Elektroauto Tesla Model 3 im Test: viel Licht und wenig Schatten

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geronimo

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Seit Herbst letzten Jahres baut Tesla das neue kompakte Elektrofahrzeug Model 3, wenn auch bislang allenfalls in homöopathischen Mengen. Inzwischen gibt es erste Testberichte zum Elektroauto, und die sind größtenteils positiv. Kritisiert werden in den Tests in der Regel nur zwei bis drei Punkte


Das Tesla Model 3 ist mit einem Basispreis von 35.000 US-Dollar das neue Einstiegsfahrzeug des jungen kalifornischen Herstellers, und soll den Weg zum Massenhersteller ebnen. Der Start verläuft allerdings ziemlich holprig, denn von den geplanten Stückzahlen ist man noch sehr weit entfernt. Dementsprechend schwer ist es für diverse Redaktionen, ein Testfahrzeug zu bekommen. Da Tesla selber solche nicht herausgibt, springen teilweise die Besitzer der ersten Serienfahrzeuge ein - was deshalb eine lukrative Angelegenheit sein dürfte.

Inzwischen liegen mehrere solcher Erfahrungsberichte vor, bei denen das einzige derzeit verfügbare Modell getestet wurde: das Model 3 mit einem 75 kWh fassenden Akku, Heckantrieb und Vollausstattung inklusive neuester Version des Autopilot. Beim Design sind sich alle Tester einig, dass es sich im Prinzip um ein maßstabsgerecht geschrumpftes Model S handelt. Im Innenraum sind die ungewöhnliche Gestaltung des Armaturenbretts sowie das gesamte Bedienkonzept ein Streitthema. Den einen gefällt das Reduzierte, denn das einzige Instrument ist ein 15 Zoll großer und im Querformat montierter Touchscreen. Andere wiederum vermissen eine gewohnte Anzeige hinter dem Lenkrad, die zumindest über die Geschwindigkeit und den Ladestand informiert. Negativ fällt jedoch auf, dass fast alle Knöpfe und Schalter eingespart wurden. Abgesehen vom öffnen und schließen der Fenster muss alles über das Menü am Bildschirm oder die beiden Joystick-artigen Taster im Lenkrad geregelt werden - was beispielsweise im Fall der Spiegelverstellung ein "Elektronik-Sudoku der besonders kniffligen Art" sein soll. Bemängelt wird zudem, dass die hintere Sitzbank noch tiefer als im Model 3 platziert ist, weshalb vor allem größere Passagiere in eine N-förmige Sitzhaltung mit stark angewinkelten Beinen gezwungen werden.


Das Sahnestück des Model 3 sind der Antrieb und vor allem die Leistungselektronik. Letztere ist inzwischen von diversen (größtenteils deutschen) Mitbewerbern unter die Lupe genommen wurden sein, wobei die Tester laut Süddeutsche Zeitung große Augen gemacht haben sollen: "Kompakt, ausbaufähig, voll integriert, modular, leicht zugänglich, gut geschützt, günstig und in vielen Details verblüffend clever gemacht" - so lautet das angebliche Urteil der Konkurrenz. Was eine schallende Ohrfeige für diejenigen wäre, die die Fahrzeuge von Tesla als wenig innovativ und "alten Wein in neuen Schläuchen" beschreiben. Der Vortrieb mit dem elektrischen Antriebsstrang ist bereits jetzt beeindruckend, doch das wahre Potenzial dürfte sich erst später offenbaren. Und zwar dann, wenn das Model 3 mit 100 kWh Akku, mehr Leistung, Allradantrieb und vor allem der aus dem Model 3 bekannten Luftfederung ausgeliefert wird. Das derzeit verbaute Fahrwerk leidet nämlich darunter, dass das Fahrzeug aus aerodynamischen Gründen nur wenig Bodenfreiheit und somit auch wenig Federungskomfort bietet.

Immerhin wird dieser nicht durch ein allzu hohes Fahrzeuggewicht getrübt. Mit einem Leergewicht von 1.730 kg ist das Model 3 rund 450 kg leichter als das vergleichbare Model S. Und das kommt auch der Reichweite zugute, die trotz kleinerem Akku in etwa auf dem Niveau des großen Bruders mit 100-kWh-Batterie liegt. Auch das eigentliche Fahrverhalten wird gelobt, und von Auto Express aus Großbritannien sogar mit der BMW 3er-Reihe verglichen. Sogar das bei früheren Teslas als schwammig kritisierte Gefühl am Bremspedal soll jetzt genügend Rückmeldung über die tatsächliche Bremskraft liefern. Wobei Bremsen im Model 3 eher die Ausnahme sein dürfte, denn zumindest im stärkeren von zwei Rekuperations-Programmen reicht zurücknehmen des Gaspedals meistens völlig aus, um angemessen zu verzögern.

Fazit: Die ersten Test des Model 3 fallen durchaus positiv aus. Das gilt neben Punkten wie Fahrverhalten, Reichweite, Beschleunigung und innovative Technik vor allem für den Preis. Denn das Model 3 ist deutlich günstiger als das größere Model S, ohne dass dafür allzu große Abstriche in Kauf genommen werden müssen. Kritisiert werden zumeist das Design außen und vor allem innen (was Geschmackssache ist), sowie das mitunter etwas ruppige Fahrverhalten )was sich durch die Luftfederung verbessern dürfte). Und natürlich die Lieferzeit, denn wer jetzt bestellt, muss laut Tesla 12 - 18 Monate auf sein Elektroauto warten.

Meinung des Autors: Tesla hat weiterhin Probleme, die Großserienfertigung des Model 3 ans Laufen zu bringen. Das ist insofern schade, weil erste Testberichte die Lust auf das Fahrzeug wecken. Die Erfahrungen klingen nämlich fast durchweg positiv, und einige der aktuellen Kritikpunkte werden sicher noch abgearbeitet. Der größte Negativpunkt lässt sich im Moment aber nicht beseitigen: die Lieferzeit.
 
Squitsch

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Also für mich ist das Innenraumkonzept ein absolutes No-Go.

So ein Touchscreen mag ja vielleicht eine tolle Sache sein, wenn es darum geht, möglichst viele Funktionen auf kleinem Raum unterzubekommen, aber wenn man noch nicht einmal das Lüftungsgebläse verstellen kann, ohne den Blick von der Straße auf den Touchscreen abzuwenden, dann wurde da eindeutig am falschen Ende gespart.

Für mich hat das nicht mehr viel mit Bedienkomfort zu tun.
Das wirkt für mich eher wie der Versuch, möglichst viele Bedienelemente wegzustreichen, um die Produktionskosten zu senken.
 
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