Erfahrung mit ESP

Diskutiere Erfahrung mit ESP im Hyundai Tucson Forum im Bereich Hyundai; Hallo zusammen, ich bin kurz davor mir einen Tucson 2,0 Benziner 2WD anzuschaffen. Neben der deutschen Versionen habe ich alternativ aber auch...
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OldSailor2008

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Hallo zusammen,

ich bin kurz davor mir einen Tucson 2,0 Benziner 2WD anzuschaffen. Neben der deutschen Versionen habe ich alternativ aber auch noch einige EU-Modelle im Auge. Die haben oftmals leider kein ESP (z.B. aus Frankreich).

Ich wollte mal hören, was Ihr für Erfahrungen mit ESP gemacht habt. Ist es unbedingt notwendig und empfohlen oder eher nicht?

Über ein paar Antworten würde ich mich freuen.

Viele Grüße!
 
Schmaucher

Schmaucher

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Hallo Old Sailor 2008
Das ESP ist nicht Schlecht ,es hilft wenn das Auto an seine Grenzen Stößt.
Vom ESP darf man aber keine Wunder Erwarten. Wenn du mit der Fahrzeugphysik spielst
Fliegst du mit und ohne ESP ab.

Ich habs drin und würde es wieder nehmen. Obwohl ich hab es auser beim Anfahren noch nicht gebraucht. Beim zu barschen anfahren funzt es wie ein ASR.
Also hinein damit. Sicher ist Sicher
 
xenio

xenio

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Tja,

ich stand damals vor einer ähnlichen Frage. Etwas hin und her überlegt und bin dann zu dem Schluss gekommen, mir kein Auto ohne ESP zu kaufen. Wahrscheinlich wirst Du es nie brauchen, wenn aber, kann es Dir eben schon helfen. Das ist ähnlich wie mit Airbags. Die brauchst Du in der Regel auch nicht.

Mit meinem Zweitwagen bin ich dann auch schon mal ungewollt in den Genuss gekommen. Bin auf teilweise glatter Straße, ohne das ich damit gerechnet habe, ins Schleudern gekommen. Ohne ESP hätte ich sicher den Abflug gemacht....
Kann Dir auch mal helfen, wenn Du ein Ausweichmanöver fährst und ins Schleudern gerätst oder vielleicht auch auf der Autobahn wegen eines Fehlers eines Dritten mal plötzlich reagieren musst, vielleicht dabei nicht ganz richtig reagierst....

Zur Entscheidung:
Wenn der Mehrpreis für ESP nicht immens teuer ist, würde ich es nehmen.


Schöne Grüße

xenio
 
daxmann

daxmann

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Hallo Old Sailor,
stand vor 2 Jahren auch vor der Entscheidung: super ausgestatteten Franzosen ohne ESP oder Deutschen mit. Mir hat die Geschichte der ESP Entwicklung geholfen. Da heckgetriebene Fahrzeuge extrem schleuderanfällig sind, wurde für diese unsicheren Nobelkarossen (ich glaube es war von Merz...) ESP entwickelt. Wir haben es hier mit front-bzw. 4WD-getriebenen Fahrzeugen zu tun, deren Schleuderanfälligkeit um ein vielfaches geringer als bei Heckschleudern ist. Habe den Franzosen mit Schiebedach und 4WD genommen, würd es wieder tun.
Grüße
daxmann
 
Neuseeländer

Neuseeländer

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Ich stimme da daxmann zu. ESP ist für Hecktriebler ein echter Gewinn an Fahrsicherheit, beim Fronttriebler relativiert sich das schon und für Allradler noch mehr. Bei 4WD und entsprechender Fahrweise ist man auch sehr sicher unterwegs. Ich habe das ESP auch nicht, allerdings weil es damals noch nicht gab für den TUCSON. Vermisst habe ich es bis heute nicht wirklich.

Fazit: Es hängt von deinem Fahrstil und der Gegend ab, wo du das Auto bewegen willst, ob du das ESP zwingend brauchst oder auch ohne gut klar kommst.
 
D

Dickie

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Ich überhaupt nicht. ;)

Jedes System, egal ob Front-, Heck- oder Allradantrieb hat seine "Spezialitäten" mit denen man abfliegen kann oder nicht. Man kann bei einem Fronttriebler Dinge machen, die bei einem Hecktriebler zum Abflug führen, gibt aber genausoviel Dinge, die genau umgekehrt sind und beim Hecktriebler "normaler" Fahrzustand und beim Fronttriebler zwingend in den Graben führen.

Kein System ist "besser" oder "schlechter".


Es hängt von deinem Fahrstil und der Gegend ab, wo du das Auto bewegen willst, ob du das ESP zwingend brauchst oder auch ohne gut klar kommst.
Tschuldigung, aber das ist doch Kram.

In einr normal gefahrenen Kurve benötigt niemand ein ESP, aber wenn plötzlich in dieser Kurve ein Haken geschlagen werden muss, dann ist ESP eine verdammt gute Sache, völlig egal vom Antriebssystem, von der Gegend und von der Fahrweise (wenn man nicht immer mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs ist.

ESP hat eine deutlich wichtigere und wirkungsvollere Schutzfunktion als ABS und selbst ABS ist nicht abhängig von der Gegend der der Fahrweise.
 
daxmann

daxmann

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@Dickie
Jeder soll seine Meinung haben - aber glaubst Du ernsthaft, dass Front- und Hecktriebler gleich schleuderanfällig sind? Das glaubte nicht mal BMW Chef Eberhard von Kuenheim, er antwortete auf die Frage eines Auto Magazins, warum BMW am Heckantrieb, der so viel unsicherer als ein Frontantrieb sei, festhielte: "vom Standpunkt des Ingenieurs aus betrachtet, würde man immer ein heckgetriebenes Fahrzeug bauen wollen". Das spricht doch eigentlich für sich, er hat ausdrücklich nicht gesagt "vom Standpunkt der Fahrsicherheit aus betrachtet". Und mal Hand aufs Herz Dickie: könnte es sein, daß Du vorwiegend Autos mit Heckantrieb gefahren bist, diese liebst und einfach willst, dass dies ein ebenso sicherer Antrieb wie Frontantrieb ist? ;) Bei vergleichbaren Fahrzeugen (Gewicht, PS, Höchstgeschwindigkeit, Zuladung usw.) und Straßenverhältnissen ist Heckantrieb schleuderanfälliger. Wollte das ernsthaft jemand bezweifeln?
Gruß
daxmann
 
D

Dickie

GESPERRTES MITGLIED
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@Dickie
Jeder soll seine Meinung haben - aber glaubst Du ernsthaft, dass Front- und Hecktriebler gleich schleuderanfällig sind?

Ja, uneingeschränkt.

Das glaubte nicht mal BMW Chef Eberhard von Kuenheim,

Mal aus der Historie von BMW:
"Schließlich entschied sich Quandt für Eberhard von Kuenheim, einen Ingenieur, der sich wenig mit Fahrzeugtechnik auskannte, aber ein großer Verfechter des „Cost Management“ war."

Klar, da fragt man einen Wirtschaftsingenieur nach fahrdynamischen Dingen, ganz sicher ;)


er antwortete auf die Frage eines Auto Magazins, warum BMW am Heckantrieb, der so viel unsicherer als ein Frontantrieb sei,

Schon eine Suggestivfrage

festhielte: "vom Standpunkt des Ingenieurs aus betrachtet, würde man immer ein heckgetriebenes Fahrzeug bauen wollen". Das spricht doch eigentlich für sich, er hat ausdrücklich nicht gesagt "vom Standpunkt der Fahrsicherheit aus betrachtet".

Er hat auch ausdrücklich nicht gesagt, dass die Erde eine Scheibe ist, ist sie es damit und er hat auch nicht gesagt, dass er seine Frau nicht schlägt, also schlägt er seine Frau.:rolleyes:

Und mal Hand aufs Herz Dickie: könnte es sein, daß Du vorwiegend Autos mit Heckantrieb gefahren bist,

Nein, es waren in der Mehrheit Fronttriebler

diese liebst

ich stehe neutral zu allen Antrieben, es gibt allerdings Kombinationen, die man für bestimmte Dinge nicht haben sollte.

und einfach willst, dass dies ein ebenso sicherer Antrieb wie Frontantrieb ist? ;)

Ich will es nicht, sie sind es tatsächlich.

Bei vergleichbaren Fahrzeugen (Gewicht, PS, Höchstgeschwindigkeit, Zuladung usw.) und Straßenverhältnissen ist Heckantrieb schleuderanfälliger.

Falsch !

Wollte das ernsthaft jemand bezweifeln?
Es ist falsch.

"Schleuderanfälliger" ist für mich die Grenzgeschwindigkeit, wann ein Fahrzeug egal ob vorn oder hinten aus der Spur dreht, also die Kurvengrenzgeschwindigkeit und die ist bei einem Hecktriebler immer höher als bei einem Fronttriebler.

Von der Sicherheit aus betrachtet ist es relativ leicht einen hinten ausbrechenden Wagen wieder einzufangen, oder eben per Drift hinten "hängen" zu lassen. Kommt ein Fronttriebler vorne, dann ist Feierabend, kommt ein Fronttriebler hinten, dann ist genauso Feierabend, Beispiel: Audi TT und dessen Abflüge ausschließlich bedingt durch den Frontantrieb.

Die Werbung von Audi vom letzten A4, also der jetzt gerade vom Nachfolger abgelöst wird:
"Der A4 ist das derzeit sicherste Fahrzeug mit Frontantrieb."
Wenn er der sicherste überhaupt ist, wieso dann der Verweis auf "Frontantrieb" ?

Fahrdynamisch ist Frontantrieb dem Heckantrieb unterlegen, weil es fahrphysikalisch so sein muss.

Einen Hecktriebler kann man durch Gasgeben hinten zum Ausbrechen verleiten, mit Frontantrieb geht das logischerweise nicht, aber durch Gaswegnehmen kann ich bei einem Fronttriebler das Heck ausbrechen lassen (dynamische Lastverteilung mit teilweise völliger Entlastung der Hinterräder und Totalverlust der Seitenführung) mit einem Hecktriebler geht das nicht, weil das Bremsmoment hinten wirkt und stabilisierend eingreift.

Ein Hecktriebler kann zwar hinten "wegwischen", das passiert aber erst bei Kurvengeschwindigkeiten, da hat der Fronttriebler schon längst stark untersteuernd die Fahrbahn verlassen.

Wenn ich mit 80 in eine Kurve reingehe, die nur mit 60 befahrbar ist, dann habe ich immer verloren, aber in einem Hecktriebler habe ich durch die systembedingt höhere Kurvengeschwindigkeit eine höhere Reserve. Wo der Fronttriebler mit 55 anfängt die Fahrbahn zu verlassen, fährt der Hecktriebler sicher durch die Kurve.

Es ist falsch anzunehmen, dass ein früh angekündigtes Untersteuern etwas mit Sicherheit zu tun hat, "Sicherheit" ist alles unterhalb der Grenze wann man abfliegt.

Landstraße Rechtskurve und ein Deut zu schnell mit einem Fronttriebler bedeutet dass man untersteuernd in den Gegenverkehr reinrutscht. Geht man vom Gas, bremst sich der Wagen über das kurvenäußere Rad ab. Die Geschwindigkeit nimmt zwar ab, aber diese Bremswirkung erfolgt gegen die Seitenkraft des Vorderrades, es wird das Untersteuern noch stärker und man rutscht nun noch stärker in den Gegenverkehr.

Oder durch das Gaswegnehmen wird die Hinterachse so weit entlastet, dass hinten keine Seitenführungskraft mehr vorhanden ist und das Heck kommt rum.

Gibt man Gas, dann rutsch der Vorderreifen unweigerlich mehr in den Gegenverkehr. Der befindet sich doch bereits an der Reibhaftungsgrenze und eine Kraftzunahme durch Erhöhung der Motorleistung würden den Reifen über seine Haftreibung belasten.

Egal was und wie, amn hat mit einem Frontantriebswagen verloren.

Beim Heckantrieb darf man nur eines nicht: Gasgeben, alles andere geht schon innerhalb bestimmter Grenzen.

Heckantrieb hat nur einen "Nachteil", der zeigt den Grenzbereich später an und der Grenzbereich ist kleiner. "Grenzbereich" als Verhalten des Fahrzeugs, wo man als Fahrer erkennt, dass man auf Messers Schneide sich bewegt.

Es ist nicht "gefährlich" in einer Geschwindigkeit mit einem Hecktriebler um die Kurve zu können (oder zu müssen, weil man sich verpeilt hat) wenn man bei gleicher Geschwindigkeit mit einem Fronttriebler bereits abgeflogen wäre.

Bei einem Hecktriebler ist es tatsächlich "gefährlich" einen einzigen bestimmten Fehler zu begehen, allerdings ist es nicht "harmlos", wenn man in gleicher Situation bei einem Fronttriebler bei drei machbaren Fehlern abfliegen kann.

Im Winter, also allgemein bei glatter Fahrbahn sollte man sich (ohne ASR, ohne ESP) beim Hecktriebler verkneifen zu viel Gas zu geben, dann kommt das Heck und man muss das Fahrzeug abfangen. Allerdings kann man oft genug das Fahrzeug abfangen weil die lenkenden Fronträder immer noch Haftung haben.

Denn wenn bei glatter Fahrbahn bei einem Fronttriebler zu viel Gas gibt (ohne ASR, ohne ESP), dann ist Feierabend, der Wagen rutsch auch weg, allerdings ohne jede Chance ihn wieder einzufangen, denn die Vorderräder, deren Haftung man zum Abfangen benötigt, die drehen gerade wie wild durch und werden keine Haftung aufbauen, noch nicht mal durch Gaswegnhmen, denn das Motorschleppmoment (Motorbremse) ist so stark, das über die Reibhaftung einfach "drüberweggebremst" wird.

Ein Fronttriebler ist nicht "sicherer", er ist zeigt nu deutlicher an, dass sein wesentlich früherer Grenzbereich bald erreicht ist, aber eine höhere Sicherheit aufgrund höherer Grenzgeschwindigkeiten oder aufgrund "idiotensicherer Bedienung" ist nicht vorhanden.


Deine überhebliche Art ist ja ganz lustig, aber sollte dann angewendet werden, wenn Du dich wirklich auskennst, allein das mit dem Hr. v. Kühnheim war schon mehr als voll vorbei. :)
 
Neuseeländer

Neuseeländer

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...Deine überhebliche Art ist ja ganz lustig, aber sollte dann angewendet werden, wenn Du dich wirklich auskennst, allein das mit dem Hr. v. Kühnheim war schon mehr als voll vorbei. :)
Wo ist denn daxmann hier überheblich?
Die Frage war, ob man den H.Tucson auch ohne ESP sicher bewegen kann. Da dieses Auto ein vorwiegend untersteuerndes Fahrverhalten hat, kann man den H.Tucson unter weitgehend trockenen Fahrbahnverhältnissen, wie in den südlichen Ländern meistens üblich, auch ohne ESP sicher bewegen. Deshalb haben die Import-TUCs wahrscheinlich auch keines.
Anders sieht die Sache aus, wenn ich mich viel bei kaltem, winterlichen Wetter, mit wechselnden Fahrbahnverhältnissen bewege, z. B in den Alpen oder in Schweden usw., da ist ESP zweifelsfrei zu empfehlen.

Übrigens habe ich mit Fronttrieblern im Winter nie Probleme gehabt, mit Hecktrieblern schon. Dafür lassen die sich auf trockner Fahrbahn im Sommer besser fahren.
 
Hupenmaster

Hupenmaster

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also ich würde sagen,grundsätzlich läßt sich JEDES auto OHNE ESP sicher fahren........einfach unterhalb des grenzbereiches bewegen!

fährt man "ordentlich" muß nicht mal ein "hacken" in einer kurve das lebensende bedeuten............aber ab einen bestimmten geschwindigkeit trifft jeder satz von dickie gnadenlos zu!

ein problem ist vielmehr das 95% aller autofahrer ein fahrzeug führen,aber eben nicht wirklich FAHREN können............demzufolge kaum merken ,wann sich der "abflugspunkt" nähert und wenn ihnen klar wird das es eng wird komplett falsch reagieren!!

ein geübter fahrer wird oftmals den heckantrieb favorisieren........einfach nochmal zu dickies ausführungen "blättern"...............:))
 
xenio

xenio

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@Dickie
Hast Du das Thema Fahrdynamik studiert? Ohne Ironie, war ganz interessant zu lesen.:))
Eine Frage: Wie schafft man es, ab dem 4.1.2005 12.638 Beiträge zu schreiben?

@OldSailor2008
Na, bist Du jetzt in Deiner Entscheidung weitergekommen oder haben Dir die Kommentare hier schlicht die Sprache verschlagen? :D
Ich denke, ohne ESP wirst Du von der Wahrscheinlichkeit her den Verkehrsalltag auch meistern. Ist eben eine Frage der Einstellung. Für mich persönlich ist ESP wichtig, auch wenn ich es wahrscheinlich wenig oder nie beim Tucson brauche....


Schöne Grüße

xenio
 
D

Dickie

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Ich halte es schon von extrem grenzwertig, wenn man schreibt, dass ein Fahrzeug, was bei 50 km/h die Straße verlässt "sicherer" sein soll als ein Fahrzeug, was bei gleichen Bedingungen erst bei 60 km/h abfliegt.

Das Ganze damit begründet, weil der "50er-Flieger" schon bei 30 km/h "komisch" wird und man 20 km/h "zeit hat" zum korrigieren und der andere erst bei 55 km/h irgendwelche Anzeichen macht und man nur 5 km/h "zeit hat".

Man benötigt doch nicht die Sicherheit eines zappelnden (untersteuernden) Wagens weil man mit 40 km/h die Kurve angefahren hat, die man ohnehin mit 50 km/h auch noch geschafft hätte aber besser mit 30 km/h gefahren wäre. :rolleyes:

Man benötigt die "Sicherheit" eines Fahrwerks als letzten Rettungsanker, wenn man eine unbekannte Kurve etwas zu schnell angefahren hat oder im tagtäglichen Morgenschlaf auf dem Weg zur Arbeit "seine" Kurve wie immer anfährt aber dort plötzlich was im Weg ist und dann ist es besser, dass der Wagen erst bei 60 abgeht und man nicht noch zusätzlich auf 50 runter muss.

Der Elchtest mit dem Gelächter über Mercedes ist doch auch nur so lange lustig, wie man keine Ahnung über Fahrphysik hat:

JEDES Fahrzeug bekommt man durch Aufschaukeln auf die Seite gelegt und der Elchtest ist nichts anderes als ein Aufschaukelimpuls. Dieser Elchtest-Aufschaukelimpuls ist aufgrund seines Testaufbaus exakt definiert und Mercedes hat tatsächlich nur das Pech gehabt, dass genau dieser Impuls die Eigenfrequenz des A-Klasse Fahrwerks entsprach, auch unter Resonanzfrequenz bekannt.

Wäre dieser Elchtest etwas langsamer zu fahren oder etwas weiter auszuweichen, dann hätte es einen anderen (Frequenz)-Impuls gegeben und die A-Klasse wäre völlig sicher ohne jede Kippneigung durchgekommen, allerdings hätte es jedes andere Fahrzeug geschmissen, was weicher als die A-Klasse ausgelegt ist.

Der Versuchsaufbau des sogenannten Elchtest ist von den Schweden irgendwann mal willkürlich festgelegt worden. Wären die bei der Definition der Ausweichgasse auf die Idee gekommen, diesen Spurwechsel (also rein in den Gegenverkehr und wieder zurück) minimal kleiner (kürzer) zu machen, dann würde jeder Golf und Astra (ohne ESP) auf die Seite kugeln. Ein kürzerer (Ausweich)-Impuls ist genau richtig für ein Fahrzeug mit kleinerer Eigenfrequenz, als nichts weiter als etwas härter gefedert als eine A-Klasse.

Wie "lustig" sich ein SUV mit relativ weicher Federung, langen Federwegen und hohem Schwerpunkt beim Wedeln tatsächlich macht, der sollte eigentlich kaum mehr über den Elchtest und die A-Klasse lachen können, insbesondere ohne ESP an Bord.

Ganz herbe wird es, wenn sich mal genauer überlegt, wie "sicher" der Allradantrieb bei Tucson und bauähnliche denn tatsächlich ist:

Es handelt sich um einen reinen Frontantrieb, wo bei Schlupf an einem Vorderrad dann der Hinterradantrieb zugeschaltet wird, also Haldex-Prinzip. Soweit eigentlich kein Problem, alles wie ein Fronttriebler und somit "sicher". Allerdings sollte man niemals eine Sache machen, die man ohne jede Folgen bei einem Front- oder auch Hecktriebler machen kann, denn dann wird der Allradantrieb ohne eingreifendes ESP zum Witwenmacher.

Kurve etwas zu schnell angegangen und etwas zu lange auf dem Gas geblieben oder aufgrund des Schrecks Gas gegeben oder gar mit Absicht Gas gegeben, damit es den Wagen durch die Kurve "durchgezogen" oder zumindest "stabilisiert" wird. Sowas wird sogar noch an Fahrschulen gelehrt.

Man kommt in die Kurve etwas zu schnell, der Wagen untersteuert stark (Fronttriebler), das kurveninnere Rad wird entlastet (speziell bei einem SUV mit weicher Federung und hohem Schwerpunkt) und aufgrund seiner Entlastung und etwas zu viel Gas dreht es durch.

Das kurvenäußere Vorderrad pfeift haftungstechnisch auf der letzten Rille gegen die Fliehkraft und das zu viel an Leistung verpufft am durchdrehenden inneren Rad. Nicht so beim Haldex-Allrad, da kommt der Hinterradantrieb dazu und es gibt eine weitere Beschleunigung (das eine noch greifende Vorderrad war aber bereits an der Grenze seiner Haftung.

Nicht nur das, die Hinterräder stehen starr in in einer Richtung, in die das Fahrzeug gerade zeigt, aber da will man doch garnicht hin, sondern eine Kurve fahren. Bisher musste das eine Vorderrad sich nur um die Fliehkraft kümmern, nun kommen dank zugeschalteter Hinterachse auch noch eine weitere deutliche Kraft in Richtung geradeaus hinzu.
Gute Nacht ohne ESP, das in dieser Situation schon längst eingegriffen hätte und kontrolliert durch "schiefen" Bremseingriff die Kurvenfahrt und damit Arbeit des Vorderrades unterstützt hätte und auch die Motorleistung egal von der Gaspedalstellung reduziert hätte, damit eben nicht noch ein Abschussbefehl ausgeführt wird.


ESP ist wie auch ABS oder Airbags und sämtliche andere Helferlein komplett unnötig solange man niemals einen Fehler macht, aber wenn man dann doch mal einen Fehler gemacht hat, dann können diese Helferlein noch retten, zumindest so lange der Fehler nicht zu groß war.
 
O

OldSailor2008

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Esp

Hallo zusammen,

als erstes rechtherzlichen Dank für die ganzen Kommentare und Beitrage zum Thema ESP.

Für mich persönlich bin ich auf alle Fälle weitergekommen. Ich tendiere aktuell dazu mir einen Wagen MIT ESP zu suchen!

Es stimmt schon, dass man das ESP Lämpchen am liebsten niemals leuchten sehen möchte (ausser vllt. beim Fahrtraining mal), aber in Grenzsituationen ist es auf alle Fälle besser ESP mit an Bord zu haben.

Auch wenn man immer ordentlich fährt, kann man in DER einen Kurve mal zu schnell unterwegs sein, es ist Schmuddelwetter und man muss, aus welchem Grund auch immer, ausweichen... Daher möchte ich es rein für den Sicherheitsaspekt im Wagen haben.

Einen EU-ler mit ESP habe ich bisher noch nicht gesehen, schade eigentlich. Mir gefällt die Extra-Ausstattung wie Tempomat und Hyundai Bluetooth Radio doch sehr gut.

Ich suche noch ein paar Tage weiter und schlage dann zu!

Schönen Gruß & Vielen Dank
Old Sailor

P.S.: Bin ebenfalls beeindruckt von Dickie's Einträgen.
 
M

mahohz

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Ich bin mal bei feuchter Straße etwas zu schnell links abgebogen (spätgelbe Ampel und ich musste einen Zug erwischen). Da hat mir nur noch das ESP ohne Abflug um die Kurve geholfen.

Ich würde mir keinen Neuwagen mehr ohne ESP kaufen!
 
ManeyA4B5

ManeyA4B5

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Bin zwar jetzt im falschen Forum, aber hab trotzdem was dazu zu sagen.
Was Dickie sagt ist prinzipiell richtig.
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage ein Hecktriebler ohne ESP ist leichter zu fahren als ein Fronttriebler. Das erklärt sich m.E. sehr leicht, da man zum einen einfach mit mehr Respekt an die Sache geht und zum anderen nicht unkontrolliert irgendwo hin hinein rutscht, sondern Notfalls mit der Lenkung UND dem Gaspedal korrigieren kann, was beim FF sehr schwer ist.
Ich bin mit meinem Auto jedoch den halben Winter ohne ASC und ohne ABS gefahren (Sensoren defekt), man lernt sich der Situation anzupassen und zu ahnen, wann es wo glatt sein könnte (z.B. Alleen). Jetzt fahre ich fast immer ohne ASC rum (der Knopf funktioniert wieder :D) und hab meine große Freude dran. Allerdings hatte ich die auch schon bei meinem ehemaligen Suzuki SJ413 ohne ESP. :rolleyes:

Ich würde jedem raten, egal ob ESP oder nicht, erstmal ein (Winter-) Fahrertraining o.ä. zu machen, dann kann man sehen, obs zum nötigen Gefühl ohne ESP reicht. Letztens merkte ich auch wieder bei nasser Fahrbahn mit ASC an, dass es nichts hilft, wenn man zu schnell in enge Kurven fährt, ESP hätte es hier wahrscheinlich vereinfacht, aber so musste ich rudern, hatte aber auch irgendwie wieder Spaß dran.

MfG Maney
 
O

OldSailor2008

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ESP Nachrüsten?

Hey ho,

um noch kurz auf ESP zurück zu kommen. Eine Frage die Dickie oder ein anderer Kenner sicher aus dem Ärmel schütteln wird...

Wie einfach und teuer ist es denn überhaupt ESP beim Tucson nachrüsten zu lassen? Bzw. ist es überhaupt möglich? (sollte doch...)

Dann könnte ich mir meinen Lieblings-EU-ler kaufen und einfach nur ESP nachrüsten... einfach gedacht ;-) ... aber ist es das auch?

Gruß
Old Sailor
 
Hupenmaster

Hupenmaster

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wenn es werksmäßig nicht verbaut ist,wird die nachrüstung zu teuer.
der kabelbaum und das steuergerät(e) müssen mit einem (oder auch mehreren) querbeschleunigungssensor(en) vernetzt werden.

was grundsätzlich (rein "handwerklich") kein drama wäre..........man braucht halt "nur" die entsprechenden module............und schon geht`s los!:D

nur die dinger kosten richtig geld und der einbau dauert auch nicht gerade nur 5 min.

mfg hupenmaster
 
D

Dickie

GESPERRTES MITGLIED
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Keine Ahnung ob das überhaupt nachrüstbar ist, müsste eigentlich schon, denn die deutschen wie auch die "ausländischen" EU-Fahrzeuge laufen vom gleichen Band, da ist nicht in der Grundsubstanz nicht viel unterschied.

Allerdings könnte es schon sein, dass an dem Anschluss wo beim deutschen Fahrzeug das ESP Steuergerät inkl. der Sensoren sitzt, beim EU-"Re"-Importfahrzeugs sich diese Gimmiks befinden. Es eben nur ein "entweder/oder" existiert.

Aber warum denn nicht einfach beim Händler des EU-Fahrzeugs fragen, ob eine Aufrüstung möglich wäre und was dies dann kosten würde?

Beim "Lieblings-EU-ler" aber bitte nicht vergessen, dass viele Garantien, die man auf der Hyundai-Deutschland Homepage so findet, ausschließlich für deutsche Fahrzeuge gelten. Das sind größtenteils keine Garantien von Hyundai oder Hyundai-Europa sondern von Hyundai-Deutschland und gelten somit ausschleißlich für "echte deutsche" Fahrzeuge aus der Hand eines Vertragshändlers.

Es gibt hier im Forum viele "Beschwerden", weil sich Hyundai-Deutschland weigert irgendwelche Garantien, Kulanzen oder auch nur Infos herauszugeben, teilweise Infos nur gegen Gebühren, wenn das Fahrzeug ein "Re"-Import ist. Auch haben deutsche Fahrzeuge eine höhere Anhängelast, nicht verwundert sein, wenn der "Re"-Import einiges weniger ziehen darf. Also genau erkundigen, was denn die tatsächlichen Unterschiede überall sind.
 
Thema:

Erfahrung mit ESP

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