Fahrgestellnummer W000 statt W0L??????

Diskutiere Fahrgestellnummer W000 statt W0L?????? im Opel Vectra Forum im Bereich Opel; Ich habe da mal ein riesiges Problem. Will meinen gebrauchten VECTRA verkaufen und mir nen grossen Kombi holen. Also habe ich mir das neue gekauft...

Avanti

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Ich habe da mal ein riesiges Problem. Will meinen gebrauchten VECTRA verkaufen und mir nen grossen Kombi holen. Also habe ich mir das neue gekauft und wollte dann meinen Vectra in Zahlung geben.

Ich habe meinen Fahrzeugbrief nicht gefunden und bin zur Zulassungsstelle um mir einen neuen zu besorgen. Dabei wird eine IDENT Prüfung des Autos durchgeführt. Also hat die gute Frau dort auf das Typenschild geschaut und meinte dann, sie müsse noch die Fahrgestellnummer vergleichen. Ich schaute sie blöd an, wusste ich ja nicht, das die neben dem Beifahresitz im Bodenblech steht. Beim kaufen habe ich auch nur das Typenschild verglichen.

Jetzt kam die böse Überraschung: die Nummern stimmten nicht überein!!!

Jeder OPEL, so wurde mir gesagt, hat eine Fahrgestellnummer, die mit W0L beginnt. Ist die internationale Bezeichnung und bei jedem OPEL gleich. Bei mir steht aber im Fahrgestell eingepresst W00!!!! Laut DEKRA eigentlich unmöglich, weil mit Maschine eingepresst und da ändern sich die ersten Buchstaben nicht. Alle anderen Zahlen stimmen überein.

Die Zulassungsstelle hat mir dann eine Änderungsgenehmigung für die DEKRA ausgestellt und diese haben die original Fahrgestellnummer unkenntlich gemacht und die neue in den vorderen rechten Dom neu reingehämmert.

Natürlich wollte ich die Kosten für den ganzen Spass von meinem OPEL Autohaus erstattet haben, AMZ Leipzig. Die stellen sich quer und meinen es ist meine Pflicht als Halter die Nummer zu vergleichen. Selbst TÜV, Vorhaltern und Autohaus ist nie aufgefallen das die Nummer nicht stimmt.

Meine Frage ist nun was ich tun kann. AMZ sagt zu mir das OPEL keine Werksniederlassung im eigentlichen Sinne hat und alle OPEL Händler nur im Auftrag arbeiten. Ich solle mich wegen der Kosten an OPEL in Rüsselsheim wenden. Das sehe ich aber nicht ein. Meines Erachtens nach ist für mich das Autohaus AMZ Ansprechpartner und Kostenträger der Angelegenheit. Muss Montag erstmal meinen Rechtsschutz bemühen, aber vieleicht hat ja einer von Euch ne Idee oder weis wie es sich mit den Kosten verhält.

Danke Avanti
 

kleiner_klaus

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Völlig unabhängig, wer hätte wann was machen müssen oder nicht gemacht hat:
Schadensersatzpflichtig ist immer derjenige, der einen Schaden verursacht hat und
ich persönlich sehe es als sehr problematisch an, als Schadensverursacher für eine
fehlerhaft eingeprägte Fahrgestellnummer ein Autohaus (reiner Händler) dranzukriegen.

Es mag zwar recht bequem sein, wenn der Verantwortliche gleich um die Ecke sitzt, aber
ob es der richtige Verantwortliche ist, bezweifel ich doch eher.

Opel Rüsselsheim ist nunmal der Hersteller und für die Prägung verantwortlich, also
Briefchen scheiben. Irgendwelche "Werksniederlassungen" als direkter Ansprechpartner
des Herstellers gibt es bei Opel schon lange nicht mehr, wie auch bei VW oder Ford
sind das alles "private" Händler.
 

Avanti

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Aber warum soll ich mir die Mühe machen mich mit OPEL rumzuschlagen. Soll sich doch das Autohaus das geld von OPEL holen.

Ein Kumpel von mir meinte auch das ich ja ein Jahr Gewährleistung mindestens habe. Das der Fehler schon vor dem Kauf bestand muss ich zwar nachweisen (weil vor über nem halben Jahr gekauft), das dürfte mithilfe eines Gutachters aber nicht sehr schwierig sein, oder?

Und für mich ist immer der Verkäufer der Ansprechpartner und in diesem Fall ist das das Autohaus und kein anderer.

Avanti
 

kleiner_klaus

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Wenn Du alles bereits weisst, warum fragst Du dann ?
 

Avanti

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Ich weis es eben nicht, sondern mach mir halt nur meine Gedanken. Manchmal glaubt man ja auch nur etwas zu wissen oder hat es eben von jemanden gehört. Ausserdem will ich ja nicht den Anwalt oder Gutachter einschalten müssen, wenn es auch anders geht. Nur sehe ich es nicht ein Rennereien zu haben, obwohl mich vieleicht keine Schuld trifft. Kostet alles Zeit und Geld und das ist beides knapp:]
 

kleiner_klaus

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Das Autohaus ist Ansprechpartner gem. BGB §434 für "Sachmängel" und
was "Sachmängel" rechtlich definiert sind, findest Du hier:

http://www.fb1.uni-essen.de/schwedhelm/materialien/BGB2/BGB2_sk32.pdf

Ob nun ein Sachmangel vorliegt, für den das Autohaus leistungspflichtig wäre,
kannst Du nun selber halbwegs nachlesen.

Aufgrund Deiner Situation, die nun eigentlich überhaupt nicht in diesen Definitionsrahmen
richtig passt, und der schon erlebten auch nicht gerade unbegründeten "Bockbeinigkeit"
des Autohauses, wird es jede Menge Laufereien geben und das Ganze auch noch mit
recht ungewissem Ausgang, weil es rein vom Vefahren der eher "falsche Mond" ist,
den Du da anbellen willst.

Weiterhin sollte man auch genau aufrechnen, welche zusätzlichen Kosten tatsächlich
entstanden sind, denn an den Kosten für einen neuen "Brief" (Zulassungsbescheinigung 2)
und die damit verbundene Prüfung ist kein Anderer außer Du selber für verantwortlich.

Somit bleibt einzig der Geldbetrag über, der die Neuprägung der FG.-Nummer ausmacht
und nun sollte man sich ausrechnen, ob sich da ein Anwalt und damit verbunden Lauferei
auch lohnt, insbesondere, wenn die RS-Versicherung hinterher wegen nicht vertraglich
gedeckter Geringfügigkeit die RA-Kosten nicht übernehmen will.
 
Zuletzt bearbeitet:

Avanti

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Die erste IDENT Prüfung muss ich selbst zahlen und auch die Kosten für die Zulassungsbescheinigung.

Allerdings wird ja eine zweite IDENT Prüfung notwendig, es muss in den ehemaligen Fahrzeugschein eingetragen werden, wo sich die neue Fahrgestellnummer befindet und es sind Kosten bei der DEKRA fürs machen lasse entstanden. Desweiteren kostete auch der von der Zulassungsbehörde ausgestellte Auftrag für das ändern eben dieser Nummer Geld. Insgesamt ca. 120€. Ist sicher nicht allzuviel, aber eben auch Geld was ich besser investieren kann.

Werde mal sehen was der Rechtsschutz sagt und dann werde ich halt wohl oder übel doch OPEL anschreiben müssen.

Avanti
 

kleiner_klaus

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Nun nehmen wir mal an, es wären Gewährleistungsansprüche gegen das Autohaus
vorhanden, dann geht es nach BGB weiter:

1. Der Verkäufer hat zwei mal das Recht (und auch die Pflicht) den Mangel zu beseitigen.

Hast Du den Verkäufer zwei mal die Möglichkeit gegeben, also auch erstmal aufgefordert,
den Mangel zu beseitigen ?

2. Erst wenn 2 Nachbesserungsversuche nicht den Mangel beseitigt haben, dann darf man

2.1 vom Vertrag zurücktreten, also den Wagen zurückgeben. Nennt sich "Wandeln",
funktionert aber nur, wenn durch den Mangel erheblich Nutzungseinschränkungen
vorhanden sind.

2.2 einen Kaufpreisnachlass entsprechend dem Mangel verlangen. Nennt sich "Minderung",
wobei die Minderungshöhe durch einen Gutachter festgestellt werden muss.


Wer jetzt richtig lesen kann, der sollte eigentlich verstanden haben, dass es ein "lass ich
woanders reparieren und der Verkäufer muss mir den Rechnungsbetrag ersetzen"
überhaupt nicht rechtlich gibt.

Ist auch durch en gesetzgeber "vorsätzlich" so geregelt, weil dies ansonsten ein Freifahrts-
Schein für jeglichen Verkäufer für einen Steuerbetrug sein würde. Keiner kann eine
"Fremdrechnung", also eine Rechnung, die nicht über seinen Firmennamen lautet,
von der Steuer absetzen.

Zusammengefasst:
1. Du hast eher nicht den Verkäufer (auch noch mehrfach) aufgefordert und die
Möglichkeit gegeben, einen eventuell vorhandenen Mangel zu beseitigen.
2. Du forderst die Bezahlung einer Fremdrechnung.

Somit hast Du (mindestens) zwei mal völlig gesetzwidrig (außerhalb Deiner gesetzlichen
Verpflichtungen
) gehandelt und dadurch jegliche Gewährleistungsansprüche verloren.

Rein rechtlich hast Du gegen niemanden, weder dem Autohaus noch dem Hersteller,
auch nur irgendeinen Anspruch, denn Du hast Dir alles durch eigenes, überstürztes
und unüberlegtes Handeln selber versaut.
Selbst wenn dies tatsächlich ein Sachmangel gewesen wäre, den das Authaus hätte
auf seine Kosten beseitigen müssen.

Daher auch der indirekte Hinweis, mittels eines eher sehr freundlich verfassten Briefes
an Opel-Rüsselsheim etwas zu erreichen, vielleicht einen Gutschein für den Opel-Shop.
Rechtlich, also mit Anwalt und dann Gericht aufgrund Gesetzen: null.
 

Avanti

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Ich habe aber ehe ich es machen lassen habe das Autohaus aufgesucht und mit dem Chef versucht zu besprechen wie es gemacht werden soll! Seine Aussage war, ich solle zur DEKRA fahren und es machen lassen. Da beim TüV ja auch die Fahrgestellnummer geprüft wird, so seine Aussage, würden die das mir schon kostenlos machen, denn auch bei der von der DEKRA durchgeführten Technischen Untersuchung ist keinem der Fehler aufgefallen. Ich habe das Autohaus also vorher informiert. Natürlich wird mein Problem sein, das ich das nicht schriftlich habe. Du hast da schon recht, das das mit Anwalt blöd ist. Ich will mich ja auch nur erstmal informieren, inweit ich da Rechte habe. Wenn er mir sagt ich habe einfach Pesch gehabt, dann muss ich wohl auch damit leben. Man lernt halt leider nie aus.:(

Danke Dir trotzdem das Du versuchst mir Tipps zu geben.

Avanti
 

kleiner_klaus

GESPERRTES MITGLIED
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Leider der falsche Weg, nicht den Händler informieren, sondern zur Sachmängelbeseitigung
auffordern. Leider auch doppelt dumm gelaufen, weil der dafür nowendige KFZ-"Brief"
(Zulassungsbescheinigung 2) abhanden gekommen ist und es dadurch nicht mehr so
einfach "nur" eine reine Mängelbeseitigung einer "unklaren" FG-Nummer war.

Diese Gewährleistungsgeschichten fordern auch immer ein gesetzlich zwingend
vorgeschriebenem Verhalten des Kunden, und wenn der Kunde nicht entsprechend
dieser Pflichten handelt, werden alle auch real vorhandene Rechte rein formell nur
deshalb "verspielt".

Ein anwaltliches Schreiben kann manchmal etwas bewegen, allerdings hier ausschließlich
dann, wenn sich der Verkäufer durch einen Anwalt beeindrucken lässt. In diesem Falle
glaube ich das weniger, denn zum einen wird ein großes Autohaus sich eigentlich sehr gut
im Bereich der gesetzlichen Gewährleistung auskennen (sollte es zumindest), zum anderen
haben Firmen ab bestimmter Größe eigentlich auch einen "Hausanwalt", wo man derartiges
auf kleinem Weg hinschickt mit einem "mach mal".

Weiterhin ist das Autohaus auch bereits durch Deine mündliche Forderung "vorgewarnt"
und haben rechtsfachlich nicht unbedingt richtig aber doch bestimmend jegliche
Schadensersatz-Leistungen abgelehnt. Da dürfte auch ein Anwalt nicht mehr viel bewegen
können, insbesondere ohne jede rechtlich abgesicherte Basis. ;)

Ich sehe daher wirklich nur eine (wenn auch nur geringe) Chance direkt über Opel, denn
die haben ja diese merkwürdige FG.-Nummer dort eingepresst und die wissen eigentlich
auch noch nichts über einen verlorengegangenen Brief und müssen es ja nicht unbedingt
erfahren.

... und als langjähriger, bisher zufriedener Opelfahrer blablabla wäre es schon
usw.usw., wenn man sich aus Kulanzgründen blabla usw.usw.
 

spatze

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ich würde mir auch lieber die 15 minuten mühe machen und mich direkt an opel wenden.....

die sind sicherlich kooperativer und ihr werdet euch schnell einig. würde es sogar per e-mail versuchen, da es noch schneller geht . . .
 

Avanti

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Da ja nun schon 2 der Meinung sind ich solle mich an OPEL wenden, werde ich das wohl morgen tun. Habe mir schon die Nummer herausgesucht. Werde dann Bericht erstatten.

Avanti
 

Avanti

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Ich habe heute bei OPEL in Rüsselsheim angerufen. Dort sagte man mir sehr freundlich, das ich doch bitte mich an das Autohaus wenden soll, den die würden dann den zuständigen Aussendienst Mitarbeiter verständigen. Habe ich auch wieder gemacht und auf einmal wollten die von mir meine Rechnungen haben und werden es weiterleiten. Na mal sehen, was das wird.

Avanti
 

kleiner_klaus

GESPERRTES MITGLIED
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Und schon bewegt sich was ;)

Das eigentliche Problem dahinter ist für "Normalsterbliche" relativ schwer durchschaubar.

Diese Geschichte ist sehr wahrscheinlich nämlich keine "Sachmangel"-Geschichte, für die
der Händler verantwortlich und in der "Sachmangelhaftung" ist, sondern eher eine
"Produktmangel"-Geschichte, für die der Produzent, also Hersteller die Mütze auf hat.
Stichwort ist "Produkthaftung".

Letztendlich "Abwicklungspartner" bleibt das Autohaus, weil Opel keine Werksniederlassungen
hat, sondern über Vertragshändler seine Geschäfte abwickelt und somit dann dort
die eigentliche Arbeit durchgeführt wird, aber aufgrund der Verantwortlichkeit für
den Mangel eben nicht der Werkstattmeister selber sagt: "unser Problem", sondern
vermutlich völlig zu Recht: haben wir nicht zu verantworten, somit muss Opel uns den
Auftrag erteilen, den wir dann auch gegen den Auftraggeber (Opel) berechnen können.

Somit hat das Autohaus jetzt erstmal von Ople den Auftrag erhalten, die Unterlagen zu
sichten und dann beim nächsten Besuch des Händlerbetreuers vorzulegen, und dann
als Hersteller Opel dem Vertragshändler sagt ("weiterbeauftragt") wie nun das geregelt
wird.
 
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