben

stvzo § 35a abs 2 vom 1.juni 1998

,

zulässigkeit scheibengravur

,

was steht in der richtlinie 74408ewg

,
tüv wiederkommen
, stvzo in der fassung bis zum 01.06.1998, gurtverankerungen unbrauchbar machen, Verriegelung für klappbare Sitze erforderlich ab, pkw tüv kosten wiederkommen berlin, § 72 abs. 2 stvzo fassung vor dem 1. juni 1998, rl 74408ewg, rili 74408ewg

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