Fahrbericht: "ein Sportwagen, der auch im Heimatland von Porsche zu einer konkurrenzf

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Fahrbericht: "ein Sportwagen, der auch im Heimatland von Porsche zu einer konkurrenzf

http://www.focus.de/auto/fahrberichte/tid-5916/fahrbericht-hyundai-coupe-2-7-v6_aid_58123.html

29.01.07,

Fahrbericht Hyundai Coupé 2.7 V6
Pure Eleganz
Von FOCUS-Online-Autor Jürgen Wolff, Stuttgart

Als Hyundai 1991 sein Coupé in den deutschen Markt einführte, rollte noch ein mit barocken Kurven gesegneter 2+2-Sitzer aus Korea an, den niemand so richtig ernst nahm. Das hat sich 15 Jahre später geändert. Immer noch ist der Sportler mit rund 1400 Zulassungen pro Jahr zwar nicht gerade das Volumenmodell des Konzerns – aber ein Sportwagen, der auch im Heimatland von Porsche zu einer konkurrenzfähigen Alternative geworden ist.

Karosserie/Innenraum

Eleganter geht es kaum

Vor allem die Karosserie ist in den vergangenen Jahren zu der eines richtigen Sportwagens gereift. Lang, dynamisch, kraftvoll – das Hyundai Coupé ist salon- und boulevardfähig geworden. Wer an der Ampel steht, kann sich der einem Sportler gebührenden Aufmerksamkeit gewiss sein. Und es ist nicht mehr wie früher Mitleid, das in den Blicken liegt.

Das neu aufgelegte Hyundai Coupé hat neue, dynamische Front- und Heckpartien bekommen. Die Frontscheinwerfer mit Klarglasoptik wurden neu gestaltet. Dazu kommt ein modifizierter Stoßfänger mit größeren, über die gesamte Fahrzeugbreite laufenden Kühlluftöffnungen. Leider sind dem Facelift die markanten seitlichen Kiemen zum Opfer gefallen und durch kleine Lüftungsschlitze ersetzt worden. Dafür sind die seitlichen Sicken, die unterhalb der Scheinwerfer beginnen und bis zum hinteren Kotflügel gezogen sind, kräftiger herausgearbeitet.

Bulligeres Heck

Im Heck wurden die Rückleuchten hinter Klarglas verpackt. Und die Stoßfänger enthalten deutlichere Ausschnitte für die beiden üppigen Auspuffendrohre. Im Detail modifiziert wurde der Innenraum. Am augenfälligsten ist das bei der neu organisierten Mittelkonsole: Alle Bedienelemente, Schalter und Anzeigen (darunter auch eine, die per Zeiger den momentanen Verbrauch anzeigt) sind übersichtlich angeordnet. Im Dunkeln leuchten die Instrumente nun in sanftem Blau statt in Rot. Verändert wurden auch Lenkrad und Luftdüsen.

Die Sportsitze sind körpergerecht ausgeformt und bieten auch bei flotter Fahrt einen ausgezeichneten Seitenhalt. Die beiden Rücksitze sind allenfalls für Kleinkinder oder Gepäck ausgelegt – da unterscheidet sich der Hyundai nicht von der Konkurrenz. Der Kofferraum selbst weist ein beachtliches Volumen von 312 Litern auf, lässt sich durch das zweigeteilte Umklappen der Rücksitzlehnen sogar noch etwas vergrößern. Ablagen finden sich im gesamten Innenraum reichlich, im Gepäckraum sorgt ein gespanntes Netz dafür, dass die Ladung rutschfest fixiert bleibt.

Fahrwerk/Fahrverhalten

Solides Sportfahrwerk

Das Hyundai Coupé des Jahrganges 2007 sieht nicht nur aus wie ein flotter Sportwagen – es ist auch einer. Die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, auf denen serienmäßig Reifen der Dimension 215/45 R 17 aufgezogen sind, dienen keineswegs nur der Show. Mit dem V6 unter der Haube lässt sich der 1,4 Tonnen schwere Koreaner flott und agil über kurvige Landstraßen jagen. Die Federung gibt zwar Meldung über jedes mittelprächtige Schlagloch und so ziemlich jeden Gullydeckel – aber ein Sportler hat nun einmal so straff zu sein.

Diese Abstimmung sorgt auch beim Hyundai dafür, dass er munter und präzise durch die Kurven läuft. ESP & Co. greifen zwar zur Not regulierend ein – das aber so spät, dass der sportlicher Fahrspaß nicht zu früh gebremst wird. Wer will, kann das Heck in engen Kurven schwungvoll über den Asphalt radieren lassen – Hyundais Coupé ist auf gutmütiges Übersteuern ausgelegt. Die Bremsen packen schnell und kräftig zu, lassen sich aber ebenso auch gefühlvoll dosieren. Die Lenkung ist präzise, könnte aber mehr Direktheit vertragen. Hoffentlich hat das nächste Hyundai Coupé einen Heckantrieb – dann liefe es noch besser.

Motor/Getriebe

Keine Kraftprotzerei

An der Motorisierung hat sich mit der Überarbeitung nichts geändert. Zur Wahl stehen nach wie vor ein 2-Liter-Vierzylinder mit 143 PS und ein 2,7-Liter-V6 mit 165 PS. Der V6 ist sicher die bessere Wahl, weil er dem Coupé die Kraft gibt, die es optisch ausstrahlt. Als Fahrwerte gibt Hyundai eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 8,2 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 220 km/h erreicht. Letzteres ist zwar durchaus kompatibel zum Alltag auf Deutschlands Straßen – dennoch hätte der Hyundai schon aus Imagegründen ein bisschen mehr verdient.

Dafür begnügt er sich mit einem Verbrauch von 9,9 Litern auf 100 Kilometern – und benötigt erfreulicherweise auch nur Normalbenzin. Der Motor beschleunigt mit seinen 245 Nm Drehmoment, die bei 4000 U/min. anliegen, souverän und willig zum Überholen oder aus der Autobahnauffahrt heraus. Selbst der Klang, bei koreanischen Autos nicht unbedingt verheißungsvoll, ist eines Sportwagens würdig – wenn es auch noch nicht ganz zu dem reicht, was ein Focus ST oder ein VW Golf R32 dem Gehör bieten.

Schaltung hakelig

Die Schaltung funktioniert präzise und mit knappen Wegen – lediglich beim schnellen Herunterschalten hakte es bei unserem Testwagen gelegentlich. Die Gänge selbst sind sehr gut auf den Motor abgestimmt.

Kosten

Billig war gestern

Hyundai ist wie in den anderen Baureihen auch beim Coupé kein billiger Jakob mehr. Aber mit einem Basispreis von 25 590 Euro für den 4- und 28 990 Euro für den 6-Zylinder kommt man immer noch günstig an einen sehenswerten und flotten Sportler. Das gilt umso mehr, als in den Basispreisen praktisch alles inbegriffen ist, was anderswo extra kostet. Extra bezahlen lässt sich Hyundai nur die 4-Stufen-Automatik (1390 Euro), auf die man eh getrost verzichten kann, und die Metalliclackierung (470 Euro). Wer sich anschaut, was als Konkurrenz so unterwegs ist, wird in diesem Preisniveau nicht allzu viel finden.

Den Mazda 3 MPS zum Beispiel, der nicht so rassig aussieht, dafür aber locker 250 km/h schafft (25 544 Euro). Oder aus dem gleichen aus den MX-5, in dem es enger zugeht, der aber dafür im Sommer viel Frischluft bietet (24 313 Euro). Ein Opel Astra OPC mit 240 PS kostet 29 700 Euro, braucht aber noch reichlich Kleinigkeiten aus der Aufpreisliste, um es mit dem Hyundai aufnehmen zu können. Datenblatt FazitGutes besser gemacht

Das Hyundai Coupé hat sich im Laufe der vergangenen Jahre und erst recht nach dem aktuellen Facelift zu einem flotten Sportwagen entwickelt, der eine Menge Fahrspaß zu einem durchaus fairen Preis bietet. Das Design ist so dynamisch wie sich das Coupé fährt. Dazu kommt eine höchst erfreuliche Aufpreispolitik: Es gibt so gut wie keine. Zumindest Xenonlicht oder ein Bildschirmnavigationssystem würde man sich in dieser Coupé-Liga aber schon wünschen.

Plus und Minus

+ sportliches Design
+ großer Laderaum
+ gute Verarbeitung
+ Normalbenzin
+ laufruhiger Motor
+ solides Fahrverhalten

– kein Heckantrieb
– hakelige Handschaltung
– zu kleines Navigations-Display
– kein Xenonlicht

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hat der neue v6 jetzt wirklich die gelochten scheiben vorne? weil so toll packen meine jetzt nicht zu ...
 
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