Elektroautos: was R.I.P bei Elektrofahrzeugen bedeutet

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Angeblich gehört Autos mit Elektroantrieb die Zukunft, doch wirklich durchgesetzt haben sie sich bislang noch nicht. In diesem Zusammenhang wird oftmals auf die RIP-Problematik hingewiesen. Das bedeutet aber nicht 'Rest in Peace', also 'Ruhe in Frieden', sondern etwas ganz anderes, wie wir nachfolgend erklären


Ein großer Vorteil von elektrisch angetriebenen Autos ist, dass sie während der Fahrt keine Emissionen ausstoßen. Damit sind sie geradezu prädestiniert für die Fahrt in Innenstädten und Ballungszentren. Auch weitere Vorzüge, darunter die besonders leise Fortbewegung, sprechen für diese Fahrzeuge. Und nicht zuletzt können E-Mobile viel Spaß bringen, denn die Beschleunigung aus dem Stand und das Umsetzen von Befehlen an das Gaspedal sind oftmals besser als bei vergleichbar starken Verbrenner-Fahrzeugen.

Dem stehen aber auch einige gravierende Nachteile gegenüber. Dabei wird oftmals die oben erwähnte Abkürzung gebraucht, mit der aber viele Außenstehende erst einmal nichts anfangen können. Hier eine Erläuterung zu den einzelnen Buchstaben:

  • R = Reichweite: diese ist nach wie vor ein großes Problem aller Elektrofahrzeuge. Selbst die besten Vertreter, also etwa ein Tesla Model S P100 oder der kommende Ampera-e von Opel, sind Benzinern und vor allem Dieselfahrzeugen unterlegen. Im Alltagsbetrieb sind nicht selten gerade einmal 150 km oder sogar weniger möglich, und selbst bei den genannten Top-Fahrzeugen ist bei rund 400 km das Ende der Fahnenstange erreicht. Danach ist ein Besuch einer Ladestation fällig, für den aber je nach System und Größe des Akkus zwischen 45 Minuten und mehreren Stunden eingeplant werden sollten.
  • I = Infrastruktur: hierbei geht es um die Ladesäulen im öffentlichen Raum, an denen Elektroautos aufgeladen werden können. Davon gibt es immer noch relativ wenige, wobei vor allem an Schnellladestationen ein Mangel herrscht. Doch selbst bei den verfügbaren Lademöglichkeiten müssen Abstriche in Kauf genommen werden. Nach wie vor gibt es keine gesetzliche Regelung, die das Parken von nicht elektrisch angetriebenen Fahrzeugen vor den Ladestationen verbietet, weshalb diese oftmals zugeparkt sind. Ein weiterer Nachteil ist die Abrechnung des entnommenen Stroms, denn hier setzen viele Anbieter auf eigene Zahlungssysteme. Das Modell "eine Karte für alles" ist (zumindest in Deutschland beziehungsweise flächendeckend in Europa) weiterhin Zukunftsmusik, weswegen das Laden in der Fremde oftmals kompliziert bis unmöglich ist. Zudem werden teilweise Preise pro Kilowattstunde (kWh) verlangt, die deutlich über den regulären Strompreisen liegen. Das alles schreckt natürlich ab.
  • P = Preis: Elektroautos sind in der Anschaffung immer teurer, als vergleichbar große und starke Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Ein Teil der Mehrkosten wird allerdings im laufenden Betrieb wieder eingespart, beispielsweise durch niedrigere Kfz-Steuer, (deutlich) günstigere Wartungskosten und auch den Energiekosten. Doch selbst wenn das berücksichtigt wird, fallen die Gesamtkosten von E-Autos in der Regel höher aus, als bei den althergebrachten Konzepten.

Mit RIP werden also die gravierendsten Nachteile von E-Autos zusammengefasst. Wobei Skeptiker davon ausgehen, dass diese Punkte niemals ganz ausgemerzt werden, was letztlich dazu führen wird, dass sich diese Fahrzeugart auf Dauer nicht durchsetzt. Sollte das der Fall sein, könnte also doch von "Ruhe in Frieden" die Rede sein.

Meinung des Autors: Die Vorteile von Elektrofahrzeugen sind nicht von der Hand zu weisen. Das gilt aber zumindest derzeit noch deutlicher für die Nachteile. Dabei wird oft von RIP gesprochen, und diese Abkürzung passt im direkten Sinn wie die Faust aufs Auge. Und manche meinen, dass das auch im übertragenen Sinn gilt. Wie seht ihr das?
 
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