Einige Fragen zum Auto lackieren

Diskutiere Einige Fragen zum Auto lackieren im Optisches-Tuning (aussen) Forum im Bereich Optisches-Tuning; Hi zusammen, ich bin gerade dabei, meinen Ford Granada komplett selbst zu lackieren. habe mir dazu das ganze Equipment (Kompressor, Pistole...

kinglizzard

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Hi zusammen,

ich bin gerade dabei, meinen Ford Granada komplett selbst zu lackieren. habe mir dazu das ganze Equipment (Kompressor, Pistole, Lacke, ...) gekauft, nicht das teuerste, aber auch nicht das billigste.

Ich habe bisher das Auto geschliffen, gespachtelt, geschliffen und 2K-Grundiert.

Die Grundierung bekam eine Orangenhautoberfläche. Was ich auch ausprobiert habe, ich habe es nicht besser hinbekommen. Ich habe dann einfach mit 1000er-Papier die Grundierungsoberfläche nass plangeschliffen.

Jetzt haber ich noch ein paar Fragen, bevor ich vernünftig weitermachen kann:

1.) kann ich jede weitere Schicht, sollte sie auch diese Oberfläche bekommen, einfach ebenfalls wieder abschleifen, und komme am Ende trotzdem zu einem vernünftig aussehenden Ergebnis? Mir ist klar, dass Lackierer nicht umsonst 3 Jahre lernen, aber geht das so als Notlösung? Jede Schicht in ner ordentlichen Dicke auftragen und dann nach dem Trocknen wieder planen?

2.) Sollte mir das auch beim Klarlack passieren: Ich habe schon gelesen, dass man Staubeinschlüsse mit 2000er-Papier nass rausschleifen kann und danach mit Polierpaste trotzdem wieder Glanz hinbekommt. Ginge das auch auf dem kompletten Fahrzeug? Also wenn die kompl. Klarlackoberfläche orangenhautig wird, das kompl. Fahrzeug schleifen und polieren? Wird die Oberfläche dann doch glänzen?

3.) Nachdem ich Füller und schwarz (RAL 9005) lackiert und geschliffen habe, möchte ich noch Flammen auf die Seiten des Fahrzeugs lackieren. Die Flammen sollen zunächst deckend rot, dann weiter innen "neblig" gelb, dann noch weiter innen "neblig" kleine Highlights in weiß bekommen. Genügt es, wenn ich dazu den schwarzen Lack anschleife, oder muss/soll ich dann diese Fläche nochmals lackieren? Rot ebenfalls anschleifen? Gelb ebenfalls?

4.) Kurvenband habe ich schon. Soll ich das erst abziehen, wenn der Lack kompl. trocken ist? Dann gibt es ja eine harte kante. Würde mich nicht stören, aber besteht dann nicht die Gefahr, dass die obere Lackschicht an der Stelle sich evtl. eher lösen kann? Oder soll ich beim abkleben die Ränder etwas "hochbiegen", damit auch etwas Lacknebel darunter gelangt, um einen weichen Übergang zu bekommen? Mir geht es beim Übergang (hart oder weich) eher nicht um das Optische, sondern eher um die Haltbarkeit.

Danke schonmal für alle Antworten.
 

alkohol-selbst-brenner

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zu 1.) davon würde ich dir dringend abraten! gleich ordentlich lackieren (genug Farbe auftragen) dann gibts auch keine orangenhaut. (wenn du nur die Staubkörner rausschleifen möchtest no problem)

zu 2.) Staubkörner lassen sich rausschleifen und nach dem polieren sieht man nichts mehr (NICHT ZU DOLL SCHLEIFEN!!!!!)

zu 3.) diese schichten brauchst du nicht schleifen, da sich die Lackschichten miteinander "verschweißen"

zu 4.) ich würde es dir nahelegen, dass Klebeband erst am nächsten Tag abzuziehen, da dürfte eig nicht abplatzen! (wenn du es abziehst, wenn der Lack noch nicht trocken ist, zieht er fäden). Die harten Kanten kannst du leicht schleifen (kommt ja noch Klarlack drauf).

Bei weiteren Fragen, schieß los *gg*

Gruß vom Alkohol-selbst-brenner

P.S.: Poste mal pics vom Endergebnis
 

kinglizzard

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Danke mal für die Antwort

Das hilft schon einiges weiter, Danke.

aus Klarlack kann mal also kleine Einschlüsse rausschleifen und rauspolieren.

Ich möchte jetzt nicht wie der größte Obderdilletent klingen, aber dann eröffnet sich mir ja auf einmal eine sehr pragmatische Lackiermöglichkeit:

Sollte das je scheiße laufen mit dem Klarlack, also trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, dann könnte ich doch mit Verdünnung "überdosieren". Damit schaffe ich es, den bisher aufgetragenen Klarlack etwas zu lösen und zusammenfließen zu lassen. Die Triefnasen (die es dann wohl unweigerlich gibt) könnte ich dann rausschleifen und wieder polieren.

Don't versteht me falsch: natürlich möchte ich das zunächst einfach richtig lackieren, aber ein Notnagel wäre das doch, oder?

Oder ist es bei versautem Klarlack besser, denn nochmal komplett runterzurubbeln und nen zweiten Versuch zu starten?

Noch ne Frage:

wenn ich die Flammen zunächst rot gesprüht habe: kann ich dann bei der gelben Farbe den lack etwas "überverdünnen" um nen leichten Verlauf reinzubekommen?! Ansonsten wäre der Verlauf doch eher "punktelig", oder?

Danke schonmal für jede Antwort.

Ach ja, hab natürlich alles fein säuberlich fotografisch dokumentiert (inkl. aller Fehler, hehe). Werde, wenn ich fertig bin, ne kleine Seite mit Einkaufsliste und Verfahrensschritten machen.

Natürlich nur, wenn die Mühle danach noch halbwegs ansehnlich ist. Hab vorher in meinem Leben noch nie auch nur was kleines lackiert. Wahrscheinlich ist ein 85er Granada nicht unbedingt das beste Übungsmodel (poah, das Ding ist riesig), aber irgendwie haben mich die ganzen "Schraubersendungen" quasi dazu verführt.

Also, bis denne
 

alkohol-selbst-brenner

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auf keinen Fall verdünnung nehmen (Nitro)! wenn dann nur den Thinner (für Autolacke) aber sobald du mit verdünnung über den Klarlack gehst, wird er matt! aber ich weiß nicht, ob du ihn wieder aufpolieren kannst? ! --> testen :]

nein der lack wird nicht "punktelig", dass kommt entweder wenn a.) der druck zu niedrig ist oder b.) der lack zu dick, aber überverdünnen würde ich dir von abraten, da dir sonst der ganze lack "wegläuft" vor allem auf stehenden Flächen
 

mrairbrush

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Lass das mit dem Verdünnen. Mische den KLarlack genau nach Herstellerangaben an und beachte auch die vorgegeben Düsengrösse. Meist 1,3-1,5 Achte auch auf korrekten Luftdruck.
Dann solltest Du eine Temperatur oberhalb 20C haben. Achte auch darauf das das Blech nicht zu kalt ist falls Du das irgendwo in einer Halle machst. Bei den heutigen Lacken reichen 2 satte Spritzgänge aus. Am besten siehst Du beim spritzen seitlich über die zu lackierende Fläche. Wenn der Lack glatt wird reicht der Auftrag. Denke dran das er immer etwas nachverläuft ausser du spritzt zu trocken (zu wenig Material, zu hoher Luftdruck).
Sollte der Lack laufen versuche nicht ihn durch mehr Verdünnung zum gleichmäßigen Ablauf zu bewegen. Geht in der Regel schief. Dicke Rotznasen gut trocknen lassen. Du kannst stark hochstehende Teile mit einen Stück grober Metallfeile (gibt sowas auch unter dem Namen Lackhobel) flach abrasieren und dann erst verschleifen und auspolieren. (1500-2000er Körnung, 3M Polierpaste). Dazu muss der Lack aber vollständig durchgetrocknet sein.
Deine Flammen würde ich komplett mit Basislacken spritzen. Dann kannst du gleich alles fertig machen und später nur noch komplett Klarlack auftragen. Evtl ist ein Zwischenschliff nach dem ersten Klarlack nötig. So brauchst du mit dem abziehen vom Klebeband nicht einen Tag warten. Noch besser geht es mit Airbrushfarben (wasserbasierend), die sich hervorragend mit 2 K Klarlacken vertragen.
 

Shelby

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Lackierungen

Falls jemand von euch Probleme hat beim lackieren oder gerne etwas anders hätte, aber sich nicht traut es selbst in die Hand zu nehmen, kann er sich gerne bei mir melden. (Bin selbst Lackierer mit Profi-Anlage).
 

freakyboy

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hey shelby
was kostets denn bei dir n kotflügel un ne heckklappe (evtl. noch die beiden stoßstange)
lackieren zu lassen
un woher kommst du?
wagen is n polo 86c, schwarzer vw lack, kein metallic oder sowas...
 

kinglizzard

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Hallo zusammen,

herzlichen Dank für die bisherigen Antworten...

... und wieder eine Frage:

den schwarzen Lack unter den Flammen habe ich angeschliffen, so dass die Oberfläche schön glatt wurde. Die Flammen sind dreifarbig drauf (das sieht soooo geil aus!!! Bilder werd ich demnächst hochstellen).

Die Oberfläche der Flammen ist eigenartigerweise suuuuperglatt geworden. Keine Ahnung, was ich diesesmal so anders gemacht habe. Naja, vielleicht lernt man ja so langsam dazu?!

Die Oberfläche der schwarzen Lacjschicht ist leider nicht sehr gut geworden. Sieht etwas "hügelig" aus.

Jetzt die Frage:
wie weit muss ich die schwarze Schicht nun anschleifen, um nach dem Klarlacken ein halbwegs glänzendes und gleichmäßiges Ergebnis zu bekommen?

Ich hänge mal ein Bild mit 4 Grafiken an (Achtung: das sind keine Fotos, sondern nur grob angedeutete Computergrafiken!!!). schwarz ist die schwarze Lackschicht, grau sind die angeschliffenen Stellen dieser Lackschicht.



Bild 1: nur die rausstehenden Hügel abschleifen? Die Oberfläche fühlt sich dann bei geschlossenen Augen schon seeeehr glatt an

Bild 2: richtig viel abschleifen. bei geschlossenen Augen und drüberfühlen fühlt sich die Oberfläche vollkommen glatt an

Bild 3: Die Fläche so anschleifen, dass 99% der Oberflläche exakt die selbe Höhe haben? Seeehr zeitaufwändig, und ich habe schiss, dass ich an manchen Kanten den Lack durchschleife und wieder auf die Grundierung komme

Bild 4: tutto kompletto anschleifen, keinen minimalsten Höhenunterschied mehr zulassen. Wird mich wohl nen ganzen Tag kosten, aber im Notfall geht auch das


Ich möchte am Schluss hochglanz haben. Wie stark soll ich also anschleifen?


Noch ne Dilettantenfrage: sollte ich an einer kleinen Stelle (Kante) den schwarzen Lack zu dünn geschmirgelt haben, so dass die Grundierung rauskommt: kann ich da einfach mit nem schwarzen Edding diesen einen Punkt korrigieren, oder soll ich diese eine Stelle wieder neu lackieren und in Kauf nehmen, dass das mit trocknen und schleifen und ringsrum abkleben wieder zwei Tage extra kostet?

Danke schonmal für jeglich Antwort.

Der Granada wird gigantisch!!!!

KING LIZZARD
 

Shelby

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Du hast dir deine Frage eigentlich schon selbst beantwortet:
wenn du eine perfekte Oberfläche willst brauchst du auch einen perfekten untergrund, ganz einfach. Denn ein autolack verzeiht keine Fehler im untergrund, jeder Fehler wird durch die einzelnen Schichten nach oben getragen und dann unter umstäden erst richtig sichtbar. Also schleifen, schleifen, schleifen,....
 

mrairbrush

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Einen Edding auf keinen Fall nehmen. Der hat einen anderen Farbton. Nimm einen dünnen Basislack und bessere es mit einem Pinselchen aus. Noch besser mit einer Airbrushpistole. Wenn Du Angst hast durchzuschleifen trage einfach nochmals Klarlack auf und schleife erst dann. Wenn Du naß schleifst sollte die Fläche nach dem abtrocknen vollständig matt sein. Dann kannst Du sehr gut sehen ob es gleichmässig glatt ist. Beim Trocken schleifen must Du eben gut abstauben.
Bei den ausgebesserten Stellen kannst du z.B. nur die Stelle vor dem weiteren Schleifen etwas mit Klarlack schützen oder aber das ganze Teil dann lackieren. Wenn Du es mit einer Airbrush machst kannst Du das Teil anschließend einfach lackieren, und Du wirst es nicht bemerken. Wenn es in der Nähe des Dekors ist mußt Du dieses evtl. maskieren wegen dem Overspray. In der Regel reicht ein Stück papier aus das darüber gehalten wird. Verhindert auch starke Kanten.
 

Frankie1

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Hallo,

Ich häng mich mal hier dran mit meiner Frage...

Ich möchte mein Auto richtig fürs lackieren schleifen....

Leider ist mein Auto von den Vorbesitzern schon 2 Mal Umlackiert worden...

Auto war Grün.. wurde dann Gold lackiert und jetzt ist es Hellblau...

Ich will es jetzt schwarz lackieren...

Wenn ich jetzt zum schleifen anfange dann komme ich zuerst auf Gold und dann auf grün.. auf die originalfarbe... also wurde das Gold auch nicht komplett abgeschliffen bevor es blau lackiert worden ist... (hab das an einer kleinen Stelle getestet)

Soll ich jetzt das Hellblau komplett abschleifen oder einfach nur den Lack mattschleifen und dann überlackieren lassen ??

Ich hoffe hier kann mir jemand weiterhelfen.

danke
 

mobiler masseur 190

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zum gruß.
also ich hab nen bmw e3 von 76 und der wird nun stück für stück aufgebaut.
(das dokumentier ich in nem anderen forum) link zum aufbau hier
frage: ich möchte den wagen für s lackieren soweit wie möglich fertig machen. ich trage den korrosionsschutz auf und und darüber den haftgrund/filler in 2-3 schichten.
meint ihr das es dem lackierer möglich sein wird darauf zu spachtel und den unilack aufzutragen?kann es da probleme mit der basis des decklacks geben?
PS: die angesprochenen lackschichten bekomme ich dünn und nasenfrei aufgetragen und schleife nach jedem arbeitsschritt und reinige mit verdünung und angemessener trockenzeit.
ich hab den wagen demontiert und lackiere nicht über dichtungen etc ;)
 
Thema:

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