Downsizing andersrum: VW Amarok künftig nur noch mit V6-Diesel und Doppelkabine - UPDATE

Diskutiere Downsizing andersrum: VW Amarok künftig nur noch mit V6-Diesel und Doppelkabine - UPDATE im VW Amarok Forum im Bereich Volkswagen; 09.05.2016, 16:46 Uhr: Seit Jahren gibt es bei Motoren einen klaren Trend zu weniger Zylindern und kleinerem Hubraum. Beim Facelift des Pick-Up...
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geronimo

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09.05.2016, 16:46 Uhr:
Seit Jahren gibt es bei Motoren einen klaren Trend zu weniger Zylindern und kleinerem Hubraum. Beim Facelift des Pick-Up Amarok geht Volkswagen den umgekehrten Weg, denn der bisherige Vierzylinder-TDI wird durch einen Sechszylinder-Diesel ersetzt. Auch bei der Kabine gilt künftig nur die Größe. Zudem soll das Nutzfahrzeug auch neue Kunden erschließen



Bisher war der Amarok ausschließlich mit vierzylindrigen 2,0 Liter großen Dieselmotoren lieferbar, die eine Leistung von 103 kW / 140PS und 132 kW / 180 PS bieten und die Euro-5-Abgasnorm erfüllen. Diese Motoren haben sich einerseits nie ganz leicht mit dem großen, schweren und wenig aerodynamischen "Lastwagen" getan. Doch inzwischen gibt es offenbar ein anderes Problem, denn die Umsetzung der verschärften Abgasnorm Euro 6 soll mit diesen Aggregaten in diesem Fahrzeug nicht umsetzbar gewesen sein. Daher hat sich VW für die Flucht nach vorn entschieden, und das dürfte dem Amarok auf jeden Fall gut tun.

Mit einem umfangreichen Facelift wird auch das Motorenangebot erweitert und ausgebaut. Künftig kommt in allen Fahrzeugen ein V6-Diesel mit 3,0 Litern Hubraum zum Einsatz. Das dürfte dem Pick-Up einen gewaltigen Schub beim Antritt verpassen, denn das bisherige Drehmoment steigt um 130 Nm auf künftig 550 Nm. Dazu stehen jetzt gleich 3 Leistungsstufen zur Wahl, die allesamt oberhalb der bisherigen Werte liegen: 120 kW / 163 PS, 150 kW / 204 PS oder 165 kW / 224 PS. Trotz der Mehrleistung soll der Schadstoffausstoß rund 200 g CO2 pro km betragen, was in etwa den bisherigen Werten entspricht oder sogar darunter liegt. Doch dank der Umstellung sind nicht nur bessere Laufleistungen zu erwarten, sondern auch mehr Ruhe und Laufkultur. Dabei dürfen sich alle Fahrer über die neue Servotronic-Lenkung freuen, die in Europa zur Grundausstattung gehört.

Das alles kommt dem überarbeiteten Amarok in jedem Fall zu Gute, denn dieser soll beim Image sanft aber nachdrücklich von Nutzfahrzeug zu Lifestyle geschoben werden. Das merkt man bereits daran, dass die einreihige SingleCab künftig nicht mehr im Programm sein wird, sondern nur noch die zweireihige DoubleCab. In deren Innenraum gibt es eine neue Instrumententafel, die den etwas nobleren Kundenkreis ansprechen soll. Dazu können die Kunden künftig auch Ausstattungsdetails wie Einparkassistent-System mit Rückfahrkamera, BiXenon-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, LED-Kennzeichenbeleuchtung sowie LED-beleuchtete Seitenschweller unter den Türen bekommen. Dazu werden in allen Ausstattungsvarianten die Felgengrößen angehoben, was einen bulligeren Auftritt selbst in der Basisversion verspricht.

Doch der Motorwechsel hat auch praktische Vorteile, die vor allem die bisherige Zielgruppe der Handwerker erfreuen dürfte: in einigen Varianten wird der Amarok künftig bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast ziehen können. Und eine Europalette lässt sich auch weiterhin quer auf der Ladefläche verstauen. Zudem gibt es weiterhin ein großes Zubehörprogramm in Form von Stylingbars, Abdeckungen, Laderaumbeschichtungen sowie Hardtops. Doch egal ob gewerblich oder privat: alle potenziellen Kunden brauchen noch Geduld, denn der neue Amarok wird erst ab September ausgeliefert. Das allerdings erst einmal nur in der stärksten Version, die beiden schwächeren Modelle - wobei das kleinste auch mit Heckantrieb statt Allradantrieb erhältlich sein wird - folgen dann erst einige Wochen oder Monate später.

Update, 23.05.2016, 12:03 Uhr: Inzwischen gibt es ein erstes Bild des überarbeiteten Cockpits. Im Vergleich mit der bisherigen Version fallen folgende Änderungen sofort ins Auge: neues Lenkrad mit optionalen Schaltwippen für das Automatik-Getriebe, neues Infotainment-Systems Discover-Media, eckige statt runder Lüftungsdüsen, geänderte Position einiger Bedientasten wie dem Warnblinker, überarbeitete Steuerung der Klimaanlage, eine durchgehende Zierleiste sowie insgesamt ein "kantigeres" Design. Nachfolgend das alte und neue Armaturenbrett im Vergleich:



Laut einem Bericht der Zeitschrift Autobild wird es künftig zudem Sitze geben, die von der "Aktion gesunder Rücken e.V." (AGR) zertifiziert wurden. Diese ermöglichen eine orthopädisch günstige Sitzposition, die Rückenschmerzen verhindern soll. Es ist allerdings zu vermuten, dass diese Sitze nur in den höheren Ausstattungsversionen und/oder gegen Aufpreis lieferbar sein werden.

Meinung des Autors: Größer statt kleiner - in modernen Fahrzeugen ist das bei den Motoren längst anders herumrum. Volkswagen macht jetzt beim Pick-Up Amarok eine Ausnahme: Und diese dürfte so manchen Kunden durchaus erfreuen, denn es gibt zwei Zylinder mehr - und das soll ja in Bezug auf Komfort immer noch das Maß aller Dinge sein.
 
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